Erfahrungsbericht über

Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression

Gesamtbewertung (50): Gesamtbewertung Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression

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Die Magie des Alfa Romeo

4  04.02.2009 (10.02.2012)

Pro:
Starker Motor, straffes Fahrwerk, direkte Lenkung, Optik

Kontra:
Platzangebot hinten, Kofferraum

SL600

Über sich:

Mitglied seit:13.08.2007

Erfahrungsberichte:19

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo.
Diesen Bericht schreibe ich von grundauf neu, da sich einiges mit dem Fahrzeug geändert hat.
Mittlerweile besitze ich diesen Alfa Romeo 156 2.0TS 3 Jahre lang und habe ihn 60.000Km gefahren. (aktueller Stand 145.000Km)
Aktuell wird dieser als Liebhaberfahrzeug gehalten.
Dieses Auto ist mein allererstes Auto gewesen.
Damals stand er beim ausländischem Hinterhofhändler für 4200 Euro.
Die Daten wahren vielversprechend, 85.000Km b.j 1999 mit Klimaautomatik, netten 155PS und recht exclusiver Farbe..

- Das Auto
Ich könnte jetzt schreiben wie toll ich es finde und diese Linienführung usw, aber ich denke da sollte sich jeder selbst ein Bild dafon machen.
Im Innenraum sind vorwiegend hochwertige Materialien verwendet worden und man fühlt sich als Fahrer direkt wohl im Auto.
Wenn man genauer hinschaut und man sich ein bischen über Fiat auskennt schlägt teilw. dieHände über den Kopf zusammen.
So sind z.B Zündschloss und Gaspedal exakt die selben Teile wie bei einem Fiat Chiquichento.
Besser ist es nicht drauf zu achten, geschweige darüber nachzudenken.
Allerdings empfehle ich das Auto für Personen bis zu einer Maximalgröße von 1.80m.
Danach wirds in allen Belangen etwas eng.
Das Auto ist eine Limusine, soll aber den efekkt bringen ein Coupe zu sein, aufgrund der Türgriffe die relativ versteckt am Türende sind..
Meiner Meinung nach hätte man gleich ein Coupe bauen sollen, denn die Platzverhältnisse hinten sich wahrlich keine Freude.
Ebenhalt so viel Platz wie in einem Coupe.
Ansonsten Klimaautomatik regelt ausgezeichnet, man hat el. verstellbare Spiegel sowie el. Fensterheber vorne. (ausstattungabhängig auch hinten, beim 2.5 V6 Serie)
Bedienung ist sehr angenehm sowie das Ablesen der Instrumente, da die Mittelkonsole sehr auf den Fahrer gerichtet ist, und man als Beifahrer nichtmal die Uhr ablesen kann.
In meinem Fall hat das Auto eine Ausstattung die mit Holz bestückt ist. (Holzlenkrad, Holzschaltknauf und Holzapplikationen in der Mittelkonsole)
Wobei man bei der Mittelkonsole fast heulen kann denn die Holzapplikation siht kurz gesagt "einfach nur Billig aus" und macht das im allgemeinem recht ansehnliche Cockpit nicht grad zu nichte aber es siht nicht schön aus.
Dann eher die Basisausstattung wählen wo einfach alles nur Schwarz ist,
oder die Sportversion wo Carbonapplikation verwendet wird, was da auch gut aussiht.
Der Kofferaum, ja er hat einen Kofferaum und es passt theoretisch auch einiges rein.
Das Volumen des
Bilder von Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression
  • Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression Alfa Romeo 156
  • Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression 03 - Alfa Romeo 156 2.0 TS Progression
  • Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression 04 - Alfa Romeo 156 2.0 TS Progression
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Alfa Romeo 156 2.0 JTS Progression Alfa Romeo 156
Bild mit alten Scheinwerfern
Kofferaums ist defenetiv nicht schlecht, nur die öffnung ist nicht gerade groß.
Es ist teilw. sogar so schlimm, dass man je nach dem nichtmal mittelgroße Reisekoffer reinbekommt.
Okay es gibt eine Durchlademöglichkeit, aber die beschränkt sich auf eine Klappe, dass man nur z.b Ski und die entsprechenden Stöcke durchladen kann.
Nicht umsonst bezeichne ich dieses Auto manchmal als "Kleinstwagen"

- Zuverlässigkeit und Qualität
Jap, da gibt es ja das übliche Klischee über italiänische Autos und ich muss sagen, das trifft auf den Alfa "fast" komplett zu.
In den 3 Jahren habe ich über 2600 Euro an Reparaturen investiert.
Nun muss man dazu sagen, dass bei diesem Km Stand natürlich viele Verschleißteile fällig werden wie Bremse, Reifen, Wartung, Zahnriemen, Auspuff usw.
Aber kommen wir zu den Dingen, die hätten nicht sein müssen.
Wasserkühler:
Der Wasserkühler ist ein allgemeines Leiden dieses Autos.
Man kann sagen, nach gut 10 Jahren ist der Wasserkühler fertig.
Er wird nicht gerade undicht, nur die Kühllamellen zerfallen und fliegen weg.

Handbremsseile:
Okay die kosten nicht die Welt, könnten aber mehr Kosten veruhrsachen, wenn diese z.B leicht hängen.
Blockieren tuhen diese nicht, nur man wundert sich nach einer so 20Km Autobahnfahrt warum das Auto so stinkt im hinterem Bereich.
Die hinteren Bremsen sind immer ganz leicht am Bremsen, sodass man es garnicht merkt.
So verheitzt man natürlich schön Bremsklötze sowie Bremsscheiben.

Lambdasonde:
Für die hatte sich das Thema nach knapp 100.000Km erledigt.
Die typischen Symthome wie Standgasschwankungen oder übermäßiger Verbrauch traten in meinem fall noch nicht auf, aber im Fehlerspeicher sprang immerwieder der Fehler für Lambdasonde rein.
Nach dem austausch der Sonde war der Fehler dauerhaft weg.

Airbags:
Diese sind gerne anfällig.
Bei mir kommt es häufiger vor, dass die Kontrolleuchte an ist.
Man kann es nicht genau beschreiben wieso, sagen wir mal es ist eine Laune des Autos.
Man kann den Fehler löschen (oder auch nicht) und dann ist es für ein parr Monate gut.
Es ist auch wenn nie der selbe Fehler immer bringt ein anderer Airbag eine Fehlermeldung.
In der Regel konnte ich den Fehler immer löschen lassen bis auf einmal, da ging es nicht. (es war im Sommer so 30 Grad) (kommt das Auto nicht aus dem Süden? Müsste doch eigentlich solche Verhältnisse mögen)
Wie dem auch sei 2 Monate später, es war kühler, man konnte den Fehler löschen.
Als der TÜV anstand habe ich sicherheitshalber das Kombiinstrument auseinandergenommen und die LED für die Airbagkontrolleuchte abgeklebt, da man mit Airbagfehler keinen TÜV bekommt.

Schlussentlich der berümte Rost:
Ich muss sagen, der Alfa ist ein ausgezeichneter Schauspieler.
Kein anderes Auto kann so Klasse aussehen, dabei aber eigentlich Kernschrott sein.
Von der Karosserie das was man so sehen kann wird nie etwas rosten, da siht der Alfa immer Klasse aus.........
......... bis er auf die Werkstattbühne kommt.
Und selbst da kann man das teilw. verheerende Ausmaß nicht sehen.
Je nach dem wie das Auto gehalten wurde (Garage oder Draußen) sind die Zustände der Fahrzeuge.
Alfa ist auch der einzigste Hersteller, der es schafft, 3 Tonnen an Unterbodenschutz aufzutragen, und dennoch rostet alles wie Hölle.
Die Uhrsache ist ganz einfach:
Von unten kann man so eine art Rinnen erkennen mit Öffnungen.
Diese Öffnungen sind teilw. stark verrostet.
Alfa hat aus irgendeinem Bekloppten Grund das Auto so konstruiert, dass das Regenwasser OBERHALB des Bodenbleches abgeführt wird..
Und gerade da hat Alfa eine ganz einfache Lackschicht aufgetragen, die der Wasserbelastung nicht stand hält.
Um eine Komplettsanierung durchzuführen, muss man quasi die gesamte Innenausstattung ausbauen.
Aber es gibt einen recht einfachen Weg, diesen Rost ohne große Mühe sehen zu können bzw. den Zustand festzustellen.
Unzwar geht man einfach hin und ziht beide vorderen Sitze bis zum Anschlag vor, sodass die Bodenlüftungsdüsen für die hinteren Insassen sichtbar werden.
Dann nimmt man einen einfachen Kreutz Schraubenziher und schraubt die Düsenblenden ab.
Mithilfe einer Taschenlampe hat man dann Einblick auf das Bodenblech.
Desweiteren sollte man in die vorderen Radkästen reinschauen.
An dem Verbindungsstück der Bremsleitung (oder auch Halter der Leitung je nach dem) kann man auch sich einen einfachen Überblick verschaffen.
Wenn dort Drumherum angerostet ist muss man eine genauere Untersuchung machen.
Der geamte innere Kotflügel muss raus und "Achtung" wieder Thema Schauspieler.
Man wird nur Unterbodenschutz sehen.
Also eigentlich alles in Ordnung oder?
Leicher nicht denn auch hier hat Alfa wiedermal das Kunststück geschafft, dass Wasser sich unterhalb des Unterbodenschutzes sammeln kann.
Ganz einfach am Unterbodenschutz rumdrücken und hören ob es Knirscht.
Ist das der Fall ist Rost dadrunter, aber es ist noch durchaus zu Retten, mit entsprechenden Arbeiten (Entrosten, Lackieren, neuer Unterbodenschutz)

Wenn man das alles so ließt kommt einem der Eindruck: furchtbares Auto.
Vom reihnem Nutzem her stimme ich dem auch zu.
Ich habe das Auto 2.5 Jahre lang intensiv genutzt, Langstrecke usw, bis ich meinen Hyundai I30 bekommen habe.
Den Alfa wollte ich verkaufen, weil "was soll man mit zwei Autos?"
Kurz zu meiner Person: Ich bin ein sehr autointerresierter Mensch und auch Hobbyschrauber.
Mir macht es viel Spaß an Autos zu arbeiten und habe auch dementsprechen die Materialien und Werkzeuge.
Aber warum nun Zwei Autos?
Ich kann es ehrlichgesagt nicht handfest Begründen, außer: weil es mir Spaß macht.
Zum anderem bekomme ich nurnoch 1500 Euro auf dem freiem Markt, und ich habe zum einem so viel Geld an Repararuren reingesteckt und so viel Herzblut in das Auto investiert. (z.B mein Alfa ist Rostfrei, denn ich habe das Auto wirklich komplett auseinandergenommen und Entrostet usw.)
Ich habe eine Garage für das Auto und nun wird dieser nurnoch im Sommer gefahren.

- Magie von Alfa Romeo
Um das zu verstehen muss man selber einen Alfa Romeo besitzen, aber ich versuch es dennoch zu erklären.
Leute die ein Auto ohnehin nur als "Gebrauchsgegenstand" sehen für die ist ein Alfa ohnehin nichts.
Ich glaube es macht einfach die Mischung.
Das geniale Fahrwerk, dazu der tempramentvolle Motor, der Sound des Motors, irgendwie einfach alles.
Es ist eine Hassliebe mit dem Auto.
Es gab nicht selten Momente, da hätte ich den Vorschlaghammer nehmen können, und naja......
Aber auch diese einfach genialen Momente, du gibst Gas und dieser unvergleichliche Motorsound des 4 Zylinders brüllt dich an "schneller, schneller", und somanchem "teenie" mit seinem niedlichem Golf der versucht hat sein Auto zu tunen oder lass es auch ein 3er BMW sein, mal gezeigt, was ein Alfa so kann der "nur 155PS" hat.
Wie gesagt im allgemeinem kann man es nicht erklären, man siht das Auto einfach und man freut sich einfach, dass man einen hat.

Würde man mich um eine Kaufempfehlung fragen würde ich mich da sehr schwer tuhen.
Um diesen als Alltagsauto zu nutzen, würde ich generell dafon abraten, da einfach die Verhältnisse vom Platz und Zweckmäßigkeit zu schlecht sind.
Aber wer ganz einfach einen haben möchte und ein anderes Auto für den Alltag hat und eben Spaß am schrauben und Arbeiten hat, finanziell etwas übrig hat, und sich einfach an einem doch recht selten gewordendem Auto erfreuen möchte was eine Magie hervorruft was kein anderer Hersteller selbst mit den Topmodellen bieten kann, für den ist dieser Alfa Romeo 156 genau richtig.
Ein 2.5V6 oder gar das Topmodell 156 GTA mit dem 3.2 V6 und 250PS ist natürlich noch etwas besser, aber auch die 4 Zylinder Motoren sind defenetiv nicht schlecht.
Diese sind zwar etwas anfälig für Motorschäden, nur das kommt immer auf die Behandlung der Maschine an.
Ich bsp. fahre diesen immer schön langsam warm und wechsele alle 10.000Km das Motoröl (10W40)
Eingefleischte "alfistis" (so werden Alfafahrer genannt) nehmen gerne das sündhaftteure 10W60 Racing was höhere Tempraturen aushält. (nicht so schnell flüssiger wird)
Es stimmt schon, dass bei längerer Vollast der Motor probleme mit der Öltemperatur bekommt, dass das Öl zu dünnflüssig wird und dem Motor schaden kann, aber in normalem Betrieb erreicht man diese Zustände nicht, selbst wenn man diesen mal 15Km Vollast jagt.


Schlusswort:
Ich habe diesen Alfa Romeo behalten, weil dieser mir bietet, was kein anderes Auto bieten kann (außer das selbe Modell), und weil ich einfach Spaß an dem Auto habe.
Es kostet zwar nicht gerade wenig diesen als zusätzliches Auto zu unterhalten, aber Okay, man gibt sein Geld dafür aus wofür man Spaß hat und was einem gefällt.
Ihre Bewertung dieses Fahrberichtes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
noname_6032

noname_6032

12.04.2009 02:01

Ein Foto wäre nicht schlecht.

Makropode

Makropode

05.02.2009 09:52

Guter Bericht!

Magistix

Magistix

05.02.2009 09:08

Inhaltlich sehr hilfreich. Aber ein paar sehr viele Zeilenumbrüche, wo kein Sinnabsatz ist ;)=

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