Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
kompromißloses Rennwagen - Charisma : - ) GEIL |
| Kontra: |
schlechte Verarbeitung im Innenraum |
Alfa ROMEO 33 16V
Der Alfa Romeo 33 16V war mein erster Alfa und eine Liebe auf den ersten Blick, zumal er typisch rot war und auch die Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert waren. Alufelgen mit 195/50er Bereifung und eine leichte Tieferlegung optimierten das ohnehin sportliche Design, dass mit "kantig und keilförmig" treffend beschrieben ist. Das Fahrzeug, Baujahr 1991, erstand ich gebraucht im Jahr 1993, und es ist der erste meiner vier Alfa Romeo's, die ich besaß, so dass ich nach meinem heutigen Spider nun über den 33er berichte.
Den Bericht schreibe ich, weil ich finde, dass dieses Auto für Liebhaber und Sammler auch in 2003 eine interessante Investition sein wird und die noch wirklich gut gepflegten Modelle immer seltener werden.
Der Motor und Charisma
Der 33er 16V hat einen Boxermotor mit 1700 ccm Hubraum, vier Zylindern und einer Leistung von 132 PS. Typisch für Alfa Romeo - insbesondere für deren Boxermotoren - ist, dass die Leitung erst in hohen Drehzahlen ab ca. 4500 u/min einsetzt. Dies dann aber vehement und konsequent bis über 6500 Touren. Dann irgendwann setzt der Drehzahlbegrenzer ein. Das Aggregat ist trotz Dämmmaterial im Motorinnenraum und unterhalb der Motorhaube sehr lautstark und rauh. 16 Ventile machen nunmal deutlich mehr Lärm als 8 Ventile. Natürlich ist 16V heute Standard ... allerdings legt man bei Alfa Romeo damals nicht soviel Wert auf gedämmte Akkustik. Sound gehört zu Alfa Romeo dazu wie der Sack Reis zum Chinesen.
Das Getriebe und die Übersetzung
Trotz einer relativ langen Übersetzung der Gänge, beschleunigt der nur 970 kg schwere 33 16V deutlich unter 10 sec von Null auf 100. Die lange Übersetzung des 5. Ganges ermöglicht eine Endgeschwindigkeit von "echten" 210 Stundenkilometern, die der 33er übrigens vollgasfest und ohne deutliche Erhöhung der Motortemperatur hinnimmt. Das Getriebe ist hakelig, insbesondere der 2. Gang. Mechanisch besitzt der 33er eine ärgerlihe Schwäche am Schaltgestänge unterhalb des Fahrzeuges: dieses wird mit einer Art Sprengring zusammengehalten. Springt dieser ab, und das ist einen Krankheit der ersten Modelle gewesen, kann man froh sein, wenn man "nur den 1. oder 2. Gang eingelegt hatte und so noch zu seiner Werkstatt schleichen kann. Kostenfaktor: ein paar Pfennige. Dieser Sprengring wurde später verstärkt.
Das Fahrwerk
Schon serienmaßig ist das Fahrwerk sportlich und straff. Der Frontantrieber untersteuert nicht und hält sich bis in den Grenzbereich neutral. Natürlich, auch durch die 195/50er Bereifung kombiniert mit dezenter Tieferlegung, verändert sich das Verhalten vorteilhaft. Ob in schnellen oder engen Kurven... der 33 16V bricht nicht aus und nichts bewegt ihn dazu, über die Vorderräder zu schiebebn, wie es als Untersteuern für einen Fronttriebler bekannt ist. Langstreckenfahrer werden das harte Fahrwerk langfristig nicht schätzen, wenn die Straßen mangelhaft sind. Auf Komfort wurde weitgehend bei der Auslegung des Fahrwerks verzichtet
Bremsen
Für einen Bummelzug-Driver ist das Auto weniger gedacht. Allerdings sind die Bremsen nur dafür ausgelegt, zu bummeln. Im Ernst: nach 2-3 harten Bremsversuchen, sind die Bremsen absolot überfordert, das Pedal fällt durch und die Sache kann fast schon gefährlich werden. Die Bremse ist der größte Schwachpunkt für rasante Fahrten, auch wenn es berechenbar wird, wenn man seinen ersten Aha-Effekt hatte. Im Normalgebrauch ist die Bremsanlage indes respektabel
Wartung
Alle 10.000 km hat der kleine Renner das teuerste vom teuersten an syntethischem Öl erhalten ... ich bevorzuge MOBIL und habe selbstverständlich jedes Mal den Ölfilter gewechselt. Ansonsten habe ich ohne es zu Bedauern, alle Wartungsintervalle schlichtweg ignoriert und mich lediglich auf das Austauschen von Verschleißteilen beschränkt, wie z.B: Bremsbeläge oder Zahnriemen.
Innenraum + Kofferraum
Hier kommt das typisch Vorturteil gegen italienische Hersteller treffend zum Vorschein. Die Verarbeitung ist zweiklassig, insbeondere alle Kunststoffteile wirken billig. Die Sitze - von als auch im Fond - sind gut, wenn sie auch wenig Seitenhalt bieten. Das Lenkrad und sein Durchmesser passen nicht zu einem sportlich ausgelegten Fahrzeug, so dass ein Zweitprodukt unter Sportlenkräder diskutabel sein kann. Der Kofferraum ist großzüzig und leicht zu beladen, da die Oberkante nicht störend angesetzt wurde.
Heizung und Lüftung
Die Lüftung - einstellbar in diversen Standardvarianten - bläst gut. Allerdings ist eines schnell klar: Italiener kennen nur milde Winter und somit auch nur milde Heizwerte. Richtig warm wird's nicht in dem 33er, wenn mal friert. Und wenn es friert, dann streiken alle Schlösser übrigens auch.
Fazit
Für Liebhaber ist es ein wundervolles Auto. Das Fahrwerk und der bissige Motor bieten ein Spaßmobil als auch ein Sportgerät für jene, denen es Spaß macht, für eine geringe Gebühr über den 22,8 km langen Nürburgring zu heizen. Die Alltagstauglichkeit wird von den kleinen beschriebenen Mängeln eingeschränkt, so dass der 33 16V heutzutage als Zweitwagen oder als Sammlerstück für Liebhaber zu betrachten ist.
Jean-Louis ;-)
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Pro: siehe Text
Kontra: siehe Text
Schwächen:
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sehr hilfreich
10.11.2000
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sehr hilfreich
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Ride the Bullet
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ace
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sehr hilfreich
28.12.2000
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Man muss sie lieben...
Fahrzeugbewertung für Alfa Romeo 33 16V QV von
livegix
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...Ich nutze nun hier die Gelegenheit über meine Erfahrungen mit der Sorte Alfa Romeo, speziell dem Modell 33 zu schreiben. Mein 2. Auto war nach einem Totalschaden meines Opel Corsa TR ein Alfa Romeo 33 Typ 305, welcher mir viel Freude bereitete, bis er mir ...
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sehr hilfreich
30.08.2004
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Kompromisslos Hart
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AR3
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Kontra: schlechte Bremsen, schlechte Heizung
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14.04.2000
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