Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Eigentlich nichts |
| Kontra: |
Flexen, Fett, Gschmack, lasche Kartoffeln u . s . w . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute möchte ich Euch eine Geschichte über ein Gericht erzählen, das das Licht der Welt in Zürich erblickt hat. Und wenn es dann noch ein Meisterkoch zubereiten lässt, dann sollte doch nichts schief gehen mit der Kocherei.
Es war einmal ein Stück Kalbsfleisch, das sich fragte, was denn mal aus ihm werden sollte, wenn es in gute Obhut komme. Es sann nach, da liefen ihm Champignons über den Weg. "Oho, wohin so geschwind des Weges, liebe Pilze", rief das Kalbfleisch den Champignons zu. "Wir wollen ins gelobte Küchenland zum Regenten Alfons Schuhbeck. Er ist ein weiser Mann, der mit uns leckere Sachen machen will. Komm doch einfach mit" sagten die pfiffigen Kerlchen und das Kalb sagte zu. Unterwegs kamen sie noch an einem Kartoffelacker vorbei und die Kartoffeln riefen "befreit uns aus der schweren Erde, wir wollen raus". Flugs packten alle an und befreiten die armen Knollengesellen von ihrer Last und aus Dankbarkeit schlossen sie sich den anderen an. Als sie so gingen, kamen sie an einen reißenden Fluss, der aus reiner Sahne bestand. "Der bringt uns ins gelobte Küchenland" riefen sie wild durcheinander und stürzten sich in ein Boot, das dort am Ufer lag.
Nach einem Tag kamen sie in der Hauptstadt Schneebesen City an und wurden zum Regenten durchgelassen. Sie verbeugten sich artig vor ihm und trugen ihm ihre Treue an. Sinnierend schaute er auf seine Untertanen, die einen schönen Platz in seinem Reich wollten und überlegte, wie er sie denn unterbringen konnte.
Da durchzuckte ihn ein Gedanke, der ihm so genial wie lecker vorkam. Meine Getreuen, kommt mit in meine Palastküche, ich werde euch standesgemäß zubereiten. Frohen Herzens folgten das Kalbsfleisch, die Champignons und die Kartoffeln ihrem Herrscher in die Küche und aus diesen treuen Untertanen machte der Herrscher Alfons Schuhbeck sein
"Züricher Kalbsgeschnetzeltes mit Röstkartoffeln"
Soweit die Wunschvorstellung des Autors mit dem Geschnetzelten. Ob es in der realen Welt auch so ist, wird uns dieser Bericht zeigen.
Dies ist ja mein 2. Bericht aus der Alfons Schuhbeck Reihe, weitere werden in loser Folge kommen.
%%%%%Die Verpackung%%%%%
hängt unten als Bild an und spricht Bände. Lecker gebratene Kartoffeln, die ein sehr gut aussehendes Kalbsgeschnetzelte mit Champignons in einer sahnigen Rahmsoße sind, nur verziert mit ein wenig Kerbel. Das Konterfei des Meisters ziert die obere rechte Ecke. Richtig, es ist ein Gericht aus "Schuhbecks, Feinstes vom Meisterkoch" Reihe. Die Einwaage beträgt 400 g, der Preis beläuft sich auf 2,99 Teuros.
Hinten drauf ist ein Foto mit dem Meister und 2 älteren Herren, die Gemüse begutachten. Dann noch die Zubereitungshinweise, entweder im Backofen bei 160 Grad ca. 15 Minuten oder in der Mikrowelle 4 Minuten bei 600 Watt.
%%%%%Die Zutaten%%%%%
Sind wie schon oben geschrieben, unsere wackeren Helden, die ihren Platz in dem Essen noch mit anderen teilen müssen:
Sauce 40 % (Bratenjus, Sahne, Champignons, Zwiebeln, modifizierte Stärke, Gewürze, Speisesalz, Verdickungsmittel Xanthan, Konservierungsstoffe Natriumbenziat und Kaliumsorbat, Säuerungsmittel Zitronensäure, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Stabilisator Natriumacetat), Röstkartoffeln 40 % (Kartoffeln 95 %, Zwiebeln, Pflanzenöl, Speisesalz, Gewürze), Kalbsfleisch 20 %
Im Kühlschrank haltbar bis 30.10.2005.
Die durchschnittlichen Nährwerte pro 100 g sind
Brennwert 480 kJ / 115 kcal
Eiweiß 8,0 g
Kohlenhydrate 8,0 g
Fett 5 g
Füllgewicht 400 g, Gewichtsverlust durch erhitzen.
Der Hersteller ist Schubecks Genießer Service GmbH, Färberstraße 43, 83022 Rosenheim.
Der Umkarton umschließt eine schwarze Kunststoffschale, die zweigeteilt ist. In der einen sind die Kartoffeln, in der anderen das Geschnetzelte untergebracht. Im kalten Zustand sieht das Essen ehr nicht so lecker aus wie auf dem Foto. Sollte sich hoffentlich ändern, wenn es warm ist. In die Folie mache ich wie immer ein paar Löcher, durch die der Überdruck entweichen kann. Also ab damit in die Mikrowelle und 4 Minuten 600 Watt Stoff geben. Nach den 4 Minuten ist alles heiß und sollte noch eine Minute stehen bleiben.
%%%%%Der Geschmack%%%%% und die Optik%%%%%
Naja, von der Optik her unterscheidet sich das Essen nicht von anderen Geschnetzelten Gerichten. Helle Soße, ein paar Brocken drin und die Kartoffeln in Würfel geschnitten.... die mir aber gar nicht den Eindruck von "Bratkartoffeln" machen.
Was ich lobend erwähnen muss, ist der Geruch, mein Näschen freut sich schon sehr drüber und meldet meinem Boss in der Magengrube, hey, wenn das so lecker schmeckt wie es riecht, dann kannst du das Meckern vergessen.
Die Folie über dem Gericht ist schnell abgezogen und da liegt es nun, das Züricher Kalbsgeschnetzelte mit Bratkartoffeln. Noch mal durchgerührt und schwupp, die Gabel in die braune Tunke tauchen. Die Soße ist cremig, von dicklicher Konsistenz und riecht, wie schon geschrieben, echt lecker.
Also, die Ladeluke öffnet sich und die Geschmacksnerven stellen sich auf einen leckeren Gourmetgenuss ein und
werden herb enttäuscht.
Das soll Feinstes vom Meisterkoch sein? Wo hat er denn dieses Rezept her? Vom Kunstgeschmackkreator Nr. 1?? Ne, das ist ja wohl nix mit dem feinen Geschnetzelten.. das Fleisch hat Flexen und viel Fettanteil, die Soße schmeckt nur nach Salz, sehr eigenartig und voll künstlich. Halt, die Champignons weisen einen leichten Eigengeschmack auf. Ein züricher Kalbsgeschnetzeltes sollte sahnig leicht, mit einer leichten Weißweinnote daherkommen. Hier nur Salz, nix weiter.
Die Bratkartoffeln verdienen diesen Namen auch leider nicht. Matschig, ohne Brateffekt liegen sie in der schwarzen Schale. Der Geschmack der Kartoffeln ist wenigstens nicht schlecht, jedoch fehlt hier die Würze vollkommen.
%%%%%Fazit%%%%%
Die armen Getreuen aus dem Märchen, *schnif * wurden gar bitterlich getäuscht. Statt einen Platz in der Geschichte des Landes zu bekommen, wurden sie elend missbraucht für so ein schlechtes Essen. Wären sie doch jenseits des Sahneflusses geblieben, ihnen wäre vieles erspart geblieben.
Also, das war ja wohl nix mit dem Genuss des Meisterkoches. Jede Menge Flexen und Fett, künstlicher Geschmack, lasche Kartoffeln, nur salziger Geschmack. Einzig die Champignons und der kartoffelige Geschmack der Röstkartoffeln" bewahren dieses Gericht davor, das ich die schlechteste Wertung gebe, die es gibt. Zumal dieses Essen mit 2,99 Euro ja nicht zu den preisgünstigen zählt. Also 2 Sterne von den 5 zu erreichenden.
Empfehlen kann ich es nicht, es sei denn, ich habe eine Montagsproduktion erwischt und ich hätte eine andere Packung nehmen sollen. Aber ich versuche es definitiv nicht mehr mit diesem Gericht. Also wenn es einer von Euch versucht, bitte Mail an mich, ob sein Essen auch so mies war. Einzig die Tatsache, dass die Sonne scheint, hält meine Stimmung noch oben.
In diesem Sinne wünsche ich Euch mehr Glück beim Essen. Vielen Dank für Eure Wertungen und Kommentare. Euer harry
| weitere Erfahrungsberichte |
Züricher Kalbsgeschnetzeltes vom Meisterkoch
Bewertung für Alfons Schuhbecks "Züricher Kalbsgeschnetzeltes" von
Franka_
Pro: rein gar nichts, von Schuhbecks gutem Namen abgesehen
Kontra: schlechte Optik, langweiliger Geschmack, angebrannte Kartoffeln
Herr Schuhbeck, ich schätze Sie sehr von vielen Kochsendungen her und auch auf Ihre Kochbücher möchte ich nicht verzichten. Aber dass Sie Ihren Namen hergeben für ein Fertiggericht, das schlicht an der Grenze zum "Ungenießbaren" war, kann ich nicht nachvo ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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16.06.2008
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