Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ich wüsste nicht , was für Algen im Aquarium spricht |
| Kontra: |
Können sehr lästig werden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Tja, liebe Leser. Ihr seht ich bleibe vorerst meiner Linie treu und werde mal wieder einen Bericht über die Aquaristik schreiben. Heute mal etwas über Algen. Sicher eine Sache die vielen, die kein Aquarium besitzen, gänzlich unbekannt ist. Aber alle diejenigen, die sich mit der Aquaristik beschäftigen sind genau diese, doch unerwünschten Plagegeister wohl mehr oder weniger bekannt.
Zunächst aber mal ein paar Worte über die Algen vorneweg. Algen kommen in jedem Aquarium vor. Auch wenn sie rein optisch nicht als Büschel, Belag oder Rasen zu sehen sind, sind sie doch vorhanden. Dieses lässt sich jederzeit mikroskopisch nachweisen. Sie leben im Gleichgewicht mit allen anderen Pflanzen im Aquarium und nur unter ganz bestimmten Bedingungen kommt es zur Massenvermehrung einzelner Arten. Und gerade diese Massenvermehrung ist es, die uns Aquarianern so zu schaffen macht. Nicht nur dass das Aquarium dann ziemlich unansehnlich geworden ist. Auch die Lebensbedingungen aller anderen Lebewesen werden stark beeinträchtigt.
Man kann aber relativ leicht Vorbeugemaßnahmen gegen eine zu starke Algenentwicklung treffen. Schwer lassen sich jedoch stark veralgte Becken wieder in Ordnung bringen. Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gehören folgende:
- man sollte stets für ein gutes Wachstum der höheren Pflanzen sorgen. Neben langsam wachsenden Arten sollte man auch wuchernde Wasserpflanzen kultivieren. Aquarien veralgen wesentlich seltener, wenn ein gesundes Pflanzenwachstum und deren Vermehrung vorhanden ist.
- Auch durch die Fütterung kann der Algenwuchs gefördert werden. Also, stets so füttern dass keine Futterrest am Bodengrund liegen bleiben
- Regelmäßig einen Teil des Aquarienwassers durch Frischwasser ersetzen
- die Filtereinrichtung mit einem Vorfilter ausrüsten und diesen regelmäßig reinigen
- auch Schwimmpflanzen wie die Muschelblume oder Froschbiss helfen, aber sie nehmen doch sehr stark das licht weg und behindern so unsere andere Pflanzen im Wachstum
- auch Garnelen lassen sich einsetzen, aber eher zur Algenverhinderung, statt zur Algenbekämpfung
- Die Aquarienbeleuchtung sollte nie mehr als 10 oder 11 Stunden an sein. Eine stärkere Beleuchtung fördert nur den Wachstum von Algen und unseren Wasserpflanzen reicht eine Beleuchtung von 10 Stunden aus, denn dann ist die Bildung der Photosynthese abgeschlossen
- im Gesellschaftsbecken kann man auch durch geeigneten Fischbesatz den Algenwachstum Einhalt gebieten. Durch die Pflege algenfressender Fische wie z.b. Harnischwelse (Ancistrus) Karpfenfische oder Saugschmerlen, kann man schon einiges erreichen. Im reinen Artenbecken setzt man lieber Schnecken ein. Hier bevorzugt Apfelschnecken, die als hervorragende algenvernichter gelten. Dieses ist allerdings Ansichtssache, und muss von jedem Aquarianer selbst entschieden werden.
Ich möchte aber auch noch auf einige Algen direkt eingehen, damit der interessierte auch von diesen Lebewesen einen kleinen Eindruck bekommt.
Die einzelnen Arten lassen sich manchmal nur schwer bestimmen. Die mit freiem Auge erkennbaren Merkmale reichen oft nicht zur Erkennung der Artengruppe. Zudem sind Angaben in der Aqaurienliteratur nicht gerade zuverlässig. Natürlich wird es auch jetzt für mich nicht ganz leicht hier eine genaue Beschreibung abzugeben, aber ich versuche es mal in groben Zügen. Sicher kann ich hier auch nur zu den Artengruppen eingehen, denn sonst würde das hier auch ein wenig zu weit führen.
Blaualgen
Die Blaualgen, auch oftmals als Spaltalgen bekannt, sind hinsichtlich ihres Organismus eher als Bakterien zu sehen, da sie keinen eigenen Zellkern haben und daher auch die Photosynthese nicht eintritt. Sie pflanzen sich ungeschlechtlich durch Zellteilung fort. Die abgespaltenen Teile bilden dann neue Kolonien. Einige Arten sind frei schwebend und führen oftmals zur Trübung des Wassers. Der Farbstoff dieser Algen hängt mit ihren Pigmenten zusammen und kommt in den Farben. Blaugrün, Gelb, Rot und Violett vor. Aber auch Braun und Schwarze Arten sind möglich. Im Aquarium treten meist Algen auf, die flächige Belage an Pflanze, Steinen oder auf dem Bodengrund bilden. Meist beginnt die Veralgung an einzelnen Stellen auf und breitet sich sehr schnell im ganzen Becken aus. Diese Algen fühlen sich schmierig an und kamen so auch zu der Bezeichnung, Schmieralgen.
Zur Massenvermehrung können viele Faktoren beitragen. Die häufigste Ursache ist hier sicher, zu hoher Nitratgehalt. Aber auch Phosphatüberschuss, zu hohe Sulfatwerte oder Sauerstoffmangel begünstigen die Vermehrung.
Sollte es aber nun doch mal passiert sein wird es, gerade bei Blaualgen sehr schwierig. Fische und Schnecken fressen in der Regel keine Blaualgen. Auch das gelegentliche absaugen der Herde sorgt nur gelegentlich zum Erfolg. Erfolgversprechender ist da schon ein kompletter Wasserwechsel. Auch eine starke Durchlüftung kann Abhilfe schaffen.
Natürlich kann man hier auch mit der Chemischen Keule schwingen. Ich persönlich halte gar nichts davon, brauchte aber zum Glück mich auch noch nicht so direkt mit Blaualgen auseinandersetzen. Nach meinem Kenntnisstand kann man hier mit Stoffen wie 3%tigen Borwasser oder einer Penicillin – Natrium Lösung Erfolge erzielen. Nun, ich möchte hier niemanden abraten, aber letztendlich hilft bei Blaualgen nur eine komplette Neueinrichtung des Aquariums. Dabei müssen allerdings auch Pflanzen ersetzt und Gerätschaften gereinigt werden, sonst hat man nichts erreicht. Gerade bei Blaualgen heißt es also für den Aquarianer besonders auf die Algenvermeidung zu achten, da die Folgen sehr gravierend sein können.
Echte Algen
Im Gegensatz zu den Blaualgen stehen echte Algen den Pflanzen wesentlich näher als Bakterien. Bei ihnen gibt es stets einen Zellkern so dass auch hier die Photosynthese arbeitet.
Die bekanntesten sind hier die Rotalgen, Braunalgen, Kieselalgen, Grünalgen und Jochalgen.
Keine Angst lieber Leser, es wird jetzt nicht so ausführlich wie bei den Blaualgen.
Erwähnt sei auf jeden Fall dass diese Algen, so lästig sie auch sein können, in der Industrie sogar eine wirtschaftliche Rolle spielen. Aber damit haben wir ja nichts zu tun. Der häufigste Vertreter in unseren Aquarien scheint nach meinen Erfahrungen die Fadenalge zu sein. Diese Alge bildet lange Fäden und verbreitet sich sehr schnell im gesamten Becken, so dass es innerhalb kürzester zeit sehr unansehnlich geworden ist. Hier lässt sich zwar mit einem Holzstab die Alge aufwickeln, aber nie ganz entfernen. Bei diesen Algen könnte man schon eher auf chemische Mittelchen zurückgreifen. Aber auch hier habe ich meine Bedenken.
Wasserstoffperoxyd soll Lieselalgen und Braunalgen vernichten. Eine Torffilterung wäre auch möglich, wobei hier wohl eine Lichtabsorbierung den Wachstum hindert.
Die für mich sicherste Methode der Algenbekämpfung bei diesen Algen ist allerdings folgende Methode. Man setze den Fischbesatz in ein anderes Becken. Wenn nicht vorhanden mal im Bekanntenkreis oder Zoohändler fragen. Dann das gesamte Becken mit einer Decke,oder ähnlichem, komplett abdunkeln. Durch den Entzug von Licht kann die Photosynthese nicht mehr arbeiten und die Algenkultur bricht innerhalb von 2 bis 4 Wochen komplett zusammen. Ich selbst hatte als blutiger Anfänger dieses Problem mit Fadenalgen und kann hier einen Erfolg garantieren.
Das Beste ist es aber, nach wie vor, sein Aquarium jeden Tag genauestens zu beobachten. Und hierbei gilt es nicht nur den Fischen Beobachtung zu schenken, sondern auch eventuelle Veränderungen an Pflanzen, Steinen und Aufbauten und an den Scheiben zu verfolgen. So lassen sich von vornherein Algen vermeiden und die Freude bleibt an diesem wunderschönen Hobby lange Zeit bestehen.
Ich hoffe, ich konnte den Aquarianern hier ein paar Tipps geben und den Nicht oder Noch- Nicht Aquarianern mal einen kleinen Einblick in die Aquarist geben.
Ein schönes Wochenende wünscht euch
telemo
| weitere Erfahrungsberichte |
Der Kampf gegen die Algenplage
Bewertung für Algenbekämpfung - Tipps & Tricks von
kluk
Pro: Er kann gewonnen werden,
Kontra: kann aber langwierig sein...
In der Aquaristik sind Algen ein vieldiskutiertes Thema, da sie im Gegensatz zu den anderen Innereien des Aquariums unbeliebte Gäste sind. Zwar gibt es in jedem Becken Algen, die sind aber meist so klein, dass sie mit dem Auge nicht erkannt werden können. ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
19.01.2004
|
Die beste Algenbekämpfung ist Knut & Eva
Bewertung für Algenbekämpfung - Tipps & Tricks von
manjunja
Pro: Interessant, nützlich, schön
Kontra: die können ertrinken
...Hallo liebe Lesenden!
Ich habe lange überlegt, ob ich eine Kategorie über meine Apfelschnecken beantragen soll, oder ob ich über sie unter dem Punkt Algenbekämpfung (hoffentlich hören die das nicht) schreiben soll. Wie Ihr seht, habe ich mich für Letzt ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
07.04.2002
|
Das leidige Algenproblem
Bewertung für Algenbekämpfung - Tipps & Tricks von
Mogli2309
Pro: Fische fressen Algen
Kontra: können schädlich sein
Das neue Aquarium steht wunderschön anzusehen im Wohnzimmer. Die Fische schwimmen munter im klaren Wasser auf und ab, die Pflanzen bewegen sich leicht im Strom des Filterausströmers. Jeden Tag freut man sich am Leben unter Wasser, die Fische gedeihen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
04.10.2001
|
Algen sind auch manchmal nützlich
Bewertung für Algenbekämpfung - Tipps & Tricks von
Peri63
Pro: Schön und abwechslungsreich
Kontra: Nicht unbedingt gut für totale Anfänger
Ich glaube in dem Bereich Aquarium fühle ich mich richtig wohl.Gestern noch gab ich meine Meinung über Seewasseraquarien ab.
Jetzt möchte ich doch auch mal was zu den Algen sagen.
Sicher am Anfang,in der Einlaufphase von ca 4 Wochen bilden sich Kieselal ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
19.12.2000
|
Algenarten und deren biologische Bekämpfung
Bewertung für Algenbekämpfung - Tipps & Tricks von
Katja_
Pro: biologische Bekämpfung
Kontra: Erkennen und Beseitigen der Ursache notwendig
Algen erzeugen einen unschönen Anblick und sind dazu auch noch schädlich. Sie verhindern das gesunde Wachstum der Aquarienpflanzen dadurch, dass sie dem Wasser wichtige Nährstoffe entziehen, und dadurch, dass sie sich u.a. auf der Oberfläche von Wasserpfl ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
19.11.2000
|