Algenbekämpfung - Tipps & Tricks

Erfahrungsbericht über

Algenbekämpfung - Tipps & Tricks

Gesamtbewertung (33): Gesamtbewertung Algenbekämpfung - Tipps & Tricks

 

Alle Algenbekämpfung - Tipps & Tricks Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Die beste Algenbekämpfung ist Knut & Eva

5  07.04.2002

Pro:
Interessant, nützlich, schön

Kontra:
die können ertrinken

Empfehlenswert: Ja 

manjunja

Über sich:

Mitglied seit:10.05.2001

Erfahrungsberichte:46

Vertrauende:11

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Lesenden!

Ich habe lange überlegt, ob ich eine Kategorie über meine Apfelschnecken beantragen soll, oder ob ich über sie unter dem Punkt Algenbekämpfung (hoffentlich hören die das nicht) schreiben soll. Wie Ihr seht, habe ich mich für Letzteres entschieden.
Das hat eigentlich einen ganz einfachen Grund. Die Apfelschnecken werde nur in diesem extremen Ausmaß gezüchtet und eingesetzt, um Algen zu vernichten. Ich kenne eigentlich keinen Menschen, der Schnecken in eine Aquarium hält, weil die so schön oder unterhatsam sind *lol

Also fangen wir mal so allgemein wie möglich an:


Algenarten
----------

-Blaualgen
Wie der Name schon sagt, dunkelblaue bis graublaue Algen, die auch wie ein Ölteppich oben auf der Wasseroberfläche schwimmen und ziemlich schmierig sind

-Grünalgen
Die Grünalgen teilen sich vorwiegend in 2 verschiedene Kategorien. Da wären einmal die Pinselalgen, die im Prinzip wie kleine Grasbüschel aussehen. Man kann sie auch als Ende vom Pinsel, also den Büschel (wenn man das so nennt) beschreiben, daher habe sie ja auch ihren Namen. Zum anderen wären da noch die Fadenalgen. Tja, wie soll man die beschrieben. Lauter einzelne dünne grüne Fädchen, die sich an alles anpappen.


Ursachen und Behebung
---------------------

Das ist das gute an Algenbekämpfung. Eigentlich gibt es ja nur eine handvoll Möglichkeiten, woher die Algenbildung kommt, und so, muss man eigentlich nur das Gegenteil machen, und die Algen verschwinden.

Die häufigste Ursache für Algenbildung ist zu viel Licht. Alos, ich habe z. B. ein Aquarium mit 2 Röhren. Die eine speziell für die Fische, die andere für die Pflanzen. Ich woolte natürlich das Innenleben des Aquariums so lange wie möglich sehen, also schaltete ich über eine zeituhr mein Aquarium morgen um 8:00 Uhr ein und abends um 23:00 Uhr aus. Jau, ich konnte 15 Stunden meine Fische am Tag sehen ... aber ungefähr nur für 3 Wochen, danach hatten sich meine Freunde, die Fadenalgen so weit ausgebreitet, dass ich kaum noch die Rückwand vom Aquarium sehen konnte. Was nun?
Ich bin ein absoluter Gegner von Chenie im Aquarium, da sich da immer das Problem ergibt, das man für das eine Mittel wieder ein Gegenmittelchen braucht, und dafür wieder ein anderes, und so weiter, also surfte ich einige Zeit im Internet herum, und fand dann eine sehr interessante Seite zu dem thema. Dort beschrieb ein "Fachmann", dass er Algen immer mit dem gegenteil bekämpft, wie sie entstanden sind. Also gut dachte ich und hing eine grosse Decke um mein Aquarium und schaltete auch kein Licht ein. Das ging dann so ungefähr 2 Wochen und jeden Tag als ich mal spitzte, waren es weniger ALgen. Nach 2 Wochen waren sie tatsächlich alle weg. Klasse. Also regulierte ich das Licht auf ca. 8 Stunden Bestrahlung am Tag, und hatte auch erst mal Ruhe.

Eine weitere Möglichkeit für die Algenbildung ist die Wasserqualität. Wenn das Wasser zu hart, zu warm oder / und mit zu wenig Sauerstoff angereichert ist, freuen sich unsere kleinen grünen bzw. blauen Freunde auch, denn dann ist wieder ihre zeit gekommen. So dann auch bei mir, nach einiger Zeit begannen sich bei mir die zweite Art der Algen, also Pinselalgen auszubreiten. Was nun, am Licht konnte es nicht liegen, so schaute ich halt mal was meine Wasserwerte machten. Der ph Wert war zu hoch, also füllte ich meinen Aussenfilter mit Schwarztorfgranulat auf, und nach 1 Wochen bildeten sie sich zurück. Bei mir lag es also an der Wasserhärte. Wenn zu wenig Sauerstoff im Wasser ist, einfach einen Ausströmerstein reinhängen, der hilft schon mal was. Ist das Wasser zu warm ... na ja, das könnt ihr Euch ja wohl denken ;-)

So, nun wären da noch die Blaualgen, die ich jetzt in meinem Molchbecken habe. Die Ursache ist mir dafür noch unklar und fressen tun die Knut und Eva auch nicht. (Näheres später)
Wahrscheinlich kann man Blaualgen tatsächlich nur mit Chemie bekämpfen. Wobei ich gerade noch gelesen habe, dass man ein Kupferplättchen ins Wasser hängen soll ... das werd ich erst mal ausprobieren. Wenn das klappt, werde ich den Bericht natürlich updaten.


Meine Algenwaffe
----------------

So, nun zu der Überschrift meines Artikel. Knut und Eva sind meine größten Schnecken die ich habe. Es handelt sich dabei um Apfelschnecken, die in den letzten 4 Wochen sage und schreibe 6 Gelege an meine Aquariumwand gepappt haben. Jedes ungefähr mit 150 Eiern ... na ja, die Molchis werden sich auf die kleinen Schnecken freuen *grins. nun aber zur Geheimwaffe.
Viele Aquarianer schlagen die Hände über dem kopf zusammen, wenn sie Schnecken nur hören. Das kann ich selber nicht nachvollziehen, da es ja immer noch auf die Schneckenart ankommt.
Die Apfelschnecken sind einige der wenigen Schneckenarten, die keine Zwitter sind. Das hat den Vorteil, dass man das Vermehren relativ gut kontrollieren kann. Bei mir ist es jedenfalls so, dass die Schnecken nun die Algen, zumindest die Pinsel- und Fadenalgen gerne fressen. Auf den Scheiben habe ich manchmal sogar richtige Autobahnen. Sie wachsen prächtig und sie scheinen sich auch wohl zu fühlen, denn sonst würden die sich ja nicht paaren.

Klar gibt es auch einige Nachteile bei Schnecken. Da wäre einmal die Ruhe die Schnecken brauchen. Apfelschnecken sind Lungenatmer, das bedeutet, dass die so am Tag 2 bis 3 mal nach oben schleimen, und dann eine Luftblase in ihr Gehäuse einpacken, mit der sie dann wieder Stunden unter Wasser bleiben können. Wenn man nun Fische im Aquarium hat, die es auf die Schnecken abgesehen haben (so z. B. Prachtschmerlen) kommen die Schnecken nicht oben an und ertrinken. Ein weiteres Problem ist der ständige Hunger. Wenn Schnecken keine Algen mehr finden, oder der Boden keine Futterreste mehr hergibt, verhungern Schnecken. Wenn man feststellt, dass eine Schnecke verendet ist, muss diese auch noch sofort aus dem Wasser, da sie sonst das Wasser vergiftet.


Fazit
-----

Ich bin ein Feind von chemischen Zusätzen, die die Wasserqualität verbessern, das Wachstum der Pflanzen beschleunigen oder das Wuchern der Algen verhindern sollen. Denn jedes Gegenmittelchen braucht wieder ein anderes Mittelchen, damit den fischen nichts passiert. Diese Aussage trifft zu 100% auf Grünalgen zu. Bei Blaualgen werden die nächsten Wochen entscheiden, ob ich auch diese Devise vertreten kann, oder ob ich wirklich Chemie einsetzen muss. Wir werden sehen.
Mit den Apfelschnecken habe ich eine gute Möglichkeit gefunden, auf eine natürliche Art und Weise, das Algenwachstum zu bremsen. Ich kann diese Methode nur jedem empfehlen. Wenn ihr spezifische Fragen zu dem thema habt, lasst es mich wissen.

Und nun zur Überschrift. Bei Knut und Eva handelt es sich um die 2 Schnecken, denen ich die ca. 900 neuen Schnecken zu verdanken habe. Also inzwischen Zuchttiere. Seit ca. 4 Wochen lassen die nicht mehr voneinander ab, ich denke, die werden mir noch mehr Gelege an die Scheibe pappen. Aber meine molchis freut es, denn die haben mal was anderes als Mückenlarven und Flockenfutter zu fressen. Ich denke mal, dass schon so 30 bis 40 übrig bleiben, die reichen ja auch vollkommen.

Wenn ich mehr Erfahrung in der Zucht habe, werde ich wohl mal einen Bericht darüber schreiben, ist nämlich auch ziemlich interessant.

So, das soll es jetzt gewesen sein.

Für das Lesen, Bewerten und Kommentieren danke ich Euch.

Euer Manjunja!

---respect all colours---

Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
PandaSven

PandaSven

04.07.2004 15:40

Hervorragender Bericht und das mit Apfelschnecken kann ich bestätigen, sind tolle Algenfresser. Bei mir siehts im Aquarium wie geschleckt aus seit ich eine Apfelschnecke habe. Allerdings hat die auch eine Vorliebe von zwei Pflanzen bekommen die nicht ganz so erfreulich ist, haha. Ansonsten habe ich festgestellt, daß meine Schwertträger seit ein paar Tagen meiner großen Apfelschnecke nachstehen. Ich hoffe die ersäuft dann nicht so schnell.

hermi20021

hermi20021

25.02.2004 19:06

Dein Bericht war gut, nur liegt das Algenproblem nicht nur am Licht sondern auch an der Düngung. Zu viel ist nicht gut und zu wenig auch nicht.

4help

4help

09.07.2003 00:28

Guter Tip mit den Schnecken. Im Moment habe ich aber zum Glück keine Probleme mit Algen *aufholzklopf*

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 3844 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (99%):
  1. PandaSven
  2. hermi20021
  3. Diwaer
und weiteren 66 Mitgliedern

"hilfreich" von (1%):
  1. Angie38w

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.