Produktbewertung des Autors:
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Qualität und Preis |
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Seltenheit |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Liebe Gemeinde,
heute wage ich mich mal an einen Bericht über Zigarren, und zwar über die "ALHAMBRA" 5 Coronas.
Ich habe mich bisher nie getraut, einen Bericht über Zigarren zu schreiben. Denn ich befürchte, dazu verlangt man von mir, dass ich den Geschmack der Zigarren beschreiben soll. Und zwar, dass ich irgendwas schreiben soll davon, dass ich Nuancen von gerösteten Haselnüssen, Teakholz, Erde, Leder, Pfeffer, Schokolade, Rosinen, peruanischem Hochlandkaffe, nigerianischem Tieflandkakao, oder was die Experten sonst noch immer alles herauszuschmecken meinen, verspüre. Ich schmecke sowas bei Zigarren nicht heraus. Und das WILL ich auch gar nicht! Zigarren, die ich rauche, sollen nämlich nach Zigarrentabak schmecken, und sonst nichts! Trotzdem schmecken alle Zigarrensorten anders. Aber wie den Geschmack einer Zigarre in Worte fassen?
Mir fallen dazu eher Attribute wie streng, bitter, stickig, salzig, süßlich, würzig,... ein.
Aber fange ich einfach mal von vorne an:
1.) GENERELLES:
Die Alhambra Coronas haben eine Herkunft, die eher nicht so bekannt ist, nämlich von den Philippinen.
Neben der indonesischen, brasilianischen, mittelamerikanischen (Kuba, Dom.Rep., Honduras, usw.) u.a. bilden die philippinischen Zigarren eine weitere, eigene Geschmacksrichtung. Ich möchte mal sagen: eine leicht süßliche. Die Alhambras schmecken an meinen Erfahrungen gemessen eindeutig philippinisch, aber nicht so ausgeprägt wie etwa die Marke "La Flor de la Isabela".
Ein Stück ist ca. 133 mm lang und 15..16 mm im Durchmesser. Die Zigarren sind am Brandende glatt geschnitten und am Mundende geschlossen, müssen zum Rauchen also angeschnitten oder angebohrt werden. Übrigens, kleiner Tipp nebenbei: ich verwende dafür statt einer Schere oder eines Schneiders lieber so eine kleine Zigarren-Lochsäge (s. Foto), die ein ca. 7 mm durchmessendes Loch in die Schlusskappe schneidet. Das hat sich als wesentlich sauberere Sache herausgestellt, denn bei dieser Methode entstehen viel weniger Krümel (die man sonst auch noch womöglich ständig auf die Zunge bekäme) und sich abwickelnde Blätter, als beim Abschneiden des Endes.
Die Form der Zigarren ist - mit Ausnahme des gewölbten Mundendes - streng zylindrisch, Corona-Facon halt.
2.) OPTIK:
Einen optischen Genuss bietet die Alhambra leider nicht unbedingt.
Die Farbe ist, dem Java-Tabak des Deckblatts entsprechend, mittelbraun. Mit einem leichten Hang ins rötliche. Daneben ist die Oberfläche zahlreich mit kleinen dunklen, wenn auch schwachen, Flecken übersät.
Die Oberfläche ist auch nicht glatt, sondern huckelig und außerdem von einigen deutlichen und langen Rippen durchzogen.
3.) Nun doch der GESCHMACK:
Im Angesicht meiner obigen Vorbemerkungen möchte ich sagen: Die Alhambras schmecken würzig, leicht süßlich, kräftig, und im Gaumen spüre ich eine leichte Schärfe, besonders wenn ich durch die Nase exhaliere.
Jedenfalls vernehme ich keine unangenehmen Beigeschmäcke, wie z.B. Bitterkeit.
Und der eklatante Geschmack von nicht-100% Tabak kommt hier ja zum Glück sowieso nicht zum Tragen.
Insgesamt finde ich den Geschmack der Alhambras gut.
4.) BRANDEIGENSCHAFTEN:
Der Abbrand ist zwar nicht wie mit dem Lineal gezogen, aber weitgehend gleichmäßig.
Der Zug ist gut, um nicht zu sagen: schon geradezu leicht. Ungewöhnlich leicht für einen Longfiller. Das ist angenehm.
Die Asche bleibt, einem Longfiller entsprechend, lange stehen und ist sehr hell.
Mit diesen Erfahrungen könnte ich also die Eigenschaften, für die die philippinischen Tabake angeblich berühmt sind, bestätigen und die Brandeigenschaften als gut bezeichnen.
An einer Alhambra habe ich vom Anzünden bis zum Anfang der Bauchbinde gute 45 Minuten geraucht.
5.) ZUSAMMENSETZUNG:
Was ich nicht überprüfen kann, sondern was ich einfach mal glauben muss, sind folgende Angaben, die ich im Internet gefunden habe:
- Longfiller,
- Einlage: Philippinen (Tabake aus der Provinz Isabela im Norden der Hauptinsel Luzon),
- Umblatt: Philippinen (wie Einlage),
- Deckblatt: Java (Maduro-Deckblatt, 3 Jahre gereift).
6.) VERKAUFSDETAILS:
Es sind 5 Zigarren in einer Pappschachtel verpackt, die vorne ein Sichtfenster hat, durch das man einen Blick auf die Zigarren werfen kann. Größe der Schachtel 140 x 82 x 18 mm. Grundfarbe rotbraun, beschriftet mit: "ALHAMBRA 5 Coronas", "HAND MADE" und "LONG FILLER" vorne und hinten, "HAND MADE" und "100% TOBACCO" seitlich, hinten zusätzlich noch die Herkunftsangabe "La Flor de la Isabela Inc., Made in the Philippines". Die Schachtel ist noch mal mit Cellophan umhüllt. Ebenso stecken die Zigarren einzeln in Cellophanhüllen. Diese Cellophanhüllen haben so eine Sollbruchnaht... also so'n Faden drin, der dazu dient, die Hülle zum Zwecke des Öffnens zu zweiteilen, wenn man den Faden abwickelt. Der Sollbruchfaden versieht seine Aufgabe sogar recht ordentlich, was wichtig ist, um die empfindliche Zigarre nicht zu beschädigen.
Die Zigarren tragen eine Bauchbinde, die von der Anspruchsfülle ihrer Gestaltung her im unteren Mittelfeld liegt, aber eine tadellose Druckqualität hat.
Die Fünferpackung kostet 6,- €.
Also 1,20 €/Stück --> Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Vor allem, wenn man bedenkt, was man für den Preis an bekannten Produkten bekommt bzw. was man sonst üblicherweise für Ware dieser Qualität bezahlen muss. Viele bekannte Sorten sind sogar teurer, und dennoch schlechter.
Leider habe ich die Alhambras bisher nur in der Metro (in Neuss) entdeckt, so dass ich sie nur kaufen kann, wenn mein Schwippsohn uns mal wieder mitnimmt.
Für den Vertrieb in Deutschland ist die Firma Gallaher (ja: nur mit 'h'), 85716 Unterschleißheim zuständig.
7.) FAZIT:
Erübrigt sich. Wer meine Erfahrung und meine Meinung nicht im Text gefunden hat, dem will ich hier auch nicht mehr helfen. Außerdem ist mein Fazit auch uninteressant. Eher soll sich anhand meines Berichtes jeder selber ein Urteil bilden, ob diese Zigarren für ihn in Frage kommen oder nicht, denn es kann ja immer noch jeder bestimmen, was er rauchen will.