Erfahrungsbericht über

Alien 2 - Die Rückkehr [SE] [2 DVDs] (DVD)

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Alien 2 - Die Rückkehr [SE] [2 DVDs] (DVD)

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Gern gesehener Besuch vom anderen Stern: die Aliens

5  15.03.2010

Pro:
spannender Film auf gut ausgestatteter Doppel - DVD

Kontra:
nix

Empfehlenswert: Ja 

Spassprediger

Über sich: “We're all mad here. I'm mad. You're mad.” “How do you know I'm mad?” said Alice. “You must be,” sai...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 76 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ridley Scotts Horrorfilm "Alien" setzte 1979 Maßstäbe. Das lag nicht zuletzt an den vom Schweizer Designer H.R. Giger geschaffenen außerirdischen Monstern, die auch heute noch zu den abscheulichsten Albtraumgestalten zählen, die uns das Kino je beschert hat.

Fortsetzungen erfolgreicher Filme gelten in Hollywood nicht umsonst als ziemlich sichere Bank. Schließlich darf mit der Neugier treuer Fans des ersten Teils gerechnet werden. Und Drehbuchautor und Regisseur dürfen sich gemeinsam darüber freuen, dass sie das Rad nicht komplett neu erfinden müssen, sondern gewisse Dinge als bekannt voraussetzen und umso schneller in medias res gehen dürfen.

Das ist in „Aliens“ nicht anders: Ellen Ripley (Sigourney Waever) und das fiese Alien dürfte ein großer Teil des Kinopublikums bereits aus der ersten Runde des filmischen Schlagabtauschs in Outer Space kennen. Und wenn wer den ersten Teil doch nicht gesehen hat? Macht nix – was der Mensch wissen muss, um zu begreifen, worum’s geht, hat bequem auf einem Bierdeckel Platz und wird gleich zu Beginn der Handlung serviert. Um à jour zu sein, muss der Mensch nicht einmal lange „Was bisher geschah“-Texte lesen, wie sie einem George Lucas am Beginn seiner „Star Wars“-Filme zumutet – es genügt vollkommen, die Augen offen und die Ohren gespitzt zu halten.

„Aliens“ endet da, wo „Alien“ aufhörte. Wir erinnern uns: Ein ebenso hässliches wie unverwüstliches außerirdisches Wesen war an Bord des Weltraumfrachters „Nostromo“ gelangt und hatte dort peu à peu der Mannschaft den Garaus gemacht. Überlebt haben nur Ripley und Bordkater Jones, und auch die sind nur knapp mit dem Leben davongekommen, denn das schlaue Alien hatte sich sogar noch an Bord der Rettungskapsel schmuggeln können. Nachdem Ripley den blinden Passagier endlich quitt geworden war, hatte die toughe Dame das Katerchen und sich selbst in den Kälteschlaf versetzt – in der Hoffnung darauf, die Rettungskapsel mit ihren Reisenden im Cryo-Dornröschenschlaf werde beizeiten von einem anderen Raumschiff aufgebracht.

Genau das passiert gleich zum Auftakt des zweiten Teils: Ripley und Kater werden gerettet und aus dem künstlichen Kältekoma zu neuem Leben erweckt.

100 Jahre haben die beiden zwar nicht verschlafen, aber viel daran gefehlt hätte nicht: Zu ihrem Schrecken muss Ripley feststellen, dass 57 Jahre ins Land gegangen sind, bis Jones und sie aufgegriffen wurden. Im Director’s Cut, der ganze 17 Minuten länger ist als die Fassung, die 1986 im Kino zu sehen war, erfährt eine schockierte Ripley, dass sie die eigene Tochter überlebt hat. Offensichtlich nicht verjährt sind die Ansprüche, die Ripleys ehemaliger Arbeitgeber an sie stellt.

Die Weyland Yutani Mining Coprporation nämlich hält Ripleys Schilderungen für ausgemachten Blödsinn und ist verständlicherweise wenig erbaut vom Verlust ihres Raumschiffs. In der Zwischenzeit ist das Unternehmen nicht faul gewesen und hat sogar einen Stützpunkt auf dem öden Planeten LV-426 eingerichtet, auf dem das Grauen vor 67 Jahren seinen Anfang nahm. Ripley ist doppelt entsetzt: Eine Siedlerkolonie auf dem Alien-Planeten? Das kann nicht gut gehen! Tut es natürlich auch nicht: Als der Kontakt zu den Siedlerfamilien abreißt, beschließt das Unternehmen, eine Soldatentruppe nach dem Rechten sehen zu lassen. Mit von der Partie soll, man weiß ja nie, auch Ripley sein.

Die weigert sich zunächst kategorisch, lenkt dann aber ein. Bedingung: Sie selbst ist nur als Beraterin mit an Bord – und es wird, was auch immer geschieht, auf keinen Fall der Versuch unternommen, eines der mörderischen Wesen einzufangen und zu Forschungszwecken zurück zur Erde zu transportieren. Die Bedingung kommt nicht von ungefähr, denn genau das war nämlich im ersten Teil die erklärte Absicht des vom Unternehmen an Bord der Nostromo geschmuggelten Androiden: Besatzung notfalls als Verlust abschreiben und E.T. nach Hause zur Erde bringen.

Als der Erkundungstrupp auf der Planetenoberfläche landet, merken die großmäuligen Elitesoldaten sofort, dass im Minen-Außenposten etwas nicht stimmen kann, denn alles wirkt ziemlich dunkel und verlassen.

Allein, die Scannergeräte, die der Stoßtrupp im Gepäck hat, zeigen sehr wohl Lebenszeichen: Sämtliche Siedler, so scheint es, haben sich an einem einzigen Punkt der Station versammelt. Als das Kommando dort ankommt, packt auch die hartgesottenen Kämpen das Grauen: Was da lebt, ist vor allem der Alien-Nachwuchs, der in den Körpern der Siedler heranwächst …
Kritische Würdigung

James Camerons (Terminator, Titanic) Fortsetzung des Schockers „Alien“ bietet mehr Action als Teil 1 und bietet auch – der Titel verrät es – mehr Aliens auf als der Vorgänger. Während Ridley Scotts Original ganz auf klaustrophobische Suspense setzt, setzt Cameron den Hauptakzent auf Action. „Aliens“ gönnt seinen Akteuren und auch seinem Publikum wenig Verschnaufpausen. Mit dem atmosphärischen Kurswechsel hat Regisseur Cameron eine goldrichtige Entscheidung getroffen: Jeder Versuch, die Stimmung des Originals beizubehalten, hätte sicher nur die schlechte Neuauflage eines guten Originals produziert.

So aber ist ein Film entstanden, der sich deutlich erkennbar von der Vorlage löst und sich genügend künstlerische Freiheit nimmt, das erfolgreiche Originalrezept zu variieren. Gleich bleiben nur die Hauptzutaten: Die drahtige Ripley ist kämpferisch wie eh und je und ihr Gegner mindestens so Angst einflößend wie im ersten Teil. Dadurch, dass Cameron die Story konsequent an der kurzen Leine führt, geht dem Film erfreulicherweise auch im 148 Minuten langen Director’s Cut nie die Puste aus. Dabei gelingt Cameron das Kunststück, „Aliens“ nie zur geistlosen Ballerorgie verkommen zu lassen. Sämtliche Hauptfiguren haben genügend Spielraum, ihren Charakter zu entfalten; auch Ripley gewinnt gegenüber dem ersten Teil noch an Tiefe.
Die DVD

Die DVD bietet sowohl die Original-Kinofassung als auch den um 17 Minuten restauriertes Material erweiterten Director’s Cut (inklusive einer kurzen Einleitung vom Regisseur persönlich); mit an Bord sind außerdem der Kinotrailer, ein Interview mit Cameron, ein wirklich aufschlussreicher Audiokommentar, umfangreiche Bildergalerien, Makings of und vieles mehr.

Die Filme liegen auf der DVD in THX-Qualität vor – allzu viel Bedeutung sollte man dem Prädikat in diesem Fall allerdings nicht beimessen, denn gerade in den zahlreichen Szenen mit Rauch und Nebel sind deutliche Artefakte erkennbar. Verschiedentlich aufgefallen ist mir außerdem der teils sehr unsaubere Schnitt – an mindestens zwei Stellen sind mir leichte Doppelungen aufgefallen, bei denen die Folgeszene nicht so nahtlos an die Szene vor dem Schnitt anschließt, wie das der Fall sein sollte.

Echte Fans wird das aber sicher nicht kratzen, zumal das Bonusmaterial der DVD so manche Scharte auswetzt.

R e s ü m e e

Die Fortsetzung von Ridley Scotts genialem Schocker ist dem Original mindestens ebenbürtig. Die DVDs der Special Edition erfreuen mit einer umfangreichen Zusatzausstattung, die für die kleinen Bildfehler des Hauptfilms locker entschädigt.


Disc 1 : Aliens

  • Aliens - Kinofassung
  • Aliens - Director's Cut mit Kurzeinleitung von James Cameron
  • Audiokommentar mit James Cameron, dem Produktionsteam und den Darstellern (für beide Versionen)
Disc 2: Bonusmaterial Aliens

  • 57 Jahre später: Die Story geht weiter (11 min)
  • Diesmal ist es Krieg: Pinewood Studios, 1985 (20 min)
  • Vorbereitung auf die Schlacht: Besetzung und Charaktere (17 min)
  • Die Gefahr lebt weiter: Waffen und Action (15 min)
  • Insektenjagd: Design der Kreatur (16 min)
  • Kampf um ein Kind: Laderoboter gegen die Alien-Königin (22 min)
  • Zwei Waisen: Sigourney Weaver und Carrie Henn (14 min)
  • Der letzte Countdown: Musik, Schnitt und Ton (16 min)
  • Die Macht echter Technik: Optische Effekte (28 min)
  • Die Aliens sind los: Reaktionen auf den Film (12 min)
  • Multi-Angle Videomatics (3 min)
  • Diverse Fotogalerien, Drehbuchentwurf von James Cameron



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Spassprediger

Spassprediger

29.03.2010 13:26

KayOz87: Dann tu's doch. :-)

KayOz87

KayOz87

28.03.2010 18:17

ich kann mich ciao fonzie nur anschließen LG CHris

CiaoFonzie

CiaoFonzie

16.03.2010 19:01

ein Bericht wie er sein sollte: besonders hilfreich. LG Matthias

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