Alien 4 - Die Wiedergeburt (1997)

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Alien 4 - Die Wiedergeburt (1997)

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Der Schrecken geht weiter

4  14.07.2001

Pro:
fast alles (siehe Bericht)

Kontra:
gewöhnungsbedürftig; viele eklige Szenen (was ich persönlich nicht negativ sehe  * g * ); siehe auch Bericht

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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behi0404

Über sich:

Mitglied seit:31.08.2000

Erfahrungsberichte:26

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Und schwuppdiwupps sind wir beim bisher letzten Teil der Alien-Saga angelangt, einem sehr umstrittenen Film, und viele sind der Meinung, dass es der Alien-Reihe gut getan hätte, wenn man es bei einer Trilogie belassen hätte. Und betrachtet man den Schluss des dritten Teils, fragt man sich, wie zum Henker man hier einen weiteren Teil anhängen kann. Schau mer also das ganze etwas näher an.

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Alien - Die Wiedergeburt, seines Zeichen der wenig erwartete 4. Teil der Alien-Reihe.

200 (!) Jahre nach den Geschehnissen des Dritten Teils: Die Auriga ist ein großes Forschungsschiff der Weyland-Yutani-Corporation, auf dem unter der Leitung von General Perez (Dan Hedaya) einige etwas seltsame Experimente zur Erschaffung neuer Biowaffen durchgeführt werden (wir befinden uns jetzt also mitten in den Reihen der "Feinde", die man in den ersten drei Teilen immer nur erwähnt hat). Dabei haben es ihnen die xenomorphen Wesen (die Aliens), sehr angetan. Leider jedoch hat Ripley im Dritten Teil das letzte bekannte Exemplar mit sich in den tot genommen...was also keine gute Ausgangssituation ist. So wird beschlossen, aus Blutproben, die auf Fiorina "Fury" 161 entnommen wurden, Ripley samt der Alien-Königin, die sich zu diesem Zeitpunkt in ihrem Körper befand zu reproduzieren, also zu klonen.
Leider jedoch leisten die Wissenschaftler schlampige Arbeit, Nach einigen Fehlversuchen schaffen sie es, eine lebensfähige Ripley (Sigourney Weaver) mitsamt einer lebensfähigen Alien-Königin zu klonen, jedoch haben sich die DNA beider Geschöpfe vermischt, so dass Ripley nun a) übermenschliche Kräfte entwickelt und b) Säure in ihren Adern fließt. Auch die Königin hat durch dieses Experiment eine Entwicklung durchgemacht, doch die will ich hier mal großzügig verschweigen :-).

Soviel also zur Vorgeschichte; Ripley wird also der Alien-Embryo entnommen und wird zu Beobachtungszwecken am Leben gelassen. Derweil bringen die Wissenschaftler das Alien dazu, einige Eier mit den berühmten berüchtigen Facehuggern zu legen. Da man jedoch ausgewachsene Aliens haben will, braucht man also noch Leute, die sich infizieren lassen, und die Viehcher sozusagen in sich ausbrüten.
Und hier kommt die Betty und ihre Crew ins Spiel, bestehend aus:

Elgyn (Michael Wincott)
Hillard (Kim Flowers)
Vriess (Dominique Pinon)
Johner (Ron Perlman)
Annalee Call (Winona Ryder)

Da es sich bei dieser Crew um eine Art Piraten handelt, machen sie sich keine Gedanken über die Fracht, die sie liefern sollen...solange das Geld stimmt. Sie beschließen also, einige Tage auf der Auriga auszuspannen und Proviant aufs Schiff zu schaffen. Ein fataler Fehler, wie sich schon bald herausstellt. Die von der menschlichen Fracht ausgebrüteten Aliens wachsen nicht nur heran, sondern schaffen es auch noch, aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Auf dem Schiff wird sofort Alarm ausgelöst und die Evakuierung beginnt. Klar, dass das alles nicht ohne Verluste von statten geht. Doch glücklicherweise bekommt die Crew der Betty tatkräftige Unterstützung von der "Mutter" der Bestien, nämlich Ellen Ripley, wobei nicht immer klar ist, zu welcher der beiden Spezies sie sich mehr hingezogen fühlt...


Wir schreiben nun also das Jahr 1997, als Jean-Pierre Jeunet die totgeglaubte Alien-Reihe wieder zum Leben erweckt. Und wie heißt es doch so schön: "Unkraut vergeht nicht", und genauso scheint das mit den Aliens zu sein. Die wollen einfach keine Ruhe geben!

Dieser Film war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn kaum wusste man von dem Vorhaben, wurden schon die ersten Stimmen laut, dass es doch völlig hirnrissig wäre, noch einen Teil zu drehen, da Ripley ja gestorben wäre...und als es hieß, dass Sigourney Weaver auch in diesem Film wieder Ellen Ripley verkörpern sollte (eine geklonte), war alles aus und die Kritiker verschrien nicht nur die Idee, sondern auch den ganzen Film. Total bescheurt wäre das...Klonen...ts!
Ja liebe Kritiker...nichts da. Kein bisschen bescheuert ist dieser Film. Heutzutage klonen wir Schafe, könnten sogar schon Menschen klonen, wenn es das Gesetz nicht verbieten würde (seid ihr vielleicht bloß neidisch?). Warum sollte man also in vielen hundert Jahren nicht auch einen Menschen mit Alien klonen können?

Und von wegen aufgesetzte Wiederbelebung Ripleys? Tut mir leid, aber während ich das schreibe, stauen sich bei mir wirklich Aggressionen auf gegen Leute, die sowas lauthals in der Gegend rumschreien. Ist es nicht vielmehr so, dass die Geschichte Ripleys in eine völlig neue Richtung gelenkt wird? Ist es nicht interessant anzusehen, wie die Frau reagiert, die plötzlich zur Hälfte das ist, was Sie in ihrem letzten Lebensabschnitt verfolgt hat und von dem Sie fest entschlossen war, es auszurotten?
Ich weiß wirklich nicht mehr, mit welchem Maßstab man heute beurteilt, was gut und was schlecht, was unrealistisch oder realistisch ist. Ich finde das Szenario, wie es in Alien 4 dargestellt wird, durchaus nicht von der Hand zu weisen. Ich denke, dass viele Leute in einem 4.Teil einer Film-Reihe eine gute Möglichkeit gefunden haben, mal wieder was in der Luft zu zerreißen. Auch wenn das, was sie sagen, vielleicht absolut bescheuert ist. Hauptsache meckern.

Doch lassen wir das und kommen zum Film selbst. Die Ausstattung des Films übertrifft die von allen vorherigen Teilen. Kaum verwunderlich, ist ja auch der Neuste. Computeranimationen und Raumschiffe sehen einfach nur fantastisch aus. Auch von innen.

Auch bei den Kreatur-Effekten hat man sich kräftig ins Zeug gelegt und die Aliens in diesem Film sind die furchterregendsten und vor allem schleimigsten der ganzen Reihe. Gänsehaut ist also garantiert.

Das Drehbuch ist gut, die Schauspieler sind gut, die Musik ist gut, alles an diesem Film ist gut, manches sogar noch besser als in den vorigen Teilen. Dennoch kann er Teil zwei und drei nicht einholen und schafft es nicht, von mir 5 Sterne zu kriegen (dafür kriegt er gute 4 [ca. 4,3 abgerundet])

Der Grund: die Atmosphäre. Der Film kapselt sich dermaßen von den anderen Filmen ab, dass ich, als ich ihn zum ersten Mal sah, auch nicht gerade begeistert davon war. Doch schon beim zweiten Sehen gefiel er mir um einiges besser. Der Film ist auch einfach gut, aber vor allem gewöhnungsbedürftig.

Von der düsteren und beklemmenden Atmosphäre der ersten Teile ist hier nichts mehr zu spüren. Teil 4 ist schrill, über weite Strecken hinweg mit einer wahnsinnigen Prise Humor gewürzt, die Charaktere sind so "uhrig", dass Sie glatt aus einem Comicbuch entsprungen sein könnten. Jedoch wurde auch mit ekelhaften Szenen nicht gespart und man kann fast schon sagen, dass Teil 4 in Sachen Splatter und ekelerregenden Szenen schlimmer (oder besser? :-) ) ist als alle vorherigen Teile zusammen. Für Leute mit empfindlichem Magen ist der Film also auf keinen Fall zu empfehlen.

Was mir an dem Film rein drehbuchtechnisch nicht gefiel und was in großem Maße zur 4-Sterne-Wertung beigetragen hat, ist der Schluß des Films, auf den ich nicht genauer eingehen will (für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben...der Rest weiß, was ich meine). Gegen Ende gibt es nämlich eine Überraschung und eine neue Alienform tritt in Erscheinung, aber dieses ganze Mutter-Getue, in das Ripley da verwickelt wird, wollte und will mir einfach nicht gefallen. Aber das ist wahrscheinlich geschmackssache.

Ansonsten bleibt ein sehr spannender und unterhaltsamer und oftmals überraschender Film übrig, der meiner Meinung nach (und das sagte ich schon in meinem "Alien 3" -Bericht) die Alien-Reihe würdig weiterführt. Man hätte zwar einiges besser machen können, doch im großen und ganzen ist der Film einfach nur gut.

Und das ist doch das schöne an der Alien-Saga: Jeder Teil spiegelt wieder, was die Menschen zu der Zeit, in der der Teil gedreht wurde für Ängste hatten, was sie fühlten, was sie wollten :-) ). Und genau das macht die Filme so erfolgreich und meiner Meinung nach auch so gut. Jeder wurde von einem anderen Regisseur gedreht, der jeweils einen anderen Stil hatte. Der 1.Teil beschäftigte sich mit der Angst vor ausserirdischen Lebewesen. Dabei spielte das Unbekannte und Unsichbare eine grosse Rolle. Der 2.Teil dagegen war dann eher auf Action aufgemacht. Man merkte, dass die Leute zu der Zeit anfingen, nicht mehr auf diesen "ruhigen" Grusel zu stehen. Der 3.Teil besticht durch seine grausame Endzeitstimmung. Dieser Teil ist wieder mehr auf Spannung gemacht. Der 4.Teil letztendlich ist eine Mischung aus beiden und ist doch ganz anders als alle anderen Filme vorher (weswegen die Meinungen hier auch auseinandergehen). Er ist irgendwie bunter, schriller als die anderen, hat einen gewissen Comic-Flair.
Aber genau das ist es ja, was die Alien-Saga nicht langweilig macht: Jeder Teil ist anders und nicht nur ein Abklatsch. Und man muss einfach alle gesehen haben!!!! Denn alle Filme sind auf ihre Weise gut. Selbst wenn sie wie der erste zum alten Eisen gehören.
Wollen wir nur hoffen, dass es auch so bleibt und auch der 5. Teil sich in dieser Reihe einfügen kann. Also ich bin gespannt....und werde mir den Streifen auf alle Fälle reinziehn.

Ich wünsche angenehme Träume (*harrharr* ;-) )
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Christo-Boy

Christo-Boy

08.11.2002 12:07

Der zweite Teil ist sicherlich der Beste, wenngleich jeder so seine Vorzüge hat. Teil 4 hat mir auch sehr gut gefallen, aber du hast recht: Er ist echt eklig. Richtig horrorshow fand ich vor allem die krassen Figuren im Film, die wohl ganz eindeutig ein wie Markenzeichen des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet sind, der schon - ebenfalls mit Dominique Pinon - Delicatessen gedreht hat.

Hi-Vi

Hi-Vi

22.08.2002 10:41

Guter Bericht und ich teile deine Meinung voll und ganz. Ich denke der Film zeigt eigentlich ganz deutlich wie einige Menschen (Wissenschaftler) wirklich sind. Sie wissen dass etwas gefählich ist (z.B. Klonen und Aliens züchten) aber sie können nicht die Finger davon lassen. Und weiter wird klar dass der Mensch glaubt die Fehler vom ersten Mal mit Technik umgehen zu können und dann wird alles noch schlimmer weil er wieder menschliche Fehler macht.

alexstorm

alexstorm

18.08.2002 19:50

Ich finde den Film sehr gut, allein schon wegen Winony Ryder... :) Super Bericht!

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