Ein unwürdiger Abschluss
26.05.2006
Pro:
Action und die sehr gut gemachten Effekte, Winona Ryder & Ron Perlman
Kontra:
Nur mäßig spannend, ein Großteil der Darsteller inklusive Sigourney Weaver
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
mehr
 Realjackass
Über sich:
Transplantation geglückt, jetzt sind wir unzertrennlich, ich freue mich für uns, hurra hurra!
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Mit meinem heutigen Bericht über den letzten Part der "Alien" Saga möchte ich meine kleine Berichtereihe somit auch abschließen. So ist es leider um so enttäuschender, dass dies mit einem sehr kritischen Review geschehen muss, in dem ich die Frage beantworten werde, wieso es sich bei "Alien - Die Wiedergeburt" definitiv um den schlechtesten aller "Alien" Streifen handelt.
++++++++ +STORY+ ++++++++ Ungefähr 200 Jahre nach Ripley`s (Sigourney Weaver) tragischem Selbstmord auf dem Gefängnisplaneten Fiorina 161 wird die schwarzhaarige Kämpfernatur von einigen skrupellosen Wissenschaftlern, mitsamt dem Alien, das sich damals in ihrer Brust befand, geklont. Dieses wird erfolgreich aus Ripley herausgeschnitten, sie wiederum wird ebenfalls am Leben erhalten, da sich die Gene des Aliens mittlerweile mit den ihren verbunden haben. Sowohl das Alien, als auch Ripley erweisen sich als überaus lernfähig. Insbesondere Ripley macht schnell erstaunliche Fortschritte: Nicht nur, dass sie schon bald ihr Erinnerungsvermögen wieder zurück hat, auch ihre Kräfte haben dank der Alien DNA erstaunlich zugenommen.
Kurz darauf lassen sich die Wissenschaftler von einer handvoll Weltraumpiraten unter der Führung des zwielichtigen Johner (Ron Perlman) einige mehr oder weniger freiwillige Versuchspersonen einfliegen, in die sie neu gewonnene Alien Embroys einnisten. Wie vorauszusehen ist, gehen diese Experimente nicht sehr lange gut. Mithilfe ihrer Säure gelingt den Aliens die Flucht aus ihren Käfigen. Nun muss sich Ripley mit Johner und seinen Leuten zusammentun, um den schleimigen Biestern ein für allemal den Garaus zu machen. Blöd nur, dass sie mittlerweile so etwas wie einen Mutterinstinkt für die mörderischen Kreaturen entwickelt hat...
++++++++++++++++ +DATEN ZUM FILM+ ++++++++++++++++ Originaltitel: Alien: Resurrection Herstellungsland: USA Erscheinungsjahr: 1997 Laufzeit: ca. 104 Min. Freigabe: FSK 16 Indiziert: Nein
Regie: Jean-Pierre Jeunet Buch: Joss Whedon, Dan O'Bannon, Ronald Shusett Produzent: Bill Badalato, Gordon Carroll, David Giler, Walter Hill Kamera: Darius Khondji Schnitt: David Crowther, Hervé Schneid Originalmusik: John Frizzell Casting: Richard Pagano Darsteller: Sigourney
Bilder von Alien 4 - Die Wiedergeburt (1997)
Weaver.....Ellen Ripley Winona Ryder.....Annalee Call Dominique Pinon.....Vriess Ron Perlman.....Johner Gary Dourdan.....Christie Michael Wincott.....Frank Elgyn Kim Flowers.....Sabra Hillard Dan Hedaya.....Martin Perez uvm.
+++++++++++++++++++++++ +BEZUGSMÖGLICHKEITEN+ +++++++++++++++++++++++
Da 20th Century Fox zu allen vier Alien Teilen die selben Versionen veröffentlichte, werde ich nun einfach meine Fassungsübersicht aus den drei vorangegangenen Berichten kopieren. Da hätten wir zuerst die stinknormalen, handelsüblichen Single Disc Varianten, denen meistens die ungenügend informierten Kunden zum Opfer fallen und die fast gänzlich ohne jedwedes Bonusmaterial daherkommen. Evolutionstechnisch schon eine Stufe höher steht da eine DVD-Box, die mit dem schmucken Namen "Alien-Die Saga" protzen kann und in der alle vier Filme enthalten sind. Leider kommt aber auch diese Veröffentlichung fast ohne Extras aus, so dass man sich prinzipiell auch alle Filme einzeln zulegen könnte ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Dem recht ähnlich ist die Legacy Box, die ebenso alle Filme beinhaltet, dafür aber mit noch mehr Extras ausgestattet ist.
Nun aber aufgepasst, die folgenden drei (im Grunde sind es nur zwei) Fassungen dürften insbesondere für Sammler interessant sein, denen es nicht nur um die Filme an sich, sondern gleichzeitig auch um die Dekorierung ihres Regals geht. Mit der sogenannten "Quadrilogy" hat man von Seiten 20th Century Fox eine feine Sache veröffenticht, die all das mit sich bringt, was das Fanherz höher schlagen lässt. Auf insgesamt 9 DVDs kann man zu jedem Streifen die übliche Kinofassung, sowie den Director`s Cut begutachten und wird zudem mit reichlich Bonusmaterial vollgestopft. Kurioserweise wurde die Quadrilogy noch einmal in einer zweiten Auflage herausgebracht, die sich inhaltlich jedoch nicht von dem ersten Release unterscheidet. Wem das jedoch immer noch nicht genügt, der bekommt mit dem genialen ALIEN COLLECTOR'S HEAD die ultimative Dosis an Sammlerwahn geboten. Geliefert werden die Quadrilogy-DVDs in einem edlen und umwerfend gutaussehenden, 10 Kilogramm schweren Alienkopf, der auf einem stabilen Ständer daherkommt und jede DVD-Sammlung mit Sicherheit zu einem Blickfang erster Güte macht. Diese Collection gehört zu den eindrucksvollsten DVD Boxen, die ich bislang sehen durfte, so wundert es nicht, dass das gute Stück weltweit auf 3000 Exemplare limitiert ist.
+++++++ +KRITIK+ +++++++ Nach dem von vielen Kritikern zerissenen "Alien 3" dauerte es gerade einmal 5 Jahre, bis eine weitere Fortsetzung in den Startlöchern stand. Eigentlich war Danny Boyle für den Part des Regiesseurs vorgesehen, doch nachdem dieser ablehnte, entschied man sich für Jean-Pierre Jeunet, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten beinahe kein Wort Englisch sprach. Dass der Franzose allerdings schon einiges an Erfahrung in Sachen Film vorweisen kann, wird anhand seiner früheren Arbeiten "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder" deutlich. Dass Jeunet im Horrorgenre allerdings nicht gerade heimisch ist, merkt man dem Endresultat nur all zu deutlich an.
Das Disaster ist zwar nun nicht derart gigantisch, dass aus der Wiedergeburt eine Totgeburt wurde, doch den Vorgängern wird das Werk einfach nicht gerecht, welches an allen Ecken & Enden auf die Unterhaltung eines Mainstreampublikums abgerichtet ist. "Alien - Die Wiedergeburt" bezieht diese Unterhaltung dabei einzig und allein aus seinen Effekten, die natürlich weitaus größer angelegt sind, als es noch bei den Vorgängern der Fall war. Alleine schon die Gage für Sigourney Weaver verschlang dabei mehr, als das gesamte Budget des ersten Films. Etwa 70 Millionen Dollar standen Jean-Pierre Jeunet zur Realisierung des vierten Alien Streifens zur Verfügung, und die wurden leider zumeist in optisches Design und gute FX gesteckt, so dass man völlig die anderen, für einen derartigen Film ebenfalls wichtigen Aspekte aus den Augen verlor. Sehr missfallen hat mir dabei die Tatsache, dass "Alien - Die Wiedergeburt" bis auf die geniale Unterwasserszene, sowie den Endkampf, jegliche Spannung vermissen lässt. Zwar besteht durchaus der Wunsch, zu wissen, wie die Geschichte endet, doch ein mitfiebern wollte sich zumindest bei mir nicht einstellen. Vielleicht sind daran auch die Charaktere schuld, die, wie bereits im dritten Teil, meistens sehr oberflächlich angepackt wurden und somit kaum Grund zur Symphatie geben. Selbst Sigourney Weaver wurde nun engültig zur Enttäuschung, indem sie als innerlich zerissener Zwitter aus Mensch & Alien durch die Szenen stakst. Dies noch garniert mit einer dicken Prise coolnes, sowie einigen neuen, körperlichen Fähigkeiten und fertig ist die angeblich so toughe Hauptdarstellerin, die in Wahrheit aber schon längst zum Nebendarsteller verkommen ist und mit der man sich leider rein garnicht mehr identifizieren kann. Auch Weaver's Schauspielerische Anstrengungen hielten sich hierbei sehr in Grenzen, was man bis auf wenige Außnahmen von allen Darstellern sagen kann. Einzig und allein Winona Ryder und der durch sein nicht gerade alltägliches äußeres hervorstechende Ron Perlman wissen zu gefallen.
Mit 104 Minuten wurde die Spielzeit sehr zurückgeschraubt, doch es ist immerhin noch genug, um ein großes, inhaltloses Actionfeuerwerk zu entfachen, dem es aber absolut an Story fehlt. Die Idee mit der geklonten Ripley, die nun Alien-Gene in sich trägt, ist derart einfallslos und langweilig, dass es fast schon schmerzt. Zur absoluten Witzparade wird das Ganze aber erst dann, wenn wir Ripley's neues, außerirdisches Pendant sehen, eine Art Alien mit der Schädelstruktur eines Menschen, mit dem Ripley sogar einige Zärtlichkeiten austauschen darf. Wo ist da die simple, aber dennoch effektive Geschichte eines "Aliens", der bei der wir noch alle bereit waren, uns bedingungslos auf sie einzulassen? Selbiges ist hier leider nicht so einfach möglich. Nunja, positiv bleibt zu erwähnen, dass "Alien - Die Wiedergeburt" durchaus den einen oder anderen unterhaltsamen Moment hat, und mit der Unterwasserszene sogar ein richtiges Highlight bieten kann. An den Effekten gibt es ebenso nichts auszusetzen, sowohl splattertechnisch, als auch an der Inszenierung der Aliens. Wieder einmal geht es sehr blutig und schleimig zur Sache, das Auge des Zuschauers wird mit hübschen, toll ausgearbeiteten Bildern verwöhnt.
++++++ +FAZIT+ ++++++
Hier und da mal ein Spannungsmoment, ab und an mal etwas Blut, sowie mehr als nur akzeptabel aussehende Aliens, sehr viel mehr verbirgt sich allerdings nicht hinter dem großen Namen "Alien - Die Wiedergeburt". Jean-Pierre Jeunet hätte aus dem vorerst letzten Teil der Reihe einfach mehr machen müssen, denn was wir hier im Endeffekt haben, ist typisches Popcornkino, dass bei weitem nicht mehr an seine Vorgänger heranreicht. Zwar habe ich den 104 Minuten nicht unbedingt nachgetrauert, doch wenn man an die Qualität der Vorgänger zurückdenkt, ist der Absturz nicht zu übersehen, selbst "Alien 3" hatte da dank einer tollen Atmosphäre noch mehr zu bieten. Alles in allem verhältnissmäßig schlechte 6 von 10 Punkten und nur eine knappe Empfehlung.
Mfg Realjackass
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31.03.2011 23:46
Der läuft gerade wieder auf Vox und das Problem bleibt das Teil 1+2 wirklich Meilensteine waren. Dennoch ist der Film hier viel besser als vergleichbare wirkliche Gurken wie Evolution oder so, allein der gute Pearlmann, neben der Weaver gibt doch ein paar Schauwerte her
27.06.2006 13:52
neben Teil 2 mein lieblingsfilm der alien-reihe...Mfg
05.06.2006 21:25
Den vierten Teil kenne ich noch nicht ... hab ich wohl auch nicht viel verpasst.