Komm Kätzchen
27. Feb 2002
Pro:
Film, Bild, Ton
Kontra:
???
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Action:
Anspruch:
Humor:
Romantik:
Spannung:
mehr
 lost_angel
Über sich:
Ich bin neu hier, auch wenn's keiner glauben mag. Habe den Account von einer Freundin übernommen, di...
Mitglied seit:12.12.2001
Erfahrungsberichte:29
Vertrauende:34
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 63 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hätte man doch auf Ripley gehört, hätte man sich eine Menge Ärger ersparen können. Wir hätte allerdings einen genialen Film verpasst, der unter Science-Fiction und Film-Fans schon lange Kultstatus erreicht hat. In meinen folgenden Bericht gibt es sowohl für den Film, als auch für die DVD einen eigenständige Bewertung. Zusammengesetzt ergibt sich dann die Gesamtbewertung.
Film: *****
~ ~ ~ ~ Story: ~ ~ ~ ~
Aufgrund eines fremden Signals aus dem All wird die Crew das Frachters Nostromo von der Mutter, so bezeichnet die Crew den Bordcomputer, aus einem künstlichen Schlaf (Hyperschlaf?) geweckt. Nach einem Frühstück (oder Mittagessen, wer weiß schon wie viel Uhr es ist?) und einer kleinen Diskussion wird beschlossen diesem angeblichen Hilferuf nachzugehen. Nach der Landung auf dem betreffenden Planeten verlassen die Crewmitglieder Dallas (der Captain), Kane (der 1. Offizier) und Lambert (die Navigatorin) das Schiff um dem geheimnisvollen Signal auf den Grund zu gehen. Währenddessen versuchen die Verbliebenen Mitglieder das Signal zu entschlüsseln und dabei entdeck Ripley (die Deckoffizierin), dass es sich bei dem besagten Signal nicht um ein Hilferuf sondern um ein Warnsignal handelt. Doch der Kontakt zu den drei ist abgebrochen.
Während die Crewmitglieder an der Entschlüsselung des Signals arbeiten stößt das Bergungsteam auf ein seltsames Raumschiff. Bei der Erforschung des fremden Schiffes wird Kane von einer unbekannten Spezies angegriffen, die sich durch das Glas seines Helm frisst und sich an seinem Kopf festsaugt. An der Schleuse zum Schiff angekommen, verweigert Ripley den dreien aufgrund von Quarantänebestimmung, den Eintritt. Ash (der Wissenschaftsoffizier) missachtet jedoch den direkten Befehl Ripleys und öffnet die Schleuse per Hand.
In der medizinischen Abteilung versuchen Ash und Dallas nun dieses Wesen von Kanes Kopf zu entfernen. Als sie es versuchen abzuschneiden, sondert das Alien statt Blut eine hohe, starkkonsentrierte Säure ab, sie sich durch etliche Decks des Schiffes frisst bis sie ihre Wirkung verliert. Es wird beschlossen das Alien vorerst an Kanes Kopf zu belassen, da es ihn anschienend am Leben erhält. Nach einigen kleinen Zwischenfällen und Ereignissen bemerkt Ash das Fehlen der Kreatur. Kane scheint es gut zugehen. Nach einer kleinen Suchaktion wird das Alien gefunden. Es ist tot. Bei einem Essen fängt Kane jedoch an sich in Schmerzen zu winden und sein Brustkorb zerplatzt als ein neues kleines Alien aus ihm „herausschlüpft“. Die übrigen Crewmitglieder
sind so geschockt, dass das Alien in die verzweigten und schwachbeleuchteten Gänge des Schiffes flüchten kann. Schnell ist jedoch klar, dass das Alien vernichtet und aus dem Schiff entfernt werden muss.
Was dann folgt ist eine mörderische Hetzjagd bei der die Grenzen zwischen Jägern und Gejagten schon bald verschwimmt... ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Was mir gefallen hat: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Keine Frage! Alien ist die Mutter aller Alien-Horror-Filme und für mich gibt es bis jetzt noch keinen Film, der die Klasse dieses Kultfilmes von Ridley Scott auch nur im entferntesten erreicht. Auch wenn hier nach dem, für heutige Teeny-Horror-Streifen typischen 10-kleine-Negerlein-Prinzip vorgegangen wird, erreicht dieser Film einen Status, von dem ein Species oder sogar Scream nur träumen kann. Kein anderer Film hat mich je durch solch eine beklemmende und düstere Atmosphäre mitgerissen wie Alien. Lange, graue Gänge, Dampf der aus undichten Leitungen zischt, aus der Dunkelheit blinkende Schalter und immer wieder diese nervaufreibende und pulsbeschleunigende Hintergrundmusik. Dies alles schafft eine überaus dichte und unheimlich Atmosphäre, die in Science-Fiction-Filmen ihresgleichen sucht.
Die Spezialeffekte sind für einen Film von 1978 erstaunlich gut und übertreffen sogar einige neuere Produktionen. Besonders gelungen ist das Alien, das schon fast echt wirkt. Lediglich die technische Ausstattung der Nostromo lässt einen heutzutage nur noch müde Lächeln. Dennoch trägt die Ausstattung viel zu der dichten Atmosphäre des Filmes bei. Wenn die Protagonisten mit Taschenlampen „bewaffnet“ durch die scheinbar verlassenen Gänge wandern und dabei nur das Geräusch ihrer Schritte und ihres Atems zu hören ist, kann man fast nicht anders und hält den eigenen Atem an, um ja kein verdächtiges Geräusch zu verpassen. An Spannung fehlt es Alien nun wirklich nicht. Hier wird dem Zuschauer keine Pause gegönnt und allein die Gewissheit, dass das Alien sich irgendwo dort versteckt nagt an einem und lässt einen unruhig auf seinem Sessel hin und her rutschen. Obwohl sich der Gebrauch von Kunstblut und die Verwendung drastischer Szenen in Grenzen hält ist dieser Film nichts für zartbesaitete. Wenn es in Alien etwas härter oder blutiger zugeht, dann haben es die Szenen schon in sich. Besonders die Szene in der das Alien aus Kanes aufgeplatzter Brust schlüpft dürfte nicht unbedingt jedermanns Sache sein. Auch wenn manche den spärlichen Einsatz der roten Flüssigkeit bemängeln werden (schließlich ist dies ja auch ein Horrorfilm), Alien kommt wunderbar ohne dies aus. Und ich bezweifle, dass der Film durch mehr Blut oder ähnliches besser geworden wäre, denn der eigentlich Horror spielt sich immer noch im Kopf ab und dies kann manchmal erschreckender und grusliger sein, als wenn man Szene sozusagen visuell auf dem silbernen Tablett serviert bekommt.
Die Schauspieler, viele von ihnen gehören in Hollywood heute zu den „alten Hasen“, liefern allesamt eine hervorragende, schauspielerische Leistung ab. Ian Holm (Bilbo aus Herr der Ringe), bewies auch schon damals an den Anfängen seiner Schauspielerlaufbahn sein darstellerisches Talent. Er spielt wohl die zwielichtigste Rolle im ganzen Film und meistert dies mit Bravour. Er überzeugt dermaßen, dass man ihm die unerwartete Wendung seines Charakters durchaus abnimmt. Auch Sigourney Weaver brilliert als harte und kompromisslos Lady und die Rolle der Ripley scheint ihr wie auf den Leib geschneidert zu sein. Ich denke dieser Rolle verdankt sie viel von ihrem späteren Ruhm und Erfolg. Auf die restlichen Schauspieler möchte ich jetzt im einzelnen nicht mehr eingehen, aber sie alle machen ihre Sache sehr gut und sind hervorragend besetzt. ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Was ich nicht so toll fand: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Leider bekommt man , für meinen Geschmack, das Alien zu selten zu Gesicht. Auch wenn die Gewissheit über die Anwesenheit des Monstrums schon ausreicht um eine Gänsehaut zu bekommen, hätte ich mich über weitere Szenen mit dem blinden Passagier gefreut. Ein weiterer kleiner Punkt, der mich eher verwundert als gestört hat, ist die Katze oder der Kater Jones. Wozu braucht man auf einem Raumschiff eine Katze? Wohl kaum zum Mäusejagen. Außerdem kommen dabei ein paar weitere Fragen auf: Wo hält sich die Katze während des künstlichen Schlafes auf? Oder, ist die Katze so wichtig, dass man ein einziges Crewmitglied losschickt um sie suchen? Und wieso verschont das Alien die Katze?
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Mein Urteil: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Wohl einer der bekanntesten und besten Science-Fiction Filme aller Zeiten. Mit Alien liefert Regisseur Riley Scott wahrlich einen Kultfilm, der auch noch rund 25 Jahre später nichts von seiner Wirkung und Genialität verloren hat. Ein absolutes Muss, nicht nur für Science-Fiction-Fans. Lediglich Leuten mit schwachen Nerven rate ich von diesem Film ab.
Für den Film gibt es 5 Sterne. ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Allgemeine Daten: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
OT.: Alien Laufzeit: Regisseur: Ridley Scott Darsteller: Ripley – Sigourney Weaver Dallas – Tom Skerritt Lambert – Veronica Cartwright Ash – Ian Holm Parker – Yaphet Kotto Brett – Harry Dean Stanton Kane – John Hurt ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Kleine Anmerkung zum Schluss: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Zum empfehlen ist auch der im Heyne Verlag erschienene Roman zum Film Alan Dean Foster. DVD: *****
~ ~ ~ Bild: ~ ~ ~ Das Bild wurde für DVD noch einmal digital überarbeitet und macht einen rundum positiven Eindruck. Man sieht dem Film sein Alter überhaupt nicht an. Die Konturen sind detailliert und das Bild besticht durch eine beeindruckenden Schärfe. Auch in dunklen Passagen (die ja nun nicht gerade selten auftreten) verliert das Bild nicht an Deutlichkeit und Intensität. Während des ganzen Filmes fällt kein einziges Ruckeln auf und das Bild bleibt durchgehend konstant. Die Farben sind, wenn auch filmbedingt, zwar recht dunkel gehalten, aber der Kontrast ist weitestgehend in sich stimmig.
Für die fast einwandfreie Bildqualität gibt es 4 ½ Sterne. ~ ~ ~ Ton: ~ ~ ~
Auf der DVD ist sowohl die Deutsche als auch die Englische Sprachfassung in Dolby Digital 5.1 enthalten und der Ton wird dieser Bezeichnung auch in jeder Hinsicht gerecht. Der Ton untermalt und unterstützt das visuelle Geschehen einwandfrei und trägt viel zu der stimmigen und düsteren Atmosphäre bei und zeichnet sich durch einen guten räumlichen Klang. Die Effekte präsentieren sich sehr deutlich und die Stimmen sind klar verständlich. Für die hervorragende Tonqualität gibt es satte 5 Sterne.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Bonusmaterial: ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Bei vielen älteren Filmen sind Zusatzmaterialen auf der DVD eher spärlich, wenn nicht so gar überhaupt nicht vorhanden. Alien macht hier eine erfreuliche Ausnahme. Als erstes fällt das schönanimiert und musikuntermalende Menü auf, dass den Gängen und Räumen der Nostromo nachempfunden ist. Zur Standardausstattung gehören 3 Untertitel (Englisch, Spanisch und Deutsch für Hörgeschädigte), Szenenwahl und original Kinotrailer und Fernsehspots.
Neben diesen eher uninteressanten Features hat die DVD jedoch noch einiges mehr zu bieten. 10 interessante, entfallene Szenen, bei denen ich mich manchmal gefragt habe wieso sie im eigentlich Film keinen Einzug gefunden haben, da einige Zusammenhänge durch diese fehlenden Szenen viel klarer und einsichtiger werden und zwei Rohaufnahmen von Set, die nicht verwendet wurden, sind meiner Meinung nach die besten und sehenswertesten Features. Des weiteren enthält die DVD noch vier verschiedene Fotogalerien. Davon haben mir am besten die Entwürfe der Ausstattung und die Storyboards von Ridley Scott gefallen, da kann man mal sehen, wie viel Arbeit in einem solchen Film steckt bevor überhaupt das Drehen beginnt. In den letzten beiden Galerien kann man sich Szenen aus dem Film und Werbeplakate aus aller Welt ansehen. Die restlichen Features teilen sich in einen Alternative Soundtrack und ein informatives Audiokommentar von Ridley Scott auf.
Ich persönlich hätte mir noch Interviews mit den Darstellern und ein schönes Making Of gewünscht. Alles in Allem gibt es für das Bonusmaterial 3 Sterne.
Die DVD erhält von mir eine Gesamtwertung von 4 Sternen. ~ ~ ~ ~ ~ ~ Endurteil: ~ ~ ~ ~ ~ ~
Eine technisch ausgereifte DVD mit schönem Bonusmaterial und ein Film, der es in sich hat. Da führt kein Weg dran vorbei (es sei den sie besitzen keinen DVD-Player). ã lost_angel
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03.03.2004 02:14
super bericht mach weiter so :) ein super film echt top
04.12.2003 21:25
das bonusmaterial hat mich auch starkt beeindruckt ... ne super dvd, ein genialer film ... und ich hab sie sogar um nur 9,90 erwischt ;-) ... grüsse MOFFt
08.07.2002 22:50
Super Bericht.Der Horror von Alien spielt sich wirklich meistenteils wirklich im Kopf ab und das macht diesen Film oder besser geagt diese Reihe so faszinierend. Den zweiten Film der Reihe fand ich auch am Besten. Aber der dritte ist nach meiner Meinung nicht so gelungen.NOch mals: super Bericht und sehr detailiert