Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Eine der besten Serien aller Zeiten |
| Kontra: |
Vierter Teil fällt etwas ab |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Mein neuester Bericht befasst sich mit einer Filmserie, die zu meinen absoluten Favoriten zählt. Daher ist der Bericht etwas länger geworden, also bitte Zeit einplanen....
Die Alien-Filme sind wahrscheinlich vier der innovativsten und einzigartigsten Sci-Fi-Horror-Action Filme, die je gedreht wurden. Das besondere Flair der Reihe macht nicht nur das vom schweizer Künstler H.R.Giger geschaffene Weltraummonster selber aus, sondern auch, dass die Fortsetzungen jeweils von hervorragenden Regisseuren gedreht wurden, die die Materie jeweils ganz ihren persönlichen Vorlieben anpassten. Somit ist jeder Film für sich ein einzigartiges Kunstwerk, welches mit dem Rest der Serie trotzdem eng verbunden bleibt. Die Welt der Alien-Filme ist dabei stets stimmig und wie aus einem Guss. Ridley Scott, der später mit Thelma & Luise einen echten Emanzipationsfilm drehte, etablierte mit Lt. Ellen Ripley (Sigourney Weaver) zugleich eine der ersten, weiblichen Actionikonen. Die Reihe wurde in verschiedenen DVD-Boxen veröffentlicht. Im Wesentlichen gibt es die Legacy Box, die die vier Filme in der Kinoversion enthält, und die anderen Boxen, auf denen zusätzlich noch die Director's Cuts enthalten sind. Dieser Bericht handelt von der Legacy-Box.
---------Alien (1979):---------
Wie bereits erwähnt, führte hier Ridley Scott Regie. Alien war Sein zweiter, abendfüllender Spielfilm nach "Die Duellisten". In meinen Augen ist Scott einer der talentiertesten Regisseure aller Zeiten, hat er doch mit Alien, Blade-Runner, Gladiator, Black Hawk Down, Legende, Thelma & Luise, American Gangster, Königreich der Himmel u.a. eine beeindruckende Liste von hochkarätigen Filmen gedreht, wobei sich die Ausfälle an einer Hand abzählen lassen. Stets bewegte er sich dabei etwas abseits vom Mainstream und bewahrte seinen eigenen Stil. Doch nun zum Film:
---Die Handlung:
Die Nostromo, ein interstellares Schleppschiff, ist mit seiner Fracht, einer gigantischen Raffinerie auf dem langen Weg zurück zur Erde. Die Crew befindet sich im Hyperschlaf. Wegen einem Notsignal wird die Nostromo durch den Autopiloten vom Kurs genommen und die Mannschaft unplanmäßig geweckt. Um dem Signal nachzugehen, landet ein Außenteam auf einem menschenfeindlichen Planeten und findet dort ein fremdartiges Raumschiff. Hier wird ein Crewmitglied von einer offensichtlich außerirdischen Lebensform angefallen, welche sich in seinem Gesicht verkrallt.
Wieder an Bord zeigt sich, dass die Lebensform quasi ein Ei in ihr Opfer gelegt hat, welches dann in einer äußerst erschreckenden und blutigen Szene aus dem Körper des Armen schlüpft. Die anderen Versuchen nun, das kleine Lebewesen einzufangen, nicht wissend, dass dieses rasant heranwächst. Schnell werden die Jäger zu gejagten und ein aussichtsloser Kampf ums Überleben beginnt.....
---Die DVD:
Die DVD bietet den Film in seiner Kinofassung. Diese läuft ca. 111 min. und ist ab 16 freigegeben. Der Ton ist in Deutsch und Englisch DD 5.1 und die Untertitel sind in Englisch. Das Bild hat das Format 2,35:1 (16:9) und ist anamorph. Als Bonusmaterial findet man einen Audiokommentar von Ridley Scott, nicht gezeigte Szenen, Trailer, Storyboards, Fotogalerie und zwei Features zur Filmmusik. Die nicht verwendeten Szenen entsprechen übrigens meines Wissens nach den Szenen, die später für den Directors's Cut eingefügt wurden und bringen dem Film keine neuen Aspekte. Zu erwähnen wäre noch das sehr liebevoll designte interaktive Menu. Der Sound ist THX zertifiziert und einfach nur eine Pracht. Das Bild ist sehr gut, hat jedoch gelegentlich Schwächen in der Schärfe und ist manchmal etwas verrauscht.
---Meine Meinung:
Der Film ist ein Horrorfilm der alten Schule. Scott nimmt sich Zeit, seine Charaktere aufzubauen und sie uns näher zu bringen. Die Kameraführung und das Schnitttempo sind nicht so hektisch, wie man es von neueren Filmen gewohnt ist. Das Setdesign ist richtungsweisend. Die Nostromo ist ein Industrieschiff, in jedem Winkel auf Funktionalität ausgelegt. Der Crew wird nur ein Mindestmass an Komfort gestattet, da sie sowieso die langen Reisen im Hyperschlaf verbringt. Alles ist irgendwie schmutzig, gebraucht und abgenutzt. Die Ausleuchtung des Schiffes kann man nur als dürftig bezeichnen, und da die Wände kaum verkleidet sind, gibt es hinter Rohren, in Lüftungsschächten und hinter anderen Installationen reichlich dunkle Ecken und Winkel, in denen sich ein Alien verstecken kann. Dazu kommt das klaustrophobische Szenario eines Raumschiffes, von dem man nicht entkommen kann. Zu allem Überfluss ist dann auch noch ein Feind in den eigenen Reihen auszumachen. Das alles und Scotts Gespür für spannungsgeladene Inszenierung lassen einem das eine oder andere Mal vor Spannung die Knie schlackern. Hinzu kommt, dass die Crew weder Waffen noch Ausbildung für solche Fälle parat hat. Man muss also improvisieren.
Doch der eigentliche Star des Filmes ist trotz der extrem guten Schauspieler dann doch das Alien. Gigers Design erweist sich als echter Volltreffer. Nie hatte man vorher so ein furchteinflößendes, völlig fremdartig gemachtes Monster gesehen. Scott macht auch nicht den Fehler, den Horror, der von diesem Wesen ausgeht dadurch zu zerstören, dass er es zu oft zeigt. Denn die damalige Tricktechnik und das Budget ermöglichen für die Aufnahmen, in denen man das Alien komplett sieht, nur, einen Mann in einen Anzug zu stecken. Das wirkt dann irgendwie nicht mehr ganz so unheimlich, kommt aber zum Glück erst ganz am Ende vor.
Zur Cast. Wir sehen Tom Skerritt als Cpt. Dallas, Sigourney Weaver als Lt. Ellen Ripley, Veronica Cartwright als Lambert, Harry Dean Stanton als Brett, John Hurt ist Kane, Ian Holm als Ash und Yaphet Kotto als Parker. Die Filme, in denen diese Schauspieler schon mitgespielt haben sind so viele, dass man sie hier nicht aufzählen kann, fest steht jedoch, dass jeder Einzelne von ihnen sein Handwerk perfekt beherrscht, was natürlich auch dazu beiträgt, die Atmosphäre glaubwürdig zu halten.
Ein weiteres Detail, das eine Erwähnung wert ist, ist der Soundtrack. Kreiert von Jerry Goldsmith ist es eigentlich kein klassischer Soundtrack, wie man ihn z.B. aus Star Wars kennt. Vielmehr mischt Goldsmith eine Menge, seltsam klingender und zum Teil irgendwie beunruhigender Geräusche mit spartanisch instrumentierten Melodien, die in ihrer Gesamtheit alleine schon eine unglaublich Dichte Spannung erzeugen. Es gibt nur wenig Horrorfilme, die über einen so intensiven Soundtrack verfügen.
Der Gewaltanteil im Film ist sehr moderat, das Meiste passiert in der Fantasie der Zuschauer, jedoch ist das, was man sieht, sehr gut gemacht.
---------Aliens (1986):---------
Für den zweiten Teil der Serie konnte man mit James Cameron einen Regisseur gewinnen, der zwei Jahre zuvor mit Terminator einen Meilenstein des Sci-Fi Genres geschaffen hatte. Der damals noch relativ unbekannte Regisseur interpretierte die Alien Geschichte komplett um und ersetzte den schleichenden Horror des Vorgängers durch intelligente und knallige Action mit wegweisenden Effekten. Das sollte zu seinem Markenzeichen werden, wie seine späteren Erfolge the Abyss, Termintor 2 oder True Lies demonstrierten. Seltsam nur, dass ausgerechnet Titanic sein erfolgreichster Film wurde, da dieser so gar nicht seinem Stil entsprach.
---Die Handlung:
Die Rettungskapsel der Nostromo, mit der Ripley entkam, erreicht nach Jahrelangem Irrflug durchs All dann doch noch die Erde. Ripley wird von der Firma (Weyland Utani), der die Raffinerie gehörte in die Mangel genommen und für den Verlust verantwortlich gemacht. Die Geschichte mit dem Alien will ihr scheinbar keiner glauben.
Doch eines Abends wird sie von Burke, einem Vertreter der Firma, aufgesucht. Der Planet, auf dem sich das fremdartige Raumschiff befand, wurde schon vor Langem kolonialisiert. Doch seit kurzem ist der Kontakt zur Kolonie abgebrochen. Es soll eine Rettungsmission zusammengestellt werden. Neben einem Trupp Space Marines und Burk selber soll Ripley ebenfalls mitkommen, da sie die einzige ist, die jemals mit dem Alien Kontakt hatte.
Auf dem Planeten angekommen zeigt sich schnell, dass die Kolonie überrannt wurde und dass man es diesmal mit mehr als einem Alien zu tun hat. Auch wird klar, dass die Marines, angeführt vom völlig unerfahrenen Lt. Gorman mit der Situation total überfordert sind. Die Überlebenden der ertsen Konfrontation finden ein kleines Mädchen, Newt, das die ganze Zeit über überlebt hat. Ripley muss selbst das Heft in die Hand nehmen um Newt zu retten und die Eierlegende Alienmutter zu vernichten...
---Die DVD:
Der zweite Teil liegt nicht in der Kinoversion, sondern in einer Extended Fassung vor, die bereits auf Video erschienen war. Ob diese mit der Fassung aus der Quadrilogy Box identisch ist, kann ich nicht sagen. Die Laufzeit beträgt ca. 148 min. Es wurden unter anderem Szenen eingefügt, die Ripleys Gefühle für Newt näher beleuchten. Ripley hatte nämlich selber eine Tochter, die während ihrer über 50 jährigen Irrreise verstarb. Auch die Szene mit den Selbstschusskanonen stammt nicht aus der Kinoversion. Bedauerlicher Weise fallen die neu eingefügten Szenen durch die anderen Synchronstimmen auf, sehr ärgerlich. Die DVD ist ab 16 Jahren freigegeben, das Bild ist in 1,85:1 (16:9) und anamorph. Der Ton ist wieder Deutsch und Englisch in DD 5.1 mit Englischen Untertiteln. Als Bonus gibt es Trailer, nicht gezeigte Szenen, Interview mit James Cameron, Hinter den Kulissen, Fotogalerie und restauriertes Filmmaterial. Der Ton ist wieder Klasse, dass Bild ist auch um Welten besser als bei Teil eins.
---Meine Meinung:
Cameron behält die Atmosphäre der Alien-Welt bei. Auch auf der Sulaco (dem Marines Schiff) und auf der Kolonie ist alles sehr industriell desingt. Schmutz und Gebrauchspuren allenthalben. Mit dem Androiden Bishop, gespielt von Lance Henriksen wird eine wichtige Nebenfigur einbeführt, die es sogar in den Alien versus Predator Spinoff geschafft hat. Da der Androide im ersten Teil versuchte, die Mannschaft zu opfern, um das Alien sicher auf die Erde zu bringen, hat Ripley von Anfang an ein gestörtes Verhältnis zu Bishop. Im Verlaufe des Filmes muss sie sich jedoch mehr und mehr auf ihn verlassen. Eine ähnliche Entwicklung macht ja später auch Sarah Connor in Terminator 2 durch. Ripley ist inzwischen zur Kämpferin geworden, die, als sie das Scheitern der Marines mit ansehen muss, kurzerhand die Verantwortung übernimmt und dann im finalen Muttertierduell den Aliens mal zeigt, aus welchem Holz eine Menschenmutter geschnitzt ist.
Cameron lässt es im Film richtig krachen. Am Ende wird sogar die ganze Kolonie mittels Nuklearsprengkopf pulverisiert (noch ein Thema, das Cameron in einem späteren Film wieder aufgreift, nämlich in True Lies). Er spinnt aber auch den Plot weiter, der Weyland Yutani, hier repräsentiert von Burke, als skrupellosen Megakonzern zeigt, der für ein Alien zu Waffenforschungszwecken über Leichen geht. Der Film legt ein so atemberaubendes Tempo vor und überzeugt dabei durch perfekte Tricktechnik, dass die zweieinhalb Stunden wie im Fluge vergehen und in keiner Sekunde Langeweile aufkommt.
Die Schauspieler sind wieder exzellent ausgewählt und es finden sich keine Ausfälle. Da wären natürlich wieder Sigourney Weaver, aber auch Lance Henriksen, Bill Paxton, Michael Biehn, William Hope u.a.
Sie alle versuchen gegen die Aliens anzuspielen, die aber viel besser als in Teil eins gemacht sind. Dank moderner Computer- und Kreatureffekttechniken sehen sie noch bedrohlicher aus. Außerdem kann Cameron die Viecher in voller Bewegung zeigen, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren, was ihm ein viel höheres Tempo ermöglicht. Der Blutgehalt des Films ist dabei eher noch geringer als in Teil eins.
---------Alien3 (1992):--------
Mit diesem Film gab der bis dato völlig unbekannte David Fincher sein Debut. Ein nicht geringes Wagnis, wäre doch ein Flop womöglich das Ende der Serie gewesen. Aber Fincher ist ein echtes Ausnahmetalent, wie er später auch mit Sieben, Fight Club, the Game oder Panic Room zeigen konnte. Seine Vision des Alienthemas ist die düsterste und auch härteste Version. Ich muss gestehen, dass ich den dritten Teil am besten finde.
---Die Handlung:
Die Rettungskapsel der Sulaco, mit der Ripley und die anderen Überlebenden entkamen befindet sich auf dem Rückweg zur Erde. Was niemand ahnte, auch ein Alien ist mit an Bord gekommen. Durch das Säureblut des Aliens gibt es einen Brand an Bord der Kapsel und diese legt eine Notlandung hin. Ausgerechnet auf einem düsteren Minenplaneten, der gleichzeitig als Gefängnis für genetisch deformierte Schwerverbrecher dient, landet das Schiff. Die Mine ist jedoch außer Betrieb und die Gefangenen sind mit nur zwei Aufsehern und einem Arzt geblieben, weil sie eine Art Glaubensgemeinschaft gebildet haben. Außer Ripley sind alle, die der Sulaco entkamen, beim Aufprall gestorben. Doch schnell kommt Ripley der Verdacht, ein Alien könnte an Bord gewesen sein. Und tatsächlich verstirbt ein Gefangener nach dem anderen. Doch an Ripley scheint das Alien kein Interesse zu haben. Da keimt in Ripley ein schrecklicher Verdacht, sie selber ist mit einem Alien schwanger gegangen.....
---Die DVD:
Teil 3 ist wieder in der Kinofassung enthalten. Er läuft ca. 110 min. und ist ebenfalls ab 16. Das Bild ist in 2,35:1 (16:9) anamorph und der Ton wieder in Englisch und Deutsch DD 5.1. Untertitel gibt es hier dann auch in Englisch. Als Extras sind lediglich ein Making of und ein Trailer enthalten. Ton und Bild sind absolut auf der Höhe der Zeit und über jeden Zweifel erhaben.
---Meine Meinung:
Finchers Version ist noch düsterer und dreckiger als seine Vorgänger. Die Ausgangslage beim Kampf gegen das Alien ist schlechter denn je. Die Gefangenen sind nicht nur unberechenbar gewalttätig, sondern auch noch strunzdumm (mit wenigen Ausnahmen). Die Wärter sind nicht viel besser und Waffen gibt es auch keine. Nur der Arzt der Anlage ist sympathisch. Hier gibt Fincher der Figur der Ellen Ripley dann auch eine neue Dimension, indem er sie mit dem Arzt ein Verhältnis beginnen lässt. Sie wird dabei so verletzlich, weiblich und menschlich gezeigt, wie in noch keinem Teil der Serie. Umso härter trifft es dann, wenn Ripley von ihrem Schwarzfahrer erfährt, was ja quasi ihr Todesurteil bedeutet. Aber sie ist nicht nur Trägerin eines Aliens, nein, sie trägt eine Alienmutter in sich. Sie muss sich also als Lockvogel für das zweite Alien in der Anlage zur Verfügung stellen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie nicht lange genug lebt, um der Alienmutter das Leben zu schenken.
Weyland Yutani darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Alarmiert von einem der Wächter, entsenden sie einen Trupp, der das Alien sichern und zur Erde bringen soll. Mit von der Partie ein neuer Bishop, der das Vertrauen von Ripley erschleichen soll.
Auch musikalisch geht der Film neue Wege. Elliot Goldenthal schuf einen Score, der zwar deutlich die Elemente des originalen Aliensoundtracks besitzt, reichert ihn aber in manchen Szenen mit so bombastischer Orchestermusik an, dass man eine meterdicke Gänsehaut bekommt. Besonders in der Szene, in der Ripley sich selber opfert, aber auch in der Geburtsszene des ersten Aliens stehen einem die Nackenhärchen zu Berge.
Die Schauspieler sind wieder einmal handverlesen und allesamt geben hervorragende Leistungen ab. Neben natürlich Sigourney Weaver bekommen wir hier Pete Postlethwaite, Lance Henriksen, Charles S. Dutton, Charles Dance, Brian Glover u.a zu sehen. Besonders Charles Dance als Arzt und Charles S. Dutton als Anführer der Gefangenen beeindrucken durch ihr Spiel.
Trotz des eher bedächtigen Erzähltempos hat Fincher einen Vorteil, den man nicht unterschätzen darf. Sein Alien wurde erstmals komplett im Computer entworfen. Das ermöglicht es ihm, die Jagd auf das Alien in einer nie dagewesenen Dynamik und Speed zu inszenieren, ist er doch an keine physikalischen oder tricktechnischen Grenzen mehr gebunden. Sein Film hat außerdem den höchsten Blutgehalt der ersten drei Teile.
---------Alien - Die Wiedergeburt (1997):---------
Den bis heute letzten Film der Serie vertraute man Jean-Pierre Jeunet an. Der Franzose war vorher mit Delikatessen und Stadt der verlorenen Kinder in Erscheinung getreten. Nach Alien 4 verließ er den fantastischen Film und drehte die rührenden Filme wunderbare Welt der Amelie und Mathilde-eine große Liebe. Allen seinen Filmen gemein ist eine etwas verschrobene Story, die viel Interpretationsspielraum lässt und bei weitem nicht alle ragen beantwortet.
---Die Handlung:
Ca. 200 Jahre nach den Ereignissen aus Teil 3. Auf einer Raumstation experimentieren Wissenschaftler unter Aufsicht des Militärs mit Ripleys DNA, die irgendwie nach ihrem Tod gesichert wurde. Ziel ist es, sie zu klonen und das Alien, dessen DNA sich mit der ihren vermischt hat, per Operation von ihr zu trennen. Als Nebeneffekt entsteht ein Ripley-Klon, der ein paar Aliengene sein eigen nennt und wie ein kleines Kind erst alles lernen muss. Um das Alien zu vermehren, werden Menschen benötigt, die als Wirte für neue Aliens fungieren sollen. Solche Opfer werden von einer Truppe krimineller Piraten an Bord gebracht und dem Militär verkauft. Dass diese Experimente ohne offizielle Autorisierung stattfinden, versteht sich von selbst.
Doch, es kommt, wie es kommen muss und die Aliens kommen frei. Es beginnt eine Jagd durch die Raumstation, als die Kriminellen mit Ripley im Schlepptau versuchen ihr Schiff zu erreichen, um von der Station zu entkommen....
---Die DVD:
Auch Teil 4 ist in seiner Kinofassung vertreten. Die technischen Daten sind identisch mit Teil 3 und ich werde mir die erneute Aufzählung sparen. Ton und Bild sind jedenfalls wieder spitze. Auch hier sind die Extras etwas dürftig ausgefallen, findet man doch lediglich ein hinter den Kulissen Feature und einen Trailer.
---Meine Meinung:
Mit diesem Teil der Saga konnte ich nie so richtig warm werden. Jeunet gelingt es in keiner Sekunde, eine ähnlich spannende Atmosphäre zu schaffen, wie die ersten drei Teile. Die Dialoge sind manchmal recht seltsam und ich kann auch bei wiederholtem Ansehen nicht so richtig den Sinn verstehen. Die Entwicklung des Ripley-Klons vom quasi Baby zur supercoolen Heldin geht viel zu schnell und ist unglaubwürdig. Die Schauspieler agieren teilweise überambitioniert und ebenfalls unglaubwürdig. Irgendwie ist die ganze Atmosphäre nicht mehr Alien.
An Positivem sei erwähnt, dass der Film trotzdem so seine Momente hat. So ist die Unterwasserverfolgung mit tauchenden Aliens sehr sehenswert gelungen. Auch ist der Ripley Charakter mit seinen animalischen Alienanteilen im späteren Verlauf durchaus cool. Als dann aber das furchtbar bescheuert aussehende Alien-Mensch Monster ins Spiel kommt, da wird einem klar, die Serie ist jetzt zu Ende, und das ist gut so. Noch so einen Film würde ich jedenfalls nicht mehr sehen wollen.
Der Vollständigkeit halber hier noch die Darsteller: Sigourney Weaver, Ron Perlman,. Winona Ryder, Dan Hedaya, Dominique Pinon, Brad Dourif u.a.
----------Fazit----------
Tja, das war sie nun, die Alien Legacy Box. Für mich ist die Alien Saga eine der besten Filmserien aller Zeiten. Leider hat man den Absprung verpasst und den grandiosen 3. Teil nicht als krönenden Abschluss genommen, sondern noch diesen seltsamen Teil vier gedreht. Bleibt noch anzumerken, dass ich die Bonusmaterialien zu den einzelnen Filmen geschrieben habe, sie in der Box aber alle zusammen auf einer Bonus DVD zu finden sind.
Inzwischen gibt es unzählige Veröffentlichungen der Filme, mit und ohne Director's Cut, in Boxen und einzeln und als ultimative, auf 3000 Exemplare limitierte Variante in einem großen Alien-Schädel. Ich besitze jedoch nur die Legacy Box und werde mir wohl auch keine andere Version zulegen. Die Kinofassungen der Filme erscheinen mir so, wie sie sein sollten und zusätzliches Material erscheint mir nicht wirklich wichtig zu sein.
Neben den Alien vs. Predator Filmen gibt es auch noch mehrere Comicserien mit den Aliens und eine erklägliche Reihe von Trittbrettfahrer Filmchen sind gedreht worden (hier sei nur Mutant erwähnt). An die Originale konnte aber keiner auch nur annähernd heranreichen.
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sehr hilfreich
01.01.2003
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Lama40
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10.04.2001
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jeelbein
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Kontra: Nicht ganz billig
...Der Weihnachtsmann ist schon ein Lieber... denn er hat mir die Jubiläums-Edition 20 Jahre ALIEN, ALIEN LEGACY, als DVD-Box unter den Baum gelegt !
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27.12.2000
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Ein Muss für Fans
Bewertung für Alien Legacy (DVD) von
WaterSerpent
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Kontra: Alien 3 ist nicht so toll, aber das machen die anderen wieder wett
...Wem die Geschichte um Ripley und ihre Aliens schon immer gefallen hat, sollte sich die Alien Legacy Box (DVDs) nicht entgehen lassen. In dieser Box sind alle 4 Teile der Film-Reihe plus eine Zusatz-DVD enthalten.
Hier ein Überblick über alle DVDs: ...
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27.06.2001
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Pflichtkauf für Alien-Fans
Bewertung für Alien Legacy (DVD) von
Marcolino
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Pünktlich zum zwanzigsten Jahrestag des ersten Erscheinens des von Kultregisseur Ridley Scott inszenierten SciFi-Horrors "Alien" in deutschen Kinos ist jetzt endlich die komplette Filmserie als DVD-Compilation erschienen. Alle vier Filme auf je einer DVD ...
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21.09.2000
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