Ein weiteres vorablesen.de-Rezensionsbuch, das ich so vermutlich eher nicht gekauft hätte. Und vermutlich auch anderenfalls nicht zuende gelesen hätte.
Inhalt:
Anton Galba, verheiratet und Familienvater, hat eine Affäre mit einer Angestellten, ein Kollege bekommt es mit, fotografiert die beiden ... Bericht lesen
Anton Galba und seine heimliche Geliebte mit ihrem Verhältnis erpresst hatte. In Panik lässt Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn, die Leiche im Häcksler verschwinden. Der den Fall untersuchende Polizist Nathanael Weiß verdächtigt Galba von Anfang an. Allerdings gibt es auch in seinem Umfeld einen Widerling, den er gerne loswerden würde. Galba muss notgedrungen mitmachen, doch für Weiß ist das erst der Anfang: Es gilt, Schädlinge der Gesellschaft auszurotten. Christian Mähr erzählt in diesem bitterbösen Krimi aus Österreich von Moral und Mordlust in der Kleinstadt.
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Erfahrungsbericht von MarenF über Alles Fleisch ist Gras / Christian Mähr 03.05.2010
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert
recht gering
Spannung
wenig spannend
Wie ergreifend ist die Story?
nicht ergreifend
Pro:
originelle Entsorgungsmethoden
Kontra:
keine Spannung
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein weiteres vorablesen.de-Rezensionsbuch, das ich so vermutlich eher nicht gekauft hätte. Und vermutlich auch anderenfalls nicht zuende gelesen hätte.
Inhalt: Anton Galba, verheiratet und Familienvater, hat eine Affäre mit einer Angestellten, ein Kollege bekommt es mit, fotografiert die beiden und erpresst Galba. Der schubst ihn, der Mann stürzt unglücklich und ist sofort tot. Galba will die Leiche verschwinden lassen, was ihm auch gelingt, zumindest ist er sicher, alle Spuren beseitigt zu haben. Der in dem Fall ermittelnde Chefinspektor Nathanael Weiß ahnt allerdings sofort, dass Galba wohl doch nicht so unschuldig ist, wie es den Anschein hat. Doch auch Weiß ist ein Mann mit fragwürdiger Moral und erkennt, dass er in Galba jemanden hat, der ihm gut helfen könnte. So wird der erste Mord (der ja mehr ein Tod aus Versehen war) vertuscht und Weiß überzeugt (man kann auch erpresst dazu sagen) Galba, ihm bei der Beseitigung des neuen Mannes seiner Exfrau zu helfen. Denn zum einen hat sie Weiß deshalb verlassen und zum anderen wird sie nun von ihm betrogen. Das sind für Weiß mehr als genug Gründe, den Mann aus dem Weg zu räumen. Doch das alleine genügt ihm nicht, und so bleibt Galba nichts anderes übrig, als ihm weiterhin zu helfen. Das scheint auch zuerst ganz gut zu funktionieren, allerdings hat Weiß eine ganze Menge Leute, die er gerne im Häcksler sehen möchte ...
Meine Meinung: Irgendwie bin ich mit diesem Roman nicht recht warmgeworden. Der Anfang ist vielversprechend, auch ist es ganz unterhaltsam, welche Doppelmoral der Polizist Weiß an den Tag legt. Allerdings fehlt oft über weite Strecken Spannung, es passiert einfach zu wenig. Weder Weiß noch Galba sind Sympathieträger, was auch nicht unbedingt sein muss, allerdings bleiben beide ziemlich blass und auch das Ende fand ich recht enttäuschend. Der Schreibstil ist schön flüssig, aber der Großteil des Buches besteht vor allem aus Beschreibungen und Gedankengängen. Und das liest sich zumindest für mich leider ziemlich langweilig. Ein Krimi ist es übrigens nicht direkt, denn man weiß von Anfang an ja, wer der Täter, bzw. später die Täter sind und wer was macht. Die einzigen spannenden Fragen sind dabei, wann es auffliegt und wie es mit den beiden enden wird. Für mich war das einfach zu wenig, ich mag lieber Bücher, bei denen ich einem sympathischen Helden oder einer liebenswerten Heldin durch eine spannende Geschichte folgen kann. Das ist hier nicht geboten, die Figuren sind zwar durchaus unterhaltsam, aber nicht sympathisch. Ich würde es daher eher Leuten empfehlen, die gerne mal eine andere Art von Krimi lesen möchten. Oder die Tipps brauchen, wie man unliebsame Arbeitskollegen entsorgt. ;-)
Über den Autor schreibt vorablesen.de: Christian Mähr wurde 1952 in Nofels bei Feldkirch (Vorarlberg) geboren und lebt heute in Dornbirn. Er ist Autor, Bienenzüchter und Doktor der Chemie und arbeitet seit 1982 als freier Mitarbeiter des ORF für die Redaktion Wissenschaft und Umwelt, Werke (u. a.): Magister Dorn (1987), Fatous Staub (1991), Simon fliegt (1998), Die letzte Insel (2001), Vergessene Erfindungen. Warum fährt die Natronlok nicht mehr? (2002), Semmlers Deal (Deuticke, 2008).
Daten zum Buch: Gebundene Ausgabe Seiten: 397 Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag Erscheinungsdatum: 8. Februar 2010 ISBN-10: 3552061274 ISBN-13: 978-3552061279 Preis: 19,90 Euro