Rabenstarke Schwindeleien
25.10.2011 (26.10.2011)
Pro:
sehr lehrreich, witzig verpackt, tolle Bilder, die Kinder lieben die Geschichte
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Lerngehalt
Aufmachung
Illustration / Fotos
mehr
 manyatta
Über sich:
Sorry, bin gerade etwas faul und gestresst. Der nächste Bericht kommt bald und dann natürlich auch w...
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Vertrauende:72
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Und wieder mal ein tolles Buch aus unserer Sammlung, welches bei meinen beiden Söhnen und mir super ankommt. Dieses hier: ALLES ECHT WAHR! oder
RABENSTARKE SCHWINDELEIEN FÜR ALLE GELEGENHEITEN - Esslinger Verlag J. F. Schreiber, 2001
- erzählt von Nele Moost
- Bilder von Annet Rudolph
- ISBN: 3-480-21515-7
°*°*°*°*°*°*° DAS BUCH °*°*°*°*°*°*° Das Buch ist fest eingebunden und lässt sich problemlos feucht abwischen durch eine Beschichtung. Es hat die Maße 20 x 15 x 0,6 cm und ist damit recht dünn. Durch die Größe ist es nicht so leicht zu händeln für kleine Kinder, was aber auch nicht unbedingt nötig ist. Es ist ja ein Vorlesebuch mit einer recht langen Geschichte, dadurch hat es eh meist der Vorleser in der Hand. Die Altersempfehlung ist 3 bis 6 Jahre.°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*° DIE GESCHICHTE °*°*°*°*°*°*°*°*°*°*° Der kleine Rabe Socke, das Wildschwein Stulle und der kleine Dachs fahren mit der Eisenbahn. Sie sind auf dem Weg zu Tante Törtchen. Sie wollen auf deren Bauernhof ihre Ferien verbringen. Im Zug schmieden sie schon Pläne, was sie alles anstellen könnten. Aber irgendwie finden sie es ein wenig öde, dass ihre anderen Freunde nicht dabei sein können. Dann würde sicher alles viel mehr Spaß machen. Aber Mama Dachs hat es nicht erlaubt, da die drei Freunde schon genug für Tante Törtchen sind. Der kleine Rabe wirft in die Runde, dass sie aber vier sind. Vier? Ja, denn Eddi-Bär steigt unterwegs heimlich ein. So konnte Mama Dachs nicht meckern und einer mehr oder weniger ist für Tante Törtchen sicher nicht schlimm. Eddi-Bär steigt am nächsten Bahnhof auch tatsächlich dazu, aber er ist nicht allein. Er hat den Wolf und das Schaf mitgebracht, was doch sicher nicht schlimm ist? Socke sieht es gelassen, die beiden können sie sicher durchschmuggeln. Genau diesen Gedanken hatte Stulle allerdings auch, denn auch er hat noch jemanden von den Freunden im Koffer versteckt. Auch unter der Sitzbank und aus einem Rucksack kommen noch Tiere. Nun ist Rabe Socke wirklich von den Socken, denn dass es so viele werden hätte er wirklich nicht gedacht. Ihnen bleibt nun nur ein Weg, sie müssen alle verstecken, sonst schickt Tante Törtchen sie gleich wieder nach Hause. Aber wie stellen sie das am besten an? Schwindeln erscheint ihnen als die Lösung. Sie müssen einfach alle schwindeln, überlegt Rabe Socke. Eddi-Bär weiß gar nicht was das ist und Rabe Socke erklärt es ihm so: „Sag einfach immer Ja“. Alle sind zuversichtlich. Das schaffen sie, Ja sagen ist ja nicht schwer. So nehmen die Schwindeleien ihren Lauf und die Freunde stoßen bei jeder neuen Lüge, auf die Schwierigkeiten damit. Denn ganz so einfach wie sie sich das gedacht hatten, ist es dann doch nicht. Als sie Essen für ihre versteckten Freunde schmuggeln, werden die Hühner zu Unrecht beschuldigt und sind entsprechend beleidigt. Auch als sie ihr Nachtlager auf dem Dachboden beziehen, müssen sie Tante Törtchen anschwindeln und geraden in Erklärungsnot. Auch haben ihre Freunde ja keine Betten, also besorgen sie Decken und Kissen aus dem Stall. Auch hier geraten sie wieder in einen Gewissenskonflikt und müssen erneut lügen, wodurch die Kuh zu Unrecht Ärger bekommt. Abends ist Tante Törtchen mächtig sauer und die Stimmung ist Mies. Die beleidigten Hühner haben keine Eier mehr gelegt, einige Dinge sind kaputt gegangen und die Kuh hat Stallarrest obwohl sie gar nicht weiß warum. Das Schlimmste aber ist, dass die Freunde gar nicht richtig spielen können. Denn sie haben nun große Angst erwischt zu werden. Denn Tante Törtchen ist auf alle böse und Rabe Socke versucht noch ein wenig, die Wogen zu glätten indem er ihr nochmal bestätigt, dass sie ihm glauben könnte…. Am nächsten Morgen möchte Tante Törtchen ihre Besucher mit einem Frühstück am Bett überraschen und wird dabei selbst überrascht. Sie traut ihren Augen kaum, als sie die vielen Gäste entdeckt! Rabe Socke versucht noch eine neue Ausrede zu finden, aber Tante Törtchen möchte nichts mehr hören denn nun ist sie wirklich sauer! Das haben die Freunde nicht gewollt und auch sonst hatten sie sich ihre Ferien so eigentlich nicht vorgestellt. Alle haben sie schlechte Laune und die Heimlichtuereien und Lügen sind ganz schön anstrengend. Der kleine Dachs macht nun den ersten Schritt und will Tante Törtchen alles beichten, doch die schimpft nun wirklich und befürchtet, dass er ihr nun noch eine Lügengeschichte präsentieren will! Sie erzählen ihr, dass dies alles ihre Freunde sind und alle sie besuchen wollte, dies wäre echt wahr! Nun berichten sie von der ganzen Geschichte und von Frau Dachs, die ihnen nicht erlauben wollte gemeinsam zu Tante Törtchen zu fahren und wie sich alle in der Eisenbahn getroffen haben. Zuerst ist sie noch ein wenig böse und dann fängt sie an zu lachen! „Ich habe doch gern Besuch, je mehr desto besser“, antwortet sie. Die Freunde sind sehr erleichtert, dass die ganze Schwindelei nun endlich ein Ende hat. Am Abend feiern sie ein großes Fest mit Musik, bis spät in die Nacht tanzen sie fröhlich alle zusammen. °*°*°*°*°*°*°*°*°*°*° UNSERE MEINUNG °*°*°*°*°*°*°*°*°*°*° Meine Kinder mögen die Geschichte sehr gerne und finden sie echt toll. Besonders mein kleiner Sohn ist begeistert und schaut sich auch die Bilder gern allein an. Er entdeckt immer jede Menge Details und ist fasziniert von den Zeichnungen. Den kleinen Raben findet er einfach nur super mit seiner vorwitzigen Art und schon manches Mal musste mein großer Sohn ihm die Geschichte vorlesen, weil er einfach keine Ruhe ließ und ich nach einigen Wiederholungen einfach keine Lust mehr auf noch eine Vorlesung der Geschichte hatte ;o) Die Altersempfehlung von 3 bis 6 Jahren ist ok, auch wenn ich sie noch etwas ausdehnen würde. Mit 3 Jahren ist die gesamte Geschichte sicherlich noch etwas sehr komplex, durch den Schreibstil aber leicht verständlich. Auch wenn sie in diesem Alter den ganzen Hintergrund der Geschichte sicherlich noch nicht erfassen, ist es auch für dieses Alter eine schöne Vorlese-Geschichte. Auch mein großer Sohn liest sich mit seinen 8 Jahren dieses Buch gern noch durch. Die Altersempfehlung von bis zu 6 Jahren ist sicherlich etwas knapp bemessen, denn sie unterhält auch größere Kinder noch gut und man kann einiges daraus lernen. Auch ist die Geschichte recht lang, wodurch sie nicht so schnell langweilig wird. Die Illustration des Buches ist einfach nur super. Der kleine Rabe ist ja generell schon sehr süß und kommt bei Kindern gut an, zumindest bei meinen. Er hat den Schalk im Nacken, was man ihm auch irgendwie ansieht. Alles ist wirklich kindgerecht und niedlich gestaltet, teils finden sich witzige Situationen wenn man sich die Bilder mal etwas genauer anschaut. Es gibt jede Menge zu entdecken. Alle Seiten sind komplett bemalt und der Text ist immer im Block eingefügt. Es ist alles in einer gut lesbaren Schrift geschrieben, welche auch von Leseanfängern gut gelesen werden kann. Es ist eine ziemlich kompakte Geschichte, nicht gerade kurz. Was lernen wir bzw. die Kinder aus der Geschichte? Lügen haben kurze Beine. Zudem kann schwindeln ganz schön anstrengend sein und man kann sich ganz schön in den Lügen verwickeln, wenn man sie zuvor nicht gut durchdacht hat. Da merkt man den Freunden gut ihre kindliche Art an, denn für sie ist Lügen ganz einfach. Jede Frage mit Ja beantworten muss reichen, so stellen die Freunde sich das vor. Ganz schnell merken sie aber, dass das gar nicht so funktioniert wie sie sich das vorstellen und dass es ganz schön schwierig ist solch ein Lügengerüst aufrecht zu erhalten. Zudem macht ihnen ihr Ausflug nun gar keinen Spaß mehr und alle haben schlechte Laune. Es ist halt doch immer besser, wenn man gleich ehrlich ist und gar nicht erst darüber nachdenkt, ob man vielleicht schwindeln sollte. Denn es kommt eh raus und dann ist der Ärger groß. Nicht nur der Ärger, sondern Schwindeleien können ganz schön verletzend sein. Ist man von Anfang an ehrlich, stehen einem alle Türen offen. Sicherlich bekommt man nicht auf jede ehrliche und offene Frage die gewünschte Antwort, aber es läuft halt nicht immer alles nach Plan. Aber wenn man ehrlich ist, hat man zumindest die Chance auf Verständnis und Zustimmung zu stoßen. So auch geschehen bei den Freunden. Tante Törtchen war zwar ganz schön sauer, hat aber eingesehen dass sie nicht böswillig geschwindelt haben. Eigentlich wollten sie ja nur schöne Ferien mit all ihren Freunden verbringen und mussten sich aber auch der Dachsmutter beugen. Eigentlich wollten sie es nur allen recht machen, mussten dann aber erkennen, dass Lügen nicht der richtige Weg ist. Sehr lehrreiche Geschichte, super verpackt! :o) (Hinter dem dem ersten Foto versteckt sich noch ein Bild von dem Buch)
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