10 AVE MARIA !!!!!! Schumi geht...
13.09.2006
Pro:
zweifellos schnell
Kontra:
unfair?
Empfehlenswert:
Ja
 GlineurJL
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10.9.2006 RTL hat schon das Bulletin zum Ende des GP von Monza, den Michael Schumacher soeben gewonnen hat. Gewonnen in sehr überragender Art und Weise, weil sein Ferrari wohl wieder läuft ... und auch ich bestreite nicht, dass er ein Ausnahmepilot ist, der in der Formel 1 alle Rekorde sprengte. 90 Siege, die meisten Pole Positions, die meisten WM-Titel mit 7 Weltmeisterschaften.Schumania ... Deutschland erwacht in Sachen Formel 1 seit dem Beginn der neunziger Jahre. Ein rasender Kerpener macht zunächst im Jordan auf sich aufmerksam. Zuvor hat er diese Referenzen Deutscher Kartmeister 1984 / 1985 / 1987 Vize-Kart-Weltmeister 1985 Kart- Europameister 1987 Deutscher Formel-König-Meister 1988 Formel-Ford-1600-Vizeeuropameister 1988 3. Deutsche Formel 3 1989Nicht zu vergessen, dass auch Mercedes-Benz den Ausnahme-Piloten förderte. Zwischendurch aber luchst er seinem Konkurrenten Heinz-Harald Frentzen die Freundin Corinna ab. Glücklich verheiratet, haben Schumi und sein Blondie zwei Kinder. Schumacher wirkt bis heute wie ein toller Vater, dem Familie wichtig ist. Die Website http://www.f1total.com/ms.shtml schreibt über Schumacher...„(Stand: 26. Januar 2006) Der am 3. Januar 1969 geborene Kerpener Michael Schumacher ist der unumstrittene König der Formel 1, auch wenn er 2005 nach einer Ära der Dominanz erstmals im neuen Jahrtausend den Fahrer-WM-Titel abgeben musste. Sieben Weltmeisterschaften hat er insgesamt gewonnen, fünf davon zwischen 2000 und 2004 - ein Novum im Grand-Prix-Sport. Damit ist der in der Schweiz lebende Deutsche der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten.“ Unumstritten ? Wie bitte ? So etwas können nur Leute schreiben, die nach 1985 geboren wurden oder keine Ahnung von der Formel 1 haben. Gut, er weist 7 WM Titel vor, siehe1994 + 1995 im Benetton 2000 + 2001 + 2002 + 2003 + 2004 im Ferrari. Aber er weist auch sportliche Unfairness auf. Erinnern wir uns 1994 an Aidelade in Australien: Schumacher kann nur noch von Damon Hill im Williams geschlagen werden, wenn der vor Schumi ins Ziel kommt. Schumacher führt, hat dann aber einen Defekt, strauchelt und lenkt ganz abnorm seinen Monoposto wieder auf die Strecke und rammt Damon Hill. Da beide jetzt ausfallen, wird Schumacher Weltmeister. Jeder, der sich nicht selbst belügt, kennt die Szene als eher skandalös.1997 – Villeneuve und Schumacher sind im Finale die einzigen Titelaspiranten. Schumacher rammt Villeneuve vollkommen unnütz. Der Kanadier kann zum Glück weiterfahren ! Herrn Schumacher werden dieses Mal endlich per Strafe alle Punkte der Saison aberkannt. Mit Null Punkten ist er nicht mal Vizeweltmeister und eine Blamage für Deutschland. Sehen wir zurück, wie Teamchefs agierten. Schnelle Fahrer wie Barrichello, Irvine oder Martin Brundle wurden dazu verdonnert, nur Wasserträger der Herrn Schumacher zu sein. Erinnern wir uns an einen Österreich-Grand Prix, als Barrichello auf den letzten 100 meter dazu verdonnert wurde, Herrn Schumacher vorbei zu lassen. Wenigstens das Publikum war sauer. Grelles Pfeifen ... würde man die sämtlichen Siege des Herrn Schumacher mal entsprechend beleuchten, dann wären es deutlich weniger als NEUNZIG. Ist ihm nicht unbedingt anzukreiden, sondern der unsportlichen Philosophie von FERRARI !!!Schumacher wurde 1969 in Kerpen im Rheinland geboren. Dort hat man für die Gemeinde Bergheim das Autokennzeichen BM ... verschrieen als BM gleich „bereifte Mörder“. Spätestens seit seiner Attacke 1997 im Finale gegen Villeneuve darf er sich auch als Rennfahrer den Schuh anziehen. Wenn auch nur als Metapher ... aber die BM's fahren wirklich wie zugekifft ;-) Bevor ich weiter an sein Denkmal kratze, möchte ich aber seine bislang größte Tat nicht vergessen, auch wenn sie nichts mit Motorsport zu tun hat: Anfang 2005 spendete er für die Tzunami-Opfer 10 Millionen Euro. Nicht sein Rennfahrer-Image, sondern diese gute Tat zeichnen ihn aus !!! SKANDAL 2006: ausgerechnet in den letzten Minuten der Monaco-Qualifiyings hat Herr Schumacher einen kleinen Ausrutscher und parkt so unglücklich in der bekannten Mirabeau-Kurve, dass er seinen härtesten Widersachern die schnellste Runde versaut. Selbst ein Kurzsichtiger, der seine Brille verlegt hat, kann mit bloßem Auge erkennen, dass die Aktion saudumm und geplant war. Nach vielen Jahren der Ruhe packt Schumacher wieder in die Schmuddelkiste. Strafe: letzter Platz. Und das war gut so. Mittlerweile hat er in der Saison 2006 die echte Chance, wieder aus eigener Kraft den WM-Titel zu holen. Sollte er es dieses Mal ohne Unfairness – siehe Stichwort Hill in Aidelaide, Villeneuve 1997 oder Monaco 2006 – schaffen, dann gönne ich ihm diesen Abgang. Aber auch als „Vize“ träte er nicht als Sportler zurück, der seinen Zenit überschritten hat. Zu den „Größten“ gehört er für mich trotzdem nicht – bestenfalls in die Top Ten. Viele heutiger Fans kennen die „Zustände“ der Formel 1 in den 60er und 70er Jahren nicht. Da gab es keine überragenden Teams wie in den letzten 10 Jahren, sondern viel mehr Ausgeglichenheit. Ein Diamant wie Niki Lauda gewann zwei seiner drei WM-Titel in einer Zeit, wo mehrere Teams gleichzeitig siegfähig waren. Da war der Fahrer noch mehr im Vordergrund. Erstmal 1978, als der eher mittelmäßige Ami Mario Andretti die WM gewann, war technische Revolution im Spiel. Aber leider auch der spätere Schumi-Effekt, dass der deutlich schnellere Schwede Ronnie Peterson dauernd zurückgepfiffen wurde und Andretti passieren lassen musste. Klar ... das Team Lotus hatte wegen seiner Sportwagen-Produktion GROSSES INTERESSE, dass ein US-Amerikaner die WM gewinnt...Herr Schumacher ist ein Kunstprodukt mit genialer Bezahlung. Jeder Teamkollege wurde bislang zurückgepfiffen, und RTL macht ihn durch eine einseitige Berichterstattung zum Mythos. Hauptsache, die Einschaltquoten stimmen. Natürlich gehört Schumacher zu den BESTEN, aber seine ganzen Rekorde sind eher Augenwischerei. Zu peinlich ist es, dass jeder Teamkollege „für ihn“ fahren musste. Wohl kein andere musste den Kerpener öfters vorbeiwinken als der Ire Eddie Irvine.Der beste Rennfahrer überhaupt bleibt letztlich Niki Lauda, der sich in einer harten Zeit zwei WM-Titel sicherte, selbst nach seinem Feuerunfall Vize-Weltmeister wurde und 1977 das zweite Mal Weltmeister, obwohl man ihm Carlos Reutemann vor die Nase setzte, den er permanent abbügelte. Die ganze Schumi-Hysterie kotzt mich seit Jahren an, denn der Kerpener ist neben großer Schnelligkeit auch oftmals als unfaier Sportsmann aufgefallen. Ich bin froh, wenn er in kürze einfach weg ist...Und ich hoffe, dass er nicht bei RTL als Moderator andockt, denn dann muss ich mir die Formel 1 wohl auf einem internationalen TV-Sender gönnen. Goodbye Schumi, komm' nie wieder... 5 Sterne, dass er aufhört.Doch enden möchte ich mit der respektvollsten Tat des Michael Schumacher, denn - wie bereits erwähnt - spendete er Anfang 2005 gleich 10 Millionen Euro für die Tzunami-Opfer in Asien. Daher schätze ich den "Mensch" Schumacher eher als den "Sportler" Schumacher. Dass er seine Spende an die große Glocke gehangen hat, werfen ihm manche Leute vor. Doch genau das tu ich NICHT ... es spricht für Größe, nicht auf seinen Millionen hocken zu bleiben. Zudem hatte es Vorbildfunktion. Auch teile ich nicht die Meinung, dass er ein Steuerflüchtling ist, denn er hat Firmen in Deutschland wie die beliebte Schumi-Kart-Bahn - und durch Merchandising-Artikel fließen durchaus Steuergelder. Wenn Otto Normalverbraucher in die Schweiz umsiedelt, kräht kein Hahn danach. Und solch ein prominenter Mensch hätte in Deutschland auch keine Privatsphäre.Jean-Louis Glineur © 2006ff
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22.08.2007 17:30
Hm, das meiste wußte ich gar nicht - bin aber auch kein Rennsport-Fan. Wenn ich mal in ein Rennen geraten bin, habe ich meist jemanden die Daumen gedrückt, der mir sympathisch erschien. Das Schumi weg ist, kümmert mich weniger, mir tat es damals um Mika Häkkinen leid, aber sein Grund zu gehen ist auch sehr plausibel. Habe auch schon gehört, dass der Rennstall Fahrer dazu verdonenrt, den Favoriten vorbei zu lassen und das finde ich total bescheuert.
02.12.2006 16:14
Bin auch froh das er geht. LG Hannelore
23.09.2006 19:03
Hatte es in einem anderen Bericht über das Thema schon mal geschrieben: Ich bin froh, dass er ein Stück weit weniger auf der Bildfläche zu sehen ist. Den Hype um die F1 kann ich bis heute nicht nachvollziehen, aber ist ja auch nicht das Thema! Hab nix dagegen, dass er weg ist... Viele Grüße Romy