2fel; unzählbare. (Noch 4 Tage)
27.05.2011 (14.01.2012)
Pro:
Erkenntnismomente
Kontra:
Erkenntnismomente
 Cosmay
Über sich:
"Es ist der gewöhnliche Missgriff zagender Menschen, dass sie mit ihren Feinden gut stehen woll...
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Versuche immer weniger gen Zwischenmenschlichkeit. Der eine als Kontakt-Abstand-Garant, der andere als körperlich-wahrnehmbar, zig postalisch oder gar Internetbekanntschaften, die tatsächliche Zuneigung nachspielen. Direkt nichts weiter als jener DAA-Kurs, in dem ich wie verrückt um Bestätigung buhle. Darüber lachend agiere, wenn mir 50€ angeboten werden, nur damit ich in meinen viel zu nuttigen Körperfülle herausquetschenden Outfit mich kurz bücke. Geäußerte Tätigkeiten der anderen, sich inmitten der viel zu vielen Pausen zuzudrogen, wird mit Coolness quittiert. Die immense Traurigkeit, die sich ob dieses Verfalls über mich legt, geht niemanden etwas an; würde überdies nur belächelt werden. Ich habe keine Kraft, mein wahres Entsetzen zu zeigen, bin ich doch viel zu sehr damit beschäftigt, mir mein Mantra „so tief bist du nie gesunken, du stehst nicht mit ihnen auf einer Stufe“ einzuimpfen, während ich mir in einer meiner unzähligen Toilettenfluchten den Kopf meiner Arroganz, mich als etwas besseres zu fühlen, an der Tür anzuschlagen. Jene, die sich in der Mittagspause ihr Colaflasche mit Jim Beam auffüllen, sind nur wenige Monate da, während mir direkt 9 Monate aufgebrummt wurden. Schwer vermittelbar, ich. Jene, denen man ihre Freizeitgestaltung an den Pupillen ansieht, haben bereits einen neuen Job in Aussicht. Ich, die mehr und mehr mit sich selbst verstecken spielt, hat sich eine letzte Frist bis 2013 gesetzt. Bis 2012 jedoch erstmal stehe ich mit den anderen auf dem Hof, immer ein wenig abgesondert wirkend, völlig egal, wie sehr ich mich rein beschreibungstechnisch in den umgebenden Kreis zu stellen versuche. Mittendrin, doch stetig außen vor; lache ich mit über platte Witze, diffuse Gespräche, gebe mich begeistert über andererleuts Partyplanungen, während ich selbst die Tage zwischen den Tagen dazu nutze, in der Abgeschiedenheit neue Kraft zu tanken, um dies alles dort durchzustehen. Durchzustehen, wie stoisch der sog. „Kursleiter“ schweigend auf die sich selbst überlassene Masse blickt, die, jeder für sich, irgendetwas am PC fuhrwerkt. Keine Anweisung, keine Gespräche, kein Aufforderung. Wer will, kann sich ein paar Übungsaufgaben geben lassen ~ wer nicht will, der wartet völlig konditioniert auf die nächste Pauseneinleitung oder gar den Feierabend. Ist den Verantwortlichen dort nicht bewusst, wie sehr dieses sich-selbst-überlassen die menschliche Verrohung unterstützt? Ist dies vielleicht der Plan, dass wir alle Amok laufen, uns zu Tode drogen, damit wir ein für alle mal raus aus der Statistik sind?Jene von mir geäußerten Mutmaßungen amüsiert die umstehende Gruppe, die mich pünktlich um 14:45 Uhr nicht mehr erkennen will. Das, was man sich da drinnen anvertraut, bedeutet nicht, dass es einen anderen da draußen noch interessieren würde. Mittel zum Zweck, wie so oft. Und doch versuche ich jeden Tag aufs neue, zumindest zu versuchen... Gespräche zu absolvieren, aufrechtes Interesse am anderen zu zeigen, obschon ich mich selbst oft dabei ertappe, wie befremdlich sich das alles bereits wenige Minuten nach Gebäudeverlassung anfühlt. Den Arbeitsalltag nachempfinden. Lediglich durch Anwesenheitspflicht. Die Zwischenmenschlichkeit, die ich hier für mich selbst erneut erlernen wollte, lässt sich nur dadurch festhalten, wie überdreht ich den anderen erscheinen muss. Stetig über die Flure schwebend, vor sich hin faselnd, viel zu laut und oft lachend, immer einen frechen oder gar toughen Spruch parat. Viele Lacher gehören mir. Ob über meine Schlagfertigkeiten oder gar über mich selbst spielte rasch keine Rolle mehr. Selbst die, über die gelacht wird oder gar werden; werden immerhin wahrgenommen. Während die meisten der anderen mit der stillschweigenden Masse verschmelzen, falle ich immerhin auf, bin gewissermaßen schon berühmt, und sei es lediglich dadurch, dass ich bei den stattfindenden Einzelgesprächen stetig scherzhaft augenfällig-auffällig einen Kugelschreiber mitgehen lies. Im Einzelgespräch kokettiere ich mit meiner viel zu zerstörten Sexualität; schüttele innerlich fasziniert-irritiert den Kopf darüber, wie undenkbar-denkbar manche meinerseitigen Verhaltensweisen als deluxiöse Hilferufe erkannt werden müssten. Den Stempel „billig“ lasse ich mir ebenso aufdrücken wie „offene Persönlichkeit ohne falsche Scheu“, um anschließend in der stillen gemeinschaftlichen Nicht-Gemeinschaft die Fragwürdigkeit der Einzelgespräche ebenfalls ins Lächerliche zu ziehen. Gelacht wird in der meinigen Untergruppe für wahr viel. Und niemand dort bemerkt wie leer und in mir selbst verborgen ich mich fühle. Depressionen geben nur so lange Halt.gebende Sicherheit, bis man sie als solche erkennt. Vieles, was ich getrost von mir schob, was ich als gegeben hinnahm und als akzeptabel empfand... all das zerstört mich Stück für Stück von innen heraus. Manches, von dem ich nicht einmal mehr weiß, ob es mich freut oder ängstigt, ängstigt mich sodann umso mehr. Fühle mich zurückgesetzt, ausgegrenzt, abgelegt... und wie so oft nicht einmal mehr minderwertig sondern völlig suizidabel. SPÄTER den Drang zur Klinge mit DEM EINZIG ECHTEN DRAUSSEN besiegt. Dennoch wie besinnngslos stetig einen Haken geschlagen, sobald ich auf Menschen ZU NAH hinzuging. Die gefühlte Bedrohung ist allgegenwärtig, so sehr, wie ich fühle, bereits wieder viel zu viel offenbart zu haben. Es fühlt sich erstmalig nicht befreiend an, sondern vielmehr zerdrückend, luftabschnürend, mich völlig aus der Lebenswollenbahn werfend. Ein weiteres Aufzeichnungssammelsurium, welches völlig ernüchtert, depressiv und suizid“gefährdet“ endet. Dinge so zu sehen, wie sie sein könnten, statt sie so zu sehen, wie sie sind, ist nicht immer von Vorteil. Der neuerliche Erkenntnisbeweis, wie wenig ich generell oder nur anderen bedeute, warf mich noch weiter aus der Bahn als ich mich generell schon befinde. Ich wusste es kommen, und doch fühlt sich dieser vermeintliche Wissens-Schutzanzug viel zu rissig an, um den Schmerz ausbremsen zu können. Amitriptilyn bremst ebensowenig. Nebenwirkungen, die davor warnen, sich während der Gewöhnungszeit evtl. verstärkt den Herzschlag auszumerzen, wirken tragisch-komisch und sind in jedweder Richtung selbstzerstörerisch-hoffnungsgebend. Ich weiß nicht mehr, worauf ich hoffen soll, weiß lediglich, dass ich mir mit der Flucht in allerletzter Konsequenz jegliche Chance verbaue. Doch gibt es überhaupt eine Chance auf irgendetwas GUTES für mich?Die ANGST und die ZWEIFEL haben mich wieder ~ vollends und als einschneidende For(t)führung festgehalten. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht MEHR. MEHR KANN ich nicht. Gefangen zwischen Kontaktsuchung und Kontaktabblockung taumele ich mich seelen- und körperschneidend umher. Erleichtert über endende Versuche sich mit mir treffend befassen zu wollen werte ich mich aufgrund dieser mich-fallenlassung herabst. Weine und tobe über jenes in den noch unsichtbareren Momenten um schlussendlich stoisch festzustellen, dass ich es gar nicht anders will; womöglich gar nie anders wollte. Manche sind für die Einsamkeit geboren – und manche für eben jene Verzweiflungen die immerhin für einen kurzen Augenblick lebendig fühlen lassen. Was ist mein Dasein schon wert? Just in diesem Augenblick gerade mal 15Cent Existenzvergütung.
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26.01.2012 05:49
.... ! In vielen Zeilen finde ich mich wieder !! Kopf hoch, das höre ich auch jeden Tag.
17.01.2012 22:21
Da bin ich mal drei Tage nicht so wirklich online und du hast so nen Text hier drin. :-o (Nein, das ist kein Vorwurf, ich bin grade nur schockiert und suche nach den richtigen Worten. Und ich find sie nicht. aaaaaah.)
16.01.2012 19:22
ich bin fassungslos, sprachlos, entsetzt! Lass dir bitte helfen und zieh dich nicht so runter! ich finde du bist ein ganz toller Mensch, was mir deine zahlreichen Berichte jedes Mal aufs Neue beweisen! Du hast doch was im Kopf und was dein Lebenslauf aussagt ist doch egal... es war einfach noch nicht der richtige Job für dich dabei ;) Lg