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... Also, was würde uns helfen? - Alles, was vordringlich mich momentan ruhiger und ausgeglichener macht, damit ich wach bin für das, was Fuchs braucht... Abgesehen natürlich von den ganz animalischen Bedürfnissen.“ Gestern dann ist mir zum ersten Mal aufgefallen, daß seine Hinterpfote am betroffenen ... Bericht lesen





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1-6 von 177 Erfahrungsberichten    
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Aller miesen Dinge sind drei, nämlich drei kranke Katzen zugleich
Erfahrungsbericht von LeaofRafiki über Alles mit 3...
29.07.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: nichts
Kontra: alles

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich weiß nicht, ob ich in der kommenden Zeit so oft online sein, resp. hier sein werde, wie in den letzten Wochen. Besser gesagt, online sein werd ich wohl oft, aber eben nicht hier... sondern in diversen Foren, oder mit google-Recherche beschäftigt, denn nun sind momentan drei meiner sieben Katzen krank. Bei einem Seniorenclub eigentlich nichts ungewöhnliches, aber zweie davon doch schon arg schwer.

Miri, meine bald 14-jährige "Schrankkatze" hat eine Rotznase, ist zwar ärgerlich, aber damit läßt es sich leben...

Füchschen, der im Juni 13 Jahre alt geworden ist, hat einen Knochentumor am rechten Knie. Aufgefallen ist das am Montag, 26.07.2010, als er beim Aufsehen fast wieder umkippte, weil er das Bein nicht belasten konnte und nun leicht humpelt und wenn er sitzt, daß Bein zur Entlastung zur Seite klappt.
In drei bis vier Wochen soll ein Kontrollröntgenbild gemacht werden, um zu sehen, wie sich der Tumor verändert, dann wird über das weitere Vorgehen entschieden. Da man den Tumor nur samt Bein entfernen könnte, keine berauschende Aussichten. Zumal Tumore dieser Art meist bösartig sind.
Erschwerend kommt hinzu, daß er ein schwaches Herz hat.

Swantje, meine fast 16 jährige Grande Dame, hat seit gut 2 Jahren eine Schilddrüsenüberfunktion (SDÜ), die 2 x tgl. medikamentös, also durchgehend im 12-Stunden-Rhythmus behandelt werden muß. Vergangenen Freitag, also am 23.07.2010, fiel mir an ihrem Kopf eine Beule auf, die da nicht hingehört. Deswegen mußte sie Montag zur Tierärztin. (Füchschen gleich mit). Der Abszeß, den ein solcher war es, wurde geöffnet, ausgeräumt und versorgt.

Beiden wurde Blut abgenommen für ein geriatrisches Blutbild (also mit Leber- und Nierenwerten) incl. Bestimmung des T4-Wertes (Schilddrüsenwerte), da Schilddrüse und Nieren die Schwachstellen von Seniorenkatzen sind. Daß da was im Busch ist, kann man so frühzeitig erkennen und ggf. gegensteuern, denn wenn eine Katze diesbezügliche Symptome zeigt, sind die Organe meist schon irreperabel geschädigt. Eine unbehandelte SDÜ treibt Leber, Herz und Nieren zu permanenter Höchstleistung an, so daß es dann zu chronischem Nierenversagen (CNI), und/oder Leberversagen kommt. Daran ist schon vor 2 Jahren mein Francis gestorben.

Zwei Tage blieben die beiden dort.


28.07.2010

Abends kamen sie wieder nach Hause. Beide mit rasierten Vorderbeinchen und Swantje hat zudem einen nach Desinfektionsmittel stinkenden Verband um den Hals, weswegen sie von einigen der anderen auch ziemlich angegriffen wurde. Ist halt doof, wenn die Chefkatze auf einmal wieder da ist und aber Schwäche zeigt.
Mein sensibles Füchschen war ziemlich durch den Wind, hat nur einen kurzen Kontrollgang durch den Garten gemacht und den Rest des Tages im Haus verbracht. Swantje war ebenfalls ziemlich angepestet von 2 Tagen bei der Tierärztin, hat mich kaum begrüßt und erstmal, bei strömendem Regen, ausgiebig den Garten inspiziert, bis sie klatschnass dann doch reinkam. Abends hat sie ausgiebig mit mir geschmust und geschnurrt, jedenfalls solange sie niemand angefaucht hat, aber leider nur 1/3 der nötigen Schilddrüsenpräparate genommen...


29.07.2010

Fuchs ist wieder fast der alte, von seiner schweren Erkrankung ist ihm kaum etwas anzusehen, wenn man von der Beule, die er am rechten Hinterbein hat, seinem Humpeln und merkwürdigem Sitzen absieht. Er springt überall drauf und ist wieder verschmust wie immer
Swantje war hingegen über nacht draußen, kam nicht zum Frühstück, wohl aber später auf Zuruf rein, hat aber nur wenig geknuspert und keine Medikamente (Schmerzmittel gegen die recht große Wunde an Kopf und Hals, Antibiotika und Schilddrüsenmedikament) genommen. Den ganzen Tag hat sie sich unter einen Fliederbusch verzogen, so daß ich immer unruhiger wurde. 24 Stunden ohne SDÜ-Medis ist vieeeel zu lange, außerdem hat sie scheinbar Schmerzen beim Fressen und Schlucken, Schmerzmittel kriegte ich aber auch nicht in sie rein, also mußten wir sie mit Gewalt einfangen und wieder zur Tierärztin bringen. Dort ist sie jetzt und ich weiß noch nicht, ob sie heute abend wieder zurück kommen kann.
Ihre Blutwerte (Leber, Niere, Entzündungsparameter) sollen katastrophal sein, die TÄ meinte, es sei ein Wunder, daß sie diesen Abszeß so lange allein überlebt hat...

Natürlich weiß ich, vom Kopf her, daß beide Erkrankungen (SDÜ und Knochenkrebs) letztendlich tödlich sind, und ich hoffe, daß es so lange wie möglich gut geht, aber natürlich ist das im Bauch doch noch nicht wirklich angekommen, wie ich am flauen Gefühl im selben merke...
Ich mag auch nicht in einem Jahr 3 Katzen verlieren, Iso's Sterben war schon schlimm genug.
Und, worunter ich besonders leide, ist, daß ich behinderungsbedingt meine Katzen nicht mehr zur Tierärztin begleiten kann, sie nicht mehr auf der Fahrt und im Wartezimmer beruhigen kann, bei der Untersuchung und Behandlung dabei sein kann. So erfahre ich Ergebnisse und Wichtiges immer nur später, manchmal tagelang später, wenn ich meine vielbeschäftigte TÄ endlich mal am Telefon erwische.


30.07.10

Füchschen bekommt jetzt 3 x tgl. Traumeel als Schmerzmittel und Zeel zum Knochenaufbau. In ca. 3 - 4 Wochen soll ein Kontrollröntgenbild gemacht werden, um zu sehen, wie sich der Tumor entwickelt hat, also ob er schnell oder langsam wachsend ist. Erst dann wird über eine OP entschieden.
Er schläft viel, und ist oberschmusig. Es tut so weh, um diese tickende Zeitbombe in ihm zu wissen und ich frag mich, wieviel er selber ahnt oder vielleicht sogar weiß...
Swantje ist immer noch bei der TÄ. Die OP-Wunde sieht angeblich gut aus, wurde aber zum zweiten Mal geklammert.. Sie kommt aber morgen vormittag übers Wochenende nach Hause. Montag muß sie dann wieder hin. Lt. TÄ hat sie sich zur "Haus- und Hofkatze" entwickelt und unterhält den ganzen Laden (ich vermute mal schimpfender Weise...). Fressen tut sie nach wie vor wenig, aber wenigstens die Tabletten haben sie in sie reingekriegt. Ich bete schon jetzt zu allen möglichen Göttern, vornehmlich natürlich an Bastet, daß sie wieder zu ihrer alten Gewohnheit findet, die Tabletten mit ihrem Lieblings-TroFu zu fressen..., und daß die anderen sie diesmal etwas freundlicher wieder aufnehmen. Oh Gott, was vermisse ich meine Schimpfkanone!

Ich hab in den letzten Tagen zwei Kilo abgenommen, ist doch auch was...
Zudem zickt mein PC rum, in zwei bis drei Wochen soll das System neu aufgesetzt werden, erst dann hat mein Helferlein Zeit. Ich selbst hab momentan einfach nicht den Kopf dazu, mich auch noch darum zu kümmern.
Manchmal wünsch ich mir, das wär alles nur ein böser Traum, ich wach auf und alles ist wie noch vor einer Woche!


31.07.10

Swantje ist heute morgen nach Hause gekommen. Die meiste Zeit liegt sie im Garten unter ihrem heißgeliebten Fliederbusch, oder sie geht zum Teich, um dort zu trinken. Dabei sind auch die Bilder entstanden.


01.08.10

Füchschen geht's den Umständen entsprechend gut. Nach wie vor ist ihm, abgesehen vom Humpeln, kaum etwas anzumerken.
Swantje hingegen baut rapide ab. Bislang hat sie noch nichts gefressen, ich seh sie nur ab und an zum Teich trinken gehen. Sie ist so leicht geworden, daß selbst ich sie hochheben kann. Ihr die Medikamente zu geben, ist jedes Mal ein Kampf, bei dem sie noch mehr Kraft verliert. Vergangene Nacht blieb sie für ein paar Stunden nach der letzten Medigabe erschöpft drinnen, hat neben mir geschlafen bis in die frühen Morgenstunden. Seitdem ist sie wieder draußen.
Seit heute morgen geht auch mir elend, verdammt, ich will sie nicht verlieren! Es ist, als ob sich Iso's Geschichte wiederholt, mit dem Unterschied, daß Swantje sich vollkommen zurückzieht.


02.08.10

Swantje ist seit heute morgen in der Tierklinik in Norderstedt.
Gestern hab ich den halben Tag heulend verbracht, die andere Hälfte bestand darin, ihr wenigstens ihre Medikamente zu geben. Sprich, ich hab sie kleingemösert, mit Wasser verrührt und während meine Mieterin sie festgehalten hat, versucht, ihr das ins Mäulchen zu geben. Hat nicht viel gebracht, das meiste hat sie wieder ausgespeichelt. Abends dann erneuter Versuch, Medis pulverisiert, mit Vitaminpaste vermischt und Sandra hat dann eine gute Viertelstunde vor der Fuchshütte gehockt, in die sie sich geflüchtet hatte, und ihr immer wieder etwas Paste an Maul und Nase geschmiert, damit sie sie ableckt. Hat gedauert, aber geklappt. ich hab mich dann ins Internet gehängt und nach Alternativen gesucht. Es kann ja nicht sein, daß sie mich nur noch als die Böse wahrnimmt, die ihr dauernd was will, da verliert sie sämtliches Vertrauen in mich...
Spät abends hab ich dann eine einstündige Tierkommunikation mit ihr abgehalten. Danach waren wir beide ruhiger. Sie ist allerdings nicht zum Schlafen ins Bett gekommen, sondern draußen geblieben. Wie auch den ganzen Tag, immer unter ihrem Fliederbusch, auch bei Gewitter und Platzregen :-(
Heute morgen lag sie in ihrem Körbchen auf der Terrasse und ließ sich leicht einfangen. Da sie heute eh wieder zur TÄ gemußt hätte zum Verbandwechsel, hab ich mich entschieden, mit ihr in eine Tierklinik zu fahren, die auch auf Schilddrüsenerkrankungen spezialisiert ist. Die TÄ dort war sehr nett, hat sich viel Zeit genommen. Swantje hat wieder eine (neue) Beule am Kopf, ein neuer Abszeß? Die Wunderklammerung der ersten Abszeßspaltung hatte sich gelöst und mußte eh neu gerichtet werden. Also wird sie heute nachmittag wieder operiert, diesmal allerdings nach Humanstandard, mit Venenkatheter und (leber- und nierenschonender) Inhalationsnarkose. Dabei wird dann auch gleich eine Speiseröhrensonde gelegt, mittels derer ich ihr dann (hoffentlich) einfacher ihre Medis und vor allem auch Futter geben kann. Sie frißt ja immer noch nichts. Das Narkoserisiko ist hoch, sie hat auch Herzarrythmien, aber es ist eine Chance, auch wenn wegen der schlechten Leber- und Nierenwerte die Prognose schlecht ist. O-Ton der dortigen TÄ: "Wenn sie auf dem Tisch bleibt, hat sie das so entschieden. Aber es ist die jetzt beste Lösung."
Ich möchte ihr einfach diese Chance geben, an einem Abszeß zu sterben ist einfach nur albern... Auch wenn ich damit die anstehende Sterbebegleitung nur aufschiebe... So agil, wie sie trotz allem noch ist, verbietet es sich auch von selbst, sie jetzt einzuschläfern.
Ich bin müde, ausgelaugt, aber auch ruhiger. Ich glaub, gestern war MEIN Kampf- und Auflehnungstag... Jetzt passiert, was passieren soll...

Jetzt ist es kurz vor Mitternacht, Swantje ist seit drei Stunden wieder daheim. Sie will natürlich am liebsten raus, aber ich will sie wenigstens heut über Nacht drinbehalten. Die Sonde liegt, unser erster Versuch, ihr dadurch etwas zu geben, gestaltete sich schwierig. Das Zeug rutscht extrem schwer, sie hat ziemlich geschimpft bei der Prozedur und hört sich an, als hätte sie sich verschluckt. Mal schaun, ob wir mehr Übung kriegen im Laufe der Zeit und wie lange wir das durchhalten... Aber es ist ihre einzige Chance, eine hauchdünne, die für ein paar Wochen Lebensverlängerung sorgen kann, evtl. Monate, wenn sie sich fängt und schilddrüsenmäßig korrekt eingestellt werden kann. Ist wie bei Diabetikern, da hängt ja auch alles von der richtigen Insulineinstellung ab.
Wenn sie so schimpft, wie vorhin, möcht ich alles hinschmeißen, weil ich es hasse, sie so zu quälen, aber wenn sie schnurrt, dann denke ich wieder, all der Kampf lohnt sich...
Es ist zum Mäusemelken!


03.08.10

Swantje ist seit heute morgen um 8.00 Uhr wieder in der Tierklinik in Norderstedt.
Sie hat die ganze Nacht (seit dem Fütterungsversuch via Sonde) pfeifend geatmet, war extrem unruhig, sodaß wir beide kaum geschlafen haben. Das schlimmste für mich war, ihr so gar nicht helfen zu können... Um 1/2 4 morgens hab ich Antara angerufen, als ich sie aufstehen gehört hatte und gefragt, ob sie sie wieder in die Klinik bringen könnte. Sie hat sie dann gleich nach ihrem Zeitungsjob hingebracht. (Antara ist meine Mieterin und ohne sie wäre ich in vielen Situationen, gerade auch aber jetzt, völlig aufgeschmissen. An dieser Stelle also mal ein riesengroßes Dankeschön an sie!) Dort wurde Swantje gleich geröngt, die Sonde liegt korrekt, es war auch keine Luft o.ä. in die Lunge gekommen. So viel zur guten Nachricht. Dieschlechte, sie haben Swantje gleich stationär aufgenommen, um herauszufinden, warum sie diese pfeifende Atmung hat und warum sie diese seltsamen Geräusche macht.
Mittags bekam ich einen Anruf aus der Tierklinik, daß sie mittlerweile herausgefunden haben, warum die Spritzen so schwergängig waren. Es waren eben nicht die Spritzen, sondern eine Engstelle am Sondenschlauch, weil dieser dort etwas zu fest an die Haut genäht ist. Nun haben sie sie auf noch flüssigere Nahrung umgestellt. MIST! Swantje nimmt aber auch alles an Übel mit, was sie kriegen kann: erst der zweite Abszeß, dann die Sondenengstelle... Aber sie hat ihre erste Mahlzeit samt Medis schon bekommen.
Sie atmet nun auch etwas ruhiger.
Morgen soll ich dort anrufen und fragen, wie's ihr geht. Keine Ahnung, ob sie morgen wieder nach Hause kann, zumal Freitag die Drainage vom zweiten Abszeß entfernt werden soll. Kann also gut sein, daß sie so lange da bleibt. Da sie Autofahrten haßt, wäre das wohl auch nervenschonender für sie, allerdings, aber darüber mach ich mir später Gedanken, wird das alles fürchterlich teuer werden. Ein Tag Klinikaufenthalt schlägt mit € 60 - 80 zu Buche, dazu kommen die Untersuchungen gestern mit ca. € 300 und die von heute mit ca. € 150. Wenn das so weiter geht, sind am Ende der Woche bald € 1000 offen...
Egal, es ging nicht anders. Ihr Leiden vergangene Nacht war fürchterlich und ich will ihr nach wie vor die einzige Chance, die sie hat, bieten...


05.08.10

Swantje ist immer noch in der Tierklinik in Norderstedt. Morgen abend kann ich sie heimholen.
Mittlerweile hab ich auch angefangen, mich um das weitere Vorgehen mit Füchschen zu kümmern. Gestaltet sich schwierig. Eigentlich hatte ich sein Röntgenbild morgen mit nach Norderstedt nehmen wollen, damit die dort auch mal einen Blick drauf werfen, aber meine Tierärztin hat es an eine Kollegin weitergegeben, so daß es jetzt nicht zur Verfügung steht.


06.08.10

Swantje ist heute morgen in der Tierklinik gestorben. Jetzt kann ich sie nur noch zum Begraben heimholen.

Swantje liegt nun zwar nicht direkt unter ihrem heißgeliebten Flieder, aber wenigstens dicht bei. Eingehüllt in sonnengelbe Seide...
Antara hat ihr einen ganz speziellen Grabstein besorgt mit Mauselöchern. Drum herum haben wir Katzengras ausgesät.
Es ist doch noch keine drei Wochen her, da hat sie mich in einer Nacht mit drei gefangenen Mäusen beglückt...


07.08.10

Heut ist so wunderschöner Sonnenschein, und ich bin traurig, daß sie ihn nicht mehr miterleben kann.
Auch Füchschen trauert, er hat vorhin ihren Platz unter dem Fliederbusch eingenommen und war gestern als einziger bei der Beerdigung dicht bei, hat sogar noch mal an ihr geschnuppert, sich dann daneben gelegt und ostentativ in die andere Richtung geguckt.


12.08.10

Dienstag hab ich mit der Kollegin meiner TÄ, einer Chirurgin, gesprochen, die sich ebenfalls das Röntgenbild von Füchschen angeschaut hat und sie sagte, es ist ganz klar ein Osteosarkom, also ein Knochentumor. Heute nachmittag um 17.00 Uhr ist der Termin zum Kontrollröntgen, um zu sehen, ob und falls ja, wie schnell er weitergewachsen ist.


13.08.10

Tja, was Füchschen nun genau hat, werd ich erst Ende nächster Woche erfahren.
Gestern wurden also zwei neue Röntgenbilder seines Beines gemacht und wir haben sie mit denen von vor 16 Tagen verglichen. Auf dem ersten war kein Unterschied zu erkennen, aber auf dem zweiten: die Wucherungen haben sich längs des Knochens vermehrt. Was allerdings gegen ein Osteosarkom (das bösartigste der Knochentumore) spricht, ist, daß er nach wie vor schmerzfrei ist. Er ist ohne Probleme (soweit man vom ungeliebten Tierarztbesuch an sich mal absieht) durch den Behandlungsraum gelaufen, springt bei mir zuhause nach wie vor auf den Tisch, aufs Fensterbrett und klettert die Katzenleiter rauf und runter, so daß selbst die Tierärztin sagte, daß passe nicht so recht zusammen. Zumal er von mir nach wie vor kein Schmerzmittel bekommt.
Also muß er Montag abend wieder hin und Dienstag früh wird eine Biopsie (an zwei Stellen) entnommen, eingeschickt, so daß ich Donnerstag oder Freitag (hoffentlich) den histologischen Befund erfragen kann.
Also bitte dem tapferen kleinen Kerl weiter die Daumen drücken!


18.08.10

Füchschen war die letzten zwei Tage bei meiner Tierärztin und ist seit heute nachmittag wieder zuhause. Gestern wurde er operiert, d.h. es wurde ihm eine Biopsie entnommen, die nach München geschickt wurde, und, wie ich heute am Telefon erfuhr, hat meine TÄ auch eine ganze Menge Zeug vom Knochen weggeschnitten. Nicht vom Knochen direkt (der sieht wie sie sagt, gut aus), sondern knorpelige Verdickungen, die sich am Knochen gebildet hatten. So was entsteht manchmal nach einem Unfall oder einer Prellung (wobei sie keine von uns daran erinnern kann, daß er mal unter so was gelitten hat...), also stehen die Chancen gut, daß es kein bösartiges Sarkom ist. Genaueres erfahre ich aber est, wenn der Befund aus München da ist.
Freitag muß er wieder hin zur Nahtkontrolle. Er hat nämlich den rechten Oberschenkel kahl rasiert und darauf eine hübsche, lange Naht, aus der vier Fädchen schauen :-( Er soll nun möglichst nicht klettern und springen, damit die Naht nicht aufgeht und auch nicht an den Fädchen knabbern... Für letzteres hat er einen Kragen mitbekommen, aber bislang brauchte ich ihm den nicht anlegen :-)
Ich hab ihm überall Treppchen gebaut - die er natürlich NICHT benutzt - stattdessen ist er heute nachmittag trotz ärztlichem Verbot über die Katzenleiter nach draußen in seine heißgeliebte Fuchshütte entschwunden. So ein Schlingel!
Als ich ihn gerufen hab, kam er aber (relativ) schnell angerannt (!) und hat sich zentimeterweise seine Lieblingsleckerliepaste abgeholt. Heut abend hat er gut und reichlich gefressen (als ob er tagelang nix gekriegt hätte *gg*) und liegt nun in einem Sessel und schläft.
Mein Bauch bleibt ruhig, ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen...
Aber weiteres Daumen drücken kann bestimmt nicht schaden...


23.08.10

Ich hab leider immer noch keinen Befund, aber mal ein Bild von Füchschen mit seinem rasierten Beinchen eingestellt.


24.08.10

Füchschen war heute mit Jojo, der sich einer Zahnsanierung unterziehen muß, bei meiner TÄ und Antara hat mir den Befund und Fuchs wieder mitgebracht, Jojo hingegen muß bis morgen dableiben, da er eine Narkose bekommen muß. Langsam könnt ich echt einen Dauerplatz für eine meiner Katzen bei meiner TÄ mieten...
Tja, mein Bauchgefühl war wohl doch zu optimistisch. Es ist tatsächlich ein Tumor. Jetzt geht es also darum, herauszufinden, was die beste Therapie für Füchschen ist.
MIST!


26.08.10

Es ist zum Mäusemelken!
Seit vorgestern hab ich den schriftlichen Befund, und meine StammTÄ immer noch nicht erreicht.
Wenigstens bin ich, was ihre Kollegin, die ja das Kontrollröntgenbild angefertigt hatte, einen Schritt weiter insofern, daß ich nun endlich weiß, wo sie arbeitet und wie ich sie erreichen kann, nämlich in ihrer Praxis. Ich hatte sie als sehr engagiert und kompetent erlebt und will unbedingt auch ihre Meinung hören, zumal sie ja neben meiner StammTÄ Füchschen vom Verhalten her und so erlebt hat.
Leider ist sie, wie mir ihre Praxiskollegin eben am Telefon sagte, bis zum 06.09. in Urlaub... Also wieder weiter warten... Das einzig Gute ist, daß ich immer wieder höre und lese, daß ein Osteochondrosarkom sehr langsam wächst, aber dennoch brennt es mir unter den Nägeln.
Heute abend will mich dann, so es klappt meine StammTÄ endlich mal anrufen.

Boah!, ich bin so was von angepestet im Moment![
Gestern hab ich Jojo (13 J.) zurückbekommen, der ja vorgestern mit Fuchs zusammen in die Praxis mußte wegen der anstehenden Zahnsanierung (er hatte am Tag zuvor blutig gespeichelt und stark gerötetes Zahnfleisch) und auch da bislang keinerlei echte Info, was nun war, außer daß Antara mir sagte, als sie ihn mir zurückbrachte, er hätte 3 Zähne dagelassen. Er hat KEINE Antibiotika mitbekommen, was doch eigentlich üblich ist bei Zahnsanierung wegen der freigesetzten Keime, hätte wohl aber was gespritzt bekommen... Tolle Aussage!
Fuchs muß Samstag vormittag wieder hin, wieder Nahtkontrolle - keine Ahnung, wann die Fäden gezogen werden können.


28.08.10

Heureka! Ich hab meine StammTÄ gestern endlich erreicht!

Also, zusammengefaßt, sieht es momentan so aus:

Ein Osteosarkom (fressender Knochentumor) ist immer bösartig und schnellwachsend, metastasierend
ein Chondrosarkom (wuchernder Knorpeltumor) i.d.R. nicht bösartig, langsam wachsend, eher nicht metastasierend
und was das bei Füchschen diagnostizierte
Osteochondrosarkom angeht, so wird sich jeder TA hüten, da irgendeine konkrete Aussage zu machen... wenn dann aus Selbstschutz eher in Richtung Osteosarkom...

Meine TÄ hat Füchschen ja operiert und das gewucherte knorpelige Gewebe entfernt, Teile davon zur histol. Untersuchung eingeschickt. Ihrer Aussage nach war der Knochen NICHT befallen was sich mit dem deckt, was Frau Bosch (ihre Kollegin aus Dobersdorf, eine engagierte Chirurgin) und ich auf den Röntgenbildern gesehen hatten.
Ausgehend von dem Gedanken, daß in der OP vom 19.08.10 alles tumoröse Gewebe entfernt wurde, steht jetzt die Verhinderung resp. Verzögerung von Rezidiven an erster Stelle. Somit ist das Thema Amputation jetzt vom Tisch. (War letztendlich, was Füchschens Lebensqualität angeht, eh nicht mein Favorit, und mit Blick auf sein Alter und die Herzgeschichte/Narkoserisiko, auch nicht ganz ohne.) was nun die weitere Therapie angeht, sind auch Bestrahlung und Chemotherapie von uns nicht weiter angedacht. Bestrahlung wäre witzlos, wenn alles entfernt ist, zumal mit hohem Aufwand und Stress für Fuchs verbunden (müßte eh in der Tierklinik Norderstedt gemacht werden). Bei der Chemo war ich unsicher, es gibt Argumente dafür und dagegen, aber auch die Chemo stand nicht gerade auf meiner Wunschliste. (Hab das bei meinem Vater damals miterlebt, der metastasierenden Lungenkrebs hatte).
Summa sumamrum sind wir, d.h. sie und ich, uns einig, daß Füchschens Lebensqualität oberste Priorität hat - d.h. in seinem Alter keinen "Quälkram" mehr (die OP war für sie schon hart an der Grenze, aber wenn schon OP zur Biopsie, dann gleich richtig, also alles Sichtbare entfernen...) - und so fassen wir nun eine Enzymtherapie begleitet von Homöopathie ins Auge.
Ich bin über diverse Seiten noch auf die Horvi-Enzym-Therapie gestoßen worden, werd mich da weiter schlau machen und entsprechende Infos an sie weitergeben.
In zwei, drei Wochen wird noch mal ein Kontrollröntgen des Beins gemacht, wahrscheinlich nächste Woche wird noch mal die Lunge geröngt, vor 4 Wochen war sie definitiv noch frei!).
Frau Bosch wird, sobald sie am 6.9. aus ihrem Urlaub zurück ist, in die Therapie miteinbezogen.

Heute früh wurden ihm die Fäden gezogen, heute nachmittag bekommt er das erste Mal Lymphomyosot zur Stärkung des Immunsystems und zur Verhinderung von Rezidiven.

Mein Bauch sagt mir, daß das der richtige Weg ist - ich hoffe, das kann ich in ein paar Wochen, Monaten oder hoffentlich Jahren auch noch sagen...


22.09.10

Nach fast 4 Wochen wird es mal wieder Zeit für ein Update.
Mittwoch 15.09.10 war das Kontrollröntgen von Füchschens Bein und Lunge. Lt. Aussage meiner Tierärztin ist auf dem Röntgenbild zu sehen, daß da doch wieder was gewachsen ist. Mir selbst ist aufgefallen, daß er wieder vermehrt humpelt und im Bein/mit dem Bein auch nicht mehr die Kraft hat, auf hohe Plätze zu springen, nachdem er ein paar Mal “abgerutscht” ist, klettert er lieber... Gottlob hab ich Katzentreppen genug und in den Garten führt eh eine Leiter, aber seinem Verhalten nach scheint er keine Schmerzen zu haben, es kann also gut sein, daß der Tumor “nur” auf einen motorischen Nerv drückt, nicht auf einen sensitiven.
Auch auf dem Lungenbild war etwas zu sehen, sie ist sich aber nichtsicher, ob es Metastasen oder “etwas anderes” ist. Abwarten...
Ebenfalls seit Mittwoch, 15.09.10 bekommt er jetzt eine biologische Krebstherapie. Dazu muß er 2 x die Woche zum Spritzen in die Praxis und er haßt es! Mal schaun, vielleicht kann ich ihm wenigstens die Fahrt in die Praxis ersparen, indem ich lerne, selber zu spritzen...
Tja, das sind keine berauschenden Neuigkeiten, aber immerhin geht es ihm, im Vergleich zu anderen Tieren mit dieser Erkrankung noch erstaunlich gut und ich hoffe, daß es noch eine gute Weile so bleiben wird. Heute jedenfalls hat er den hoffentlich nicht aber vermutlich doch letzten schönen Spätsommertag genossen und in der Sonne gesessen.

13.02.2011

Füchschen hat am 20.01.2011 den zweiten CUP-Cocktail-Zyklus abgeschlossen (jedes Mal waren es 6 Wochen, dann 4 Wochen Pause).
Den ersten Zyklus bekam er komplett als Injektion in der Praxis, beim zweiten bekam er nur noch 1 x wöchentlich eine Injektion, die zweite wöchentliche Dosis bekam er zuhause oral mit Käsepaste gemischt, da er sich beim Spritzen immer fürchterlich aufgeregt hat und so rumgezappelt hat, daß er zwei Spritzenabszesse am Rücken hatte, die aber gottlob gut abgeheilt sind.
Die gute Nachricht ist, er läuft immer noch und ist immer noch der Chef!
Die schlechte Nachricht ist, daß der Tumor sehr gewachsen ist. Er ist nun mehr als deutlich als dicker, harter Knubbel am Bein zu tasten und behindert ihn doch arg. D.h. er belastet das Bein nur noch wenig, benutzt es eher um das Gleichgewicht zu halten denn um sein Gewicht darauf zu verlagern, aber immerhin!, ansonsten stört es mehr als daß es hilft.
Sich hinterm Ohr kratzen geht nicht mehr, dabei klappt die Pfote weg und es bleibt beim Reflex.
Wenn er liegt und sich umdrehen/umlagern will, passiert es manchmal, daß sich das Bein verdreht und er sich drauflegen will wie ohne es zu merken. Wenn ich ihm dann helfen will und aus Versehen dran komme, faucht er.
Seit Anfang Februar ist er zudem durchgängig auf Schmerzmittel eingestellt...
Es wird keinen 3. Zyklus geben, stattdessen wurde er auf Zeel und Ost.Heel umgestellt gegen die durch den Tumor bedingte Knochenentzündung.

An eine liebe Katzenfreundin, die mich frug, wie sie helfen könne, schrieb ich:
“Vom Kopf her weiß ich ja, daß Fuchs nicht mehr jahrelang bei mir bleiben wird, aber dann zu sehen, wie er abbaut und Probleme kriegt, ist schwer auszuhalten. Vor allem, weil ich dann auch manchmal zweifle, ob es richtig war, ihn kurz nach der Diagnosestellung nicht amputieren zu lassen. Bzw. wenn ich sehe, wieviel Probleme er mit dem zunehmend lahmer werdenden Bein bekommt, was auch schmerhaft ist, mich zu fragen, ob man das blöde Ding jetzt nicht einfach abschneiden soll...
Klar ist das Blödsinn, aber der Bauch...
Ist aber immer so...
Es ist ja wieder mal Neuland, was ich da betrete, mit Krebserkrankungen hab ich keine Erfahrung, bei meinem Vater hab ich's nur am Rande mitbekommen, da wir 450 km auseinander wohnten und er ebenfalls ein meister im Wegstecken und Verstecken war...
Was mich immer irritiert, ist, daß Fuchs so viel schreit. Hat er zwar immer schon gemacht, auch jahrelang vor der Diagnose, aber ich kann's immer noch nur schwer aushalten und mir nicht erklären. - Da ist er wieder, mein Kopf...

Aber wie gesagt, momentan geht es uns wieder besser. Er schläft viel, wacht auf, mault rum, frißt und geht raus. Macht im Garten seine Runde, seinen Kontroll- und Pieschgang, macht abenteuerliche Sprünge z.B. von der Mülltonne runter statt die Leiter zu benutzen, wenn es in den Garten will, bei denen ich beim Zusehen denke, das kann doch seinem Bein nicht gut tun, aber so ist er eben.
Beim Schmusen grinst er wieder, was will ich mehr?
Ich wollte ihm möglichst lange seine Lebensqualität erhalten, da wäre eine Amputation genauso kontraproduktiv gewesen wie jetzt das lahmer werdende Bein, das ihm teils mehr im Weg ist, als daß es nützt...Aber so waren es bis jetzt jedenfalls noch gelungene 6 Monate seit Diagnosestellung, mal schaun, wie's weiter geht...
Wenn er versucht, sich mit der Pfote hinterm Ohr zu kratzen und das Bein ihm nicht mehr gehorcht, leide ich mit ihm, kann seinen mißmutigen Gesichtsausdruck gut nachvollziehen, aber mehr als ihn dann "kratzen" kann ich nicht, wohlwissend, daß es nicht das gleiche ist, wie wenn er es selber machen würde. Ist genauso wie gefüttert werden... Die Bissen, die einem ein anderer reicht, entsprechen auch nie genau dem, was man sich selber auf die Gabel geladen hätte...

Du fragst, was uns, was mir, was ihm helfen könnte.
Das frag ich mich auch.
Ich bin ein Mensch, der geneigt ist, das Unabänderliche anzunehmen und damit zu leben - ich bin mir aber gar nicht sicher, wieweit ich diese Lebenseinstellung von einem Tier verlangen darf. Ich meine - ich glaube, daß wir als Menschen, mit unserer Seele daran wachsen, was wir aushalten und durchleben, daß es sowas wie Wiedergeburt gibt und Karma, daß wir durch Durchlittenes unsere Seele stärken bzw. vergangene Schuld wiedergutmachen. Aber eine Katze? Welche Schuld sollte sie abtragen? Ich glaube aber auch, daß es so etwa wie eine "Oberkatze" gibt, die die Geschicke ihrer Abkömmlinge auf Erden lenkt, die durch all das wächst, was iher Erdenteile erleben, an Gutem wie auch daß sie Narben behält von Schlechtem Erlebtem... Aber gibt mir das das Recht, eine einzelne Katze hier leiden zu lassen? Ich glaube Nein. Es ist eine Frage der Verantwortung, in der auch das Wort Antwort steckt. Antwort im Sinne dessen, genau darauf achten zu können, was Fuchs will und was ihm wichtig ist, statt meine Wünsche und Bedürfnisse auf ihn zu projezieren - die klassischen Fragen der Sterbebegleitung halt...
Also, was würde uns helfen? - Alles, was vordringlich mich momentan ruhiger und ausgeglichener macht, damit ich wach bin für das, was Fuchs braucht... Abgesehen natürlich von den ganz animalischen Bedürfnissen.“

Gestern dann ist mir zum ersten Mal aufgefallen, daß seine Hinterpfote am betroffenen Bein zeitweise kalt ist. Ich war ziemlich geschockt, hab versucht, meine TÄ zu erreichen. Sie hat mich abends zurückgerufen: Er soll morgen zusammen mit Lina in die Praxis. Dort soll er geröngt und auf Metastasen untersucht werden.
Falls er immer noch keine Metastasen hat, will sie mich anrufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen ---> evtl. soll dann doch das Bein amputiert werden.
Nach dem Motto: es ist albern, wenn er ansonsten noch gut davor ist, ihn an einem nicht mehr durchblutenden/durchbluteten, absterbenden Bein sterben zu lassen.

Falls es so kommen sollte, könnte ich mir ein Monogramm in den Bauch beißen, ihm das Bein nicht doch schon nach Diagnosestellung amputieren haben zu lassen...


15.02.2011


Das gestrige Röntgenbild sieht scheinbar recht gut aus, so daß es wohl nur noch von den Ergebnissen der Blutuntersuchungen abhängt, ob er amputiert werden kann/soll.


02.03.2011


Füchschen wurde am 23.02.2011 operiert, dabei wurde ihm das rechte Hinterbein entfernt.
Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, er frißt wieder (wurde die ersten Tage nach der OP aber zusätzlich künstlich ernährt), und übt, auf drei Beinen zu laufen und zu stehen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, so daß er manchmal noch hinplumpst und auf die Narbe fällt.
Deshalb darf er erst, wenn alles nach Plan läuft, am 08.03.11 wieder nach Hause.

08.03.2011


Füchschen ist heute morgen um 4:30 Uhr bei meiner Tierärztin zuhause gestorben.
Sie war die ganze Zeit bei ihm, hatte versucht, neben ihm etwas auf dem Sofa zu schlafen. Er hatte wieder angefangen zu krampfen, sie hat ihm noch etwas zur Beruhigung gegeben und dann ist er in ihrem Beisein friedlich eingeschlafen.

13.03.2011


Am 09.03.2011 wurde mir Füchschen von einer Praxishelferin gebracht. Mein kleiner Kämpfer lag liebevoll auf einen Pullover von mir gebettet, den ich ihm in die Praxis hatte bringen lassen, damit er was zum Kuscheln mit Hausgeruch hat, eine Blüte und einen Schmetterling zwischen den Vorderpfoten, als er mir gebracht wurde. - So liegt er nun auch vor seiner geliebten "Fuchshütte" im Garten.

Am 11.03.2011 bekam ich das Ergebnis der Obduktion. Ich hatte mit meiner Tierärztin telefoniert und zwar mitgeschrieben, konnte aber nicht alles verifizieren, z.B. sagte sie, daß sein Herz nicht in Ordnung war (aber das wußten wir ja vorher) und sagte was wie "Hämsarkombildung" - dazu gleich mehr.

Gefunden hat sie einen Thrombus vor der Bauchaorta.

Sie machte sich schwere Vorwürfe, daß sie das nicht erkannt hat, aber ich frag mich, wie sie das hätte erkennen sollen...
Sie machte sich ebenfalls Vorwürfe, daß sie mit Füchschen Laufen geübt hat, wodurch sich der Thrombus wohl von seiner Ursprungsstelle gelöst hatte - aber üben mußten sie doch...
Ebenfalls fragte sie sich, ob sie die richtige Thromboseprophylaxe gewählt hatte bezüglich der jeweiligen möglichen Nebenwirkungen.
Möglicherweise hat sich der Thrombus auch gelöst, als er nach der OP beim Versuch, zu stehen bzw. zu laufen, auf die amputierte Seite gefallen ist.
Wie dem auch sei, es ist so wie es ist, alles hätte, wäre, wenn und aber etc. macht Füchschen auch nicht wieder lebendig.
Ich persönlich denke, wir wußten um das Risiko einer solchen OP bei einem alten Kater mit Herzproblemen, es hätten auch andere Komplikationen auftreten können, für mich ist es ein Fall von "Weltschweinereigesetz", und ich mach ihr in keiner Hinsicht einen Vorwurf (sich zerfleischen tut sie schon selbst genug...)

So, jetzt weiß ich, was ein Hämsarkom ist, dank des Gatten einer Freundin, seines Zeichens Dipl.-Biologe, der lange in der Krebsdiagnostik tätig war:
Es heißt korrekt Hämangiosarkom und ist eine seltene, bösartige Geschwulst, die aus entarteten Zellen von Blutgefäßen hervorgeht.
Genau wie das Osteo(chondro)sarkom ist es ein Primärtumor, also KEINE Metastase.
Füchschen war also der seltene Fall, bei dem zwei verschiedene Sarkome zur gleichen Zeit aufgetreten sind, die dann, böse formuliert, hätten metastasieren können (war aber nicht so) und hätten wetteifern können, wer zuerst zum Zusammenbruch führt, leider war der Thrombus schneller.
Sorry für die flapsige Formulierung, aber anders als mit Galgenhumor kann ich das nicht sehen...

Irrwitzigerweise tröstet mich das auch ein bißchen. In dem Sinne, daß ich jetzt, im nachhinein fast froh bin, daß sich sein Thrombus in der Praxis gelöst hat und er dort sofort versorgt, sediert und ruhig gestellt werden konnte.
Wenn ich mir vorstelle, daß es zu einer Ruptur des Hämangiosarkoms an seinem Herzen bei mir zuhause, womöglich noch in einer Nacht von Samstag auf Sonntag gekommen wäre, bei dem er dann innerlich verblutet wäre, wird mir nur übel.

So gesehen hat die Amputation ihm vielleicht doch sogar größeres Leid erspart...

Bewertungen sind mir hier sch...egal!
Ich werd updates machen, wer will, kann sie ja dann lesen...

LiebeNgruß

LeaMom
   

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