Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Es hat sich gelohnt durchzuhalten |
| Kontra: |
Es war sehr schwer |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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oder : " Teil 7 einer Odyssee"
Nachdem ich nach all der langen Zeit meine Texte las, die darum gingen wie ein neues Leben beginnt, wenn man sich traut, kamen sehr viele Gefühle wieder hoch und das Bedürfnis über all die Zeit danach zu schreiben. Innerhalb von zweieinhalbe Jahren passiert ja doch schon einiges und ich würde gerne einiges nicht wortlos lassen.
Ich war damals oft verzweifelt, mutlos, schwach. Und bei einem Text habe ich gemerkt dass es mich zunehmend aggressiv machte nicht das zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Damals war ich wütend, heute kann ich dies genauso nachempfinden und wundere mich doch über die Härte, die ich da in meinen Text hineinlegte. Hat mich das alles wirklich härter gemacht? Eigentlich nicht.
Aber es hat mich trotz allem sehr verändert. Meine Einstellung zum Leben auf jeden Fall, aber auch meine Einstellung zu den Dingen, die mir früher so wichtig waren und heute an mir vorübergehen. Es mag eine Verschiebung der Prioritäten stattgefunden haben, die so schleichend voranging, dass selbst ich es nicht bemerkt hatte.
Das letzte, was ich schrieb waren meine Bemühungen eine Ausbildung zu bekommen beziehungsweise eine berufliche und vernünftige Zukunft zu haben. Nun stell ich mich der Frage ob das denn was geworden ist. Ich schrieb ja zwischenzeitlich über meinen Arbeitgeber - Schlecker. Ich hab irgendwie innerhalb kurzer Zeit erreicht Filialleiterin zu sein und sage trotzdem nicht, dass ich es geschafft habe. Ja, ich bin zufrieden, ich arbeite doch ganz gerne dort, aber dachte ich noch vor 2 Jahren dass es mich erfüllen würde das Ziel der Filialleiterin zu erreichen so muß ich heute gestehen : das tut es nicht. Und um ganz ehrlich zu sein habe ich bereits nach kurzer Überlegung den Grund dafür gefunden. Damals schrieb ich "Und ich weiß: Ich bin nicht Nichts, ich bin ich und ich werde am Ende diejenige sein die lacht." - was soviel hieß wie: Euch werd ich's schon zeigen....
Ist ja schön, dass ich nun den Zweiflern bewiesen habe dass ich's "draufhab" - aber davon hab ich irgendwie so gar nichts, es ist trotzdem kein Gefühl von: Nun hab ich's geschafft ... Ich für mich ganz alleine habe nichts davon anderen etwas bewiesen zu haben - den Menschen die an mich nicht glaubten die habe ich eventuell nun vom Gegenteil ihrer Meinung überzeugen können, aber mir hat dies nichts gebracht. Ich verdiene ganz gutes Geld und hab eine Filiale zu leiten ... Erfüllen tut mich dieses nicht und zufriedener macht es mich auch nicht. Das ist nicht das was das Leben für mich vorgesehen hat - so was merkt man.
Ich behaupte auch nicht, dass man immer zu hundert Prozent zufrieden bei der Arbeit sein kann - doch bin und bleibe ich ein Mensch der nach dem optimalen Ergebnis sucht, nach Erfüllung, nach dem Ende von den Wegen die ich beschreite. Und am Ende dann zu merken, dass die Vorstellung des Erreichten viel schöner war als es wirklich ist, kann einen kurzzeitig beschäftigen. Früher wäre dies ein Grund gewesen mich zu bemitleiden, heute bin ich froh eine Arbeit zu haben und suche trotz allem nach dem, was es sonst noch gibt. Und sollte ich dies nicht finden, so werde ich trotz allem nicht unglücklich sein....
Was mich vollkommen zufrieden macht ist das Glück meiner Kinder. Zwischenzeitlich hat sich so viel getan, dass es mir oft weh getan hat und ich mich fragte ob ich alles falsch gemacht habe. Die Kleine nässte ins Bett und bettelte nach des Vaters Liebe, der Große wurde extrem auffällig in der Schule und erfreute sich und seine Umwelt mit Wutanfällen und erhielt dann unberechtigter Weise für alles den schwarzen Peter und litt einfach nur noch. Ich war froh, dass ich meinen Teil soweit geregelt hatte, dass ich nun meine ganze Kraft für die Kinder hatte und es war ein harter Kampf. Aber für meine Kinder hatte ich immer schon die meiste Kraft und für sie zu kämpfen, mich für sie stark zu machen, Ihnen zu versuchen das Glück zu geben und sie glücklich zu sehen ist mehr Lebenserfüllung als man erwarten kann.
Mein Sohn hatte sich zusehends verändert und ich mußte öfter denn je in die Schule. Was man mir dort berichtete entsprach so gar nicht dem Kind, dass ich zu Hause erlebte und ich erlebte mich oft, wie ich den Lehrern widersprechen wollte. Eines Tages war wieder ein Termin bei der Klassenlehrerin. Als ich ankam saß ebenfalls eine Sozialpädagogin dabei (ohne dass ich vorher darüber informiert war) - in dem Moment wußte ich: Gib Acht, die denken Du tust nichts für Dein Kind. Und genauso war es auch. Hinsichtlich seiner dort auffallenden Berührungsängste unterstellte man mir wenn auch nicht offen ausgesprochen, dass ich ihm körperlich weh tue "schließlich muß es ja einen guten Grund geben dass Benny bei Berührung zusammenzuckt" - ob ich denen dann nun erzählte dass er innerhalb der Familie solche Anzeichen nicht zeigt und sogar gerne kuschelt war nebensächlich. Ich war jung, habe früh ein Kind bekommen, lebte in Scheidung und war alleinerziehend mit noch einem zweiten Kind. Schublade auf, rein und Schublade zu.
Ich wartete gar nicht erst ab, was noch folgen sollte nach diesen Aussagen, sondern ging mit meinem Sohn zum Kinderarzt. Diesem berichtete ich von dem, was ich von der Schule erfahren habe und dass dies aber zu Hause gar nicht vorkommt. Ich bat ihn um Hilfe und bekam eine Adresse einer Fachärztin in Ortsnähe. Wartezeiten von bis zu einem Halben Jahr sollten mich dabei nicht abschrecken ....
Glücklicherweise ging das alles viel schneller und nach einigen Fragebögen (sowohl an mich, die Schule und auch den Hort) und Untersuchungen kam das Endgespräch. Ergebnis: ADS ohne Hyperaktivität und Depressionen. Dringender Rat zur Therapie.
Das hat mich umgehauen. Das mein Kind sensibel war, das wußte ich, ich kannte ihn nicht anders, dass er in vielem sehr langsam und auch überaus vergeßlich war, auch das wußte ich, dass er darunter gelitten hat, dass man zwischen ihm und seiner Schwester früher Unterschiede machte, ja auch das wußte ich und auch das ist ein Grund warum ich heute sehr froh bin ihn aus dieser Situation befreit zu haben indem ich mich entschied zu gehen. Aber Depressionen und ADS ohne Hyperaktivität? Also ich kannte den Begriff der hyperaktiven Kinder und hielt dies oft für eine Art Modeerscheinung - kam mir es doch merkwürdig vor, dass allzu schnell ein lebhaftes Kind als ADS-Kind diagnostiziert wurde. Ich muß aber an eine doch gute Praxis geraten sein, da in den Folgegesprächen nicht nur Beratung bestand sondern auch eine Menge an Hilfestellung und Informationen zu allem. Auch (und das war für mich wirklich beeindruckend) bekam ich ein Schreiben für die Schule als auch Broschüren für die Lehrer mit. Hier wurde viel Wert auf die Zusammenarbeit zwischen mir, der Praxis und eben auch der Schule gelegt. Die damals bei dem Gespräch anwesende Sozialpädagogin, die so sonderbare Theorien wegen dem Verhalten meines Sohnes hatte war nun ganz anders zu mir und ich bin froh, dass die Klassenlehrerin von Benny so guten Kontakt mit mir pflegte. Mir war das Wichtigste, dass meinem Kind geholfen wird und dies ist von allen Seiten und vor allem auch zusammen geschehen. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle, dass auch ich sehr an mir gearbeitet habe, schließlich war auch ein Teil des Ganzen was ich meinem Kind vorlebte und auch, wenn die Trennung und die letzte Zeit hart war, so habe ich mit Sicherheit auch depressive Gedanken weitergegeben und nicht immer das Verständnis aufgebracht, das ich hätte haben sollen. Benny bekam in der dortigen Praxis übrigens auch ganz schnell eine Therapie bei der dortigen Psychologin und jederzeit konnte dort über akute Probleme geredet werden um diese so schnell wie möglich zu klären. Zwischenzeitlich gab es eine Verschiebung von den Problemen. War es anfangs noch nur in der Schule problematisch und zu Hause gar nicht - wurde es in der Schule dann ruhiger und er schien alles zu Hause austragen zu wollen. Ich erfuhr dank der Therapie auch davon dass Benny in seiner frühen Kindheit körperliche Strafen seitens seines Stiefvaters erhielt. Er erzählte mir von "aufs Bett schmeißen" und "am Kragen nehmen, so dass das T-Shirt den Hals zuschnürte" .....
Sprachlosigkeit, Tränen und unendliche Wut....
Wir haben zusammen die schweren Zeiten durchgestanden und seit Sommer letzten Jahres ist Benny ein bedingungslos glückliches Kind, dass noch mehr kuschelt wie vorher, keineswegs depressiv ist und in der Schule allein nur noch durch gute Leistungen auffällt. Es erfüllt mein Herz mit so viel Freude - nur ein Lächeln von ihm und mir fällt es schwer das zu beschreiben, was er damit in mir bewegt ....
Seine kleine Schwester hatte auf anderen Wegen ähnliches erfahren. Zwar war sie nie auffällig, aber sie ist ein Trennungskind, dem man anmerkte, dass sie sich teilen wollte, aber nicht konnte. Sie liebte ihren Vater so sehr und riß mich damit eigentlich mehr auseinander als sich selbst. Ich mußte ihm den Umgang gewähren und ihn sehen, auch nachdem ich erfuhr was er meinem Sohn angetan hat - und da hieß es immer wieder : Fassung bewahren, nichts vor der Kleinen sagen, nicht vor ihr streiten. Man hat doch immer gelesen dass es nicht auf Lasten der Kinder gehen soll so eine Trennung. Aber ich hatte nach gewisser Zeit soviel Unzuverlässigkeit seinerseits erlebt, soviel Unvernunft und Rücksichtslosigkeit, dass es mir mehr und mehr schwer gefallen ist die Beherrschung zu bewahren. Ich lebte damit, dass sie nach Besuchen, die zwar selten waren aber eben Realität ständig wieder einnässte, sensibler war aber auch härter zu sich selbst weil einem das Gefühl vermittelt wird dass man das zum Wohle des Kindes tut. Nichts davon war zum Wohle von ihr .... Jedes Mal wenn sie fragte, warum er sich nicht meldet oder warum er sie nicht zum Urlaub abholt schnürte es mir die Kehle zu. Ich wollte manchmal schreien "weil's ein Arschloch ist" - ich hab's nicht und versuchte ihr zu erklären, dass er sicher viel zu tun hat. Ich habe mein Kind angelogen. Sie hat mich nie angelogen .... Sie erzählte mir nach einem Besuch bei ihm, dass die Kinder seiner Neuen ihr eine Zigarette angeboten haben. Damals stand Vanessa kurz vor ihrem 6. Geburtstag!!! Ich habe das Gespräch mit ihm gesucht, ich wollte ihm mitteilen, dass die Kinder dort heimlich rauchten (sie waren 12 und 14) und ich nicht verstehen kann, wie er ohne dabei zu sein die Beiden mit unserer gemeinsamen Tochter losrennen läßt ....was folgte war ein Anruf eine Woche später seinerseits, in dem er mir dann auf gut deutsch sagte, dass sich Vanessa das ausgedacht hat, denn seine Lebensgefährtin ist sich ganz sicher, dass ihre Kinder nicht rauchen .... Ich fragte ihn, was sie davon hätte zu lügen, und ob er nicht mal mehr unsere Tochter kennt, die schon immer sehr geradeaus war, wenn sie etwas zu sagen hatte und noch nie gelogen hat, nichtmal geschummelt. Er blieb bei seiner Meinung und dass er dies tat war nur eine Sache von vielen, die es mir schwerer machte Vanessa zu ihm zu lassen, jedes Mal die Angst im Nacken. Zumal ich dann auch abgemacht habe, dass er sich, wenn sie schon im Sommer 2 Wochen bei ihm ist, bitte von der Schwarzarbeit freihalten soll, damit er auch Zeit für sie hat und ich wiederum durch Vanessa erfuhr, dass er trotzdem arbeiten war oder Skat spielen. Dies führte unweigerlich zu Diskussionen mit ihm, denn ich wollte und konnte das nicht zulassen, da gab es von mir auch keine Kompromisse mehr, da ich die einzige war die welche einging nur um Vanessa nicht weh zu tun. (Ich dachte dass es für sie gut wäre weil sie ihn so liebte - heute bin ich mir nicht sicher ob es anders nicht besser gewesen wäre - aber da es nichts bringt darüber nachzudenken bin ich froh, dass es heute so ist wie es ist, ganz egal wann es dazu kam, dass es sich geändert hat)
Es reichte. Irgendwann letztes Jahr im Januar sprach ich das letzte Mal mit ihm - es ging um die Unterhaltsvorschußkasse, der er gesagt hatte er hätte den Unterhalt bezahlt und mich damit einen weiteren Monat um 151 Euro bringen wollte. Ja das wollte er, einzig und allein mein Niedergang war das, was er wollte und anstrebte, heute weiß ich dass er 2 Jahre versucht hat mit seinen Möglichkeiten mich zum Scheitern zu bringen, weil es ihm ein Bedürfnis war. Schließlich habe ich ihn verlassen und das konnte er nicht durchgehen lassen. Wenn ich an seine früheren Drohungen denke, wenn es um das Thema Trennung ging war das auch kein Wunder. Daß er öfter den Unterhalt nicht zahlte und auch dieses Probleme nach sich zog war also reine Planung seinerseits. Daß er seiner Tochter aber absichtlich weh getan hat, das ist daran eigentlich das Schlimmste. Aber nach dem Gespräch am Telefon letztes Jahr im Januar (es war der 13.1.2005 das weiß ich noch genau) da hat er wohl begriffen, dass er tun kann, was immer er will - ich würde nie scheitern ....
Seitdem kam kein Anruf mehr. Kein Brief. Nichts. Ich ließ es dabei und stand die Zeit durch in der Vanessa noch oft nach ihm fragte und warum er sich so lange nicht gemeldet hat (bei ihr hatte er sich das letzte Mal im Oktober 2004 gemeldet) - ich sagte nie, was ich wirklich dachte und beantwortete ihre Fragen vorsichtig und bedacht. Ich wechselte so oft ihre Bettwäsche wie sie nachts einnässte und wusch sie wieder und wieder. Dies wurde dann seltener, genau wie die Fragen nach dem Vater und als mein Sohn in Therapie kam, nahm ich sie manchmal mit, wenn wir als Familie die Psychologin besuchten (schließlich gab es zwischen beiden Kindern auch Spannungen). Als die Einschulung kurz bevor stand hatte ich einen Schub von Angst und Panik, da ich befürchtete, dass seine "Ruhe" nur die Ruhe vorm Sturm war und er auftauchen würde. Nach allem, was er mich erleben ließ ist diese Panik wohl erklärlich und auch nicht wunderlich. Die größte Angst bestand darin, dass er Vanessa wieder unglücklich machen wird. Schließlich hatte sie sich ganz und gar gefangen und war ebenso glücklich wie ihr Bruder, genoss unser Leben hier in vollen Zügen und wurde selbst in der Vorschule beim "Vaterthema" nicht umgehauen. Sie bastelten ein Geschenk zum Vatertag und sie sagte mir" Das schenke ich dem großen Benny der ist ja viel eher ein Papa weil er sich ja auch um mich kümmert wie ein Papa" ... dies bedarf , denke ich keinerlei zusätzliche Worte mehr ...
Die Ruhe blieb und vor kurzem erhielt ich Nachricht vom Anwalt dass er sich nun doch scheiden lassen möchte, und das nach ganzen 4 Jahren ... Ich bin sehr erleichtert dass es bald wirklich vorbei ist und ich denke dass dieser entscheidende Schritt fehlt um es zu beenden.
Ein weiterer ist die private Insolvenz, die auch ein Produkt des Ganzen ist. Daß er spielsüchtig war und dies unter anderem auch damals zu Eheproblemen führte, dass ist nur ein Grund. Ich wußte schon vor der Heirat, dass er Kreditschulden hatte. Das war ja nicht weiter schlimm, damals waren das 35.000 DM und ich sah dies als "Jugendsünde" an. Außerdem hatten wir ja getrennte Konten und somit war das nicht mein Problem .... erst mal jedenfalls nicht.
Als dann unsere Tochter auf die Welt kam sah das anders aus. Er hatte mal wieder von seinem dann doch recht hohen Gehalt nichts übrig und ich erfuhr nur einige Wochen vor der Geburt von der Spielsucht und den damit verbundenen Problemen, die nicht nur den Mißbrauch meines Vertrauens beinhaltet hatten, sondern die Tatsache, dass er sich weiterhin Kredite aufgenommen hatte. Alles Nähere dazu wäre jetzt hier fehl am Platze - ich weiß dass diese Sucht eine Krankheit ist - alleine dies will ich hier auch nicht anprangern - die Art und Weise mit seinen Schulden umzugehen ist dann aber eine andere und diese Art prangere ich durchaus an ....
Vanessa kam also zur Welt und wir hatten kein Geld - von meinem 630 DM Job kaufte ich vorher das was gerade so ging, schließlich folgte der Rattenschwanz mit offenen Rechnungen immer wieder und es wurde verdammt knapp. Irgendwann sah ich keinen anderen Weg als mit meinem Arbeitsvertrag zu seiner Bank zu gehen. Ein gemeinsamer Termin war schnell gemacht und die Bank freute sich natürlich über mich so naive Frau, die keine Ahnung hatte. Ich unterschrieb (so glaubte ich) einen Kreditvertrag von 1000 DM und war erst einmal froh das akute Geldproblem los zu sein.
Aber es war ganz anders, wie ich nun auch nach der Trennung erst festgestellt habe ...
Ich unterschrieb nicht für 1000 DM, sondern für alle Kredite zusammen. Kurze Erklärung: Wenn man bei der Citibank einen bestehenden Kredit hat und einen weiteren möchte, wird die noch offene Kreditsumme mit der neuen zusammengelegt. Daraus entsteht also ein Kredit mit einer gemeinsamen Schuldensumme. Und genau das habe ich unterschrieben. Parallel zu den Problemen mit der Arbeitssuche und den Problemen mit den Kindern hatte ich also Briefe der Citibank im Briefkasten mit der Nachricht, dass ich die Schulden bezahlen sollte - was ich natürlich nicht tun wollte und auch gar nicht eingesehen habe dies zu tun. Wiegte ich mich anfangs dann doch auch noch in dem Glauben, dass dies ja nicht rechtens sein kann - und außerdem wollte er sich doch um die Schulden kümmern ....
Tja, wollte er wohl. Ausgemacht war zusammen mit dem Anwalt, dass er zu einer Schuldenberatung geht, diese dann einen außergerichtlichen Vergleich anstreben, das Geld aus einem der Fonds der Schuldenberatung genommen wird und er diese dann weniger beträchtliche Summe in ganz kleinen Beiträgen an die Schuldnerberatung zurückzahlt. Was er nie tat, wie sich ja nun rausgestellt hat - er ist dann zwar auch irgendwann nach einem Jahr zur Schuldnerberatung - hat aber beantragt die Insolvenz durchzuziehen - mit dem Wissen dass daraufhin ich diejenige bin, bei der die Citibank das Geld einfordern wird. (Er hat die Insolvenz übrigens nicht angetreten, dennoch will ja die Citibank ihr Geld) ... Und dieses Geld beträgt mal eben stattliche 42.000 Euro und ein paar Zerhackte ....
Wie soll ich das jemals zahlen? Ich drehte mich hin und her mit den Gedanken und versuchte alles an Informationen zu bekommen, die es zu diesem Thema überhaupt gibt, ich suchte wie eine Verrückte nach einer Möglichkeit da wieder rauszukommen und drehte mich dann doch eher im Kreis. Morgen habe ich einen Folgetermin bei einer Insolvenzstelle und gebe meine Unterschrift dafür dass diese bei Gericht beantragt wird. Und dann habe ich nach 6 Jahren das letzte Andenken an meine Ehezeit abgeschüttelt. Uns wird es dadurch nicht schlechter sondern besser gehen. Ich dachte immer dass eine Insolvenz bedeutet am Existenzminimum zu leben und ich wollte dies den Kindern nicht antun. In Anbetracht der Tatsache dass erstens: Glück nicht bezahlbar ist, 2. Wir schon mit viel weniger Geld gelebt haben und 3. Die Pfändungsgrenze derart hoch ist, dass ich sie selbst jetzt noch nicht erreicht habe ist es aber für alle die beste Lösung. Einzig und allein die Tatsache dass ER nun doch nicht für seine Schulden aufkommen wird ist das einzige was mir daran missfällt. Aber was soll es mich kümmern, denn
WIR haben es geschafft, WIR sind glücklich und WIR haben uns nicht unterkriegen lassen.
Wie ist es denn nun nach weiteren 2 ½ Jahren?
Schön. Es ist befreiend zu wissen, dass man so unendlich viele Dinge erreichen kann und erleben darf in seinem Leben. Dazu zählt auch, dass ich noch immer sehr glücklich bin in meiner heutigen Beziehung. Ich finde es nach wie vor ein Wunder, dass es diesen einen Menschen gibt, den, der für mich bestimmt ist und bei dem ich noch heute Gefühle habe wie am ersten Tag. Nicht ein einziges Mal habe ich den Mut bereut mich doch noch mal auf einen Mann einzulassen und nachdem wir nun seit einigen Wochen zusammen in einer Wohnung wohnen kann ich nur sagen: Es gibt Entscheidungen im Leben, die sollte man auf jeden Fall mit allen Konsequenzen treffen und wenn der Weg noch so schwer erscheint und noch so steinig ist - am Ende ist man nicht nur glücklicher und zufriedener, sondern man hat die Möglichkeit endlich frei zu denken und darum bin ich am dankbarsten. Meine Einstellung zu so vielen Dingen hat sich im Zuge der letzten Jahre verändert, gerade weil sie so verlaufen sind und alles genau so geschah.Sicher: Es war manchmal sehr hart und ich bestreite auch nicht dass es manchmal so schwer war, dass ich gerne aufgegeben hätte. Aber was zählt ist das Heute und dieses ist für mich ein beruhigendes Dasein. Ich gehe differenzierter mit vielen alltäglichen Dingen um und lebe mit Sicherheit viel intensiver als ich es jemals getan habe. Oscar Wilde sagte einmal dass man nicht lebe, sondern man existiere nur. Damals hätt ich dem zugestimmt, heute sage ich: Teils existiere ich nur, aber heute lebe ich AUCH. Zeit nehme ich mir für die wichtigen Dinge im Leben und wenn Zeit übrig bleibt nutze ich sie so wie ich gerade Lust habe. Man kann also sagen, dass ich im Gegensatz zu früher in der Lage bin mein Leben zu genießen, auch wenn ich damit nicht sagen will, dass dieses "neue" Leben ein sorgenfreies wäre, aber vielleicht ist es die Tatsache, dass ich mit Sorgen anders umgehe. Das hat mich, und sollte dies noch so abgedroschen klingen, das Leben bisher gelehrt.
"Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allen anderen Dingen gehe man vorüber."
Kurt Tucholsky
"Wenn dich die Vergangenheit einholt,
begrüße sie wie einen alten Freund.
Sie hat dich zu dem gemacht, was du heute bist!" Helga Schäferling
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Lina Lackfell - die siebte im Bunde
Bewertung für Alles mit 7... von
LeaofRafiki
Pro: Überlebenshilfe tut gut
Kontra: teurer als jede Rassekatze
Vorgeschichte AntaraMirador, meine Mieterin, hatte im Sommer einen Job als Zeitungsausträgerin und war dabei auf eine arg verschnupfte Katzenfamilie gestoßen. Die Mutter ist cremefarbene, der Sohn, wohl aus einem früheren Wurf, war blau mit weißen P ...
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03.12.2010
(09.12.2010)
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die Zahl 7 in Religion und Magie
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silbertanne3
Pro: wer die 7 mehrfach als Zahl hat kann sich (falls er das wünscht) zu den Siebener-Eigenschaften konzentrieren und diese als Identität aufbauen (Beruf, Werbung, Künstler/in) flexibel und ohne Pathos
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ALCHEMIE
für den Stein der Weisen waren angeblich 7 Arbeitsgänge erforderlich: Verkal ...
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sehr hilfreich
03.06.2007
(28.06.2007)
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Die magischen 7
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Puhlila
Pro: kostet kaum Zeit und fühlt sich gut an
Kontra: kostet etwas Geld und ein klein wenig Zeit
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02.02.2007
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Vorerst entfernt
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erchsal
Pro: Alles
Kontra: und nichts
...Standardtext: Als Vorbereitung auf etwas neues vorerst entfernt. Vielleicht kommt aber auch nichts neues. Und solange steht hier erstmal irgendwas, um einhundert Zeichen vollzukriegen. oder waren es Worte? Ich bin zum Schluß gekommen, daß man nicht alles ...
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25.09.2005
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Am siebten Tag
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themanwiththeplan
Pro: --
Kontra: --
So langsam kann sie es wirklich nicht mehr hören beziehungsweise lesen: Paradies. Immer wieder dieses blöde Wort, das doch sicherlich nur dazu dient, möglichst viele gutbetuchte Touristen auf diese Insel zu locken. Was immer sie auch liest, ob nun Reisefü ...
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18.05.2005
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