Alles mit A...

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Erfahrungsbericht über "Alles mit A..."

veröffentlicht 02.07.2002 | Mischka27
Mitglied seit : 18.02.2002
Erfahrungsberichte : 633
Vertrauende : 77
Über sich :
Wer ein Problem mit mir hat kann es behalten, ist ja schließlich sein. Allen anderen danke.
Ausgezeichnet
Pro Hilfe für Arbeitslose
Kontra keine bekannt
sehr hilfreich

"Arbeitslosen Serviceeinrichtung"

Vor einiger Zeit verlor ich meine Arbeitsstelle, weil mein Chef sich im betrunkenen Zustand an einem Baum totgefahren hatte.
Gleich in der folgenden Woche erhielt ich von meinem Arbeitsamt eine Tranigsmaßnahme, in der man lernen sollte, wie man eine Bewerbung schreibt.
Für mich war das alles nichts neues, ich habe schon sehr viele Bewerbungen geschrieben. Das einzige was ich in dieser Maßnahme neu erfahren habe, das es eine Arbeitslosenservice Einrichtung in unserer Stadt gibt.

Die kannte ich bis dahin noch gar nicht.

Wir besuchten also diese Einrichtung die sehr versteckt gelegen ist, das liegt aber wohl eher daran das dort die Mieten günstiger sind, weil die Einrichtung durch von Fördergelder bezahlt wird.

Die Angestellten sind dort ausschließlich ABM-Mitarbeiter.
Diese arbeiten dort jeweils für ca. 1 Jahr.

Was kann man dort machen ?

Der Service ist dazu da Arbeitslose zu helfen in :

-Bewerbungen schreiben

-Beratung in Rechtsfragen

-Prüfen von Bescheide des Arbeitsamtes oder Sozialamtes

-einfach nur mal zum reden

-einlegen von Widersprüche gegen Bescheide

Natürlich schreiben diese nun nicht meine Bewerbung alleine, wenn ich dort um Hilfe bitte, nein sie geben Tipps was alles hinein gehört und was nicht.
Stellen einen PC zur Verfügung. Außerdem überprüfen Sie noch die Rechtschreibung

Das prüfen von Bescheiden vom Arbeitsamt sollte jeder durchführen lassen.
Sie sagten uns dort das ca. 10 Prozent der Bescheide falsch sind.
Da werden Kinder nicht angerechnet, die falsche Steuerklasse verwendet u.s.w.

Das sind manchmal enorme Beträge, die verloren gehen, wenn man nicht rechtzeitig Widerspruch einlegt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Sie Sperrungen vom Arbeitsamt prüfen, nicht jede Sperrung ist rechtmäßig und schon sehr oft konnte Sie die Aufhebung wieder erreichen, weil Sie auch sehr gute Kontakte zum Arbeitsamt haben.

Allerdings muss man rechtzeitig dort erscheinen.
Für faule Leute kann man eben auch nichts tun.

Eine Bekannte wurde auf ein Kind krankgeschrieben, die Umschulung kündigte den Vertrag in der Probezeit. Sie erfuhr das aber erst in der 1. Stunde nachdem das Kind wieder gesundgeschrieben war.
Das Arbeitsamt sperrte sofort das Geld.
Die Mitarbeiter der Arbeitslosenservice Einrichtung riefen beim Arbeitsamt an und legten schriftlichen Widerspruch ein. Natürlich erhielt Sie sofort Ihre Leistungen wieder.

Bei dem heutigen Sparzwang der Ämter wird schnell mal erst einmal das Geld gesperrt, auch ohne Prüfung der Fakten. Davon kenne ich genügend Beispiele.

Ich bin froh das es solche Einrichtung gibt. Ich habe meinen Arbeitslosenbescheid auch prüfen lassen, der war in Ordnung.
Ich werden diese Einrichtung eher weniger nutzen, aber gerade ältere Leute die mit einer Bewerbung hoffnungslos Überfordert sind ist das eine nützliche Einrichtung.
Ich finde es nur Schade das diese so wenig bekannt sind.

Prüft auch in Eurer Stadt ob es diese Einrichtung irgendwo gibt.

Ich spreche eine Empfehlung aus.

Euer Mischka27

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Euriginal veröffentlicht 02.07.2002
    Moin. Ja. Manche Ämter, Städte, Gemeinden, Regionen strengen sich tatsächlich an! Die 10% fehlerhaften Bescheide halte ich für viel zu niedrig angesetzt - ich denke, bis zu einem Viertel kommt dem näher! Ich denke da zum Beispiel an Dinge wie "interne Anweisungen" - so zum Beispiel werden fast alle beschissen (Sorry - aber war!), die "Vollkontinuierlichen Schichtdienst" gearbeitet haben! Und ich kann noch einige Beispiele mehr aufzählen! Und: Logisch - immer nachfragen, immer rückfragen, immer beraten lassen! DAZU sind die da, DAFÜR werden die bezahlt! Ich hab jedenfalls in unserem Verein Wege-aus-der-Schuldenfalle.de auch einige Opfer dieser "zuständigen Sachbearbeiter" und auch einige Opfer, die Wegen Kompetenzgerangel zwischen den Ämtern durch die Maschen der Gesetzgebung "gerutscht" sind. Kommentar der "zuständigen" Sachbearbeiter: " OOOPS - naja, das ist nun halt mal passiert..." In diesem Sinne: Obacht, Aufpassen, Nachfragen, Informieren! Ich hab da auch einige Tipps reingestellt, die ich auch im Laufe der Zeit sicher ergänzen und ausbauen werde! mfg EURIGINAL
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