Aus Aktuellem Anlaß: Abschied
31.10.2003
Pro:
Auch ein Ende kann ein Anfang sein
Kontra:
Nie schön, Trauer, Schmerz
Empfehlenswert:
Nein
 Lukulus
Über sich:
Ich wünsche allen ein gesundes neues JAHR 2012. Neuer Bericht über ein Tablet PC ist online. SUPER L...
Mitglied seit:17.03.2003
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Abschied nimmt man im Leben immer wieder. Manche Abschiede sind ganz normal, andere sind schwer oder gar nicht zu verstehen. Der normale Abschied, wenn man jemanden besucht hat und dann wieder geht, ist der normale. Man weiß, man hat eine schöne Zeit, einen Abend o.ä., gehabt und man sieht sich wahrscheinlich bald wieder. Über diese Abschiede möchte ich heute jedoch nicht schreiben. Mir geht es um die schweren Abschiede. Was sind schwere Abschiede? Nun es kann sein, das die große Liebe mit einem Schluß macht, oder das man jemanden, den man sehr mag aus den Augen verliert. Als letztes fällt mir noch der Tod ein. Der schlimmste Abschied, den es gibt. Auf alle drei möchte ich nun eingehen und Euch ein bißchen was von mir erzählen und vielleicht auch Hoffnung schenken, weil es vielleicht Euch ebenso ergeht oder ergangen ist. Oftmals fällt es einem etwas leichter, wenn man sieht, oh da ist ja noch jemand, der genau so eine blöde Situation erlebt hat wie ich. Abschied der großen Liebe =================== Kennt Ihr das auch? Man lebt glücklich mit seinem Partner oder seiner Partnerin zusammen. Alles läuft prima. Man lacht und redet zusammen, man unternimmt vieles gemeinsam, man himmelt sich an und liebt sich. Im Bett läuft es auch gut und auf einmal möchte einer nicht mehr und macht sich aus dem Staub. Jetzt steht ihr da und wisst nicht warum es so gekommen ist. Alles war so harmonisch, alles war perfekt. Vielleicht war es gerade das, daß alles zu perfekt war ? Ich kann es Euch nicht sagen, aber dieser Abschied fällt schwer. Mir ist dies zum Glück noch nicht geschehen, aber ich habe eine Frau verlassen, der es so gegangen ist. Sie war die erste Frau für mich und ich der erste Mann für sie. In jeder Hinsicht. Wir lernten uns früh kennen und lieben. Nach 2 Jahren Zusammensein haben wir uns verlobt und wiederum 3 Jahre später haben wir geheiratet. Fast wieder 5 Jahre später hatte ich Zweifel an unserer Ehe, an unserem Zusammensein. Wir stritten uns oft, unsere Interessen gingen weit auseinander, ebenso die Einstellungen zum Leben und vielem anderen. Im Bett lief auch so gut wie gar nichts mehr. Sie litt sicher genauso darunter wie ich. Aber ich war derjenige, der darüber nachdachte und so nicht weiter leben wollte. Nach langen Diskussionen hin und her und einigen Versuchen, wieder wie früher mit ihr zu leben, scheiterte die Ehe schließlich. Also zog ich einen Schlußstrich und wir trennten uns. Sie war meine große Liebe, mit der ich nicht mehr auskommen konnte und umgekehrt. Ich war ebenfalls ihre große Liebe und sie versteht es bis heute nicht, das es so kommen konnte. Durch unsere gemeinsame Tochter haben wir bis heute immer noch Kontakt, teilweise sogar auf einer recht guten freundschaftlichen Basis. Durch miteinander reden, habe ich schon mehrfach erfahren, das sie immer noch nicht verstehen kann, wie es so gekommen ist. Ich denke, sie liebt mich auch noch sehr stark. Ich liebe sie auch, aber auf eine andere Weise. Ein Zusammenleben funktioniert einfach nicht mehr. Nun was kann man tun, wenn man in dieser Lage ist ? Am besten man unternimmt viel mit Bekannten, Freunden und Familie und lenkt sich so erst mal ab, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Vorher hat es keinen Sinn, da man viel zu emotional reagiert und leicht in Depressionen hinein stürzt. Das beste ist, wenn man sich vielleicht sogar ohne Streit trennen konnte, denn zwingen kann man ohnehin niemanden bei einem zu bleiben. Auch wenn eine dritte Person im Spiel war, so gehören immer zwei dazu. Wenn also noch Reden möglich ist, dann tut das. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen, Ängste oder Sorgen und könnt Euch gegenseitig ein bißchen helfen. Gebt nicht auf, wenn ihr nicht gerne alleine seid. Es wird sich wieder jemand finden, der zu Euch steht, auch wenn es eine Weile dauert. Abschied durch den Tod ================== Der wohl schlimmste Abschied, ist der durch den Tod. Ohne jetzt jemanden zu Nahe zu treten wollen oder jemanden zu verletzten, wenn Ältere Menschen sterben, dann passiert dies auch plötzlich und unerwartet. Aber das Risiko ist natürlich höher und man muss einfach darauf gefasst sein. Ich habe auch schon erlebt, das es Ältere Menschen gab, die weit über 80 Jahre waren und froh waren bald sterben zu müssen. Es klingt jetzt wirklich hart, aber diese Menschen haben ihr Leben gelebt und sie werden ewig in unserer Erinnerung bleiben. Schlimmer finde ich jedoch die Todesfälle durch Unfälle, Mörder, Kinderschänder oder plötzliche Krankheiten. Sie kommen wesentlich unverhoffter und sind oftmals nicht begreifbar und wären vielleicht sogar zu vermeiden gewesen. So frage ich mich: Muss es Mörder und Kinderschänder geben ? Klare Antwort: NEIN. Keiner braucht sie, aber es gibt sie und sie leben unter uns. Auch viele Unfälle hätten vermieden werden können. Warum nur hat man sich ans Steuer gesetzt, nachdem man was getrunken hatte ? Warum nur, musste man nach einer herunter gefallenen Zigarette greifen oder ans Handy gehen als es klingelte ? Warum musste man nach einem Discobesuch seinen Kumpels zeigen, wie schnell das Auto sein kann ? All dies sind Unfälle, die hätten vermieden werden können, hätte man etwas mehr Rücksicht und Vernunft, ja auch Verantwortung gezeigt. Angehöriger solcher Todesopfer fragen sich das immer wieder. Plötzlich auftretende Krankheiten, gerade im Gespräch, man siehe Sars. Manchmal hat man einfach keine Chance sich zu schützen. Im Falle von Aids gibt es genügend Möglichkeiten. Auch Impfungen können vor tödlichen Krankheiten schützen. Wann hast Du Dich zuletzt impfen lassen ? Schau mal besser nach. Als letztes fällt mir noch der Selbstmord ein. Wie oft sieht sich ein Mensch in der Menge hilflos verloren und keiner merkt es. Vielleicht hat er den Job verloren, oder die große Liebe ? Vielleicht haben andere ihn dazu genötigt, ihn regelrecht fertig gemacht. Ist es nicht auch unsere Pflicht, solchen Menschen zu helfen ? Warum schauen zu viele einfach weg, wenn sie sehen, das es jemandem schlecht geht ? Könnt Ihr das verantworten ? Oftmals sind es nur ein paar Worte, die schnell ausgesprochen, jemanden ins Nirwana stürzen lassen. Ein Wort ist oft mächtiger als eine Handlung. Aber ebenso können Worte auch ebenso viel helfen, wie eine gute Tat. Wann habt Ihr Eure letzte gute Tat getan ? Meine Erfahrungen mit dem Abschied durch Tod, sind reichlich. Mein Vater starb, als ich 3 Jahre war an einem Herzinfarkt beim schwimmen. Er war gerade mal knapp über 40. Meine Mutter starb an Brustkrebs, der schon als geheilt angesehen wurde, als ich 11 Jahre war. Meine Oma, bei der ich groß geworden bin, starb im Alter von 87 Jahren. Mein Sohn starb nach 5 Tagen, nachdem meine Frau eine Schwangerschaftsvergiftung hatte und ebenfalls fast drauf ging. 4 Tage später verstarb meine andere Oma im Alter von 76 Jahren. Alles das waren Situationen wo ich damals mehr als heute, überfordert war. Heute weiß ich, dass das Leben weiter gehen muss. Es kann trotz allem sogar sehr schön sein, auch wenn einen die Vergangenheit oftmals wieder einholt. Schaut nach vorne und versucht die Chancen zu sehen, die Ihr in Eurem Leben noch vor Euch habt. Keiner der Verstorbenen will, das man deswegen aufgibt. Alle wären stolz auf Euch, wenn Ihr es schafft weiter zu leben ohne abzurutschen. Redet auch hier wieder mit allen, die Euch was bedeuten und holt Euch zur Not Hilfe bei einem Psychiater. Aber lasst Euch nicht hängen. Abschied, weil man jemanden aus den Augen verliert ====================================== Immer wieder kommt es vor, das Menschen, die einem sehr viel bedeuten, aus privaten oder beruflichen Gründen umziehen müssen. Solange dies nur ein paar Kilometer sind, kann man sich trotzdem noch regelmäßig besuchen. Was ist aber, wenn die Person 400, 600 oder mehr Kilometer, ja sogar ins Ausland zieht ? Viele Freunde vergessen einen einfach im Laufe der Zeit, weil sie dort neue Freunde kennen lernen. Dabei sollte eine echte Freundschaft so gut halten, das es auch über die Distanz funktioniert. Wozu gibt es Telefone, oder wozu kann man Briefe oder Emails schreiben ? Mein bester Freund, eine Frau aus meiner Nähe, die ich erst im letzten Jahr kennen gelernt habe, zieht nun in 3 Monaten ca. 500km weit weg. Wir haben uns in diesem Jahr sehr gut kennen gelernt und haben viel gemeinsam unternommen. Alles wußten wir von einander und immer waren wir für den Anderen da. Wenn es einem schlecht ging, ging es dem anderen auch schlecht. Ging es einem gut, dann fühlte sich der Andere auch gut. Wir verstehen uns auch ohne Worte. Wenn sie in 3 Wochen wegzieht, dann hoffe ich, daß unsere Freundschaft trotz Entfernung bestehen bleibt. Aber es wird wohl nie wieder so werden, wie es einmal war. Wenn ich darüber nachdenke, so macht es mich traurig, denn ich kann wieder einen Abschied auf meine private Liste eintragen. Dann frage ich mich, wann hat das Ganze mal ein Ende ? Ich weiß es nicht. Fakt ist aber sicher, es wird weitere Abschiede geben. Leichtere und auch Schlimmere. Diesen Bericht widme ich meinem besten Freund!!! Sie war immer für mich da. Sie hat mir bei vielem geholfen. Sie hat mir immer zugehört. Sie hat mir Kraft gegeben, wenn ich sie nicht hatte. Sie war ein Teil von mir. Sie war zu mir immer ohne wenn und aber. Sie war offen und ehrlich zu mir. Sie geht bald weg. :-( Mögen wir uns auch weiterhin so gut verstehen und laß uns nie die schöne gemeinsame Zeit vergessen. Laß uns für ewig eine treue Freundschaft führen, auch über diese Distanz. Laß uns besuchen, wann immer wir es können. Ich, mein Freund, bin auch weiterhin für Dich da!!! So dies war es zum Thema Abschied. Ich hoffe ich konnte Euch etwas zum nachdenken verleiten und vielleicht auch helfen. Wenn Ihr in einer solchen Lage seid, dann schaut nach vorne, Ihr seid nicht allein. Ich möchte Euch ein Gedicht vorstellen, was ich Ihr mal geschrieben habe. Wir hatten ein bißchen Streit, was überall mal vorkommt. Ich habe mich bei Ihr entschuldigt und Ihr dieses Gedicht zukommen lassen. Vielleicht auch für Euch eine gute Idee, mal einen Freund zu überraschen, indem Ihr ihm einfach ein Gedicht schreibt.
Ein Freund =========Ich hoffe, Du bist jetzt nicht von mir enttäuscht. Ich hoffe, ich habe Dir nicht die Sonne verscheucht. Ich möchte ein guter Freund Dir sein. Bist Du manchmal auch mit Deinen Problemen allein, so weisst Du doch, das ist gewiss, das da noch jemand andres iss, der zu Dir steht und Dich verehrt, ein bißchen verrückt, doch nicht verkehrt. Ist er auch manchmal ein bißchen blöde, so ist es ohne ihn, auch ganz schön öde. Mit Worten oder ohne, Du ihn beglückst, wenn Du zu ihm, ein Stückchen näher rückst, er weiss, auch er ist nicht allein mit sich, denn er hat ja auch jemanden, Dich!!! Du kannst ihm sagen was Du willst, mit jedem Wort, Du sein Verlangen stillst, Dir mit Zuhören vielleicht zu dienen, er mit ernsten stillen Mienen, helfen zu vermag, wo er es kann, drum denke bitte immer dran, Ein Freund Dir war, ist und wird es sein, der Schreiber dieses schönen Reim. © Thomas Bruckner-FinkEuer trauriger Lukulus, der wieder einen Abschied mehr zu verzeichnen hat! :-( P.S.: Ich möchte Euch auch noch einen selbst geschriebenen Songtext von mir vorstellen. Als Vorlage galt ein Gedicht, von dem ich nicht mehr weiß, von wem es ist. Ich habe es etwas verlängert und in abgewandelter Form als Songtext erstellt. Wer den Dichter des Ursprungs erkennt, möge ihn mir bitte als Kommentar nennen. Die Melodie dazu gibt es nicht, sie existiert nur in meinem Kopf. Abschied ======= Wo ich bin, mich rings umdunkelt. Finsternis, so dumpf und dicht, seit mir nicht mehr leuchtend funkelt, Liebster, Deiner Augen Licht.Finsternis so schwarz. Finsternis so dunkel, ich seh Dich nicht. Ohne Deiner Augen Licht. Abschied. Abschied für immer. Dich seh´ ich nimmer. Abschied. Abschied für immer.Mir erloschen ist der süßen Liebessterne goldne Pracht. Abgrund gähnt zu meinen Füßen – Nimm mich auf, uralte Nacht. Abgrund so tief Abgrund über dem die Ewigkeit wacht. Er nimmt mich auf, uralte Nacht.Abschied. Abschied für immer. Dich seh´ ich nimmer. Abschied. Abschied für immer. Abschied. Abschied für immer. Dich seh´ ich nimmer. Abschied. Abschied für immer.© Thomas Bruckner-Fink P.P.S.: Seid beruhigt, in einer Sache beginnt gerade wieder etwas Neues. Ich habe eine ganz liebe süße Frau kennen gelernt und wir sind seid ein paar Wochen zusammen. Ich hoffe diese Zeit wird nie enden. Ich weiß nur und ich kann es Euch auch nur immer wieder sagen, auch ein Ende kann ein Anfang sein. Drum lasst Euch nicht hängen und schaut nach vorne.
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26.07.2005 12:09
Kaum zu kommentieren, aber in jedem Fall bh! LG Claudia
09.02.2004 06:57
ohne Kommentar...*sehrnachdenklichgewordenistbeimlesen!*
06.11.2003 17:59
Hey, dein Nachsatz freut mich besonders! Bei mir ist es so, dass ich mit Freunden, die weiter weg wohnen mal mehr mal weniger Kontakt habe, ich jedoch sagen kann, er ist deshalb nicht weniger innig! Klar, für die kleinen Alltagssorgen sind sie oftmals nicht da, ein langes vertrautes Gespräch gibt aber doch immer wieder die Nähe, die wir aus Zeiten kennen, in denen wir uns ständig sahen. Abschiede sind nie leicht, aber ich stimme dir zu, ein alter Mensch hat sein Leben gelebt und daher kommt man mit deren Tod (der zwar immer überrascht, jedoch voraussehbar ist) leichter zurecht. Bei einem Kind sieht es schon ganz anders aus, aber, wem sage ich das... :-( LG Heike, und Kopf hoch, es geht immer weiter!