Aquarium neu einrichten, aber richtig!!!

5  30.11.2004 (24.01.2005)

Pro:
macht mächtig Spaß, Interessant, umfangreich

Kontra:
dauert seine Zeit, man kann viel falsch machen

Empfehlenswert: Ja 

hjschwarz63

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Hallo liebe User/innen,

heute geht es um die komplette Neueinrichtung eines Aquariums.
Wie in einem meiner Berichte zu lesen ist, war auch ich nach 5 Jahren wieder ganz am Anfang.
Das heißt zunächst mal nicht übertreiben und mit einem 300 Literbecken einsteigen.
Das bringt erstmal gar nichts.

Bevor man überhaupt anfängt, sich ein Aquarium einzurichten, sind gewisse Grundkenntnisse erforderlich.
Ebenso wichtig ist, was möchte ich eigentlich?

Man muß sich im Klaren darüber sein das sehr viel Verantwortung und Arbeit auf einen zukommt, wenn man sich für ein Aquarium entschieden hat!
Klar, so eine Wasserwelt macht schon was her im Wohn- oder Eßzimmer. Ebenso im Flur oder als Raumteiler.
Auch in eine Wand integriert sieht das ganz toll aus.

Die größe des Beckens spielt ebenso eine Rolle wie die gesamte Einrichtung.
Wie bringe ich meine Beleuchtung unter, sind genügen Stromanschlüße vorhanden um alle notwendigen Geräte anschliessen zu können?
Wie weit ist der nächste Wasserhahn entfernt? Wo kann ich, möglichst ohne alles voll zu tropfen, das alte Wechselwassen entsorgen?
Ist der Standplatz ausreichend vor Sonneneinstrahlung geschützt (Algenbildung)?
Was mache ich, wenn meine Fische krankheitserscheinungen zeigen?

Viele offene Fragen bevor überhaupt an ein Becken gedacht werden kann. So ist das aber bei jedem Hobby!

Fangen wir zunächst einmal mit dem Grundwissen zur Aquaristik an.

Da hätten wir erstmal das Wasser selbst. (wer mehr über Wasserchemie wissen will, Fachbücher)
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Gehen wir einmal davon aus, das die meisten Gewässer aus denen die Zierfische kommen, sehr weiches Wasser vorweisen.
Das bedeutet einen Gesamthärtegrad von selten mehr als 4-6°dH.
Dabei entspricht 1°dH dem Kalziumoxydgehalt (CaO) von 10Gramm auf 1 Liter Wasser, was also bei obengenannten Werten ca 40-60 Gramm auf 1 Liter sind.
Die Gesamthärte setzt sich aus Karbonathärte und Nichtkarbonathärte zusammen.

Allerdings gibt es eine neue Maßeinheit, welche in mmol/1 angegeben wird. Danach entsprechen 56,08mg CaO/1L=1mmol/1.
In der Aquaristik wird diese Einheit aber so gut wie nicht verwendet.

Dann gibt es noch die Karbonathärte, welche in manchen Fällen seltsamerweise höher ist, als die Gesamthärte.
In der Aquaristik spielt diese wohl den wichtigeren Part, da der Wert die Summe aller gelösten Mineralsalze angibt.

Diese Werte lassen sich durch Härtetester in Pulverform oder als Tropfenanalyse feststellen.
Sinnvoller und genauer dagegen ist es, diese mit Hilfe des elektrischen Leitwertes zu messen, welcher in Mikrosiemens (myS) angegeben wird.
Das funktioniert folgender Maßen. Je mehr Salze im Wasser gelöst sind, desto höher ist dessen elektrische Leitfähigkeit, je weniger Salze drin sind,
desto niedriger ist er.
Dafür gibt es spezielle Geräte, welche ständig Messungen durchführen und diese anzeigen.
Diese Messungen sind vor allem für Züchter sehr wichtig, da die Fische nur in optimalem Wasser der Fortpflanzung nachgehen.

Auch die Pflanzen nehmen ihre Nährstoffe wie Ammonium, Nitrat, Phosphor usw. aus dem Wasser auf.

Kommen wir jetzt zum sogenannten pH-Wert.
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Der pH-Wert setzt sich aus positiv geladenen Wasserstoffionen (H+) und negativ geladenen Hydroxidionen (OH-) zusammen.
Das wiederum ist dann das Gewicht des Wasserstoffes (pondus Hydrogenii).

Bei einem pH-Wert von 7,0 ist dieser ausgeglichen, also neutral.
Liegt der Wert unter 7 spricht man von "saurem" Wasser, liegt er darüber von "alkalischem" Wasser.
Der ideale pH-Wert für Zierfische liegt in den Bereichen zwischen 4,8 und 8,5. Das kommt aber ganz auf die Fischarten an.
Für Pflanzen wiederum liegt für das beste gedeihen der Wert um den Neutralpunkr, als bei 7,0.

Dabei ist zu berücksichtigen, das ein um 1/10 niedrigerer pH-Wert das Wasser doppelt so sauer werden läßt.
Man sieht also, das der pH-Wert einer der wichtigsten überhaupt ind der Aquaristik ist.

Am besten einstellen kann man den pH-Wert, indem man einen mit Biofiltermasse gefüllten Filter verwendet.

Zu messen ist dieser Wert mit Teststreifen (davon ist wegen der ungenauen Messergebnisse abzuraten),
mit Tropfenanalyse sowie ebenfalls mit elektrischen Leitwertmeßgeräten.

Dann hätten wir hier noch den Nitritgehalt
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Eins
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gleich vorneweg. Nitrit (NO2) ist Gift, welches aus der Oxidation des im Wasser gelösten Ammoniaks entsteht.
Zuständig für diese Umwandlung sind Bakterien der Gattung Nitrosomonas.
Diese Umwandlung tritt meist bei pH-Werten über 7 auf, da sich ab diesem Wert giftiges Ammoniak bildet.
Das entsteht durch Futterreste, Mulm und Pflanzenreste sowie durch tote Tiere im Becken.
Also immer schön sauber halten und Bodengrund absaugen, sowie nicht zu häufige Wasserwechsel, wenn das Leitungswasser alkalisch ist.
Sonst wird der biologische Kreislauf im Becken empfindlich gestört.
Eine Filterung über Torf oder die Zugabe von Torf- oder Eichenextract senken den pH-Wert und können einen Nitritanstieg vermeiden helfen.

Bei Werten unter 7 sind da noch fleissige Helferlein der Gattung Nitrobacter am Werk, welche das Nitrit zu relativ ungiftigen Nitrat umwandeln.

Ein Nitritgehalt von > 0,25 ist schon schädlich für die Fische. > 0,5 schon bedenklich und über 1 für die meisten Fische tödlich.
Auch hier kann man mit Tropfenanalyse Messungen vornehmen und eventuell Maßnahmen zur Senkung herbeiführen.

Zu guter letzt noch der CO2- Gehalt (Kohlendioxyd)
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Dies ist die Grundnahrung der Pflanzen. Dadurch wird die sogenannte Photosynthese erst möglich. Dabei wird von der Pflanze
tagsüber (bei Licht) das sich im Wasser befindliche CO2 aufgenommen und zu O2 (Sauerstoff) umgewandelt und ans Wasser abgegeben.(Assimilation)
Das Chlorophyll, ein Pflanzenstoff (das grüne) nimmt aus dem Wasser das gelöste CO2 auf und wandelt dieses zu Glucose (Traubenzucker) um.
Dabei wird der entstandene Sauerstoff ans Wasser abgegeben.
CO2 entsteht zum Beispiel durch die Ausscheidungen der Fische.

Der nötige CO2-Gehalt des Wassers ist wiederum abhängig von der KH (Karbonathärte).
Diese Werte hier aufzuführen würde aber zu weit gehen, man kann sich in der Fachliteratur darüber informieren,

Nachts wiederum scheiden auch die Pflanzen CO2 aus und nehmen selbst O2 auf . (Dissimilation)

Durch ausreichende Beleuchtung kann zwar die Photosynthese eingeleitet werden, aber ausreichend CO2 wird dadurch nicht erzeugt.

Deshalb kommt man heute nicht mehr drum rum, sich eine CO2-Versorgung anzuschaffen.
Diese gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Von der einfachen Diffusordüngung bis hin zur gesteuerten CO2-Anlage.
Das ist eine Frage der Anforderungen und des Preises für welche man sich entscheidet.

Das waren die wichtigsten Wasserwerte. Natürlich gibt es noch Unmengen anderer, welche aber keinen entscheidenden Einfluß
auf das Wohlbefinden der Fische und Pflanzen haben.

Nur noch die Wassertemperatur wäre zu nennen. Diese lässt sich durch Heizungen verschiedener Bauart regeln.
Bodenheizer, Regelheizer, Heizstäbe, Filterheizung usw.
Abhängig ist die Temperatur von der Auswahl der Fische und Pflanzen, welche das Becken besiedeln sollen.

Um die richtigen Wasserwerte zu erhalten kann man mechanische als auch chemische Wasseraufbereitung vollziehen. Ich bevorzuge
die mechanische, da Chemie im Wasser nicht so mein Ding ist.
Aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Kommen wir nun zur Auswahl der Fische und Pflanzen.
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Hier sollte man besonders darauf achten, das alles den Wasserwerten entsprechend zusammengestellt wird.
Man kann nich Fische mit verschiedenen Anforderungen an die Temperatur oder die Wasserhärte zusammen in ein Becken bringen.
Eine Art würde darunter leiden.

Ich würde dazu raten, ein Fachbuch zur Hilfe zu nehmen, und sich mal ein paar Fische auszusuchen welche einem gefallen.
Dazu muß man wissen, welche Art von Aquarium man einrichten möchte.
Artenbecken, Landschaftsbecken, Geographische Becken, Gesellschaftsbecken usw.
Jede Art von Becken hat noch mal verschiedene Unterteilungen

Man sieht hier schon, das es gar nicht so einfach ist, sich für etwas zu entscheiden.
Jede Art von Becken hat ihre Reize, Vor- und Nachteile.
Als Anfänger würde sich natürlich ein Gesellschaftsbecken empfehlen, da dieses am leichtesten und einfachsten zu gestallten ist,
und man Fische und Pflanzen aus verschiedenen Regionen zusammenstellen kann.
Nur zusammenpassen sollte alles.

Ich gehe jetzt einfach mal von einem Gesellschaftsbecken aus.
Es gibt Abertausende von Fisch- und Pflanzenarten, welches einem die Auswahl nicht gerade erleichtert.
Also empfehle ich erstmal ein Zoofachgeschäft aufzusuchen, und sich diverse Becken, Fische und Pflanzen in Natura anzusehen.
Dann rate ich zum Kauf eines Fachbuches anhand dessen man schon mal eine Vorauswahl treffen kann, indem man Fische und Pflanzen,
welche die gleichen Anforderungen haben, aussuchen kann.

Dabei sollte man unbeding beachten, das es Arten gibt, wie z.B. verschiedene Salmler und Lebendgebärdende, welche nur im Schwarm zu
halten sind.
Andere wiederum sind reine Einzelgänger, die sich bei mehreren nur Gegenseitig bekämpfen würden, da sie Revierbildend sind, wie zum Beispiel
der Feuerschwanz-Fransenlipper Epalzeorhynchus bicolor.

Hat man seine Wahl getroffen, liegt als nächstes die Beckenwahl und die technischen Geräte an
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Auch hier gibt es wieder eine Riesenauswahl an verschiedenen Größen und Formen.
Als Beispiele seien hier genannt
Ganzglasbecken
Plexiglasbecken
Eloxierte Aluminiumrahmenbecken
Aquariummöbel
usw.

Dann noch die vielen verschiedenen Größen von 40cm bis größer als 2m.
Dabei ist darauf zu achten, das der Gesetzgeber ein Mindestvollumen von 64 Litern vorschreibt.
Also nix drunter kaufen. Hauptsächlich wegen der Fische, da sie sich in einem Minibecken wohl kaum wohl fühlen.

Bei der Höhe und der Tiefe des Beckens kommt es nun wieder Darauf an was für Fische und Pflanzen man drin haben möchte.
Für Welse und Labyrinthfische ist ein Flaches Becken besser geeignet, Salmler wiederum benötigen ein Ausschwimmbecken, das ruhig etwas höher sein sollte.
Skalare und andere größere Arten benötigen ein hohes, breites und langes Becken.
Man sieht auch hier, das es sehr viel zu beachten gibt.

So, wo stelle ich das Becken auf??
Der Standort sollte nicht zu sonnig sein (Veralgungsgefahr), nicht direkt an einer Heizquelle stehen, ausreichend Stromanschlüße sind nötig, Wasser und Abfluß sollten sich in der Nähe befinden und eine Haftpflichversicherung gegen Wasserschäden durchs Becken sollte natürlich auch nicht fehlen.
Kann ja doch mal was passieren.
Der Fußboden sollte je nach Gewicht des Beckens ausreichend Standfestigkeit besitzen.
Platz für die technischen Geräte sollte ebenfalls ausreichend vorhanden sein.

Anfänger sollten ein nicht zu großes Aquarium wählen, da sonst durch die anfallenden Arbeiten schnell die Lust vergehen könnte.

Ich würde ein Becken mit den Abmaßen LxHxT 80x40x35 empfehlen. Kostenpunkt ca. 40-60€
Das ist nicht zu groß und bietet doch ausreichend Platz für Fische und Pflanzen. Auch anzusehen ist ein Becken dieser Größe schön.

Dann braucht man noch Filter, Beleuchtung Heizung usw.
Alles sollte lieber eine Nummer größer als nötig gewählt werden. Der Filter sollte das Wasser mindestens 3x in der Stunde umwälzen können.
Das Licht bei einem 80er Becken mindestens 50 Watt haben, am besten 3 Röhren zu je 16-18 Watt.Es gibt fertige Deckel mit integrierter Beleuchtung im
Fachhandel, die für so ein Becken um die 100€ kosten.
Von anderen Beleuchtungen für Anfänger rate ich ab, da diese doch sehr teuer in der Anschaffung sind.
Filter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Hier wäre zunächst mal ein Innenfilter empfehlenswert, da diese günstig zu haben sind und ausreichend Leistung bieten.
Desweiteren sind sie leicht zu reinigen. Kosten ca 15-25€
Weiter Filterarten sind Topfaußenfilter, Bioaussenfilter, Außenfilter usw. Die sind wesentlich teurer. Ab 40€ aufwärts
Davon ist Anfangs aber abzuraten, da der Aufwand der Reinigung und die Stabilität der sich darin gebildeten Bakterien zu aufwendig sind
für den Anfang.
CO2-Anlage wurde oben bereits angesprochen. Kosten zwischen 20 und 1500€. Je nachdem was man bevorzugt.

Also Becken ist ausgewählt und gekauft. Aufgestellt ebenfalls.

Nun kommen wir zur Einrichtung.
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Da wäre zunächst mal der Bodengrund. Dieser sollte wieder auf die Bedürfnisse der Fische abgestimmt sein.
Mögen die hellen oder dunklen Boden, oder gemischt? Am besten geeignet ist hierfür Kies, der aber nicht scharfkantig sein sollte.
Verletzungsgefahr für die Fische und eventuelle Beschädigungen des Bodens könnten die Folge sein.

Im Handel angebotene Nährböden sind Unsinn. Sie bringen nur kurzzeitig den nötigen Dünger und sind danach schwer zu entfernen ohne das man das Becken ausräumen muß.
Der Kies sollte den kompletten Boden in einer Stärke von mindestens 4cm bedecken. Man kann auch je nach gefallen Terassen und Erhöhungen mit einbringen. Das
sorgt für natürliche Atmosphäre, da in der Natur ja auch kein Gewässer einen Topfebenen Grund besitzt.

Dann kann man noch Moorkienholz (kein anderes verwenden, alles andere fault auf Dauer im Wasser) Lavasteine und Tonkingstäbe zur Dekoration mit einbeziehen.
Diese sollten aber mehr im Hintergrund angebracht werden, da man sonst keine Fische mehr sieht.
Vorher sollte das ganze Zeugs natürlich ausgekocht werden, damit die darin enthaltene Luft entweichen kann und eventuelle Verunreinigungen verschwinden.

Ist dies alles eingebracht, werden die technischen Geräte integriert. Möglichst so das man nichts von sieht. Das sieht nicht schön aus, wenn
der Heizstab an der Frontscheibe hängt oder der Filter an der Seite sichtbar ist.

So, dann kann man mal Wasser lassen. So ca 10-12 mal laufen mit einem 10 Liter Eimer ist da schon nötig wenn kein Schlauch zur Verfügung steht.
Das Becken bis ca 3-4 cm unter dem Rand langsam füllen und bitte etwas Wasseraufbereitungsmittel mit eingeben. Dosierung steht auf der Verpackung der gleichen.

So hat man gleich mal die Schwermetalle und Giftstoffe gebunden.

Das wärs dann erstmal.

Tja, viele werden jetzt fragen "und was ist mit den Fischen und Pflanzen?"

Die sollten noch etwas im Fachgeschäft verweilen. Das Wasser ist erstens zu kalt und zweitens noch nicht biologisch eingestellt.
Das kommt erst mit der Zeit, wenn sich Bakterien gebildet haben, die Wasserwerte, durch Messungen nachgewiesen, stimmen und alles im
Lot ist.

Dann kann man nach ca 1 Woche die ausgewählten Pflanzen kaufen und einsetzen.
Fische gibts immer noch keine.

Die sollten erst, wiederum nach kontrollierten Messungen, nach ca 2-3 Wochen gekauft und eingesetzt werden.
Erst da ist der Lebensraum Aquarium dann annähernd so biologisch aufgebaut, das wir des den Fischen zumuten können darin zu leben.

Bitte darauf achten, das es sich um Nachzuchten handelt. Keine Wildfänge kaufen, sonst gibts in der Natur bald keine Fische mehr.

Die Fische sollten mit samt der Verpackung erstmal ca 20-30 Minuten ins Becken gelegt werden, um sich an die Temperatur zu gewöhnen.
Das einsetzen selbst sollte ebenfalls langsam von statten gehn, da die Wasserwerte in der Zoohandlung wohl auch nicht mit unseren
übereinstimmen.
Erst wenn die Fische und Pflanzen im Becken sind, entwickelt sich das Becken zum richtigen Biotop.
Und das kann dauern.

Und wenn dann die Pflanzen wachsen und die Fische sich wohlfühlen, hat man richtig Freude an seinem Wasserbiotop im Haus/Wohnung.

Regelmäßige Wasserwechsel (natürlich nicht zu oft und zu viel, höchstens ein Drittel) Wassermessungen und beobachten der Tiere
werden sehr lange für Spaß an der Aquaristik sorgen.
Das ist ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Hobby.

Natürlich gibt es auch mal Rückschläge durch Krankheiten, Fischsterben usw.
Das kann man aber beheben und behandeln.
Das passiert dem besten Aquarianer und ist schon traurig und schlimm, aber kein Weltuntergang.
Mit der Zeit erkennt man frühzeitig wenn sich etwas anbahnt und kann rechtzeitig Gegenmaßnahmen treffen.
Dies sollte uns nicht den Spaß an der Freud vereiteln, sonder Ansporn zur Vorbeugung sein.
Durch Fehler und Fehlschläge lernt man, es in Zukunft besser zu machen.

Hier noch eine Warnung. In der Aquaristik wird mit Strom gearbeitet. Vorsicht beim Umgang mit Wasser und Strom sind angesagt.
Bei Verdacht nicht ins Wasser greifen und die Geräte vom Netz nehmen, überprüfen oder austauschen.
Lebensgefahr.
Und falls man sich für ein Becken mit Metallrahmen entschieden hat, diesen in keinem Fall erden. Ebenfalls vorsätzliche Lebensgafahr.

So, nun hoffe ich, das ich nix vergessen hab. Wenn doch, der Bericht wird ja upgedatet.
Also kein Beinbruch wenn ihr mich drauf hinweist.

Hoffe, ich konnte euch eine kleine Hilfestellung geben.

Grüße Jürgen

Update 24.1.2005
Bin wieder a bissl schlauer geworden. Ich hab mir zwei 200 Liter Kunststofffässer zugelegt und bereite das Wasser nach den benötigten Wasserwerten darin auf.
So wird der Wasserwechsel doch um einiges erleichtert, da ich das Wasser nicht mehr Eimerweise
auf die richtigen Werte einstellen muß.
Zur PH-Senkung und herabsetzung des Härtegrades habe ich etwas Aquarientorf (keinen Gartentorf verwenden, um Gottes Willen) in Feinstrumpfhosen gegeben und ins Wasser gelegt.
Außerdem senke ich die Werte noch mit Eichenextrakt.
Damit das Wasser im Faß nicht absteht habe ich für gute Durchlüftung mittels einer elektrischen Luftpumpe gesorgt.

Mittlerweilen kann ich mich vor Jungfischen nicht mehr retten.
Ich brauche immer mehr Becken um diese unterzubringen.
Als Beispiele seien genannt:
Glühlichtsalmler
Zwergfadenfisch
Guppy
Balloonmolly
Blackmolly
Blutsalmler

Stellt euch das Gewimmel mal lebhaft vor!!!
Sieht Klasse aus und macht immer mehr Spaß, wenn man solche Erfolge vorweisen kann.

Die Fütterung verlangt nun doch langsam viel Zeit, welche ich aber gerne für meine Fische aufbringe.

Wichtig ist auch das beobachten der jungen Fische.
So werden Kranke und geschwächte Tiere frühzeitig erkannt und man kann ihnen rechtzeitig helfen.
Diese werden logischerweise aus dem Becken entfernt und seperat behandelt.

Demnächst werden noch Blaue Antennenwelse folgen.
Aber da werd ich einen Extra-Bericht drüber schreiben. Das war doch zu interessant, als das es hier nur nebenbei erwähnt wird.

Grüße Jürgen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Gugelhupf_

Gugelhupf_

04.11.2008 11:59

Unsere Katzen würden sich über einen Fernseher sicher freuen ;-)

hps_48

hps_48

17.02.2007 12:16

danke, dein Bericht ersetzt ein dickes Buch

Ratte88

Ratte88

06.03.2006 21:50

Der Bericht wurde sehr leserlich geschrieben und hat die oftmals verwirrende Welt der Aquaristik sehr gut dargestellt. Alle INformationen stimmen mit meinen Erfahrungen und mit meinen Aquaristikbüchern überein Ein klasse BEricht

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