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Nicht ärgern, nur wundern: Tantchens Technophobie

2  05.07.2005

Pro:
Man schreitet fort .  .  .

Kontra:
.  .  . und wollte vielleicht gar nicht hin

Empfehlenswert: Nein 

jinky

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:233

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Nein, ich bin nicht prinzipiell gegen Fortschritt, gegen medizinischen schon gar nicht, aber noch nicht einmal gegen technischen. Ich kann Tacitus im Original lesen und dennoch den Videorekorder programmieren. Daß die Erfindung der Kaffeemaschine eine höchst segensreiche war, ist in meinen Augen unbestreitbar. (Über die unsäglichen Dinger mit den leider eben nicht mehr unsäglichen "Pads" reden wir ein andermal.) Überkochende Milch richtet, wie ich schon mehrfach festzustellen Gelegenheit hatte, in einem Mikrowellenherd viel geringeren Schaden an als auf einer herkömmlichen Herdplatte. Das finde ich großartig - so haben Männer beim Putzen weniger Mühe.

Ich besitze ein Handy, das ich nicht nur (im Notfall) zum Telephonieren, sondern sogar, ohne auch nur mit den Wimpern zu zucken, als Reisewecker einsetze und mit dessen Worterkennungssystem beim Verfassen von Kurzmitteilungen - der Teufel soll mich holen, wenn ich jemals "simsen" zu dieser Tätigkeit sage - ich geradezu auf Duzfuß stehe. Auch gegen die Bequemlichkeit der Kommunikation via Email bin ich - auch aufgrund meiner pathologischen Abneigung gegen das Telephonieren - keineswegs immun, und wenn jede zwanzigste Mail in meinem Postfach davon absieht, mich für eine Großpackung Vi§gra oder großzügigst entlohnte Geldtransfers aus Nigeria begeistern zu wollen, bin ich schon zufrieden. (Die letzte Sorte von Mails pflege ich gründlich und mit großem Genuß zu lesen: das Deutsch ist geradezu unübertrefflich. Diese krause Mixtur aus Servilität und desolater Grammatik hat einen ganz eigenen Charme. )

Kurz: meine humanistische Bildung hindert mich nicht daran, moderne Technologien willkommen zu heißen - oder, wie der unsterbliche Goscinny es ausdrückte: Man kann Barbar sein und trotzdem Blumen lieben (Obwohl man den Sachverhalt in dem Fall vielleicht umgekehrt formulieren sollte.) Aber was zu weit geht, geht zu weit. Ich huldige nämlich einem etwas antiquierten Freiheitsbegriff, mit dem eins unvereinbar ist: sich von Geräten bevormunden zu lassen.

Mit unserem Autokassettenradio etwa verbindet mich eine herzliche Haßliebe. Natürlich genieße ich es sehr, auf meinem Weg ins Büro (6 km Landstraße) "Bello impossibile" lauthals mitsingen zu können. Das ist die Theorie. In der Praxis hört sich das etwa so an: "Beeeelloooooo, beeeelloooooo impossibile, cogli occhi neeeee----piiiiiiiiiiiep----drei Kilometer zähfließender Verkehr auf der A 5 zwischen Frankfurter Westkreuz und Frankfurter------", woraufhin ich einen anderen Sender suche, nicht um einen anderen Sender, sondern um vielmehr keinen Sender zu hören, "---ri e il tuo sorriso omicidiaaaaaa---------piiiiiiiiiiiep---zwischen Würzburg-Kist und Würzburg-Heidingsfeld nach Unfall---" und damit stelle ich aus und singe trotzig alleine weiter, was aber allerhöchstens die fünftbeste Lösung ist, denn bei aller Sangeslust: ohne Gianna als Verstärkung assoziert man mit meinem bello impossibile keinen glutäugigen Latin Lover, sondern allerhöchstens einen nierenkranken Rauhhaardackel.

Übrigens tuckere ich auf einer Landstraße von meinem Dorf in die nächste Örtlichkeit, die als "Stadt" zu bezeichnen reichlich übertrieben wäre; mein Interesse an Verkehrsstörungen auf bundesdeutschen Autobahnen ist also noch begrenzter als ohnehin schon, denn seit wann wären die eine Neuigkeit? Wieviel kostbare Sendezeit könnte man doch sparen, wenn die Redaktionen sich entschlössen, nur noch Meldungen über den Äther zu schicken, wenn es bei Sinsheim-Steinsfurt oder am Leonberger Dreieck keinen Stau gibt (oder, wohl richtiger, gäbe). Andererseits würde diese Sendezeit vermutlich sofort an Seitenbacher Müsli und das ominöse Musterhausküchenfachgeschäft - was um alles in der Welt sind eigentlich "Musterhausküchen", und taugen sie auch für richtige Häuser? - verhökert, was für den Hörer nun auch wieder kein Gewinn wäre. Doch wie dem auch sei: mein Autoradio tyrannisiert mich mit Meldungen, an denen ich kein Interesse habe, und das in einer Lautstärke, die mich, wenn sie meinen Ohren angemessen wäre, sofort als absolut untauglich zum Führen eines Kraftfahrzeugs abstempeln würde. Während der Verkehrsfunk plärrt, hat nämlich ein Drehen am Lautstärkeregler keinerlei Effekt. Ich sehne mich nach den Zeiten zurück, da man, war man an einschlägiger Kriegsberichterstattung interessiert, zu jeder halben Stunde einfach selbst daran zu denken hatte, den üblichen Frequenzen Einlaß in das Interieur des Fahrzeugs zu gewähren; wenn man das verabsäumte, steuerte man eben ungewarnt auf die fünfzehn Kilometer zwischen Melchingen und Mühlhausen zu und hatte genug Zeit, sich gepflegt über die eigene Schlamperei zu ärgern oder einen kleinen Streit mit dem Beifahrer anzuzetteln.

Ich vermute allerdings, man kann diese Terrorfunktion am Radio auch ausschalten - das heißt, man könnte es, wenn man über eine Gebrauchsanleitung verfügte. (Ganz sicher ist das freilich nicht, denn manche Gebrauchsanleitungen lesen sich, als habe ein Übersetzungsprogramm aus den Anfangsjahren des Computerzeitalters sie aus dem Dyirbal ins Khotan-Sakische übertragen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.) Da wir aber bei Autokäufen auf andere Dinge achten als das Vorhandensein einer solchen - wir legen nämlich Wert auf so alberne Extras wie lustig bunte Plaketten auf dem Nummernschild, die eine möglichst weit in der Zukunft liegende Jahreszahl tragen -, müssen wir entweder selbst herausfinden, wie es geht, oder aber still oder auch weniger still vor uns hinleiden. Zum Glück ist es mir gelungen, eine dritte Möglichkeit auszuhecken: ich lege meinen angejahrten Walkman (mit klitzekleinen Boxen, die so hübsch blechern klingen) auf den Beifahrersitz. Nun schmettern Gianna und ich unbehelligt von der "meeeeeravigliosa creatuuuuuuuuuuraaaaaaaa". "Ist Dein Autoradio kaputt?" fragte mich neulich meine Freundin Christa, als sie dieser gewagten Installation ansichtig wurde. "Im Gegenteil", seufzte ich.

Nun könnte man natürlich einwenden, wer sich vor der staatsbürgerlichen Pflicht, jeweils im Abstand von fünf Jahren einen Neuwagen einheimischer Provenienz - der dann natürlich allermindestens mit einem CD-Player statt einem Kassettenrecorder ausgestattet wäre - zu erstehen, drücke, dürfe sich nicht wundern, wenn er diesen deplorablen Mangel an Gemeinsinn mit Unannehmlichkeiten an anderer Stelle zu bezahlen habe - das geschehe ihm (konkret: uns) sogar ganz recht. Aber womit hat dann mein Schwager eigentlich ständige Schikane verdient? Er, der sich jedes Jahr einen niegelnagelneuen Mercedes Kombi in silbermetallic kauft (eine Lackierung, die offenbar seit einigen Jahren bei Neuzulassungen amtlich vorgeschrieben ist, anders kann man die Omnipräsenz dieser Unfarbe nicht erklären)? Kein Mensch kann bestreiten, daß es erstens gesetzlich geboten und zweitens im Regelfall auch sinnvoll ist, sich anzuschnallen. Wenn man sich natürlich allzusehr auf ein nicht hinreichend bewährtes Navigationssystem verläßt, das eine Brücke anzeigt, wo keine ist, wäre es möglicherweise günstiger gewesen, ohne Sicherheitsgurt...aber wir wollen mit dem Gesetzgeber nicht hadern. Wohl aber mit dem Hersteller des besagten Fahrzeugs.

Der hat nämlich einen Mechanismus eingebaut, der das Unterbleiben des Anschnallens - mag es auch gerade für eher kleinwüchsige Damen wie mich beim Rückwärtseinparken noch so angezeigt sein - unerbittlich registriert und seinem Unwillen sofort Ausdruck verleiht. War es früher eine sanfte Frauenstimme, die "Bitte schnallen Sie sich an" hauchte (da fällt mir ein: erinnert sich noch jemand an den Bordcomputer aus "Dark Star"? Oder wenigstens an den Exoten? Na ja, war nur so'ne Frage), so wird jetzt nur noch in hoher Tonlage gepiepst. Offenbar hat die Daimler-Entwicklungsabteilung die Geduld mit dem renitenten Kunden - dem natürlichen Gegner des innovativen Ingenieurs - verloren und zieht nun andere Saiten auf. Die nächste Generation wird wohl zuerst "Sie schnallen sich jetzt gefälligst so-fort an, Sie hirnloser Trottel!" brüllen und im Wiederholungsfall Sirenentöne jenseits der Schmerzgrenze von sich geben, bei der Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern selbsttätig abregeln oder überhaupt automatisch die Verkehrspolizei verständigen. Möglich wären natürlich auch kleinere Elektroschocks beim Betätigen des Gaspedals oder das Freisetzen von Schwefelwasserstoff im Innenraum - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Aber das ist ja nicht alles. Das neueste Modell meines Schwagers (vermutlich auch schon zwei oder drei oder siebzehn seiner Vorgängermodelle) verfügt über einen Abstandsmesser zwecks Erleichterung des Einparkens - es gibt Warntöne von sich, wenn man vorne oder hinten oder seitlich einem Hindernis zu nahe kommt. Das mag ja recht nützlich sein, wenngleich ich den Verdacht hege, auch diese Erfindung macht aus einer kleinen Parklücke noch keine große, und die am ehesten erfolgversprechende Methode, flott und pannenfrei rückwärts einzuparken, besteht darin, es zu können. (Flott kann ich schon. Pannenfrei übe ich noch.) Jedenfalls hat der Abstandsmesser meine Nichte nicht daran gehindert, beim Rückwärtseinparken (auch der Versuch ist strafbar) einen Reifen an der scharfen Bordsteinkante in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Andererseits unterscheidet dieser Abstandsmesser nicht nach Art des Hindernisses. Bei Annäherung an Weizenhalme, wie sie etwa gelegentlich am Rande eines Feldwegs wachsen, protestiert er lautstark, obwohl ich zu behaupten wage, daß die Kollision eines Daimlers in Schrittgeschwindigkeit mit einem stationären Weizenhalm in aller Regel nur marginale Schäden am Fahrzeug verursacht. Einen Abstandsmesser für die Vertikale allerdings hat diese Wunderkutsche nicht - und gerade so einen hätte mein Schwager jüngst besonders gut gebrauchen können. Merke: bevor man in Tiefgaragen einfährt, sollte man sich vergewissern, ob man nicht zufällig Fahrräder auf dem Dach mit sich führt.

Wie mein Schwager mit aber versichert, zählen Gurtwarner und Abstandsmesser mittlerweile zur Standardausstattung von allem, was sich nach Recht und Gesetz als "Auto" bezeichnen dürfe; ich bete folglich darum, daß unser hochbetagter Renault - der gottlob nur dann losheult, wenn man bei eingeschaltetem Abblendlicht die Fahrertür öffnet - uns trotz des zur Rücksichtslosigkeit neigenden Autoradios noch lange erhalten bleiben möge. Doch selbst mein Schwager, der für gewöhnlich jeden technischen Firlefanz - pardon: jede Innovation, die sich die Abteilung für Forschung und Entwicklung (wieder pardon: für R & D natürlich!) seines Autoherstellers und Brötchengebers aus reiner Menschenfreundlichkeit hat einfallen lassen, mit Lobeshymnen bedenkt, hat sich jüngst eine kritische Bemerkung entschlüpfen lassen. Das ist umso bemerkenswerter, als er zur Gattung der Sicherheitsfanatiker zählt und seine Kinder am liebsten nur in einem Minenräumpanzer in den Straßenverkehr lassen würde. (Wenn ich mir die Fahrkünste seiner Kinder vergegenwärtige, ist dieser Wunsch so abstrus wieder nicht. Andererseits: wirklich gefährliche Dinge unterlassen sie in der Regel denn doch. Sie parken gelegentlich die Einfahrten von Tiefgaragen zu, aber das ist meist nicht tödlich, besonders dann nicht, wenn man Anfang zwanzig, weiblich und figürlich äußerst wohlgeraten ist wie meine Nichte - "nun fahren sie das Ding eben rasch weg, dort drüben ist ein Parkplatz frei", pflegen herbeigerufene Ordnungshüter sie väterlich zu ermahnen und sind ihr womöglich noch beim Öffnen der Fahrertür behilflich, wenn sie das Schlüsselloch aufgrund fortgeschrittener Alkoholisierung nicht mehr auf Anhieb findet.)

Jedenfalls verfügt sein neuestes Fahrzeug über eine Warnanzeige für den zweifellos höchst unerfreulichen Fall, daß das Scheibenwischwasser auszugehen droht. (Nein, ein Sensor zur temperaturabhängigen Kontrolle der Frostschutzmittelkonzentration scheint erstaunlicher-weise noch nicht zur Serienreife gelangt zu sein.) Diese Warnanzeige spricht an, wenn das entsprechende Wasserreservoir nur noch zu zwei Dritteln gefüllt ist - das reicht bei durchschnittlichem Straßenbesalzungsgrad (im Winter) und Insektenaufkommen (im Sommer) ja auch nur noch knapp von Stuttgart bis Wladiwostok und zurück. Der normale Mensch steuert sofort mit Aufleuchten der Anzeige die nächste Tankstelle an, schüttelt den Kopf, füllt trotzdem nach und gewöhnt sich alsbald ab, die Warnanzeige zur Kenntnis zu nehmen. Und ärgert sich, wenn eines schönen Tages tatsächlich kein Wasser mehr da ist. Das kommt dann nämlich völlig überraschend. Selbst mein Schwager findet das tendenziell suboptimal. Leute, die eine volkstümlichere Ausdrucksweise bevorzugen, würden dafür "beknackt" sagen.

Überhaupt, die Warnanzeigen. Es verunsichert einen ja nichts so sehr, wie wenn auf dem Armaturenbrett plötzlich ein, sagen wir mal: gelbes Lämpchen leuchtet, das bisher nicht leuchtete und von dem man gar nicht wußte, daß es existiert. Manchmal vermittelt es eine wichtige Botschaft: zum Beispiel, daß die Lichtmaschine nicht mehr richtig lädt - und dann bleibt das Auto irgendwann stehen, was exakt das ist, was ein Auto just nicht tun sollte. "Das haben wir gleich", sagt der nette Mann in der Werkstatt, ersetzt irgendwelche Kohlebürstchen, verlangt einen moderaten Betrag (noch moderater, wenn man nicht auf einer Quittung besteht, aber ich gehöre zu den Spießern, die das tun), und das war's. Meist kommt es aber anders. Der nette Mann in der Werkstatt kratzt sich am Kopf. "Ja, was das jetzt ist, das kann ich Ihnen auch nicht sagen", sagt er entweder, oder auch: "Wahrscheinlich ist der Sensor kaputt." Damit meint er, daß der Umstand, daß das Lämpchen brennt, keine Fehlfunktion signalisiert, sondern selbst eine ist.

Das verkompliziert die Sache erheblich, weil man nun eigentlich eine Diagnosemaschinerie anwerfen sollte, die auf den Namen "Boschdienst" hört und deren Forderungen gar nicht mehr so moderat sind, schon gar nicht, wenn man man bedenkt, daß man schnell mal 150 Euro für die Auskunft bezahlen kann, daß nichts Entscheidendes kaputt ist, sondern nur der Fehlersensor. Dabei bedeutet dieses "nur" leider nicht, daß es etwa kostengünstig wäre, ihn zu ersetzen. Man fühlt sich nicht sonderlich geneigt, diesen Weg zu gehen. "Was kann denn schlimmstenfalls passieren?" fragt man stattdessen den netten Mann von der Werkstatt. Der zuckt die Achseln. "Daß Sie einen neuen Motor brauchen." Bei den Autos, wie wir sie fahren, ist das ein überschaubares Risiko. Das ist ja das Schöne: man braucht sich nicht den Kopf zu zerbrechen, welche Investition wirtschaftlich noch sinnvoll ist oder nicht. Alles, was über einen Ölwechsel hinausgeht, ist es nicht. Man fährt also weiter. Und immer brennt das Lämpchen, das einen baldigen schweren Motorschaden prophezeit. 20.000 Kilometer später brennt es dann nicht mehr. Dann ist nämlich das Birnchen kaputt, und man fährt endlich wieder gänzlich unbeschwert. So lange, bis das Auto nach weiteren 25.000 Kilometern seine letzte Fahrt, die zum Schrottplatz, antritt: mit hakelnder Kupplung, abgefahrenen Reifen, Stoßdämpfern, die durch verschärfte Schlaglochtreue glänzen, und durchlöchertem Auspuff, aber einem Motor, der von allen Widrigkeiten unbeeindruckt vor sich hin schnurrt wie ein Nähmaschinchen. So viel zur Existenzberechtigung von gelben Lämpchen.

Das sind die berühmten Falschpositivmeldungen. Die sind ärgerlich und verursachen dann, wenn man seinen Autos gegenüber weniger maghrebinische Gelassenheit der Seele aufbringt als wir, überflüssige Kosten. Ihr hinterhältiges Pendant sind Falschnegativmeldungen. Das Ölstandswarnlämpchen (rot) leuchtet nicht? Na, dann wird der Ölstand schon noch stimmen. Denkt man sich in seiner Einfalt. Man erspare mir die Details. Ich sage nur drei Dinge. Erstens: wenn ein Benziner zu dieseln anfängt, ist das kein gutes Zeichen. Zweitens: eine neue Zylinderkopfdichtung ist nicht billig. Drittens: es ist das einfachste von der Welt, den Ölstand auf die traditionelle Art zu messen. Und außerdem funktioniert es zuverlässig. Anders als, nur so zum Beispiel, Ölstandswarnlämpchen.

Und die Moral von der Geschicht? Man soll sich nicht entmündigen lassen. Das ist nicht leicht, aber man kann ja mit roten Lämpchen schon mal ein bißchen üben. Die - und Autoradios, Abstandsmesser sowie gelbe Lämpchen - eignen sich sogar besonders gut dazu. Übrigens bringt Renault demnächst ein ursprünglich für die ärmliche Verwandtschaft aus Osteuropa konzipiertes und von selbiger denn auch produziertes Billigauto auf den deutschen Markt - ein völlig antiquiertes Fahrzeug, serienmäßig ohne elektrische Fensterheber, ohne Zentralverriegelung, sogar ohne Radio. Ich bin hingerissen. Man kann ja Blumen lieben und trotzdem kein Barbar sein. Da fällt mir ein, daß mein Handy seit mindestens einer Woche ausgeschaltet herumliegt. Es wird ja wohl hoffentlich keiner angerufen haben? Wo schalte ich es nochmal an - und was zum Kuckuck ist ein oder eine PIN?


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Fackel78

Fackel78

27.12.2005 19:23

oOo Einfach genial ;o) LG Martina oOo

Philosoph

Philosoph

16.11.2005 19:34

Wieder einmak gar köstlich und ganz im Sinner meiner eigenen Sichtweise, was mich dann doch gleich doppelt erfreut. Mein Auto hat keinen Rückwärtsfahrsensor - wozu auch, ich habe Augen -, die Zentralverriegelung geh tseit zwei Jahren nur noch vorne, der Intervall beim Scheibenwischer geht nicht mehr und muß nun manuell koordiniert werden, auf Lämpchen verlasse ich mich NIEMALS und meine Waschanlage fülle ich automatisch alle 6 Wochen mit Wasser auf (oder mit Frostschutz). Ist doch eigentlich alles ganz easy. Mein heißgeliebtes Autochen hat damit fast 200.000 km überlebt und hält hoffenltich nochmal mindestens 100.000 durch, denn ich mag einfach kein neues! Und was die Sache mit dem Radio angeht: guck mal ob es da einen Knopf gibt, auf dem TA steht, das wäre der für den Verkehrsfunk, damit kannst Du den dann erledigen, mußt nur ausprobieren, wie oft Du den Knopf drücken muß, damit Du Deinen wohlverdienten Frieden hast und in Zuknft "bello" ohne Rauhaardackel und ohne *piiiiiieeeeeeeeeep* singen kannst. La dolce silentia - der Philsoph

schneeweisschen

schneeweisschen

08.10.2005 12:34

Mein Autoradio ist kaputt. Es geht immer wieder (und das ohne verkehrsfunkähnliche Vorwarnung per Pieps) einfach aus.B is zu den Verkehrsnachrichten komme ich also meist erst gar nicht. Doch nun habe ich herausgefunden, dass ich nur zweimal hintereinander eine Kassette reinschieben und wieder ausspucken lassen, dann einmal kräftig Gas geben und den Kassettentrick ein weiteres Mal wiederholen muss. Dann bleibt es fast immer an. Und das ist kein Witz!

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  2. Philosoph
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