Warum es wichtig ist zu arbeiten!

4  09.02.2007

Pro:
Ablenkung

Kontra:
fällt mir jetzt nix ein

Empfehlenswert: Ja 

EinOpfer

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Holla!

Warum ist Arbeit eigentlich wichtig??
Habe ich mich ziemlich oft gefragt, wenn ich arbeiten war. Und jetzt bin ich krank geschrieben, weil die Krücken meine besten Freunde derzeit sind und jetzt weiß ich es wieder. Sie lenkt uns ab!
Denn ich musste die letzten Tage mal wieder feststellen, es ist einfach gefährlich wenn man Zeit hat und auch nicht wirklich was machen kann. Im Urlaub hat man immer was zu tun. Jetzt aber habe ich Zeit und darf nicht. Wenn man dann den Fehler macht und legt die falsche Musik ein (in meinem Fall Stereophonics, Oasis und Hawksley Workman), ist es schon blöd, wenn man dann aber noch im Internet die falschen Seiten besucht (in meinem Fall Wiki und der Klick auf "Blue Marble"), dann hat man ein ernsthaftes Problem.

Und dieses Problem ist eines das dem Menschen ohne seine Zustimmung gegeben wurde, nun ja nicht allen, aber doch diversen, die Möglichkeit zu denken. Wieso nur? Und warum auch ich???

Ich sitze also da und höre Musik und dann klicke ich auf besagtes Bild und im Hintergrund läuft gerade "Handbags and Gladrags" und fasziniert von der Schönheit dieses Anblicks merke ich zunächst gar nicht wie sich zwei dicke Tränen aus meinen Augen lösen und eben im selben Moment ich anfange nach zu denken.
Warum nur versucht der Mensch mit aller Nachhaltigkeit diese Schönheit zu zerstören? Will sich seine eigene Lebensgrundlage zerstören? Glaubt den Ast auf dem er sitzt abzusägen, indem er der Industrie strengere Umweltauflagen erteilt?

Und nun kommt das Schlimme, man kann nachdenken und nachdenken, aber die Lösung oder zumindest eine Antwort auf nur eine dieser Fragen wird man keine finden, zumindest keine logische. Oder wenigstens dann nicht wenn man davon ausgeht, dass der Mensch in der Lage ist, oder besser sein sollte, zu denken.

Ist man dann an diesem Punkt angekommen, fängt man an den Menschen zu hassen, oder zumindest geht es mir so. Und dann frage ich mich warum gibt es den Menschen überhaupt, oder sollte ich ihn besser Krone der Schöpfung nennen. Es bleibt nur ein Schluß, um zu zerstören. Nein, nicht ganz, schließlich pflanzt sich der Mensch ja auch noch fort. Naja dies gilt zumindest für die Menschen der nicht entwickelten Länder.

Fahre ich nun fort, ergibt sich für mich eines. Die Menschen in der dritten Welt sind zumindest noch mit dem Tier auf einer Ebene (bitte nicht falsch verstehen, sondern weiter lesen). Denn ihr Ziel ist es sich fort zu pflanzen, ihre Art zu erhalten und auch die Umwelt zu schonen so lange "der Weiße Mann" dieses Gleichgewicht nicht stört. In der restlichen Welt hingegen ist das Ziel die Bevölkerung zu dezimieren und gleichzeitig die Zerstörung aller lebenserhaltenden Umweltgegebenheiten. Und anstatt zu die Evolution zu fördern, versuchen wir zunehmend altes zu erhalten und nicht neues hervorzubringen.

Aber warum? Braucht der Mensch einen neuen Feind jetzt wo er an der Spitze aller Nahrungsketten steht? Oder ist der Mensch trotz seiner scheinbaren Intelligenz schlicht und einfach nur dumm, und Intelligenz meint die größt mögliche Fähigkeit sich selbst an den Abgrund zu bringen?

Das blöde an der ganzen Sache ist, das ganze ist wie ein Boomerang und kommt dann auf einen selbst zu. Und ratzfatz stellt man fest, dass man selbst einer von diesen Idioten ist. Ich fahre Motorrad. Eine stinke Dreckschleuder, die nur meiner Unterhaltung dient und nicht mal einen Kat hat. Ich sitze gerade an meinem Rechner, um mich anderen mit zu teilen und während dessen verbraucht die Kiste locker mal 200W, wenn das überhaupt reicht. Hinter mir steht ein Aquarium in dem ich Tiere gefangen halte, nur weil sie die Schönheit der Natur wiederspiegeln. Und zu guter Letzt gehe ich auch noch einer Arbeit nach, die einzig dem Ziel dient menschliches Leben zu verlängern und die Evolution zu bremsen.Und sterben will ich auch nicht.

Damit fange ich dann an mich selbst zu hassen und über mein Leben nach zu denken. Warum habe ich damals das gemacht und warum nicht jenes anders. Warum fahre ich Motorrad? Was mache ich hier eigentlich? Sollte ich nicht versuchen den Menschen zu ändern, was heißt mich selbst zu ändern? Ist mein Job der richtige?

Nein nicht dieser Gedanke, bitte bitte nicht. Denn dann habe ich alles in Frage gestellt, was ich bin.

Das ist dann der Moment, wo ich einen Freund anrufe und frage, ob er nicht vorbei kommen will. Dies endet dann unweigerlich darin, dass ich einen Tropfen aus dem Schrank hole, der es mir ermöglichen soll, die mir gegebene Fähigkeit zu denken zu unterdrücken. Wehmut laß nach!

Und am nächsten Morgen weiß ich dann warum es wichtig ist Arbeit zu haben. Vor der Arbeit denke ich an das was vor mir liegt. Bei der Arbeit habe ich keine Zeit und Möglichkeit an etwas anderes zu denken. Und nach der Arbeit bin ich entweder total fertig, oder ich habe das nötige Geld verdient, um die Gedanken zu verdrängen.

Mag vielleicht alles ein wenig wirr sein, was ich hier schreibe, aber auf der einen Seite gibt es meinen derzeitigen geistigen Zustand wieder und es ist auch nicht so ganz komplett. Hätte manchmal gerne ein Diktiergerät auf dem ich das festhalten kann, was mir so durch den Kopf geht. Aber zumindest geht es mir ein wenig besser, dh meinem Bein und damit steigt die Hoffnung bald wieder arbeiten zu können.

Als Fazit für die, die es nicht so ganz verstehen. Es ist wichtig zu arbeiten, um all das was in unserer Welt passiert zu verdrängen. Wenn ich arbeite, dann konzentriere ich mich darauf und gebe alles. Aber in dem Moment wo ich frei habe, mache ich mir Gedanken. Die Arbeit dient einzig dazu diese Welt noch erträglich zu machen. Denn wenn sich jeder mal klar werden würde darüber was wir Menschen hier eigentlich treiben, dann würde hier keiner mehr fröhlich durch die Welt spazieren!!!

Gruß


PS: Für Antworten auf meine Fragen bin ich dankbar
PS2: warum ich Motorrad fahre ist mir wieder eingefallen, es dient dem selben Zweck wie der Alkohol, Motorrad an - Gedanken aus


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sunshine_sent_from_heaven

sunshine_sent_from_heaven

07.03.2007 20:34

Der Gemütszustand ist nachzuvollziehen! Auch wenn er in diesem Moment verdammt melancholisch war! Ich traue mich nicht darauf eine Bewertung zu geben, denn du weißt sicher, dass dir Arbeit von Zeit zu Zeit auch Spaß macht! Gedanken soll man nicht bewerten! LG Saskia

Mungi60

Mungi60

06.03.2007 17:54

Wir verdrängen leider zu viel auf dieser Welt. Allerdings, hast du auch recht. Wenn man über alles nachdenkt, und sich über alles seine Sorgen macht, hat man nämlich auch nichts vom Leben! Gruß Achim

kundschafter

kundschafter

05.03.2007 15:47

Du scheinst ja momentan total unzufrieden mit dir selber zu sein. Allerdings gebe ich dir recht, das wir viele Dinge tun, die nur unserer eigenen Zufriedenheit dienen und unsere Umwelt gleichzeitig schaden. Das gilt auch für die vielen PC`s mit Standleitung, die in den Zeiten, wo sie einfach nur an sind, ohne genutzt zu werden Strom verbrauchen.LG Gabi

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