KLEINER LEITFADEN DURCH DIE BIO-PRÜFUNG
18.12.2002
Pro:
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Kontra:
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Ja
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"Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade so viel Dampf zu fahren, wie...
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Mein herzlichstes Beileid an all jene, die ebenfalls Biologie Leistungskurs gewählt haben und zur Zeit ziemlich am Rudern sind, den geforderten Stoff zu lernen. Daher hab ich mich entschieden euch einen kleinen Gefallen zu tun, indem ich die wichtigsten Zusammenhänge aus den Stoffgebieten zusammenfasse und niederschreibe. Aber zu Beginn noch ein kleiner Hinweis, ich habe mich der Neuro- und Verhaltensbiologie verschrieben, keineswegs aber der Genetik. Bei letzterem werde ich nur einen kleinen Teil des großen Komplexen anreißen, deshalb nicht wundern! - DIE GENETIK - Da ich mich auf andere Stoffgebiete spezialisiert habe, nur der grobe Zusammenhang der mitodischen und meiotischen Zellteilung, DNA Replikation, Proteinsynthese, Enzymrepression, Mutation, Modifikation und mendelsche Gesetze *Mitose Mitose ist ein Teil des Zellzykluses, der sich aus Mitose und Interphase aufbaut. Letzteres ist jeweils der Ausgangspunkt jeder Zellteilung, weil in der G1-Phase die Chromatiden für den weiteren Zyklus vorbereitet werden. In der anschließenden S-Phase steigt die Syntheseleistung der Zelle, die nun mittels der identischen Replikation aus einem Chromatid zwei herstellt, die dann wieder, durch ein Centromer, zu einem Chromosom verbunden werden.Die Mitose baut sich jeweils aus vier unterschiedlichen Phasen auf. Beginnend mit der Prophase, in der die Chromosomen durch Spiralisierung sichtbar werden, eine Kernspindel ausgebildet wird (besteht aus Mikrotubuli, bei tierischen Zellen aus zwei Centriolen), des weiteren lösen sich Kernhülle und Kernkörperchen auf. Danach folgt die Metaphase hier werden die Chromosomen weiter schraubig verkürzt, die Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialebene an und bilden so die Äquatorialebene. Als letztes docken sich in dieser Phase die Spindelfasern an den Chromosomen an. Anschließend folgt die Anaphase, hier werden die jeweiligen Schwesterchromatiden getrennt (im Bereich des Centromers), diese werden dann zu den Polen gezogen. Am ende dieser Reaktion ist jeweils ein vollständiger Satz an Chromatiden an jedem Pol der Zelle zu finden. Ist dies geschehen, baut sich der Spindelfaserapparat wieder ab. Die letzte Phase bildet die Telophase, hier kommt es zur Entschraubung der Chromatiden, zur Bildung von Nukleolus und Kernhülle. Anschließend daran kommt es zur Zellteilung, hierbei schnürt sich der Zellkörper im Äquator ab oder es kommt zur Ausbildung von zwei neuen Membranen. Nun folgt wieder die Interphase, die wiederum Ausgangspunkt für eine weitere Teilung ist. *Meiose Bei der Meiotischen Zellteilung handelt es sich um die Geschlechtszellen (Gonosomen), hier läuft der Zyklus ähnlich der Mitose ab mit dem Unterschied, dass jeweils zwei Reifeteilungen stattfinden. Das heisst, ist das Spindelfaser gerüst aufgebaut, ordnen sich die homologen Chromosomen an der Äquatorialebene an, trennen sich dann und werden zu den Polen gezogen. (an jedem Pol befindet sich jetzt die Hälfte das anfänglichen Chromosomensatzes). Nun folgt die zweite Reifeteilung, in der die Chromosomen mitodisch getrennt werden, sodass wieder zwei Chromatiden an jedem Pol vorhanden sind. Bezogen auf den Menschen findet man jetzt in den Gonosomen 23 Chromatiden, statt wie bei Autosomen 46. Dies ist Grundvoraussetzung für die Kopplung des väterlichen und mütterlichen Erbgutes, dass bei der Fortplanzung eine Zygote entstehen lässt, die wieder 46 Chromosomen enthält. Würde keine Meiose und nur eine Mitose ablaufen, würde sich das Erbgut vom Generation zu Generation verdoppeln. *DNA Replikation Zu Beginn wird der DNA Doppelstrang durch Enzyme geöffnet (reisverschlussartig, durch auftrennen der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den komplementären Basenpaaren), an die nun frei werdenden Basen binden freischwimmende komplementäre Basen, diese werden dann durch die DNA Polymerase zu einem neuen Strang verbunden. Allerdings läuft diese Reaktion nur an einem der beiden Stränge kontinuierlich ab, am anderen Teilstück docken Okazaki-Stücke an und biilden dann neue komplementäre Basenpaare. Anschließend werden durch die DNA-Ligase die einzelnen Teilstücke, die durch die Okazaki-Stücke produziert wurden miteinander verknüpft. Am ende sind aus einem DNA Strang zwei neue entstanden. *Proteinsynthese Transkription der DNA findet im Zellkern statt (Öffnung des DANN Strangs, durch Promotor ablesen durch RNA- Polymerase: wandert vom Startcodon aus über Strang und sucht spezifisches Gen)Wenn das Gen gefunden wurde, folgt die Translation und es kommt zur Bildung der mRNA. Diese gelangt über die Kernporen ins Cytoplasma und von dort aus zu den Ribosomen. Im Ribosom werden mRNA und mit Aminosäuren verbunden tRNA verbunden. Dadurch kommt es zur enzymatischen Verbindung der einzelnen Aminosäuren zu einer Polypeptitkette und schließlich zum Eiweiß (Protein).*Enzymrepression Wenn das spezifische Enzym nicht vorhanden ist, folgt jedes Mal eine Proteinsynthese ab. Warum? Weil der Repressor inaktiv ist (er kann sich nicht mit Operator verbinden), deshalb läuft Polymerase ab und so die Bildung des Eiweißes. Wenn Enzym aber vorhanden ist, kommt es zur negativen Rückkopplung. Das bedeutet, dass das Enzym als Inhabitor wirkt, indem es an den Repressor bindet, diesen wiederum aktiviert und so die Operatorstelle blockiert werden kann. Dies hat zu folge, dass die Polymerase nicht weiter ablaufen kann und so das Enzym nicht weiter gebildet wird. *Mutation 1. Genmutation (Veränderung der DNA-Basensequenz) 2. Chromosomenmutation (Deletion, Defizienz, Inversion, Tranlikation) 3. Genommutation (Chromosomenzahl ist verändert)Mutagene: Ionisierende Strahlung Radioaktive Substanzen Chemikalien Chemische Stoffe *Modifikationen Entwicklung phänotypischer Merkmale durch veränderte Umweltbedingungen (Beleuchtungsstärke, Temperatur, Ernährung, Wasser als Lebensraum). Modifikationen sind nicht vererbbar, Gene werden nur ein- bzw. ausgeschaltet. Es gibt unter den Modifikationen noch Dauermodifikationen, diese entstehen durch starken Selektionsdruck (nur Individuen aus Grenzbereichen der Population überleben). Diese Modifikationen können einige Generationen überdauern, sind aber nicht vererbt.- CYTOLOGIE - *Biomembran: Funktion: Abgrenzung, Stofftransport, Elektrische Isolation, Reizaufnahme und Signalwandel, Erregungsfunktion, Energiestoffwechsel, Rezeptor für Hormone, Phagocytose und Pinocytose, Kontaktregulation des Zellwachstums.Bei Biomembranen herrscht kein symmetrischer Aufbau, weil viele Proteine eingelagert sind. Grundbaustein einer Membran sind Fettmoleküle (Lipide) Transportvorgänge an Biomembranen: Grundvoraussetzung ist die Diffusion ( freier Transport, es ist keine Energie nötig, jeweiliger Transport durch Konzentrationsgefälle gewährleistet)Der Transport geschieht durch Carrier, die jeweils in unbeweglich passive (Tunnelproteine) und bewegliche geteilt werden. Letzteres wird wiederum in passiv, ohne ATP (frei in Membran schwimmende Carrier) und aktive, ATP verbrauchende Carriere (Membranpumpen) geteilt. Jeder Transport geschieht in einer systematischen Abfolge: Bindung des zu transportierenden Stoffes an den Translokator, dann Translokation (Transport durch Mebran) und Freisetzung des Stoffes auf der anderen Membranseite.*Cytoplasma Zwei Aggregatszustände: 1. Solzustand: Wasser im freien Zustand (ungebunden) und 2. Gelzustand: viele Wasser Moleküle haben sich mit Proteinen verbunden (Ursache: Dipolcharakter des Wassers) *Vakuolen Verschieden Arten: Zentralvakuole, Nahrungsvakuole, Pulsierende Vakuole, Gasvakuole, SpeichervakuoleDie Membran einer Vakuole ist ein Tonoplast, es ist eine selektive Membran und stellt eine Grenzschicht zwischen Cytoplasma und Vakuoleninhalt dar. Die Bildung einer Vakuole: anfangs (embryonale Zelle) kleine Holräume, diese werden mit einer Membran aus dem ER (Endoplasmatisches Ritikulum) umgeben, in diesen Holräumen wird dann Zellsaft eingelagert (je nach Funktion).*ER Zwei Arten existieren: raues ER (auf Oberfläche viele Ribosomen, meist in Kernregion zu finden) und glattes ER (ribosomenfrei, weit im Plasma verteilt) Weitere Bestandteile: Dictyosomen, Lysosomen, Microbodies, Mitochondrien, Zellkern, Golgiapparat etc. - ENZYME - Gehören zur Gruppe der Eiweiße, Biokatalysatoren, die Stoffwandlung in der Zelle ermöglichen oder beschleunigen. Es sind nur geringe Konzentrationen erforderlich, Enzyme gehen aus der Reaktion, wie Katalysatoren, unverändert hervor.Enzym (einfaches) besteht aus: Koenzym (Metallion) und einem Apoenzym (Eiweiß). Bei einer Enzymreaktion verbinden sich am aktiven Zentrum des Apoenzyms, das Enzym mit dem Substrat, es entsteht eine Enzym-Substratkomplex. Nach der Umsetzung des Substrates trennen sie Substrat und Enzym. Bedingungen für eine Reaktion: Aktivierungsenergie, bestimmte Temperatur, günstiger pH-WertHemmungsmechanismen bei Enzymen: 1. kompetetive Hemmung (Ähnlich gebautes Molekül dockt an aktives Zentrum und verhindert so dem Umbau des Substrates, dieser Vorgang ist reversibel durch Erhöhung der Substratkonzentration) 2. nicht kompetetive Hemmung: (Ein Hemmstoffmolekül dockt ausserhalb des aktiven Zentrums an und verändert so dessen Strucktur, auch als Endprodukthemmung bezeichnet – siehe negative Rückkopplung) - STOFFWECHSEL - AUTOTROPHE ASSIMILATION Grundlagen der Photosynthese *Chloroplast besteht aus: doppelschichtiger Membran, DNA, freien Ribosomen, Lipidtröpfchen, Grana- und Stromatylakoiden, StärkekornChlorophyll besteht aus: Xanthphyll (gelb), Chlorophyll a (gelbgrün), Chlorophyll b (blaugrün) und Carotine (orange) Chlorophyll enthält hals zentrales Molekül ein aus vier verknüpften Pyrolringen aufgebautes Pyrolringgerüst mit dem Zentralion Magnesium *Photosyntheseuntergliedert in Lichtreaktion und Dunkelreaktion (Calvinzyklus) Lichtreaktion1. Fotolyse des Wassers, dabei entsteht ½ O2 und ein Wasserstoffion 2. Licht trifft auf Photosystem II und bewirkt dort einen Elektronenhub 8austretende Elektronen werden vom Wasser durch Fotolyse nachgeliefert) 3. aufgeladenes Elektron wandelt ADP + P in ATP um und wandert dann in Photosystem I 4. dort kommt es wieder zum Elektronenhub 5. nun kommt es entweder zum zkylischen Elektronentransport, dabei wird das Elektron dazu verwendet wieder ATP zu bilden oder es geht in den nichtzyklischen Transport über und wandelt mit dem aus der Fotolyse stammenden Wasserstoffion, NADP in NADPH2 um. ATP und NADPH2 (enzymatisch gebundener Wasserstoff) gehen dann in den Calvinzyklus einCalvinzyklus Dieser Zyklus, auch Dunkelreaktion genannt, beginnt, indem Ribulose 1,5 bisphosphat (6 C5-Körper) durch Zugabe von Kohlenstoffdioxid (6 C1-Körper) zu 6 C6-Körpern reagieren. Diese sind aber sehr instabil und zerfallen zu 12 C3-Körpern. Von diesen werden durch 12 ATP und 12 NADPH2 2 C3-Körper abgespalten, aus denen dann 6 C1 Körper und somit Glucose wird. Die restlichen 10 C6-Körper (Glycerinaldehyd 3 phosphat) werden wieder unter ATP Verbrauch zu 6 C5- Körpern zurückgebildet. Nun beginnt der Vorgang von neuem. HETEROTROPHE ASSIMILATION Allgemein: Nahrungsaufnahme (körperfremde, organische Stoffe)-->Nahrungsabbau (Verdauung)-->Nährstoffumwandlung (körpereigene organische Stoffe)Nahrungsverwendung: 1) Betriebstoffwechsel (verwendet werden: KH, Fette, Eiweiße) 2) Baustoffwechsel (verwendet werden: Nährstoffe: KH, Fette, Eiweiße und Ergänzungsstoffe: Vitamine, Wasser, Mineralien) Verdauung detailliert:1. Mund: Ptyalin zerlegt Polysaccaride in Maltose 2. Magen: Pepsinogen aktiviert durch HCL, daraus aktive Form Pepsin, welches Proteine in Polypeptide zerlegt 3. über Zwölfingerdramkanal kommt Gallensaft (Lipide in Lipidtröpfchen) und Bachspeichelsaft in Darm 4. Darm läuft Amylase und Matase ab (Zuckerverdauung), durch Bauchspeichelsaft und Dünndarmsekret wirken Trypsin (Eiweiße in Polypeptide) und Steapsin (Fette in Propantriol und Monokarbonsäure), Erepsin (Dipeptide in Aminosäure) und Lipase (weitere Fettverdauung) 5. Dickdarm: Entzug des Wassers aus Nahrung 6. After: Ausscheidung der nichtverdaulichen Reste Wichtig ist noch zu erwähnen, dass vom Dünndarm das Pfordadersystem abgeht, was die Nährstoffe durch die Leber transportiert, dort erstmals Glucose in Glykogen umgewandelt wird und Gifte entzogen werden.*Atmung Äußere Atmung: Lungenatmung, Hautatmung, Tracheenatmung Innere Atmung: Zellatmung Auch biologische Oxidation genannt, läuft in Mitochondrien ab und dient der Energiegewinnung. Erster Schritt: Glycolyse Voraussetzung: Sauerstoff und Glucose Endprodukte: Wasser, Kohlendioxid und EnergieAblauf: Es folgt eine Kette enzymatisch gesteuerter chemischer Reaktionen bei der Glucose zu Brenztraubensäure umgebaut wird. Alle Zwischenprodukte liegen im phosphoryliertem Zustand vor (Zucker ist durch Verbindung mit Phosphat aktiviert). Für die Phosphorylierung wird in den ersten Schritten Energie verbraucht (ATP), aus einem Molekül Glucose entstehen dabei zwei C3- Moleküle. Diese werden dann unter Wasserstoffabspaltung oxidiert, der frei werdende Wasserstoff bindet dann an NAD+ und es entsteht NADH2. Bei dieser Reaktion wird soviel Energie frei, das wiederum Energie (ATP) aufgebaut werden kann. In der Endoxidation wird NADH2 mit Sauerstoff zu Wasser oxidiert, dabei wird wieder ATP und NAD frei, das wieder der Glyolyse zur Verfügung steht. Citronensäurezyklus Die entstandene Brenztraubensäure wandert dann ins Mitochondrium, dort wird dann CO2 unter NADH2 Bildung abgespalten (oxidative Decarboxylierung). Es ist >Essigsäure entstanden, welche sich an das Coenzym A bildet, daraus entsteht aktivierte Essigsäure. Nun wird die aktivierte Essigsäure an den Akzeptor (Oxalessigsäure) gebunden, es entsteht Citronensäure. Zum Ende wird diese dann in mehreren Teilreaktionen abgebaut, es entsteht H2O und CO2. Der Akzeptor wird wieder zurückgebildet. Bei Gelegenheit werde ich den Rest anfügen, im Moment dürfte das für’s erste reichen !© Copyright bleibt beim AutorMfG Commandante |18.12.02| Originalfassung vom 23.04.02(Zusammenfassung meiner Lernmaterialien vom ABI 02)
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27.12.2002 18:14
Wow, echt ausführlich und sehr hilfreich, habe Bio Lk und ehrlich gesagt liebe ich diesen Kurs. Der hält meinen Notendurchschnitt über Wasser uund macht einfach nur Spaß:-)LG fairy85
20.12.2002 21:25
erinnere mich nicht an schreckliches! ;) Gruß vL
20.12.2002 09:00
Ich war auch im Bio-LK - aber das alles scheint schon so ewig her... Gruss Svenja