Wissenswertes über die Bombaykatze
28.12.2007
Pro:
Olli hat mich zu diesem Bericht überredet .
Kontra:
Olli hat mich zu diesem Bericht überredet .
Empfehlenswert:
Ja
 Doofmatz
Über sich:
Sommerschlaf
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Du mußt nur die Laufrichtung ändern, sagte die Katze zur Maus und fraß sie. Franz Kafka Die gemeine Bombaykatze tut, als wäre sie schwarz und entlarvt sich nur zur Sommerszeit, wenn das Licht beim Sonnen ihre dunkelbraunen Streifen auf etwas heller nuanciertem braunem Fell zum Vorschein kommen läßt. Sie glaubt zurecht, die schönste unter den Katzen zu sein und trägt dieses Bewußtsein sehr gerne und oft zur Schau. Dann sollte man die Bombaykatze jeweils entsprechend bewundern, da sie ihr Leben lang wächst und ihr Langzeitgedächtnis nicht besonders schlecht ist.Aufgrund ihres feinen modischen Gespürs tarnt sich die Bombaykatze präferiert auf Komplementärfarben. Grundsätzlich gilt das Vogel-Strauß-Prinzip, sodaß die Bombaykatze unsichtbar wird, sobald man von ihr optisch nicht mehr wahrgenommen wird. Oft faucht die Bombaykatze. Dann will sie ihre Ruhe haben; vor allem, wenn sie verspielter Laune ist, sollte man sie nicht zum Kuscheln zu bewegen versuchen. Dann hat man vielmehr ohne Unterlaß ihre Maus zu werfen (Spielzeugmaus; echte werden aber bestimmt auch mit Wertschätzung belohnt). Tut man dies unzureichend, wird man seitens der Bombaykatze mit vorwurfsvollen Blicken bedacht werden. Auf diese sollte reagiert werden, da Bombaykatzen in ihrer Langeweile zu außerordentlich destruktiven Kreativleistungen fähig sind.Die Schale der Bombaykatze ist sehr niedlich und weich. Dafür ist der Kern allerdings weitaus weniger niedlich, im Gegenteil sogar giftig und gefährlich. In regelmäßiger, sorgfältiger Häufigkeit läßt die Bombaykatze ihren Besitzer an Rückständen dieses Kerns teilhaben, um dezent an ihre Macht zu erinnern. Die Bombaykatze kennt keine natürlichen Feinde, da sie laut eigenen Aussagen größer und stärker als jeder andere ist. So kommt es, daß alles und jeder zu jedem beliebigen Zeitpunkt von einer Bombaykatze gefressen werden könnte oder auch wird. Dieser Tatsache zum Trotz gibt es kein Gefäß, in das die Bombaykatze nicht hineinpassen würde. Am Liebsten schläft sie aus kleinen Schachteln heraus- und hervorquellend ihre Ganzjahresmüdigkeit aus.Des Schlafes bedarf die Bombaykatze übrigens sehr viel, weil sie sich von ihren Pflichten und Tätigkeiten gebührend ausruhen muß. Zu jenen Pflichten gehört das Zusammentreiben ihrer Bezugsmenschen, das akustische Öffnen verschlossener Türen, die Beanstandung des Futterangebots, das ausführliche Sich-kraulen-lassen, das Erdenken neuer Fähigkeiten (Öffnen von Leckerlibeutel, artgerechtes Fressen und Zerrupfen von Zeitungen, Erlernen neuer niedlicher Quietschtöne), das Dekorieren sowie Verschönen der Umgebung durch pure Anwesenheit - und zuguterletzt natürlich das Schlafen. Die Zudeckung der Bombaykatze hat mit allergrößter Sorgfalt zu erfolgen. Die einzig wahre Reihenfolge lautet hier: Decke - Katze - Decke. Wird diese Schichtung in irgendeiner Weise variiert, gleich wie gutgemeint, bestraft dies die Bombaykatze in aller Deutlichkeit.Zu den Beutetieren der Bombaykatze zählen mitunter Plastiksackerl (Anm. für Ausländer: Plastiktüten), die erst aufs Brutalste ermordet und anschließend buchstäblich besessen werden. Es ist davon abzuraten, der Bombaykatze ihr Sackerl streitig machen zu wollen, nachdem sie es einmal erlegt hat. Die Bombaykatze gehört zu den seltenen Vertreterinnen ihrer Art, die "miau" im Wortlaut auszusprechen wissen. Dieses Wissen setzt sie aber nur sehr gezielt und effektvoll ein. Auch Fremdsprachen zählt sie stolz zu ihrem Repertoire. So kann sie unter anderem knurren wie ein Hund, muhen wie eine Kuh, piepsen wie eine Maus, zwitschern wie ein Vogel, gurren wie eine Taube, fauchen wie eine Schlange, quaken wie Frosch und Ente, wie ein Schaf mähen (hier ist nicht der Rasen gemeint, wenngleich auch das bedingt zuträfe), grunzen wie ein Schwein, ih-ah-en wie ein Eselchen und schimpfen wie ein Rohrspatz. Der Bombaykatze sollte man ihr Vokabular hinsichtlich dieser Sprachgewandtheit verzeihen, wenn sie teilweise wie eine Straßenkatze daherredet.Unverzeihlich ist es, einer Bombaykatze den Mund verbieten zu wollen, wenn sie sich in menschliche Konversationen einbringen möchte. Dann hat man einen Stuhl für sie zu holen sowie wiederholt ihre Schönheit und Eloquenz zu loben. Widrigenfalls droht Mißmut, der sich über Stunden hinziehen kann. Spätestens beim nächsten Bauchweh könnte sich das bitter rächen, da eine Bombaykatze mit angestelltem Motor die allerbeste Medizin dagegen darstellt (nur externe Anwendung). Die Schnurrleistung der normal ausgewachsenen Bombaykatze beträgt mehr als 24 Stunden pro Tag. Die Einschaltknöpfe befinden sich jeweils seitlich hinter den Ohren, unterm Kinn, an dieser einen Stelle am Bauch, am Nasenrücken und, so sie in Stimmung ist, insbesondere überall. Ihre Bezugsmenschen erbeutet sie am Liebsten, wenn diese zu lesen, fernzusehen, zu stricken oder zu telefonieren versuchen, indem sie ihren Schnurrmotor aktiviert und sich schwungvoll auf den Bauch des jeweiligen Menschen schmeißt. Gezielt eingesetzte Niedlich- und Süßigkeit tragen dann schnell zum Einschlafen des wehrlosen Opfers bei. Sobald der ganze Mensch erfolgreich schläft, geht die Bombaykatze sich ausruhen.Die Bombaykatze ist weiters besonders gut als Musikinstrument geeignet, da sie nicht nur von ganz alleine Geräusche von sich gibt, sondern auch durch sanftes Drücken oder liebevolles Quetschen zur Musikalität überredet werden kann. Die Bombaykatze ist keine gute Tänzerin, weil sie stets die Führung übernehmen will - auch unter Einsatz ihrer natürlichen Bewaffnung (Abb. 6).Begegnet die Bombaykatze einem möglichen Feind, so kann sie auf das bis zu dreifache ihrer Größe heranwachsen, indem sie sich statisch auflädt. Optisch ähnelt sie dann einem Stachelschwein. Im Kopf der Bombaykatze befindet sich viel Un- und Blödsinn, der stets mit Hefetabletten gedüngt werden sollte. Fehlt es der Bombaykatze an Entladungsmöglichkeit, nimmt der Blödsinn paradoxerweise zu, sodaß es heute als bewiesen gilt, daß das Innere eines Bombaykatzenkopfes um ein Vielfaches mal Pi größer ist als die Außenschale.Im Durchschnitt entwickeln sich - je nach Dringlichkeit und Bedarf - in der Bombaykatze 4,5 Gedanken/Stunde. Diese werden im Anschluß häufig so lange laut vorgetragen, bis sie anerkennend entlohnt wurden (Streicheln, Zuspruch, Futter). Abschließende Erläuterungen zu den Illustrationen 01 - Schematische Darstellung der Bombaykatze 02 - zärtlich erinnernde Drohgebärde der Bombaykatze 03 - das dämonische Antlitz der leicht entnervten Bombaykatze 04 - Bombaykatze in Tarnung 05 - Mitte der Bombaykatze 06 - Vorderwaffen der BombaykatzeDie Katze ist ein Tier, das von Haaren umgeben ist. Sie hat vier Beine, vorne zwei zum Laufen und hinten zwei zum Bremsen. Sie fängt an mit dem Kopf und hört auf mit dem Schwanz, der hinter dem Körper kommt. Schülerweisheit Siehe auch: Englisches Wiki über Bombaykatzen: http://tinyurl.com/2tlu65 Monty Pythons: How to confuse a cat (Fachliteratur) Baudelaire über Katzen (diverses)
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19.08.2008 10:33
Hallo Doofmatz! natürlich ein s.h., LG Jockel
10.05.2008 01:03
Witzig und einfallsreich...früher mochte ich Katzen lieber als Hunde..heute ist es umgekehrt....Gruß LillyS.
29.02.2008 21:48
ich - wir haben tränen gelacht... ehrlich... und ich hab meinen Schweinen erklärt, dass sie nicht die einzigen schönsten unter der sonne sind... jawohl...