Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Im eigentlichen Sinne eine äußerst nützliche Plattform |
| Kontra: |
Vielen Mitgliedern scheint der Sinn ihrer Aufgabe hier verlorgen gegangen zu sein . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Ich denke nicht, dass ich hier irgendjemandem unsere Plattform näher erläutern muss, aber für diejenigen, die meinen, dass ja nicht jeder Leser, der sich aus Hinterindien mal auf die Seite Ciao.de verirrt, anständig und allumfassend informiert wurde, schreibe ich meinen Gedankenbeitrag doch lieber ins Cafe. Nur so zur Vorsicht, denn ich bin jetzt schon fast sicher, dass mir der eine oder andere Kommentar zu verstehen geben wird, dass man im oder mit Kaffee gar nicht schreiben kann. Genau diese User sind es allerdings auch, die gern im Kaffeesatz lesen, in der dunkelbraunen Brühe ihre Bestimmung zum Oberlehrer, Blockward, Rechtschreibpolizisten, Revolutzer und Wächter der AGB finden oder in sich den kritikfähigen Klarseher erkennen.
Ich habe die Jahre nicht gezählt, in denen ich nun schon Mitglied von Ciao bin, aber es müssten inzwischen so um die 8 oder 9 sein. Die ersten Jahre meiner Mitgliedschaft verbrachte ich eher als stiller Teilnehmer, denn beruflich ziemlich ausgelastet, nutzte ich Ciao einzig und allein, um mich über verschiedene Produkte, Hotels, Dienstleistungen o.ä. zu informieren. Die Erfahrungen anderer Mitglieder hielt ich immer für sehr wertvoll, besonders vor Neuanschaffungen. Oft fand ich in Berichten Hinweise darauf, was ich bei einer Neuanschaffung beachten sollte, Preistipps oder auch Argumente gegen das Produkt, die mir selbst nie eingefallen wären. So manche Buchbeschreibung machte mich neugierig und viele Reiseberichte weckten das Fernweh. Kurz gesagt, ich empfand Ciao als nützliche Verbraucherinformation, denn hier schrieben Verbraucher für Verbraucher - offen, ehrlich und unzensiert.
Die einzige Zensur, der die Berichte unterliegen, sind die von Ciao vorgegebenen Richtlinien der Ausdrucksweise oder die Bittte, seine Zeilen so zu verfassen, dass sie andere Menschen nicht beleidigen oder verletzen.
Es gibt gewiss noch einige andere Richtlinien, aber darauf möchte ich hier und jetzt nicht weiter eingehen, denn wer hier Berichte schreibt, wird sie gewiss kennen.
Inzwischen habe ich nun, binnen der letzten 3 Jahre, 74 eigene Berichte verfasst, womit ich schon, bezogen auf die Vielschreiber, einen Rekord in Langsamkeit aufstellen kann. Dazu möchte ich jedoch selbstverteidigend anmerken, dass mein Leben nicht zu 95% aus Ciao besteht, sondern ich noch viele andere Interessen habe, die mein Leben ausfüllen. Überhaupt bin ich kein großer Freund davon, meine Abende oder gar Tage am Rechner zu verbringen und mich dabei in eine Welt zu katapultieren, die mir vorgaukelt gaaaanz schrecklich viele Vertraute und Freunde zu haben, obwohl ich doch alleine an meinem Schreibtisch sitze.
Austausch und Kommunikation haben für mich einen anderen Stellenwert, als das oft stumpfsinnige Hin-und Hergetipsel, bei dem mir irgendein Satz von einem völlig fremden Menschen übermittelt wird, mit dem ich im Grunde gar nichts anzufangen weiss.
Am Rechner entsteht keine Nähe, sondern viel eher ein Trugbild aus Wunschvorstellungen.
Zurück zu Ciao. Nachdem ich meine ersten Berichte verfasst hatte und immernoch der Meinung war, dass die Aufgabe aller Ciao-Mitglieder einzig und allein darin besteht, selbst Berichte zu schreiben und die Berichte anderer Mitglieder zu lesen, sie zu kommentieren und zu bewerten, meldete sich bei mir ein User im Gästebuch, mit dem Hinweis "PGB". Erstmal wusste ich gar nicht was das ist. Nachdem ich jedoch den Weg ins PGB gefunden hatte, las ich die Fragen, wer ich denn nun bin, wie groß ich bin, wie ich gebaut bin und ob ich Freude an "Spielchen" hätte. Nachdem ich ihm mitgeteilt hatte, dass ich nicht mit ihm spielen möchte, hielt er wieder Ruhe. Es dauerte jedoch nicht lange, bis mir ein weiterer User mitteilte, dass ich scheinbar ein sehr mitfühlender Mensch bin (ohne Zweifel:-). Er stellte mir die Frage, wo ich wohne, ob wir uns nicht mal treffen könnten und ob ich vielleicht Psychologin bin. Ich teilte ihm mit, dass ich zuhause wohne und verneinte die beiden weiteren Fragen.
Bei anderen Usern, hatte ich im GB gelesen "Bitte nur ins PGB schreiben". Ich überlegte mir, ob ich vielleicht "Bitte nur ins GB schreiben" hinterlassen sollte, denn den Mut, mir solche merkwürdigen Fragen zu stellen, die ja nun wirklich absolut gar nichts mit unserer eigentlichen Arbeit bei Ciao zu tun haben, hatte niemand.
Im Laufe der Zeit dämmerte mir, dass längst nicht alle User meine Arbeitsauffassung bei Ciao teilten. Ciao war und ist für einige nicht nur das sinnvolle Verbraucherportal, auf dem man seine Erfahrungen kundtun oder Informationen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen nachlesen kann.
Dieser gute Gedanke steckte vielleicht anfänglich mal dahinter.....
Viel öfter, als sinnvolle Verbraucherinformation, findet man sinnlose Selbstdarstellungen, exzentrischen Wortwürfelhusten, scheinintellektuelles Gefasel, brechreizerregende Kommentare, überhebliches Gemetzel, dessen Sinn kein Mensch versteht, provokant dummes Kauderwelsch oder Kliquenwirtschaft im Kampf um die 50 Cent, die man für einen Bericht einstreichen kann.
Vor einigen Wochen hatte sich eine Userin bei mir beschwert. Sie klagte, ich hätte mich ja wenigstens mal bei ihr dafür bedanken können, dass sie in 3 Minuten 7 meiner Berichte abgeklickt hat. Schließlich bekäme ich für jeden Klick 2 Cent. Bei ihrer Lesegeschwindigkeit war ihr nicht aufgefallen, dass ich meistens in Kategorien schreibe, für die es kein Geld gibt.
Ich schlage mich nicht um das Produkt der Woche (meist kenne ich es gar nicht) noch um irgendwelche Diamanten. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, habe ich einen sehr liebenswürdigen Kreis von Lesern (die Klicker schließe ich mal aus) mit denen ich zwar selten, aber wenn, dann sehr nett und für mich gewinnbringend, kommuniziere.
Hier bei Ciao interessieren mich nicht die privaten Seelenexkursionen irgendwelcher Mitglieder, sondern ihre Erfahrungen, ihre Gedanken zu bestimmten Themen und ihre Einschätzung bestimmter Produkte.
Wer zu viel privaten Brei durch die Leitung schickt, der darf sich nicht wundern, dass andere User nicht immer vor Mitgefühl zerfließen, sondern ab und zu auch mal denken, dass der Schreiber vielleicht eine Schraube locker hat.
Ganz abgesehen davon, dass wir alle irgendwo die fehlende Tasse im Schrank besitzen (jeder auf seine Art) möchte ich diesen Abschnitt, den Usern widmen, die sich selbst als herausragend intellektuell, schön, anspruchsvoll, kritikfähig, belesen oder sachlich bezeichnen.
"Bei allem Scheiß, wo keiner weiss, was es bedeuten soll, sagen wir vorsichtshalber erstmal das ist anspruchsvoll!"
Wer andere User in ihrer Schreibweise kritisiert (dazu hat ja jeder das Recht, aber leider meist nur das Recht), sollte Sätze wie "Über das Aussehen mich nicht weiter einlasse möchte" oder "Besser als in die Augen sich denkt, und wohl wissend bin..." in eigenen Berichten vermeiden, denn sie wirken auf mich, wie die zaghaften Zeilen eines fremdsprachigen Einwanderers, nach 2 Wochen Deutschkurs.
Nein, ich bin zu dumm, den Wortwitz in diesem Undeutsch zu erkennen, möchte bei der Weihnachtswichtelaktion das Buch "Deutsche Grammatik für Anfänger" verschicken oder zumindest darauf hinweisen, dass egal, wie wir uns auch drehen und wenden, das Gesäß immer hinten bleiben wird.
Ich bin gewiss kein Zelot der Rechtschreibung und übersehe Rechtschreibfehler gern. Im Gegensatz zu vielen anderen Useren, stören mich Rechtschreibfehler nicht. Ich selbst benutze nie die Rechtschreibprüfung, schreibe sehr schnell und manchmal finde ich dann in meinen Berichten Buchstabendreher, Worte in schwedischer Schreibweise oder auch völlig falsch geschriebene Worte, bei denen ein Buchstabe fehlt.
Vergebung, aber das ist mir völlig egal! Bei Berichten, in denen jedes 5. Wort falsch geschrieben ist, bewerte ich nicht und hinterlasse lieber einen freundlichen Hinweis im PGB. Laßt euch sagen, diese Vorgehensweise ist für den Autoren hilfreicher, als das hochtrabende, sich zum Rechtschreibgott aufschwingende, dumme Gefasel, was mir in einigen Kommentaren aufgefallen ist.
Bevor ich euch jedoch hier beschwindele möchte ich zugeben, dass ich doch einmal die Rechtschreibprüfung um Hilfe gebeten habe, denn ein User teilte mir freundlich mit, dass sich in einem meiner Berichte mindestens 35 gefühlte Rechtschreibfehler befinden. Wow, das ist viel fand ich und suchte und suchte und suchte, nach den schlimmen Fehlern, um sie unverzüglich auszumerzen. Auch das Einschicken meines Textes an eine befreundete Deutschlehrerin half nichts, denn auch sie konnte die 35 gefühlten Fehler nicht finden. Wir beide konnten einen Fehler finden, aber der Rest blieb unserem Geiste verschlossen. So bemühte ich gespannt die Rechtschreibprüfung und auch die fand nur diesen einen Fehler, den ich natürlich sofort ausbesserte, weil ich gerade nichts anderes zu tun hatte.
Wer also 34 Fehler fühlt, ohne das sie wirklich vorhanden sind, wird wohl die Rechtschreibprüfung dringend nötig haben und sollte auch in Zukunft keine Texte ohne ihre Hilfe veröffentlichen.
In vielen Kommentaren lese ich immer wieder, dass die Rechtschreibung ganz besondere Beachtung findet, weil so mancher Buchstabendreher zur Sinnentstellung des Textes führt.
Für die, die soetwas behaupten, habe ich einen besonderen Text, der das Gegenteil behauptet.
"Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems."
Diesen Text können, laut einer Unfrage, über 99% der Deutschen lesen und verstehen.
Wer also, wie oft in Kommentaren beschrieben, extreme Probleme hat, Berichte mit gelegentlichen Buchstabendrehern zu verstehen, sollte wohl erstmal an seinem Leseverständnis arbeiten. Manchmal hilft vielleicht auch schon eine passende Sehhilfe.
Kommentare
Immer wieder drangen Klagen über bilderlose Berichte an meine Ohren und tatsächlich bewerteten viele User Berichte ohne Bilder schlechter, weil sie dem Autoren unterstellten, er besitze das Produkt gar nicht.
Ich persönlich brauche keinen Bilderbeweis, um einen guten Bericht zu erkennen, aber darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich möchte nur mal anfragen, wie es denn um dem Lesebeweis steht, den man mit einem sinnvollen Kommentar erbringen könnte.
Eine Vielzahl von "Klickern" ist für einen Großteil von Usern, die sich mit ihren Berichten sehr viel Mühe geben, ein echtes, verständliches Ärgernis. Kaum zu glauben, aber wahr, durfte ich jedoch auch schon die Erfahrung machen, dass ausgerechnet die User, die sich laut über die Abklickerei beschweren, die schnellsten Klicker sind.
Ihr freundlicher Kommentar "LG und Bh" wird dem Bericht nicht immer gerecht, denn die Zeit und Mühe, die sich ein Autor gemacht hat, verdient oftmals mehr als nur sieben, aussagelose Buchstaben. Andererseits ist mir jedoch auch oft schleierhaft, wie der eine oder andere Bericht an die Bestnote kommt, wogegen der gleiche Bewerter wirklich hervorragende Berichte mit einem sh oder gar h bewertet.
Könnte es sein, dass einige User hier viel eher Menschen, anstatt einen Bericht bewerten?
Der Umgang mit neuen Mitgliedern und die Kommentare, die sie oft über sich ergehen lassen müssen, weckt in mir das Verständnis dafür, dass sie nur einmal auftauchen und dann nie wieder. Extrem selten findet man freundliche, unterstützende Kommentare, die Mut machen, Tipps geben oder hilfreich sein könnten. Aus den eher dümmlich klingenden Zeilen der Kommentarspalten, blubbert die Überheblichkeit und Allwissenheit der alten Ciaoesel, wie der Brei eines überkochenden Milchreistopfes. Was wollen diese Kommentatoren damit erreichen oder zum Ausdruck bringen? Schaut alle her, ich bin der, der sich auskennt! Seht mal, ich habe schon mindestens 200 mal uninteressanten, schriftlichen Schwachsinn in Selbstdarstellungform gepresst und habe Klicker inspiriert, durch Gegenklicken diesen Wortwürfelhusten abzusegnen, meine Farbe ist Bronze und das befähigt mich dazu, Neulinge zu Dummköpfen zu degradieren, bei denen man mal so richtig auf die Kacke hauen kann.
Empathie (Einfühlungsvermögen) ist eine essentielle Fähigkeit unserer sozialen Kompetenz. Ich frage mich, weshalb es für manche Kommentatoren so unglaublich wichtig ist, immer und immer wieder unter Beweis stellen zu müssen, dass ihnen diese Kompetenz und so mach andere, völlig fehlt. Wir wissen es längst und eure Beweisführung nervt manchmal, denn sie ist mir, als Teil von Ciao, eher peinlich.
Wer oder was ist Ciao?
Stellt man Usern diese Frage, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten.
Die Einen poltern gleich los, Ciao sei dieser Mitarbeiter, der sich mal als User betätigte und dabei ziemlich viele Berichte kopierte und die Anderen wissen zu berichten, dass Ciao eine Werbeplattform ist, die Schleichwerbung betreibt, kein sinnvolles Verbraucherportal und ganz schrecklich viel Geld, durch die Berichte der User, verdient. Oft hört man den Vorwurf der Undurchsichtigkeit. Ich wollte in diesem Zusammenhang mal fragen, ob euer Chef im realen Leben, sofern ihr noch eins habt, vielleicht auch mehr verdient als ihr und ob er euch an allen seinen Entscheidungen teilhaben läßt? Für mich ist Ciao nach wie vor eine sinnvolle Verbraucherplattform, auf der Verbraucher unzensiert ihre Erfahrungen weitergeben können.
Was aber führt zu immer wiederkehrender Unruhe, die diese Plattform oft uninteressant, öde und langweilig macht? Ich persönlich denke, der Grund liegt darin, dass viele User ihre eigentliche Aufgabe, die sie hier erfüllen sollten, aus den Augen verloren haben. Nicht nur im Schutz der Anonymität neigen Menschen dazu sich selbst zu beweihräuchern, aber die Anonymität verleiht einen zusätzlichen Antrieb, weil niemand dich kennt und dir widersprechen kann.
Die Frage wer Ciao ist, ist schnell und einfach zu beantworten. Wir alle sind Ciao! Du und ich und alle anderen User, die dafür sorgen, dass Ciao funktioniert. Wir bestimmen den Ton dieser Plattform, den Ungang mit einander und Neulingen. Wir können dafür sorgen, dass Neueinsteiger vernünftig angeleitet werden, dass sie Unterstützung und Hilfe bei ihren Fragen finden und sich willkommen fühlen.
Wir können aber auch, von unserer überspannten, übertriebenen Extravaganz getrieben, verdrehte Zwirbelsätze bilden, deren Sinn sich nur dem Schreiber selbst erschließt, die aber in keinster Weise dem Informationsfluss oder der verständlichen Kommunikation dienlich sind.
Mir geht diese gruselige Extravaganz, auf die man bei Nachfrage die Antwort bekommt " Ich bin gern ein bisschen provokant" auf den Wecker, denn ein der Anziehungskraft unterliegendes liquides Kontinuum bildet in Sedimenten und Magmatiten konkave Vertiefungen, oder hätte ich sagen sollen steter Tropfen höhlt den Stein? Natürlich weiss auch ich, dass mentale Imagination die Abilität besitzt, durch Kontinentaldrift kausierte Gesteinsformationen in ihrer lokalen Position zu transferieren, aber ihr könnt mir glauben, dumme Provokanz versetzt niemals Berge. Sie macht auch nicht interessant. Sie schreckt eher ab!
Das private Gästebuch
ist eine sinnvolle Einrichtung, die man dazu nutzen könnte Grüße, ein Dankeschön oder hilfreiche Anregungen zu verschicken. Ich persönlich halte mich mit Kommentaren bei neuen Usern zurück und hinterlasse lieber im PGB einen Hinweis darauf, wie man den Bericht evtl. besser gestalten könnte. Meine Kritik mache ich nicht öffentlich, um neue Mitglieder nicht bloß zu stellen. Auch bei schon langjährigen Mitgliedern hinterlasse ich lieber meine Kritikpunkte in freundlicher Form, in ihrem PGB, anstatt sie der Horde zu überlassen, die nur nach Fehlern sucht und vielleicht selbst keine gefunden hat. Selbst wenn ich meine eigenen Zeilen, die ich irgendwann mal im Internet zu einem Thema veröffentlicht habe, in Berichten wiederfinde, mache ich freundlich darauf aufmerksam, dass ich persönlich nichts gegen die Verwendung habe, aber so einige Mitglieder es sich zur Aufgabe gemacht haben, Berichte nach Kopien zu durchforsten, weil ihr Leben ziemlich unausgefüllt zu sein scheint. Anstatt einen Bericht mit nh zu bewerten, weil er versehentlich in der falschen Kategorie gelandet ist, was oftmals noch nichtmal die Schuld des Autors ist, wäre es doch freundlicher, den Autoren im PGB darauf hinzuweisen, dass sein Bericht am falschen Platz steht, ohne eine Bewertung abzugeben. Hier schreiben Verbraucher für Verbraucher, sprich Menschen für Menschen und während meiner Anwesenheit hier auf Erden, ist mir noch kein fehlerfreies Exemplar dieser Spezies untergekommen, sondern immer nur solche, die sich dafür halten.
Statt die Gästebücher sinnvoll zu nutzen, werden sie gefüllt mit Getratsche, Wahnvorstellungen oder Anbaggereien, was manchem User so eine Art Sinngebung des Seins zu sein scheint, aber zu beiden Arten möchte ich anmerken, dass ich streng nach dem Motto "Was störts den Baum, wenn ein Schwein sich daran kratzt" lebe und den Partnersuchenden nur den Rat geben kann, sich an eines des vielen Foren, in denen sich die einsamen Herzen nach anderen einsamen Herzen (natürlich mit Niveau) umschauen. Grundsätzlich finde ich es einfach klasse, wenn sich bei Ciao rein zufällig Menschen finden, die sich mögen und beschließen ihren Weg ein Stück gemeinsam zu gehen. Bescheuert finde ich es jedoch, wenn sich die verschmähte
Online - Liebe zu Rachefeldzügen aufschwingt und sehr privat ausgetauschte Einzelheiten, an andere User weiter gibt. Ganz abgesehen davon, dass dies auf einen nicht unbedingt ehrenwerten Charakter hindeutet, gehört so ein Quatsch einfach nicht hier hin!
Wer es schafft, mit der kleinen Erbse, die durch seinen Gehirnskasten kugelt, ein winziges Stück über seinen Tellerrand zu schauen, dem wird vielleicht zwischendurch mal aufgehen, dass wir unseren Mitmenschen genau die Fairness entgegen bringen sollten, die wir auch von ihnen erwarten.
Zum Abschluß möchte ich noch ein Wort an die Spaßvögel unserer Community richten. Ich bin ein großer Freund sinvollen Unsinns, aber andere User in ihrer Privatsphäre zu stören, selbst wenn sie ihre persönlichen Daten frei im Internet präsentieren, finde ich nicht witzig, sondern doof und einfallslos. Als Betroffener würde ich sowas vollkommen ignorieren und kein Wort darüber verlieren. Auf der Gegenseite ist es allerdings genauso unsinnig bzw. unfair irgendwelche User solcher blöden Taten zu beschuldigen. Vermutungen werfen oft ein falsches Licht auf Unschuldige.
Es würde mich freuen, wenn sich einige User wieder an ihre eigentliche Aufgabe hier bei Ciao erinnern würden, als da wäre, über eigene Erfahrungen zu informieren, Berichte tatsächlich zu lesen und das Gelesene zu bewerten. Es ist nicht unsere Aufgabe Menschen zu bewerten, sondern Berichte!
Unterschiedlicher Meinung zu sein, kann beide Seiten weiterbringen, solange man offen und tolerant mit den Gedankengängen seines Gegenüber umgeht. Niemand hat hier die Weisheit mit Löffeln gefressen, auch wenn einige gern von sich behaupten eher zur intellektuellen Garde zu gehören. Wer das von sich behauptet, wird schon wissen, dass er diese Behauptung unter die Leute bringen muss, weil sonst niemand auf die Idee kommen würde, ihn in diese Kategorie einzuordnen.
Ohne Scheu präsentiere ich euch, mit jedem Beitrag meine Mittelmäßigkeit, was mir bisland noch niemand verübelte, außer diejenigen, die sich trotz Mittelmäßigkeit, noch von mir überflügelt fühlten.
Auch die abgeschriebenen Sprüche im schönsten Latein, von http://www.spruecheportal.de/latein.php oder aus Asterix Heften, machen niemanden zwangsläufig zu einem gebildeten Menschen.
Demut macht klug, denn der Demütige kann zuhören, ist offen für Lehrreiches und glaubt nicht alles besser zu wissen, weil er weiss, dass wir alle nichts wissen.
Nachtrag 4.1.2011
Durch meinen Bericht habe ich viele Zuschriften von anderen Mitgliedern bekommen und möchte an dieser Stelle eine Aussage im Bericht korrigieren. Das Wort "unzensiert" ist scheinbar fehl am Platz, denn Ciao löscht Berichte, obwohl sie auf eigenen Erfahrungswerten basieren und allen Anforderungen und Richtlinien, die Ciao an Berichte stellt , entsprechen. Mir scheint, dass der Produkthersteller oder Besitzer (beispielsweise von Hotels oder Pensionen) Ciao so unter Druck setzen kann, dass Realitäten unbequem werden und man lieber kritische Berichte löscht, um Ärger aus dem Weg zu gehen.
Ein solches Vorgehen kann, nach meinem Ermessen, nicht Sinn einer Verbraucherplattform sein!
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