Alles mit D...

Erfahrungsbericht über

Alles mit D...

Gesamtbewertung (990): Gesamtbewertung Alles mit D...

 

Alle Alles mit D... Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


It´s All About Death-Metal, Part I

5  01.07.2001

Pro:
-

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Kervorkian

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:95

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 95 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun gibts eine kleine Rundreise durch den Death-Metal, wobei ich mich weniger auf Klassiker sondern eher auf Geheimtipps beziehe, die natürlich mal wieder zuwenig Aufmerksamkeit erlangt haben. Der Ratgeber bezieht sich auf die meiner Meinung nach besten Scheiben der jeweiligen Band, die sie ungefähr repräsentieren sollten. Da es zu den Geschichten der Band wenig zu sagen gibt, außer Gründung, Aus/Einstieg von Musikern, eventuell Auflösung, fallen die einzelnen Meinungen recht kurz aus und sollen nur einen groben Überblick über die CD geben. Hierbei handelt sich nur um den ersten Teil meiner kleinen Death-Metal Reise. Weitere werden folgen, ebenso ein kleiner Grindcore-Ratgeber, der auch mehrere Teile umfassen wird.

DEEDS OF FLESH - "Path Of The Weakening"

Beginnen möchte ich mit einer der konsequentesten Bands des Death Metal-Genres Deeds Of Flesh, die wirklich reinsten Up-Tempo-Todesstahl liefern. Keine Keyboards, keine stilfremden Elemente, keine Melodien, aber dafür volle Kanne rein in den Arsch.
Manche Zeutgenossen bezeichnen die Mischung als Steinzeit-Metal, der nichts mehr im 21. Jahrhundert zu suchen hat und damit tun sie Deeds Of Flesh ganz schön unrecht, denn auch wenn die Mucke weder orginell noch neu ist, knüppeln sich die Jungs ultratight und gekonnnt durch die Songs, so das jedem Nostalgie-Freak das Herz vor Freude in die Hose rutschen dürfte. Stumpf ist eindeutig Trumpf und das eine halbe Stunde lang. Die Texte bringen natürlich Tod und Zerstörung, aber im heutigen Zeitalter dürfte das kaum mehr für Aufsehen sorgen. Doch Deeds Of Flesh liegt es sicher fern zu provozieren. Die Band will einfach nur ihr Ding durchziehen und genau das tut sie nun schon seit immerhin 3 Alben (Ein neues ist schon wieder in der Mache) und etlichen Jahren. Wer sich Deicide und Sinister in ein wenig schneller und dumpfer vorstellen kann, der ist schnell bei der Essenz von Knüppeleien wie "Lustmord", "Indigenous To The Appaling (Mutinos Human)" oder "Execute The Anthropophagi". Der Rausschmeißer "A Violent God" ist sogar noch ein Gourmethappen für alle Morbid Angel-Freaks. Echte Death-Metal Fans, die Melodiengegurke wie In Flames und Co. satthaben, müssen hier einfach zugreifen.
8 von 10 Punkten

DECAPITATED - "Winds Of Creation"

Decapitated sind eine recht junge Band aus Polen. Jung kann man allerdings in Zweierlei Hinsicht verstehen, denn zum einen ist "Winds Of Creation" das Debüt der Band und zum anderen liegt das Durchschnittssalter der 4 Musiker bei gerade mal 17 Jahren !!! Während zwei Mitglieder wenigstens schon Volljährigkeit erlangt haben, so krebsen die anderen zwei immer noch 17, bzw. 16 (!!!) Jahren. Wer allerdings denkt, dass sich das Alter auf die Qualität auswirkt, hat sich geirrt, den die Kleinen kloppen eindeutig schon wie die ganz Großen. Und wer sind die ganz Großen in Polen ? Richtig. Vader. Deren Sänger Peter versuchte sich auch bei Decapitated als Produzent, was er mit Bravour gemeistert hat. Musikalisch drängt sich sicher auch gleich der Verdacht der Vader-Kopie auf, doch mit denen haben Decapitated eher nur am Rand etwas zu tun. Ganz so brutal, wie Vader geht man dann doch nicht zu Werke, auch wenn die thrashigen Mid-Tempo Parts teilweise an jene erinnern. Nebenbei gefällt mir der Decapitated-Röchler viel besser als Vader-Peter, da er mit einem wuchtigerem und tieferem Organ gesegnet ist. Große Strecken das Longplayers erinnern an Morbid Angel, ohne sie jedoch zu kopieren, "The First Damned" möge hier als Beispiel dienen. Als Abschlussbonbon gibts dann noch eine Coversion von Slayer´s "Mandatory Suicide", dass zwar durch Tempo-Anzug an Charme verliert, aber als Coverversion immer noch voll in Ordnung geht. Live sicher ein Knaller. Auch hier gilt: Kaufen. Vorallem, wenn man auch 1-2 Vader-Scheiben im Schrank hat...
8 von 10 Punkten

DYING FETUS - "Destroy The Opposition"

Über Dying Fetus braucht man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Die US-Band gilt in Undergroundkreisen ja schon längst als Kult und das auf jeden Fall verdient. Außerdem würde es mich schwerst wundern, wenn Dying Fetus mit dieser Scheibe (schon ihre fünfte, allerdings die erste für das Kult-Label Relapse Records) ihren Status nicht ausbauen könnten. Keine andere Band verstrickt so geschickt grindigen US-Death mit arschfetten Grooves und einem Hauch technischer Spielereien. Kritikpunkt dürfte vielleicht Sänger/Basser Jason Netherton sein, der sein Vocal-Organ einsetzt, wie wenn er der Enddarm eines Zwiebelfressenden Monsters wäre. Na ja, der Gute ist inzwischen ausgestiegen, doch sein Nachfolger dürfte nicht viel anderst klingen... Im Vergleich zum ebenfalls genialen Vorgänger "Killing On Adrenaline" (über Morbid Records veröffentlicht) fällt auf, dass Dying Fetus produktionstechnisch nochmal eine ganze Kante zugelegt haben und "Destroy The Opposition" wahrlich mit einer Killerproduktion um die Ecke drömmelt. Durch die Hinzunahme von den vorher schon beschriebenen fetten Grooves dürfte sich die Band auch Ohren von Anti-Grind Fans leihen, doch die Hinzunahme bewirkt auch, dass die punktgenauen Knüppelparts umso brutaler kommen. Das beste Beispiel ist wohl der Opener "Praise The Lord (Opium For The Masses)", dessen Anfangsgroove sich wohl kaum ein Metaller entziehen kann. Der Song beginnt also sogar recht gemäßigt, um dann allerdings in eine 200 Km/h ICE-Origie überzugehen, die trotz allem Druckvoll, punktgenau und heftigst klingt. Das schaffen wahrlich nicht alle Knüppelbands. Im Mittelpunkt steht eindeutig der Drummer, der es neben den ganzen Grinds noch schafft faszinierende Becken-Spielereien einzubauen und tierisch zu grooven, um dann mit einem verwirrenden Rhythmus aufzuwarten. Nebenbei hat man mit "Pissing In The Mainstream" noch einen der coolsten Songtitel überhaupt auf Lager. Die Scheibe war auf jeden Fall eins der Hart-Metal-Highlights 2000, und jeder selbsternannte Death/Grind-Freak, der sie nicht hat, ist keiner. Ganz einfach.
9 von 10 Punkten

HATE ETERNAL - "Conquer The Throne"

Mit "Conquer The Throne" hat sich Ex-und-wieder Morbid Angel-Klampfer Erik Rutan einen Traum erfüllt, nämlich eine Scheibe auszunehmen, bei der er Songwritertechnisch das Heft in der Hand hält, sich an der Gitarre nach Herzenslust austoben kann und nebenbei noch ins Mikro zu grunzen. Rauskommen ist dabei ein Arschtreter, der allerdings nicht wirklich etwas mit Morbid Angel zu tun hat. Langsame, schleppende Parts, die sich mysteriös geben und alles plattwälzen sucht man vergeblich. Hier wird geknüppelt, von ersten Sekunde an bis zur letzten. Zwischendurch gibt´s Breaks und Soli, die zeigen, dass Erik den Platz neben Trey bei Morbid Angel zurecht einnehmen darf. Der Opener "Praise The Almighty" meuchelt gleich im Affenzahn durch die Richterskala und lässt kein Auge trocken. So genial kann Death-Metal sein. Doch zum Glück überkommt einen dieses Glücksgefühl noch öfter auf "Conquer The Throne", z.b. bei "Nailed To Obscurity" oder "Spiritual Holocaust". Die Spielzeit ist mit 33:27 min natürlich nicht wirklich üppig, aber wie auch bei den meisten Death-Metal Scheiben reicht es wirklich völlig aus, da man sich das Zeug nicht wirklich 2 Stunden am Stück geben kann. Obwohl, wenn die Qualität von Hate Eternal erreicht, dann schon. Nicht nur für Mobid Angel-Fans, sondern auch für potenzielle Arschtritt-Ersehner. Der Zweitling dieses '99-Prachtgeschosses ist übrigens schon fertiggestellt und wird demnächst auf die Öffentlichkeit losgelassen, auch wenn Rutan zur Zeit mit Morbid Angel und seinem gerade eben debütierenden Projekt Alas (feat. Martina Hornbacher, ex-Therion) ausgelastet ist.
8,5 von 10 Punkten

So viel zum ersten Teil unserer kleiner "It´s All About Death-Metal"-Reihe. Auf ein Neues...
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Lemmy

Lemmy

14.07.2001 21:40

Hi! Na, so kurz war Deine Meinung garnicht! Dafür aber gut geschrieben! greetz

The-Wishmaster

The-Wishmaster

03.07.2001 13:06

Wirklich klasse - und von wegen die einzelnen Kritiekn sind nciht lang, reichen doch völlig aus. Viele Grüße, The-Wishmaster

Xlarge

Xlarge

03.07.2001 01:13

Sehr gut gefallen hat mir Death-Leprosy. Ein super Album mit exzellenten Gitarrensolos. Nun mag ich es etwas softer wie z.B. Offspring, Gurß Thomas

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Avatar Puzzle "Alles Leben hängt zusammen" 500 Teile mit 3D-Effekt WVG Medien GmbH Rudolph m.d.roten Nase - Wie alles begann... Rudolph mit der roten Nase - Wie alles b Kaltner Präsente 3D Laser Kristall Glasblock mit LED Beleuchtung - Rose in Vase mit Schriftzug ALLES GUTE
Avatar Puzzle "Alles Leben hängt zusammen" 500 Teile mit 3D-​.​.​. WVG Medien GmbH Rudolph m.​d.​roten Nase -​ Wie alles begann.​.​.​ Rudolph .​.​. Kaltner Präsente 3D Laser Kristall Glasblock mit LED Beleuchtung -​ Rose .​.​.
Pearl.de computeruniverse.net Amazon.de Marketplace Kuche
€ 7,90 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 3,79 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 9,95 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: 4,90
mehr
Versandkosten: 3.​99
mehr
Versandkosten: 3.​95
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
Pearl.​de computerunivers​e.​net Amazon.​de Marketplace Kuche
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 759 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (99%):
  1. MRCyrus
  2. Aquakid
  3. Trinity__
und weiteren 91 Mitgliedern

"hilfreich" von (1%):
  1. Pessoa

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.