Discount(kleider)geschäfte -nein Danke!!
13.08.2006
Pro:
Nichts aus Sicht des Kunden, hingegen alles aus Sicht der Firmen
Kontra:
Trotz des "kleinen" Preises viel zu teuer für den Schrott, gesundheitsgefährdende Gifte in Klamotten
Empfehlenswert:
Nein
 hollfehrenbach
Über sich:
Ich bin neugierig. Will (fast) alles wissen und gebe gerne meine Erfahrungen weiter... :-) Berichte ...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die absolute Mehrheit der Discountgeschäfte sind mir aus verschiedensten Gründen ein Dorn im Auge. Es sind mehr die Discounter, die sich auf Klamotten spezialisiert haben, als die Supermärkte. Der erste Kontakt: Zum ersten Mal in ein Discountgeschäft, das sich auf Klamotten spezialisiert hat, habe ich mich vor fast 15 Jahre "reingetraut" - angelockt vom günstigen Preis. Damals noch Azubi und dadurch immer knapp bei Kasse (wer nicht?). Erstanden habe ich zwei schöne Pullis. Als ich die Pullis erworben habe, war es Herbt und ich habe sie nicht mal den ganzen Winter angehabt. Warum nicht? Nun, an einem besonders mildem Winter hat es nicht gelegen, sondern daran, dass die Pullis nach kürzester Zeit und wenigen Malen in der Waschmaschine wie Lumpen ausgesehen haben. Die Freude war dahin und der Frust groß. Der Lerneffekt war da - Geschäft gemieden und Geld gespart, um Qualitätsware zu kaufen. Weihnachten war nicht mehr weit und die Geschenke finanzieller Natur auch nicht mehr, so dass auf diesem Wege eine Finanzspritze für den Winteschlußverkauf vorhanden war. Oh Wunder: die reduzierte Ware aus den "teueren Läden" hat vergleichsweise "lange" gehalten - so kann man sagen, dass sich die teueren Sachen bezahlt gemacht haben... Die Folge/Konsequenz aus diesem einen Einkauf: Ich habe es mir seither erfolgreich verkniffen, dort einkaufen zu gehen und bin gut damit gefahren. Alle Naselang habe ich noch nie neue Klamotten gebraucht - nur damit ich immer "up todate" bin und mit dem aktuellsten Fummel rumlaufe (wozu auch? Ein Modepüppchen war ich noch nie und werde es auch nicht sein).
Beobachtungen im persönlichen Umfeld: Einige Freunde, Bekannte und Nachbarn, die ich so über die Jahre kennengelernt habe, sind keine "Großverdiener" bzw. haben aus verschiedenen Gründen nicht sooooo fürchterlich viel Geld für das alltägliche Leben zur Verfügung - Haus oder Wohnung gekauft, mehrere (kleine) Kinder - die sich schön schnell im rasanten Wachstum befinden. ;-) Nicht alle gehen beim Discounter Kleidung kaufen. Warum es einige schaffen und die anderen nicht, das ist mir bisher noch nicht 100%ig klar geworden - es legt mir ja nicht jeder sein Haushaltsbuch mit all seinen Ausgaben vor bzw. all die, die kein Haushaltsbuch führen (soll es ja auch noch geben) sagen mir, wieviel sie für was Geld ausgeben.... . Kinder sind für mich kein Grund bei einem Discounter Kleider zu kaufen - Ausnahme: mit wenig Geld immer wieder etwas "ganz neues" zu kaufen. Alternative: Second Hand - die Welt geht nicht zugrunde, wenn man in dieser "ultraschnellen" Wachstumsphase gute Kleider (auch teure Markenklamotten!!!)aus zweiter Hand für die Kinder bekommt. Der Einkauf im Second Hand Laden wird für die Kids dann nicht teurer wie im Discounter. Erschreckende Erkenntnis, WARUM die Discountgeschäfte mit den Klamotten viel günstiger sind: Vor längerer Zeit habe ich im Fernsehen einen Bericht über diese "Billigkleidung" gesehen, die in den Discountländen zu finden sind. Das, was ich vorher schon geahnt habe, hat sich durch den Bericht bestätigt. Seit diesem Zeitpunkt mache ich erst recht einen riesengroßen Bogen um die Geschäfte.... . In diesem Bericht wurde über Ex-Mitarbeiter berichtet, die durch die Arbeit mit den Textilien dauerhaft (!!!!!) arbeitsunfähig erkrankt sind. Es waren mehrere Erkrankungen aufgeführt: von bleibenden Nervenschädigungen bis zu chronische Migräneanfällen...... . An alle Erkrankungen kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war schon sehr heftig. Schlimm an der Sache war, dass die entsprechenden Arbeitgeber alles von sich geschoben haben und sich versucht haben aus der Verantwortung zu stehlen - das Wort "Unverschämtheit" ist in meinen Augen noch maßlos untertrieben. Einzig und allein sind die Klamotten daran schuld, die in Indien, China und sonst noch wo gefertigt werden. In diesen Ländern hat man nicht das gleiche Sicherheitsniveau wie hier bei uns in Deutschland. Es werden auf den Baumwollplantagen Spritzmittel verwendet, um die Baumwollpflanzen vor Erkrankungen und "Vernichtungsfeinden" zu schützen. Die Mittel sind hier bei uns in Deutschland schon seit gut und gerne 30 Jahren verboten - und warum? Weil man damals schon festgestellt hat, wie gesundheitsgefährdend sie sind. Über die fertigen Klamotten wird das Gift aber dennoch wieder nach Deutschland zurück geholt. Die Kontrolle greift hier leider nicht. Die Klamotten werden im Akkord hergestellt (die Masse macht´s günstig) und sind entsprechend minderwertig verarbeitet, so dass es nicht lange dauert, bis die Nähte aufgehen..... .Fazit für mich: Mit diesen Klamotten von Takko, Kik und Co. kauft man sich sehr günstig die Krankheiten ein. Die Produkte sind nach sehr kurzer Zeit nicht mal mehr als Putzlappen zu gebrauchen und sind bereits im neuen Zustand "Sondermüll". Von den (dauerhaften)Genveränderungen, die die teilweise verwendeten Chemiekalien verursachen, ist die Tragweite noch nicht ganz geklärt. Dieses Risiko -auch andere Erkrankungen zu erkranken- gibt´s bei diesen Discountkleidergeschäften sehr günstig zu haben. Eine Info zum Schluß: Auch wenn man die Kleidung (mehrmals) gewaschen hat, so sind die Chemiekalien immer noch im ausreichenden Maße vorhanden, um über das größte Organ - die Haut - aufgenommen zu werden. Die Haut hat zwar eine Schutzfunktion gegenüber äußeren Einflüssen, dies gilt so jedoch nicht für die "selbstgemachten" schädlichen Einfüssen wie die Chemikalien in der Kleiderindustrie (sie sind "aus Menschenhand" und nicht "aus der Natur"). So gelangen die Chemiekalien bei jedem Tragen auf die Haut und am Ende in unseren Körper..... Der Körper kann sich nicht so schnell an den Fortschritt gewöhnen wie wir den Fortschritt vorantreiben. Damit stellen wir uns selber ein Bein und wundern uns am Ende.
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14.08.2006 18:49
Ich kann Deine Meinung nur zu gewissem Grade teilen. Sicherlich sind viele Importe unter oft fragwürdigen Umständen hergestellt. Aber ich stelle mich gegen Überteibung, auch dann nicht, wenn es zum Zwecke der Verdeutlichung wäre. Es gibt in Deutschland eine recht gut funktionierende Kontrolle auf Schadstoffe. Viele Dinge werden ohne tatsächlichen Nachweis als "sehr gefährlich" etc. betitelt. Da ich mich in diesem Bereich beruflich ganz gut auskenne, weis ich, wie man zu manchen Ergebnissen komt und wie bestimmt Grenzwerte ermittelt werden. zum Teil skandalös und hirnrissig - weder sinnvoll noch nachvollziehbar. Oft leider Panikmache ohne Grenzen! Leider gehen da wirklich bedenkliche widerrum Dinge unter..... Was das Kaufen aus 2. Hand angeht - das ist absolut OK, wenn es denn entsprechende Möglichkeiten gibt. Hier im östlichsten Osten gibt es kaum jemand, der wirklich Markenklamotten für Kinder kaufen kann und noch weniger die sie bei der 2.Hand abgeben. Also bleibt oft nur der Discounter... eine Sch... Situation - aber so wie Du eine Alternative aufzeigen wilst ist es für mich eben auch nicht gangbar und so bleibt da ein"h" als Wertung angemessen.
13.08.2006 21:26
toller Bericht. klasse was du für Hintergrundinformationen hier mit reingebracht hast. LG Jessi
13.08.2006 20:37
Freiwillig gehe ich in solche Läden auch nicht rein. Eher noch mit meiner Freundin ins Takko, aber in KIK auf gar keinen Fall... Ihre Takko-Sachen halten übrigens wenigstens einigermaßen... LG JOnas