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Im vergangenen November wurde das "Elisabethjahr 2007" feierlich eröffnet. Die Heilige Elisabeth von Thüringen ist die Patronin von Thüringen und Hessen, der Caritas, der Waisen und Witwen, Kranken, Notleidenden sowie der Bäcker und Spitzenklöpplerinnen. Mit ihrer Leben verbindet sich die ... Bericht lesen





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1-6 von 958 Erfahrungsberichten    
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*Die Faszination der Hl. Elisabeth von Thüringen*
Erfahrungsbericht von paigematthews über Alles mit E...
21. Januar 2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Wärmende Inspiration in einer kalten Zeit .  .  .
Kontra: .  .  .  nichts für religiöse Fanatiker  .  .  .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Im vergangenen November wurde das "Elisabethjahr 2007" feierlich eröffnet. Die Heilige Elisabeth von Thüringen ist die Patronin von Thüringen und Hessen, der Caritas, der Waisen und Witwen, Kranken, Notleidenden sowie der Bäcker und Spitzenklöpplerinnen.

Mit ihrer Leben verbindet sich die Erinnerung an tiefe Menschlichkeit, an Solidarität mit den Armen und ungewöhnliche Selbstlosigkeit. Um Elisabeth ranken sich viele Legenden; wie zum Beispiel die des "Rosenwunders".


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INHALT

1. Einleitung
2. Was bedeutet die Heiligsprechung?
3. Wer ist der Mensch "Elisabeth"?
4. Wie ich darüber denke...
5. Veranstaltungen zum Elisabethjahr 2007
6. Weitere nützliche Websites (mit Elisabeth-Spiel für den PC)
7. Fazit

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*** 1. Einleitung ***

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Seit November 2006 habe ich oft vom Elisabeth-Jahr gehört; gewidmet der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die sich aufopferungsvoll um Bedürftige und Kranke gekümmert und ihre Privilegien als Prinzessin des ungarischen Königshauses aufgegeben hat. Allerdings war mein Wissen darüber - vor der entsprechenden Recherche - ernüchternd lückenhaft. Dies betrifft sowohl das Thema der Heiligen im Allgemeinen als auch der "Person" Elisabeth von Thüringen im Besonderen. ...


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*** 2. Was bedeutet die Heiligsprechung? ***

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Der Papst kann eine Person heilig sprechen. Dabei spielen Kriterien wie beispielsweise Martyrium oder Wunder eine entscheidende Rolle. Bei der Heiligsprechung (die auch Kanonisation, auch Kanonisierung genannt wird und sich aus dem Griechischen "kanõn", »Richtschnur« ableitet), handelt es sich um ein kirchenrechtliches Verfahren der römisch-katholischen Kirche.

Eine Heilig- oder Seligsprechung bedeutet nicht, dass eine Person »in den Himmel versetzt« wird, sondern hat liturgische Bedeutung. Die Kirche bekundet damit ihr Vertrauen, dass der betreffende Mensch die Vollendung bei Gott bereits erreicht hat, so dass nicht mehr für ihn, sondern mit ihm und um seine Fürsprache bei Gott gebetet werden kann. Heilig im ursprünglichen Sinne ist nach Paulus jeder Getaufte -- nicht aufgrund moralischer Perfektion, sondern aufgrund der Hineinnahme in das Gottesverhältnis Jesu.

Seit dem Frühmittelalter wurden zunehmend entweder große Lichtgestalten der Christenheit (Kirchenlehrer, Könige, sog. "Ritter- und Soldatenheilige" usw.) oder Menschen, die ein Alternativkonzept zum alltäglichen christlichen Leben boten (Franziskus, Benedikt); vom Volk regional als Heilige verehrt. Bei den sog. "Adelsheiligen", also Herrschern, Bischöfen oder Ordensgründern, ging die Initiative der Verehrung in den meisten Fällen von deren Nachfolgern im Amt oder Mitgliedern ihrer Dynastie aus, die dadurch auch sich selbst eine stärkere Legitimität zu verschaffen hofften. Die kirchliche Anerkennung folgte im Allgemeinen erst später.

Quelle: wikipedia

Elisabeth gehört zu den "Adelsheiligen".


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*** 3. Wer ist der Mensch "Elisabeth"? ***

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Die heilige Elisabeth von Thüringen wird am 7.7.1207 (wahrscheinlich) in Sàrospatak, Ungarn geboren. Die Tochter von König Andreas II. von Ungarn und Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran wird als zart und schön beschrieben; ein Mädchen mit braunen Locken, großen dunklen Augen und sehr dunklen Haut. (Die Familie ihres Vaters stammt direkt von Àrpàd dem Zigeunerkönig ab.)

Im Jahre 1211 kommt Elisabeth als 4-jährige nach Eisenach auf die Wartburg. Nach ihrer Ankunft wird sie mit dem ältesten Sohn Herman des Thüringer Landgrafen Herman I verlobt. Wie der damaligen Zeit üblich, wächst die junge Prinzessin mit ihrem zukünftigen Gatten auf. (Die Thüringer Fürsten waren in dieser Zeit sehr mächtig. Eine Verbindung mit dem ungarischen Königshaus erweiterte ihre Macht zusätzlich. Es konnte durchaus eine Anwartschaft auf die Kaiserkrone geltend gemacht werden.)

Sie fällt durch Frömmigkeit, Schönheit und Sittsamkeit auf. Elisabeth wird als "anders" bezeichnet, denn schon in frühester Kindheit bricht sie beim Spielen plötzlich ab, um sich zum Gebet zurückzuziehen.

Bereits als sehr junges Mädchen wendet sie sich den Armen zu, die täglich das Burgtor belagern. Ihr Verhalten zu den Krüppeln der Feldzüge, den Kranken und Gebrechlichen, geht weit über das übliche "Almosen geben" hinaus, welches wohl mehr der Beruhigung des Gewissens der Herrschenden dient.

Die Prinzessin stößt auf große Verständnislosigkeit. Die anderen Mitglieder des Fürstenhauses rümpfen über ihr Verhalten die Nase. Herman, Elisabeths auserkorener Ehemann, stirbt 1216. Ein Jahr später stirbt auch sein Vater, der Regent Herman I. Elisabeth soll daher zunächst nach Ungarn zu ihren Eltern zurückgeschickt werden. Der Grund für ihren Aufenthalt auf der Wartburg war durch den Tod ihres Bräutigams entfallen.

Nach Herman I wird jedoch Ludwig IV Thüringer Landgraf. Er ist der jüngere Bruder des Bräutigams, eine der "lichtesten Erscheinungen" der Thüringer Landgrafen und in Elisabeth verliebt. Ludwig und Elisabeth verbringen viele Stunden ihrer Kindheit miteinander. Ludwig ist von jugendlicher Schönheit, einfach und gerecht. Sie mögen sich.

Im Alter von 14 Jahren heiratet sie Ludwig IV. Es kommt zu einer glücklichen Ehe, aus der schnell drei Kinder hervorgehen. Elisabeth steht an der Spitze eines der glänzendsten Königshäuser; jedoch füllen sie Glanz und Reichtum des höfischen Lebens nicht aus. Wie viele Männer und Frauen ihrer Zeit sucht sie nach einem Heil, das über das irdische Leben hinausgeht; einer tragenden Beziehung zu Gott.

Als 1225 die ersten Franziskaner nach Eisenach kommen, übt deren Ideal befreiender Besitzlosigkeit großen Einfluss auf Elisabeth aus. Franziskus von Assisi wird ihr großes Vorbild. Sie kümmert sich um Bedürftige, besucht Armenviertel; dies wird trotz der Unterstützung, die Elisabeth von ihrem Mann erhält, von der Familie mehr als skeptisch betrachtet. Elisabeth findet sich mehr und mehr in einem Konflikt. Einerseits ist sie zu einem standesgemäßen Leben als Fürstin verpflichtet, andererseits sehnt sie sich danach, in der Nachfolge ihres Herrn Jesus Christus in Armut leben zu können wie Franziskus. Der Zwiespalt wird immer stärker und so wählt sie 1226 den Magister Konrad von Marburg zu ihrem Beichtvater. Mit Zustimmung ihres Mannes gelobt sie ihm Gehorsam; soweit seine Gebote nicht gegen Rechte und Ansehen der Ehe gerichtet sind. Diese Anweisungen sieht sie als von Gott gegeben an, brachten sie ihr doch Hilfe in ihrem seelischen Zwiespalt und ihrem Gewissen. Auf Konrads Geheiß hin aß sie z. B. von den Speisen der landgräflichen Tafel nur, wenn sie rechtmäßig erworben waren, sonst hungerte sie am reich gedeckten Tisch inmitten der Köstlichkeiten...

Immer wieder werden wundersame Ereignisse berichtet:

Eines Tages hatte Elisabeth in Ludwigs Abwesenheit einen Aussätzigen in Pflege genommen und ihn in ihr eigenes Ehebett gelegt. Als Ludwig heimkam, nahm ihn gleich seine Mutter beiseite: "Jetzt hat Elisabeth gar einen Aussätzigen in Euer Bett gelegt!" Ludwig erschrak, eilte ins Schlafgemach und schlug die Bettdecke zurück. Da sah er den gekreuzigten Christus liegen. Er wandte sich seiner Frau zu: "Geliebte Schwester, solch einen Kranken darfst du mir immer ins Bett legen!"

Als sie im Hungerjahr 1226 alles verfügbare Korn austeilen lässt und auch Geld aus der Staatskasse zur Hilfe verwendet, werden heftige Vorwürfe erhoben - da bedeckt sich plötzlich der Boden des Saales mit Korn, und Korn füllt alle Kammern. Als sie bei der festlichen Ankunft des Kaisers Friedrich II. kein Gewand mehr in der Truhe findet, überkleidet sie ein Engel mit Glanz und Schmuck, worauf sie fürstlicher als je im Saal erscheint.

Das "Rosenwunder" ist weder in der Lebensbeschreibung noch in den großen Legendensammlungen verzeichnet: Elisabeth kam nach dieser Legende mit einer Schürze voller Brot von der Wartburg und wollte mit dem Brot zu den Armen und Hungernden, in denen sie nach dem Jesuswort: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Schwestern und Brüdern, das habt ihr mir getan", Christus selber gegenwärtig sah. Ludwig trat seiner Frau mit der Frage entgegen: "Was trägst du da?". Ohne auf eine Antwort zu warten, deckte er den Korb auf, sah aber nichts als Rosen.

Auch Ludwig ist von der Frömmigkeit seiner Zeit geprägt: 1224 gelobt er die Teilnahme an einem Kreuzzug und verlässt 1227 Elisabeth und ihr noch ungeborenes drittes Kind, um ins Heilige Land zu ziehen. Auf dem Wege dorthin stirbt er noch im selben Jahr in Italien. Elisabeth ist untröstlich: "Ludwig ist tot. Mit ihm ist mir die Welt gestorben..."

Bei Ludwigs Bruder Heinrich Raspe, der nun die Herrschaft in Thüringen übernimmt, findet die junge Witwe kein Verständnis für ihre ungewöhnliche Art, in der Nachfolge Christi zu leben. Er stellt die unbequeme Wohltäterin vor die Wahl, sich entweder dem höfischen Leben anzupassen oder die Wartburg zu verlassen. Die junge Witwe entschließt sich mitten im Winter 1227/1228 für das Letztere. Sie verlässt mit ihren Kindern die Wartburg und geht hinab nach Eisenach. Niemand wagt es, sie aufzunehmen. Schließlich kommt sie in einem ehemaligen Schweinestall unter.

Nun ist sie wirklich arm und schutzlos, aber auch frei, und es wird berichtet, dass sie die Franziskaner in Eisenach bat, den Jubelgesang "Te deum laudamus" anzustimmen (= Dich, Gott, loben wir).

Die Menschen ihres Lebenskreises haben sich von Elisabeth abgewandt, auch die Bevölkerung achtet sie nicht sehr.

Einmal begegnet sie auf dem Weg zur Kirche einer alten Frau, der sie oft Almosen gegeben hatte. An einer engen Stelle, wo man Feldsteine in den Straßenschlamm gelegt hatte, damit man den Weg überqueren konnte, stößt die Frau Elisabeth absichtlich in den Schmutz. Diese empfindet jedoch weder Zorn noch Bitterkeit, sondern steht lachend auf und wäscht heiter ihre Kleider am Brunnen.

Aus Liebe zu ihrem Herrn Jesus Christus, der Hohn und Spott, Schläge und die Kreuzigung erduldet hatte, kann Elisabeth Erniedrigung, Demütigung und Anfeindung heiter und gelassen aushalten.

Im Frühjahr 1228 werden die Gebeine Landgraf Ludwigs in Reinhardsbrunn bestattet. Nach der Beisetzung erreicht Konrad von Marburg, dass Elisabeth ihr Witwengeld bekommt, und veranlasst ihre Übersiedlung nach Marburg. Dort lebt sie unter den Regeln des dritten Ordens der Franziskaner. Der Prämonstratenser Konrad von Marburg ist ihr Seelenführer und Beichtvater. Der strenge, asketische Mann der die "die Heilige zu einer Heiligen" erziehen will, verfolgt sie mit Bußübungen und geißelt sie schon für kleine Vergehen. Elisabeth gelobt ihm am Karfreitag 1228 noch einmal Gehorsam, dazu den Verzicht auf alle weltlichen Bindungen und auch auf ihre Kinder. (Man erzählt, dass sie ihre jüngste Tochter Gertrud, die nach Ludwigs Tod geboren wurde, selbst von Marburg ins Kloster Altenburg bei Wetzlar getragen habe.)

Elisabeth hätte wohl gern all ihr Geld mit vollen Händen an die Armen ausgeteilt. Konrad aber versucht, wie so oft, ihre überströmende Liebe zu mäßigen: Er gebietet ihr, jedem Armen nicht mehr als ein Geldstück zu geben und von einem Teil ihres Geldes ein Hospital zu bauen.

Als gegen Ende des Jahres 1228 das Hospital mit der dem Franziskus geweihten Kapelle eröffnet wird, erhält Elisabeth von Konrad das "graue Gewand" der Hospitalsschwestern und -brüder. Elisabeth arbeitet nun als Pflegerin der Ärmsten und Elendesten und verrichtet auch die schwersten und schmutzigsten Arbeiten. Manchmal ist sie aus übergroßer Zuwendung zu einem geplagten Menschen Konrad ungehorsam: So nimmt sie einmal heimlich ein aussätziges Mädchen bei sich auf, was von Konrad wegen der Ansteckungsgefahr streng verboten worden war. Seine strafenden Rutenschläge erträgt sie, weil sie sich von dem leidenden Christus getröstet fühlt.

Nach drei Jahren sind Elisabeths Kräfte aufgezehrt. Im November 1231 wird sie krank; es heißt, dass ihre letzten Tage von kindlicher Heiterkeit überstrahlt waren. Wenige Tage vor ihrem Tod hat sie eine Vision von einem Vogel, der zwischen ihr und der Wand fröhlich sang und sie dazu bewegt, mitzusingen. Sie verschenkt ihre letzten Sachen und soll sogar noch ihre Gefährtinnen getröstet haben.

Mit 24 Jahren stirbt sie in der Nacht zum 17. November 1231 und wird in der Kapelle ihres Hospitals beigesetzt. Konrad von Marburg setzt sich unverzüglich für ein Heiligsprechungsverfahren ein, wird jedoch 1233 wegen seiner erbarmungslosen Strenge von Rittern erschlagen.

Ihre außergewöhnliche, faszinierende Persönlichkeit verschafft Elisabeth bereits zu Lebzeiten den Ruf einer Heiligen. 1235, vier Jahre nach ihrem Tode, wird Elisabeth von Papst Gregor IX. in der Dominikanerkirche von Perugia (Italien) heilig gesprochen. Die letzte Ruhestätte der hl. Elisabeth in Marburg wird noch heute verehrt.

Ihr Namensfest wird am 19. November gefeiert.

Elisabeths Leitspruch:

"Ich habe Euch immer gesagt, ihr müsst die Menschen froh machen."

Quellen:

http://www.beepworld.de/members81/frauenbiografien2/elisabeth-thueringe n.htm
http://www.heiligenlexikon.de/BiographienE/Elisabeth_von_Thueringen. htm
http://sekkiel.de
http://www.helmut-zenz.de/hzelisab.htm
http://www. mdr.de/geschichte/themen/alltag/4056.html
http://www.meaus.com/97-heilige- elisabeth-05.htm

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*** 4. Was ich darüber denke... ***

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Jeder von uns hat seine ganz persönliche Art, der Welt entgegenzutreten. Das Spektrum geht von <sehr egoistisch> bis <aufopfernd altruistisch>. (Das Wort Altruismus leitet sich aus dem lateinischen Wort "alter": "der Andere" ab und wird allgemein auch mit selbstlosem Handeln gleichgesetzt.)

Entscheidend dabei ist das Mitgefühl; die Empathie (aus dem Griechischen: "Großes Gefühl"). Die Fähigkeit zum Mitgefühl ist bereits in unserer DNA verankert. (Dafür sind Spiegelneuronen verantwortlich, aber das führt jetzt zu weit.) Wichtig ist wohl, dass man sich treu bleibt und seinem eigenen Weg folgt... Es geht m.E. darum, wie man die Welt um sich herum sieht, welche Überzeugungen einem Kraft geben und welche Richtung man einschlagen will. Entscheidende Kraft ist dabei, die Menschen und die Gesellschaft als das zu erkennen, was sie sind und wie sie sein könnten.

Elisabeth ist eine der Frauen des Mittelalters, die es wagt, nach ihren eigenen Überzeugungen zu leben und sich dabei gegen alle Konventionen ihrer Zeit stellt. Eine junge Frau von souveränem Charakter, radikaler Entschiedenheit und außergewöhnlicher Ausstrahlung ... so wird Elisabeth beschrieben. Altruismus der allerhöchsten Art, große Empathie gegenüber Schwachen und Armen sowie ein absoluter Glaube weisen ihr ihren Lebensweg... Die Geschichte der Heiligen Elisabeth hat mich zutiefst bewegt. Ich habe (noch) keine Kinder und frage mich: "Was muss in ihr vorgegangen sein, als sie ihre 3 Kinder weggegeben hat?" Persönlich könnte ich mir dies (wenn überhaupt) nur vorstellen, wenn ich eine WIRKLICH WICHTIGE AUFGABE zur Rettung der Menschheit aufgetragen bekommen hätte, die niemand sonst erledigen könnte... (sorry, hab wohl zu viele Filme gesehen...) und es jemanden gäbe, der sich sehr gut um sie kümmern würde. Vielleicht sah sie in auch ALLEN Menschen ihre Kinder und folgte dem Spruch "Iactura paucorum servat multos." (Die wenigen opfern, um die Vielen zu retten.)

Die tiefe spirituelle Verbindung zu ihrem Gott hat sicherlich zu dieser Entscheidung beigetragen. Ludwig war tot; es war ihr augenscheinlich unmöglich, solch tiefe Liebe noch einmal entstehen zu lassen. Vermutlich wollte sie keine derartige irdische Beziehung mehr. Ihre große Liebe zu Christus hat sie alles (den Tod ihres Mannes, die Weggabe der Kinder, die Geißelungen durch Konrad etc.) ertragen lassen; heiter und gelassen, bis sie in so jungen Jahren gestorben ist.

Elisabeth war ein Musterbeispiel für Nächstenliebe und Menschlichkeit. Von ihrem Engagement fühlen sich auch in der heutigen Zeit viele Menschen inspiriert, die nicht unbedingt der christlichen Glaubensgemeinschaft angehören, sondern durchaus Atheisten sein können. Mitgefühl ist nicht nur im Christentum von zentraler Bedeutung. Der Islam verwendet den Begriff "Barmherzigkeit".

Bis kürzlich zählte ich - ohne groß darüber nachzudenken- zu den Atheisten; nun bin ich allerdings zu der Überzeugung gekommen, dass ich eventuell doch eher bei den Buddhisten einzuordnen bin... Interessanter Gedanke. Anders als bei den anderen Religionen wird hier nicht die Forderung zur Nächstenliebe aufgestellt; vielmehr wird der Mensch ermutigt, seine ererbten Fähigkeiten konsequent zu trainieren. Das Ergebnis kann atemberaubend sein, weil man die anerzogenen Grenzen zu den "Anderen" spielend leicht überwinden kann, wenn man es zulässt. Man will einfach helfen, erkennt die Schwächen des Gegenübers und fühlt sich nicht einmal bedroht, weil man sowohl um die Unvollkommenheit der eigenen Person als auch die der anderen Person weiß... Und das macht das Leben dann aus.

In der heutigen Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass allzu viel Mitgefühl als Schwäche oder einfach nur als Sentimentalität oder Realitätsverlust ausgelegt wird. Dabei ist es meiner Meinung nach ein Zeichen von Reife, da meistens ein großer Weg auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung zurückgelegt wird.

Gerade im Berufsleben ist man oft Schikanen ausgesetzt, wenn man einfach "zu gut" für diese Welt ist und aus diesem Grund gern ausgenutzt wird. Die mentalen inneren Kräfte müssen sehr stark sein, wenn man dem standhalten will. Es bedarf einer gekonnten Balance zwischen gesundem Egoismus und Altruismus, um in dieser Welt bestehen zu können. Es liegt an uns, unseren ganz persönlichen Weg zu finden und so vielen Menschen wie möglich zu helfen...

Es gibt vielfältige Formen des Altruismus. Und meines Erachtens geht es darum, seinen ganz persönlichen Weg zu finden. Keiner von uns wird wohl jemals heilig gesprochen werden, aber wir können unseren ganz individuellen Beitrag leisten, dass diese Welt ein bisschen wärmer und schöner wird.

Eine neue Form der Armut wird wohl auch seelischer Natur sein; eine Form von Nichtbesitzen, die kein Amt der Welt auflisten kann. Einsamkeit, Traurigkeit, Werteverlust... Wie viel kann man lindern, wenn man einfach einmal zuhört, ein wenig Inspiration und ein Lächeln schenkt; einfach da ist... Es geht nicht ZWINGEND darum, seinen weltlichen Besitz wegzuschenken und in Armut zu leben. Nur ein wenig Licht in die Welt entsenden; das "Ich" mal aus dem Mittelpunkt der eigenen Betrachtungsweise des Lebens zu setzen... darum geht es hier für mich.


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*** 5. Veranstaltungen zum Elisabethjahr 2007 ***

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--- 3. Thüringer Landesausstellung auf der Wartburg
vom 7. Juli bis 19. November 2007 ---

http://www.elisabeth-wartburg.de/ausstellung.html


--- Elisabeth-Musical in Eisenach 7. Juli - 15. September 2007 ---

http://www.mdr.de/thueringen/veranstaltungen/3227050.html
http://ww w.elisabeth-dasmusical.de/
http://www.spotlightmusical.de/main.php


-- - Städteverbund im Elisabethjahr ---

http://www.mdr.de/thueringen/veranstaltungen/3217985.html

--- Weitere Veranstaltungen in Thüringen ---

http://www.mdr.de/thueringen/3164862.html

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*** 6. Weitere nützliche Websites ***

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--- Elisabethspiel ---

Eine gelungene christliche Alternative zu herkömmlichen "Ballerspielen"

Mit dem Strategiespiel betreten die Macher der Firma medio Neuland: Denn beim Elisabethspiel gibt es Punkte für das Pflegen von Kranken, die gute Führung eines Hospitals und das regelmäßige Beten in der Kapelle. "In unserem Spiel wird soziales Verhalten und die Einübung des Glaubens belohnt", sagte der Internetbeauftragte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Christian Fischer, bei der Vorstellung des Spiels in Kassel. Damit biete das Spiel eine echte Alternative zu den vielen "Ballerspielen", in denen Kampf und Gewalt dominierten. (Die Kasseler Medienagentur medio hat auch den Internetauftritt für das Elisabethjahr 2007 gestaltet und programmiert.)

http://www.elisabethspiel.de/


--- Der Film "Elisabeth von Thüringen" - Rebellin und Heilige ---

http://www.mdr.de/geschichte/filme/adelshaeuser/293133.html


--- Die Evangelischen Kirchen Gemeinden, Katholischen Bistümer, Freistaat Thüringen/Hessen und mehrere Städte feiern das "Elisabethjahr." Detaillierte Informationen finden Sie unter den nachfolgenden Internet Adressen: ---

Broschüre der Thüringer Staatskanzlei---http://www.thueringen.de/imperia/md/content/homepage/verans taltungen/broschuere.pdf

Kirchen, Bistümer und Burgen

Bistum Erfurt --- www.bistum-erfurt.de/elisabeth
Bistum Fulda --- www.bistum-fulda.de
Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) --- www.ekmd-online.de
Gemeinsames Portal Thüringen --- www.elisabeth-jahr-2007.de
Evangelische Kirchen Hessen --- www.800-jahre-elisabeth.de
Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland --- www.elisabethjahr-online.de
Elisabethpfad Verein Marburg --- www.elisabethpfad.de
Wandmalerei im Nikolaiturm Erfurt --- www.romoe.net/elisabethkapelle/
Wartburg Eisenach --- www.wartburg-eisenach.de
Creuzburg --- www.creuzburg-online.de
Pottenstein --- www.BurgPottenstein.de
Sayn --- www.elisabethjahr-sayn.de

Quelle: http://www.romoe.net/

Franziskaner: www.franziskaner.de
Interessante Veranstaltungen der Franziskaner: www.einfach-dabei.de


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*** 7. Fazit ***

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Wir leben in einer erbarmungslosen, zum großen Teil sehr zynischen Welt, deren Kälte mich manchmal echt krank macht. Das Thema "Elisabethjahr 2007" ist für mich eine Erinnerung, nicht nur ihrem Andenken zu ge-, sondern auch mein Leben zu überdenken. 800 Jahre nach ihrem Geburtstag gelingt es Elisabeth immer noch, die Menschen zu inspirieren und glücklich zu machen. Jeder von uns kann daran teilhaben, etwas mehr Wärme in die Welt hineintragen.

Es gibt eine erkleckliche Liste von Veranstaltungen anlässlich des Elisabethjahres, die ich mir anschauen werde. Wenn Ihr mich nach diesem Bericht nicht steinigt, dann schreibe ich bestimmt etwas darüber. ;-)

Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry möchte ich schließen:

"Menschsein heißt Verantwortlich sein. Scham empfinden beim Anblick einer Not, auch wenn man augenscheinlich nicht schuld an ihr ist."

Danke für's Lesen und Kommentieren (und eventuell für das Bewerten)!!!  
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