Gehirnmaut +++ciao director´s cut+++
12.01.2007
Pro:
Jeden Tag eine neue Herausforderung
Kontra:
" . . . und täglich grüsst das Murmeltier - Effekt"
Empfehlenswert:
Ja
 kolumnistian
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 65 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die folgenden Zeilen widme ich all denen, die von wem auch immer dazu berechtigt wurden, Auto fahren zu dürfen. Jajaja, das klingt plumb. Aber die 7 Jahre, in denen auch ich am Steuer sitzen darf haben mir soviel Hirnmasse, Schweiss, Fingernägel und Stimmbänderoberfläche geraubt. Da möchte ich mich lieber jetzt äussern, als dass es in den folgenden 7 Jahren den Super GAU setzt. Und ich bin ein wirklich toleranter Mensch. Auslöser zu dieser Affekttat war der plötzlich einsetzende, etwas stärkere Regen an einem gewöhnlichen Januartag im Jahr 7 nach 2000. Wie kann es auch sein, dass in unserem Sonnenstaat plötzlich Wasser vom Himmel fällt? Fragende Gesichter hinter den Lenkrädern von Luxuskarossen, Mittelklasseblech oder notdürftig zusammengeschweisstem Kram, der mal ein Ganzes war. Halten die Gummireifen die Plötzliche Flut aus? Sind sie überhaupt für so etwas hergestellt? Was passiert, wenn sie sich doch auflösen? Explodiert das Auto, wenn ich schneller fahre, als die über mir vorbeiziehenden Wolken? Im Nachhinein sollte ich vielleicht dankbar sein, dass es nicht angefangen hat, wie für den Winter ja nicht ganz ungewöhnlich, zu schneien. Jedes Jahr wiederholt sich der Terror. Schnee setzt ein und die Leute fahren, als würden sie ihn zum ersten Mal sehen. Nicht greifbar und so. Da kann der Weg von A nach B schon mal 2 Monde lang dauern. Doof an der Sache ist, dass die Leute sich nicht nur im Winter nicht zu schade sind, scheisse Auto zu fahren. Auch die normal temperierten Tage im Jahr sind kein Grund, plötzlich doch zu wissen, was Gas, Bremse und Kupplung sind. Es gibt haufenweise Leute, die decken mit ihrer Beschränktheit das komplette Jahr ab. Zum Beispiel der Überzeugungschleicher. Das ist jemand, der mit 60 Sachen über die Landstrasse fegt. Und einem dann mit Lichthupe, Horn und agressivem Slalom fahren bekannt macht, wie erzürnt er darüber ist, dass man ihn überholt. Auf der Autobahn kann so jemand für unvergessliche Augenblicke sorgen. Denn auch der Schleicher muss spätestens dann ausscheren, wenn er bergauf von zwei sich vor ihm überholenden LKWs blockiert zu seien scheint. Und da auf Beschleunigung im Gesetz des Schleichertums scheinbar Kopfschuss steht, wird mit der, wohlgemerkt auf der Landstrasse, maximalen Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern auf die linke Spur gewechselt. Dabei ist vorher durch ständiges Spiegelblicken minutiös darauf zu achten, dass auch wirklich jemand von hinten angenagelt kommt und in der letztmöglichen Sekunde, dem Point Of No Return wird das Steuer nach links (in England rechts) gerissen. Grandios. In so einer Situation sollte man Beifall klatschen, wenn man nicht zu sehr mit Vollbremsung und Schlingerverhinderung beschäftigt ist. Nicht zu vergessen: das Warten auf den brachialen Einschlag im eigenen Heck. Über das man nicht mal böse sein dürfte. Denn wie kann man auch mit so jemandem ganz links rechnen? In der Regel erspäht man nämlich Schleicher dabei, auf der mittleren Fahrbahn gegen das Rechtsfahrgebot zu verstossen. Bei freier Bahn. Und auch hier wieder blankes Entsetzen darüber, dass man von ganz rechts nach ganz links nur knapp an des Schleicher´s Stossstange vorbeischrammt. Das Manöver auch noch fährt, ohne zu blinken. Wieder Schlangenlinien, wildes Geleuchte und Gehupe vom Passivraser. Ob diese Formen von Reaktion etwas bedeuten? Auf unendlich langen Fahrten auf der Landstrasse mit einem Schleicher vor der Nase und dem Messer zwischen den Zähnen schossen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Und irgendwann, als ich die Folterideen verdrängt hatte, kam es mir in den Sinn, dass Schleicher aus Überzeugung ein grosses Problem in ihrem Kopf haben. Vielleicht ähnlich dem Problem, wie es die selbsternannten Ciao Sheriffs in ihrem Bregen tragen. Wie oft sitzt man vor dem Computer und ist nicht bereit zu akzeptieren, was man da sieht. Menschen versuchen anderen Menschen mit Vorsatz und der geringsten Objektivität das Leben schwer zu machen. Ohne Gedanken an das, was man eventuell woanders kaputt macht. Eine Situation, die sich perfekt auf den Rest unserer Gesellschaft übertragen lässt.Und die Moral von der Geschicht: Man kann sich ruhig per Hand heben bedanken, wenn man im engen Stadtverkehr vorgelassen wird.
Bilder von Alles mit G...
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Ähnliche Angebote
|
|
|
|
Gardiner/Monteverdi Choir/+ - Alles Mit Gott (Soli Deo G) CD Album
|
Global Kochmesser G-9 Brotmesser, für alles mit Kruste, 22 ...
|
Global Kochmesser G-9 Brotmesser, für alles mit Kruste, 22 ...
|
|
|
|
|
€ 15,69
*
Händler kann Preis erhöht haben |
€ 108,00
*
Händler kann Preis erhöht haben |
€ 108,00
*
Händler kann Preis erhöht haben |
|
Versandkosten: weltweit: 2,00 Euro, ab 20,00 Bestellwert versandkostenf...
|
Versandkosten: 0,00
|
Versandkosten: 0,00
|
|
zum Shop
|
zum Shop
|
zum Shop
|
|
Grooves-inc.com
|
Greenandsteel.com
|
Greenandsteel.com
|
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
09.04.2007 09:40
hm, - im Osten kennen wir das gar nicht ;-) und je weiter du nach Osten kommst, umso mehr entfernst du dich vom Langsam fahren: Moskau z.B., auf den riesigen Straßen in der Innenstadt wird mindestens 100 km/h gefahren. Eine Ampel stört mal, aber alles andere (Zebrastreifen, Fußgänger) spielt keine Rolle: Die Fahrer passen untereinander auf, die Fußgänger auf sich selbst. Nervig ist nur, wenn der Präsident durch will, da wird über Stunden alles gesperrt. Drum fahren wir Metro ;-)
19.03.2007 19:16
Die Wahrheit ist überall da draussen zu finden. Und sei es auf der Autobahn...
06.03.2007 01:18
"Passivraser" - genial! ;o) GLG Thomas