Grinsekraut- Hanf
17.06.2001 (18.06.2001)
Pro:
Anwendung Medizin, weiche Droge
Kontra:
Gewöhnungseffekt
Empfehlenswert:
Ja
 Lemmy
Über sich:
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Hallo erstmal! Ich weiß ja nicht ob sies schon wußten aber.... ...heute möchte ich mich mal über die Kulturplanze Hanf und dessen Produkte auslassen! Erstmal Grundsätzliches: Hanf (Cannabis sativa, indica, ruderalis) ist eine der wenigen Planzen, die von unserem Staat verboten wird. Warum? In erster Linie wohl deshalb, weil Hanf unter anderem den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) beeinhaltet. Dieser Wirkstoff ist Hauptbestandteil der aus Hanf gewonnenen Drogen Marihuana (getrocknete Blütenstände der Planze) und Haschisch (zerkleinert und meist zu Platten gepreßt u./oder zu Kugeln „gerollt“). In Deutschland fällt dieser Stoff (unbegreiflicherweise) unter die Sparte BTM (Betäubungsmittel) und wird somit mit harten Drogen gleichgesetzt (Differenzierung später). Dabei sind die Verwendungsmöglichkeiten von Hanfprodukten und deren Derivaten fast unbegrenzt!Hanf aus medizinischer Sicht: Cannabis könnte die Medizin revolutionieren! Mittlerweile beschäftigen sich sehr viele Universitäten weltweit mit der Erforschung des Hanfes als Medizin. Und das mit gutem Grund! Ich zähle jetzt die mir bekannten positiven Wirkungen bei entsprechenden Krankheitsbildern auf: Aids und Krebs: Bei diesen Krankheitsbildern stehen die Symptome Schmerz und Appetitlosigkeit im Vordergrund. Viele Krebskranke, die z.B. eine Chemotherapie „durchleiden“ müssen, klagen sehr oft über Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dadurch, daß das Immunsystem künstlich herabgestzt wird und die Ernährung eingeschränkt ist, entstehen weiterhin bedrohliche Situationen. Hanf kann hier kleine Wunder vollbringen! Ob als Kapsel (ja gibt es schon unter dem Handelsnamen Nabilon, nur nicht offiziell in Deutschland!) geschluckt, als Tee getrunken oder als Joint geraucht, Hanf wirkt appetitanregend (alle Kiffer und Kühlschrankplünderer werden mir Recht geben) ohne sich auf den Blutzucker auszuwirken. Ferner wirkt Cannabis leicht analgetisch (schmerzstillend), leicht sedierend. Da Hanf fast nebenwirkungsfrei ist, könnte man es in Kombination mit potenteren Schmerzmitteln verwenden. Hanf mach nicht körperlich süchtig, kann aber zum Gewohnheitskonsum führen (psychisch Abhängigkeit bei Dauerkonsum), was aber mit ALLEM passieren kann. Eßt jeden Tag eine Tafel Schokolade über Monate und laßt sie mal 1x weg! Viel Spaß! Die Wirkungsweise ist noch nicht vollständig geklärt. Man weiß, daß Hanf über sogenannte Rezeptorensysteme (es gibt im Körper sogen. Andockstellen für Wirkstoffe, die immer nur für einen Stoff passend sind, quasi Stecker/Dose-Prinzip) im Kopf wirkt. So gibt es im menschlichen Körper ein Stoff, der dem des THC sehr ähnlich ist und Glücksgefühle auslösen kann. Dieser Stoff wird durch das THC verdrängt. Nun kann das THC an einem Rezeptor andocken und seine Wirkung entfalten. Heutzutage werden im Krankenhaus für die genannten Krankheitssymptome chemisch hergestellte Medikamente mit arschlangen Nebenwirkungslisten verordnet. Hanf könnte als Einzelsubstanz gleich mehrere Medikamente überflüssig werden lassen, und das praktisch ohne Nebenwirkungen! Asthma BRONCHIALE: Jeder kennt Asthma. Hervorgerufen wird es durch chronische Verengung der Bronchialgefäße (Bronchiolen) mit Schleimbildung. So kann eingeatmete Luft schlechter entweichen und die Atmungsfunkion wird beeinträchtigt. Heutzutage kann Asthma ganz gut mit selektiven Betablockern (Berodual/Berotec/Sultanol) behandelt werden. Leider mit Nebenwirkungen! Und hier setzt wieder Hanf an! Aus Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und aus wissenschaftlischen Studien her weiß ich, daß eigentlich Hanf das Mittel der Wahl sein müßte! Hanf wirkt ähnlich wie die chemischen Betarezeptorenblocker relaxierend (entspannend) auf Muskulatur und Bronchialgefäße, so daß die Atemspastik gelöst wird und man wieder ganz normal atmen kann. Weiterhin wird durch die leicht sedierende Wirkung des Hanfes die Angst und Panik, die bei einem Asthmaanfall vorkommen, genommen. Dabei spielt es keine Rolle, wie es konsumiert wird. Allerdings sei gesagt, daß Tabak kontraindiziert ist, da er die Gefäße wieder verengt. Wenn man also die Jointalternative vorzieht, nur pur rauchen! Als Nichtraucher ist es am besten, sich einen Hanftee zu kochen.Multiple Sklerose: M.S. ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper gegen die eigenen Nervenzellen vorgeht und diese zerstört. Dadurch zieht sich die Muskulatur anfangs zusammen (weil kein Nervenimpuls mehr vorhanden ist) und endet später in totaler Hilflosigkeit im Rollstuhl. Hanf kann hier in den früheren Stadien entscheidende Verbesserungen bringen. Dadurch, daß der Muskulaturtonus (Spannung) abgeschwächt wird, können in manchen Fällen MS-Kranke, die schon im Rollstuhl sitzen, sich wieder eigenmächtig bewegen. In der gesamten Medizin gibt es dagegen immer noch kein Heilmittel ! Wer MS hat, sollte es wirklich ausprobieren (Scheiß auf die Gesetze), denn ein bisschen mehr Lebensqualität sollte einem die Sache wert sein, gegen blödsinnige Gesetze von blödsinnigen Menschen zu verstoßen! Hanf aus drogenpolitischer Sicht: Leider wird in Deutschland (und anderen Ländern) Hanf immer noch als üble Einstiegsdroge angesehen, die dazu verleitet, auf härtere Drogen umzusteigen. Das ist meiner Meinung nach völliger Nonsense! Ich kenne sehr viel Kiffer (wer nicht?) und KEINER von denen hatte JEMALS den Drang, auf harte Drogen umzusteigen! Der Umstieg hat eher was mit sozialen Faktoren wie Gruppenzwang, labile Persönlichkeit und Erziehung bzw. Umfeld zu tun. Da gibt es Statistiken, wieviele Kiffer später umsteigen. Ich will nicht bestreiten, daß es das gibt, aber es liegt nicht am Hasch, sondern an den oben aufgeführten Faktoren! Ich würde gerne mal eine Statistik darüber lesen, wieviele von den Menschen koksen und spritzen, die vorher Schokolade gegessen , gesoffen oder geraucht haben. Alle Statistiken sind relativ und das sollte man wissen, bevor man den Mund aufmacht! Zudem sei gesagt, in Deutschland sterben pro Jahr mittelbar und unmittelbar über 60000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsumes (Dunkelziffer, bestimmt mal3). Ich habe noch NIE ewtas über einen Haschischtoten gelesen (außer von dem Mann, der im Hamburger Hafen von einer Europalette mit 500 Kilo Marihuana erschlagen wurde!). Alkohohl (kein Schreibfehler) ist meiner Meinung nach die härteste Droge, die es gibt. Alkohohl wirkt in großen Mengen toxisch (giftig), das heißt, man kann an einer Alkoholvergiftung sterben! Es gibt einen klugen Satz: Die Dosis macht das Gift. In der Medikamentenlehre hat JEDES Medikament einen therapeutischen Bereich und einen giftigen Bereich, je nach Dosis. Vergleichen wir mal Alkohol und Hanf (geht zwar nicht, aber egal): bei Alkohol ist relativ schnell Schluß während der toxische Bereich beim Hasch noch garnicht bekannt ist, da es unmöglich ist, soviel auf einmal zu sich zu nehmen (nach meinen Infos müßte man ca 2Kilo am Tag rauchen, um sich damit zu vergiften! Damit ist Hanf so gefährlich wie jedes andere "Nahrungsmittel", das wir kennen (ich glaube 2Kilo Zucker am Tag wären nicht so der Renner!). Selbst Heroin ist nicht toxisch, die Todesfälle resultieren nicht aus einer Vergiftungserscheinung, sondern weil Heroin (morphiumderivat) die Atmung lähmt und man an einer sogenannten Atemdepression verstirbt! Zudem kommen noch Verunreinigungen durch Streckstoffe und schwankende Stoffkonzentrationen dazu. Fazit: Drogen gibt es seit es die Menschheit gibt und wird es immer geben. Ich bin aber der Meinung, daß, wenn man schon Drogen (außer bei Medizinischer Inikation) nimmt, sollte man sich doch für das kleinere Übel entscheiden und das ist für mich klar der Hanf. Ich hätte es zwar gern, wenn z.B. meine Kinder nie Drogen brauchen werden, aber wenn, dann ist es mir hundertmal lieber, sie rauchen mit Freunden einen Joint als daß sie sich wegsaufen oder in irgendwelchen Discos sich eine Chemiekeule verpassen(XTC) Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, das soll keine Drogenwerbung sein und ich möchte NIEMANDEN dazu verführen, es zu nehmen. Ich möchte nur, daß einige von Euch mal darüber nachdenken und eventuelle konservative Gedanken verdrängen. Hanf wird in unserer Gesellschaft zu Unrecht kritisiert, meistens wegen fehlenden Hintergrundinfos und ich hoffe, einen kleinen Beitrag zum Verständnis beigetragen und eventuelle Mißverständnisse geklärt zu haben! Vielen Dank fürs lesen Copyright´2001 by Lemmy/Blubber666 Nachtrag: Wissenswert: Im 2. Weltkrieg wurde Hanf von den AMERIKANERN (ja, richtig gelesen, unsere konservativen Nachbarn) legalisiert, da die Militärmaschinerie auf Rohstoffe (Kleider ect) wie Hanf angewiesen war. In Deutschlang genauso. In den 30er, 40er Jahren wurde der Anbau von Hanf subventioniert, um Treibstoffe, Schmierstoffe und Kriegsgerät herzustellen, um nach Rußland einzufallen. Das lustige daran ist, sobald der Krieg vorbei war und kein Hanf mehr gebraucht wurde, wurde er wieder verteufelt und verboten. Meines Erachtens haben die Regierungen der Welt nur Angst, Hanf könnte die Bürger aufsässig werden lassen (nicht unwahr), da Hanf meiner Meinung nach hilft, logische Zusammenhänge besser zu erkennen. Mit Alkohol hat man ein Volk unter Kontrolle (Alkohol verblödet, was will man mehr?). Die Kirchen sind an dem Dilemma auch nicht unschuldig. Also, wie man sieht, wurde Hanf nach belieben und Nutzen verboten oder legalisiert, grad wie es den Staatsoberen beliebte. Damit muß endlich Schluß sein!!! Die Niederlande haben es vorgemacht, die Schweiz folgte, Belgien ist am Überlegen nur die Deutschen sträuben sich aus Angst vor internationalen Konsequenzen (Frankreich!)! LEGALIZE IT, DON´T CRITICIZE IT!
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08.09.2004 11:32
Da schmückt sich jemand mit Deinen Federn: http://www.yopi.de/erfahrungsbericht_64200__Grinsekraut_Hanf
19.06.2004 20:54
peace
26.09.2003 12:08
...o.k., o.k., habe noch eine Kleinigkeit entdeckt, die mit Sicherheit nicht ganz richtig ist: Alkohol die härteste Droge der Welt? Hmm!!! VG