´I´ wie vom Internet ausgehende Suchtgefahren
27.11.2001
Pro:
- - -
Kontra:
Abhängigkeit kann zur Sucht führen . . .
Empfehlenswert:
Nein
 TomsonCatson
Über sich:
So, 5 Jahre sind unbemerkt vergangen und ich habe mich nun entschieden, mal wieder ein bißchen beizu...
Mitglied seit:18.11.2001
Erfahrungsberichte:50
Vertrauende:26
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 116 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mit diesem Bericht möchte ich euch Möglichkeiten von Suchtgefahren etwas näher bringen... ich hoffe,dass sie dem ein oder anderen etwas sagen oder vielleicht sogar helfen kann.... ************************ 1. Gefahr durch Chatten: ************************ Die meisten Leute chatten, um sich nett zu unterhalten oder einfach nur, um andere kennenzulernen oder vielleicht den Partner fürs Leben zu treffen. Doch die Gefahr ist groß, dass die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen, und manche Menschen nur noch andere im Chat kennenlernen wollen. Auch die reizvolle Anonymität kann zur Gefahr werden, denn man kann sich als jemand ausgeben, der man gar nicht ist, quasi die Identität wechseln. Sollte man allerdings Freude daran finden, läuft man Gefahr, seiner eigenen Identität überdrüssig zu werden und diese abzulehen, um nur noch online seine fiktive Manifestation der eigenen Wunschperson weiter auszubauen. Das kann zur totalen Vernachlässigung des sozialen Umfelds führen, was wiederum zur Folge hat, dass man keine "echten" Freunde hat und somit immer weiter in den "diabolischen" Strudel des Internet`s gesaugt wird. Wem es so gehen sollte der wäre gut beraten,sich mehr dem Mensch aus ´Fleisch und Blut´ zu widmen, auf andere Gedanken zu kommen und etwas Abstand vom Internet zu gewinnen...****************************** 2. Gefahr durch Online Spiele: ****************************** Auch die Onlinespiele bergen ein großes Suchtpotenzial, denn: Wer wollte nicht schon immer einmal anderen zeigen, ´wo der Hammer hängt´? Und, dass man selber doch viel besser ist als andere. Bei diesen Onlinespielen, welche zu 98 Prozent aus "Ballerspielen"(Ego-Shooter) bestehen und zu 99 Prozent von männlichen Spielern genutzt werden, geht es hauptsächlich darum, seine Gegner zu vernichten und überlegene "Dominanz" zu representieren. Gerade Spiele wie Counter Strike, welche extrem ´teamorientiert´ sind, haben einen besonderen Reiz auf Jugendliche. In der ´Onlinespiele-Szene´ gibt es sogenannte ´Clans´. Ein Clan ist ein Zusammenschluss von Spielern, welche versuchen, durch Taktik und Zusammenspiel im Internet zu spielen und erfolgreich zu sein. Ähnlich wie bei Fussballspielen gibt es auch hier Trainingszeiten, sowie Freundschaftsspiele.Diese Zusammengehörigkeit vermittelt vielen Spielern ein Gefühl der Unersetzbarkeit und der ´Dazugehörigkeit´, was sie in der realen Welt vielleicht nicht erfahren. Das kann dazu führen, dass sie die virtuelle Welt der realen Welt vorziehen und sich deshalb total zurückziehen, um soviel wie möglich online zu sein.Weiterhin ist es durchaus vorstellbar, dass das Gefühl des Sieges, zum Beispiel, wenn man all seine Gegner erledigt hat und von den anderen Spielern ´gefeiert´ wird, ein überragendes Gefühl in einem selbst auslöst,da der Körper ja Testosteron und Adrenalin produziert, was ebenfalls zur Abhängigkeitsgefahr führen kann. ******************************** 3. Gefahr durch Online Shopping: ******************************** Auch das Einkaufen im Internet kann zur Sucht führen. Das es Kaufsucht in der realen Welt gibt (Kaufrausch) ist ja hinlänglich bekannt. Mit dem Internet Shopping verhält es sich ähnlich: Man bestellt Dinge von zu Hause aus und bezahlt bequem via Rechnung oder Kreditkarte. Und wenn man so durch die großen Online-Kaufhäuser schländert, kann einen schnell das Gefühl überkommen, alles haben zu müssen, und da man ja nicht sofort bezahlen muss, sondern einfach nur "klickt", kann das sehr schnell sehr gefährlich werden, sowohl finanziell als auch gesellschaftlich. Aus finanzieller Sicht, da die Online Kaufhäuser nicht überprüfen ob der Besteller "Liquide" ist kann sich rasch ein enormer Schuldenberg auftürmen, welcher sich nur mit Not oder gar nicht wieder tilgen läßt. Aus gesellschaftlicher Sicht ist es gefährlich, da man ständig auf der Suche nach neuen Dingen und Sonderangeboten ist kann man ganz schnell den Kontakt zur Aussenwelt vernachlässigen oder gar verlieren, was durch die Tatsache, des ständigen Shoppen gehen wollens rund um die Uhr, vor allem bei schlechtem Wetter als auch an Sonn- und Feiertagen, noch geschürt wird . Ich hoffe,dass in meinem Bericht das ein oder andere Suchtpotenzial bergende Problem deutlich wurde und sich jeder mal selbst überprüft oder so... :-) Mit lieben Grüssen euer TomsonCatson @ 27 | 11 | 2001
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
22.11.2002 14:16
und diese flucht macht süchtig
10.11.2002 16:28
Naja, meine Internetsucht war mal extrem, aber dann hab ich sie abgehängt ... zugunsten der Sucht nach meiner Freundin! ;o))
13.06.2002 01:02
Hi Stefan, Du deckst da aber gute Aspekte auf, ich kann das voll nachvollziehen, falle aber zum Glück nicht in diese Raster. Liebe Grüße, Stefan