Hier nun der 2te Teil...
Wandern auf IschiaWas gibt es schöneres, als seine Urlaubsinsel zu Fuss zu erkunden? Man muss kein geübter Bergsteiger mit Wanderschuhen und -stock sein, um hier in die Weinberge zu gehen oder aber den Epomeo zu erklimmen. Man kann auf Ischia spazieren gehen und einfach die nähere Umgebung entdecken, aber auch hinauf in die Kastanienwälder und über schmale Pfade ungeahnte Aussichtsplätze 'erobern'.
Es gibt unzählige Wege, um zum Beispiel auf den Epomeo mit seinen 789 m Höhe zu gelangen, und noch mehr, um an ihm herum zu gehen. Hier seien nur einige Wanderwege aufgezählt. Am besten ist es, sich einfach in den Bus zu setzen, irgendwo auszusteigen und loszugehen. Und dadurch, dass es nur eine Hauptstrasse gibt, kann man sich auch nie 'richtig' verlaufen und findet immer wieder auf diese zurück. Man nimmt den nächsten Bus und fährt wieder ins Hotel.-Von Fontana auf den Epomeo: Sie fahren mit den Bus bis nach Fontana und steigen dort im Zentrum aus. Gleich gegenüber der Bushaltestelle geht ein kleiner, mit Epomeo-Schild gekennzeichneter, Weg bergan. Etwas weiter oben bei der Abzweigung, wo der Weg sich zu einem Pfad verkleinert, links halten. Bald über der Böschung zweigt links ein Pfad ab, der nach Forio führt: nicht gehen! Geradeaus durch den Kastanienwald hindurch, kommt man an die Einsiedelei San Nicola, heute ein Lokal. Sie sind am Gipfel und haben einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Insel, Procida, Capri und das Festland. Circa eine Stunde sollte man einplanen für den Aufstieg.
-Serrara-Epomeo-Serrara: Steigt man kurz vorm Zentrum von Serrara aus den Bus, geht man links die Kiefernallee entlang gemäss der Beschilderung 'Restaurant Bracconiere'. Am Restaurant vorbei, weiter bergauf, kommt man auf die 'Via Panoramica'. Oben angekommen, geht man geradeaus, die dort erbaute Villa rechts liegend lassend. Wir befinden uns hier an der 'Bocca di Serra' auf ca. 558 m Höhe. Der Weg ist hier etwas holperig, aber er ist trotzdem begehbar. Noch einmal herauf und wieder herunter, kommt man in den Kastanienwald, wo gleich links ein Pfad zum Aussichtspunkt 'Belvedere dei Fratelli' geht. Es geht aber geradeaus an der alten Steinmauer entlang, an der es noch einen guterhaltenen Torbogen gibt. Hier zweigt rechts der Pfad zur 'Pietra dell'Acqua' ab. Über eine Anhöhe kommt man auf die Hochebene 'Falanga'. Rechts sieht man steil hoch oben die 'Pietra dell'Acqua', links eine recht grosse Höhle, die einst bewohnt war. Geht man weiter, kommt man an einen Holzlagerplatz, an dem man sich rechts halten sollte und später wieder rechts steil hinauf zum Epomeo. Von oben sieht man den Weg der 'Pietra dell'Acqua' und erreicht diese nach ca. einer halben Stunde. Von dort aus weitergehend, sieht man einen Berg mit einem Kreuz: den Kreuzberg. Dem Weg folgend gelangt man wieder auf die 'Via Panoramica', zum Restaurant 'Il Bracconiere' und später zur Bushaltestelle in Serrara. Diese Wanderung ist etwas anstrengender und man sollte ungefähr 4 Stunden einplanen.-Cuotto-Panza: Man fährt aus Cuotto heraus Richtung Panza und steigt gegenüber des Kindergartens aus. Rechts geht man die kleine Strasse hinein und folgt ihr komplett, wobei man an der ersten und auch zweiten Gabelung rechts geht. Man kommt auf den höchsten Punkt und hat von hier einen wahrlich 'kaiserlichen' - man befindet sich auf der 'Punta Imperatore' - Ausblick auf die Poseidon-Gärten und Forio. Man kann noch weitergehen, sich leicht linkshaltend um das bewohnte Gebäude herum und kommt über diesen schmalen Pfad an den Leuchtturm. Man kann nicht bis hinunter, da er dem Militär gehört. Geht man von hier wieder zurück, kann man an der ersten Gabelung gegenüber dem Café 'Da Maria' rechts gehen, geradeaus, zweite Strasse rechts, dann links haltend. Geht man die Strasse so wie sie verläuft, kommt man ins Zentrum von Panza. Dies ist mehr ein Spaziergang und dauert nicht mehr als 1 ½ Stunden.
-Forio-Santa Maria del Monte: Man fährt mit dem Bus bis nach Forio zur Bar 'Elio'. Dort gegenüber geht man ins Zentrum von 'Monterone' immer geradeaus vorbei an der Kirche und der Bar 'Thomas' rechts, überquert den ganzen Platz von 'Santa Lucia' und geht an der Gabelung wieder rechts. Man kommt später links an einem Wasserrohr vorbei und geht sich leicht rechtshaltend daran vorbei. Der Weg steigt steil an und gabelt sich dann wieder. An dieser Abzweigung kann man entweder geradeaus gehen und kommt nach Panza oder aber links hinauf. Der Weg ist teilweise recht steil, bietet aber wunderbare Ausblicke. Hat man die komplette Höhe erklommen, erreicht man 'Santa Maria del Monte'. Dieser Weg braucht seine 2 ½ Stunden und man sollte eine gute Kondition haben. Möchte man sich das nicht zumuten, geht man an der Gabelung geradeaus Richtung Panza, was nicht steil ist und auch sehr gut begehbar. Zahrreiche Restaurants befinden sich auf dem Weg.
Die Thermalgärten
Es gibt insgesamt 7 Thermalgärten auf der Insel und zahlreiche Thermal-anstalten. Hier seien aber nur die Gärten beschrieben.-Poseidon: der grösste der Insel, mit über 20 Becken liegt er in Forio in der 'Citara'-Bucht. Von einem Österreicher gegründet und heute fest in deutscher Hand. Das Wasser ist Chlor-Sod-haltig und besonders gegen Rheuma, Arthritis, Haut- und Atemwege-Erkrankungen, Kreislauf sowie Frauenleiden.
-Negombo: Der hydrothermale Park befindet sich in der San Montano-Bucht in Lacco Ameno und zeichnen sich aus durch weissen, flachen Strand und viele schattige, verwinkelte Ecken. Das Wasser ist Salz-Alkali-Solfat-haltig und besonders geeignet gegen Cellulitis, Akne, Hautalterung, Gelenk-rheumatismus, Allergien und weibliche Sterilität.-Castiglione: Auf dem Lavastrom des Arso-Kraters und stufenförmig angelegt. Sie haben keinen Strand, dennoch kann man über einen Holzsteg ins Meer gelangen. Hier ist das Wasser Salz-Brom-Jod-haltig und wiederum gegen Rheuma, Artrose, Athritis, Gehörbeschwerden, Gastritis und Bewegungsbeschwerden.
-Eden:ein sehr kleiner Garten an der 'Cartaromana' in Ischia-Ponte gelegen. Man hat einen wunderschönen Ausblick auf die Burg und kann die natürlichen Thermalquellen im Meer ausprobieren. Das Salz-Jod-Brom-haltige Wasser ist sehr radioaktiv und besonders geeignet gegen Rheuma, chronische Arthritis, Wechseljahre-Beschwerden und jugendliche Akne.-Tropical: Sie liegen am Ortseingang von Sant'Angelo auf einem Hügel, von wo man einen wunderschönen Blick auf den Ort und bis nach Capri hat. In dem hyper-thermal-Wasser sollte man baden bei Entzündungen, nach Brüchen, Kreislaufstörungen und Problemen neurovegetativer Art.
-Aphrodite/Apollon: diese sehr kleinen Gärten liegen am Ortsende von Sant'Angelo auf dem Weg an den Maronti-Strand. Sie sind recht familiär und haben eine FKK-Terrasse. Die Wasserzusammensetzung und Heilwirkungen sind die selben wie die des Tropicals.-Cava Scura: Hierbei handelt es sich weniger um einen Thermalgarten als vielmehr um antike Thermen aus der Römerzeit, mit Wannen und Schwimmhöhlen in die Felsen hineingehauen. Es gibt die heissesten Thermalquellen der Welt mit 101°C. Auch hier ist die Zusammen-setzung die selbe wie in den Aphrodite und Tropical.
-Olympus: Diese Gärten liegen am schönen Maronti Strand und haben 3 Becken. Die Heilwasserwirkung ist die selbe wie in der Cava Scura.Der letztbeschriebene gehört nicht zu den Thermalgärten, sei aber trotzdem erwähnt, da man ihn einmal besuchen sollte. Man kann in der 'Cava Scura' sehen, wie die Römer schon in der Antike wussten, dass man es sich angenehm
Bilder von Alles mit I...
und bequem machen kann. Auch ist es sehr schön zusammen mit einem Strandtag zu verbinden.Für alle Gärten gilt, dass man einen Eintritt bezahlt und alles benutzen kann (Liegen, Schirme, alle Becken, etc.). Extras sind natürlich Massagen, Fango, etc. und werden separat bezahlt. Es gibt in allen ein Restaurant, Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen. Sollten man unsicher sein, welche Wirkung das Wasser auf einen hat oder aber man ärztliche Betreuung braucht : in jedem Garten befindet sich ein Badearzt, der auch für Allgemeines zuständig ist und jederzeit bereit, zu helfen.
Wichtig ist, dass man auf seinen Körper hört und wenn man das Gefühl des Unwohlseins hat, badet man lieber gar nicht. Man ist oft in den ersten Tagen sehr müde, was aber vergeht, wenn der Körper beginnt die Mineralien und die Radioaktivität zu verarbeiten. Die eigentliche Wirkung spürt man erst nach ein bis zwei Wochen.
Wie bade ich richtig...?
'Sanus Per aqua' sagten schon die 'alten' Römer und schickten ihre Krieger zur Genesung nach Ischia. Wir sind zwar keine Eroberer mehr in dem Sinne von damals, doch auch heute braucht man noch heilende Kräfte für den täglichen 'Kampf'.Hier auf Ischia befindet sich eines der heilkräftigsten Thermalwasser der Welt. Doch gibt es auch einige Regelungen die man beachten sollte, damit man in dieser kurzen Zeit so viel Kraft wie möglich mit nach Hause nehmen kann.
-Man beginne mit wenigen Minuten, damit der Kreislauf sich nicht überlastet. Man sollte im Wasser nur leichte Bewegungsabläufe machen, wie bei Wassergymnastik.-Nicht gleich nach dem Bad duschen, das Wasser sollte erst ein wenig in die Haut eindringen.
-Man sollte sich immer doppelt so lange ausruhen, wie man im Wasser war. Z. B. 10 Minutwn baden und 20 Minuten ruhen.Werden diese 3 Regeln beachtet, kann nichts passieren. Gleich nach dem Bad stellt man fest, dass die Haut ganz weich wird. Nach ca. 2 Wochen wird man auch merken, das Gardinen aufhängen und Garten umgraben viel leichter gehen.
Sollten noch irgendwelche Zweifel oder Fragen aufkommen, wendet man sich an die Reiseleitung oder aber den Badearzt, der in fast allen Hotels und Gärten ist.Geniessen Sie dieses wunderbare Element Sie werden merken, nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch die Schönheit bleibt erhalten, wie die alten Römer es schon wussten .
Die Blumen von "La Mortella"Der englische Komponist William Walton hat sich1946 in die Insel Ischia verliebt und hier ein Haus errichtet mit einem wunderschönen Park. Dieser botanische Garten entstand nach dem Gartenarchitekten Russel Page und steht heute unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles.
Der Garten entstand auf einem ehemaligen Steinbruch mit Vulkangestein und ist heute ein zu jeder Jahreszeit üppig blühender Garten mit über 300 seltenen Pflanzenarten und einem Orchideen-Haus. Er ist mehrmals in der Woche der Öffentlichkeit zugänglich und an den Wochenenden wird jungen Musikern die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren. Diese Konzerte sind nicht im Preis beinhaltet.
"La Mortella" ist einen Besuch wert und steht in nichts den berühmten englischen Gärten nach. Man kann von hier nach Forio und nach Lacco Ameno heruntersehen und sich bei den Springbrunnen hinsetzen und träumen. Eine Oase der Erholung....
Die Ausflüge (diesmal nicht nur von mir angeboten, sondern 'die üblichen).Die Inselrundfahrt
Gleich am Anfang sollte man sich seine Urlaubsinsel ein bisschen genauer ansehen, damit man seinen Aufenthalt richtig gestalten kann.Sie kommen mit der Inselrundfahrt in alle sechs Gemeinden und sehen sich die Sehenswürdigkeiten einer jeden an. Gestartet wird in Forio, beginnen eigentlich aber erst in Lacco Ameno mit seinem Wahrzeichen, dem ,fungo'. Sie gehen in eines der archäologischen Museen und besichtigen die Ausgrabungen von den ersten Einwohnern der Insel.
Weiter geht es nach Casamicciola, am Hafen entlang, durch den angelegten Pinienwald an den Castiglione-Gärten vorbei in die Insel-hauptstadt: Ischia-Porto zusammen mit Ischia-Ponte. Von der Umgeh-ungsstrasse hat man einen wunderbaren Ausblick auf die ,grüne' Stadt und das ,Castello Aragonese'. Im Zentrum steigt man aus dem Bus und geht vorbei an dem berühmten ,Café Calise' nach Ischia-Ponte und zur Besichtigung auf die Aragoner-Burg. Nach so vielen Eindrücken und Spaziergängen fährt man zur wohl-verdienten Mittagspause in die Berge, wo man bei Bruschetta, Pasta und Wein über das Gesehene und die schon vielen gemachten Fotos diskutieren kann. Von hier oben kann man auch einen wunderbaren Panoramablick auf S.Angelo und - bei klarem Wetter - herüber zur Nachbarinsel Capri geniessen.
Nach Cappuccino und Kuchen geht es dann zu einem Spaziergang durch S.Angelo. Hier erholt man sich von allem Verkehr und schlendert gemütlich durch kleine Gassen und schicke Geschäfte. Danach geht es zum Sonnenuntergang nach Forio, wo die Fahrt begann. Hier gibt es noch einmal eine Weinprobe, bei der man nicht nur den typischen Weiss- und Rotwein der Insel, sondern auch den Zitronenlikör - den ,limoncello' - probiert. Und wenn man dann ganz fröhlich gestärkt ist, macht man noch einen abschliessenden Spaziergang durch die ,Poseidon-Gärten', damit man sich am nächsten Tag hier von so vielem Gesehenem und Erlebten wieder Kräfte holen kann... und vielleicht dann nach Capri fährt?
Möchte man lieber alles alleine besichtigen gehen, sollte man zur allge-meinen Orientierung die halbtägige Inselrundfahrt mitmachen.
Capri - Schönheit und Magie
Caprios - Insel der Wildschweine - ist die einzige Insel, die nicht vulkanischen Ursprungs ist, sondern zu den Ausläufern der Apenninen gehört und wahrscheinlich einst mit dem Festland verbunden gewesen war. Mit nur 11 qkm ist sie jedoch die Perle im Golf von Neapel und weltberühmt. Sie bietet alles, was man sich wünschen kann: 2.000 Jahre alte Geschichte, kristallklares Wasser, malerische Gassen, Nachtleben und mondäne Atmosphäre. In Marina Grande vom Schiff steigend, kommt man in eine unheimlich lebhafte Menschenmenge. Man hat das Gefühl, in einem Welthafen angekommen zu sein, nicht auf einer kleinen beschaulichen Insel. Entweder mit der funivia oder mit dem Bus die Panoramastrasse her-auffahrend, gelangt man in das Zentrum. Hier befindet sich die Piazza, weltbekannt für die Modeschauen und vor allen Dingen, weil hier am Spätnachmittag Berühmtheiten aller Welt ihren Cappuccino trinken. Durch die kleinen verwinkelten Gassen gehend, hat man das Gefühl, an einem ganz anderen Ort zu sein: man begegnet kaum einem Menschen und hört nur Vogelgezwitscher. Von der kleinen Aussichtsterrasse, sieht man auf die berühmten Faraglioni, die mit gut je 100 m aus dem Meer ragen.
Ganz im Osten der Insel lebte einst Kaiser Tiberius und hinterliess die ,Villa Jovis', ein 4-stöckiges Gebäude direkt oberhalb der Faraglioni-Felsen. Bekannt wurde die Insel ebenfalls durch den schwedischen Arzt und Schriftsteller Axel Munthe, der hier seine Villa baute, eingebettet in einem wunderbaren Park, und viele archäologische Funde sammelte. Von hier gelangt man auch auf den Monte Solaro, der höchsten Erhebung der Insel, mit einem atemberaubenden 360°-Panoramablick in die Golfe.
Nicht zu vergessen sei natürlich auch die ,Blaue Grotte'. Sie ist nur bei gutem Wetter in den Sommermonaten zu besichtigen und leider auch sehr überfüllt. Die Grotte ist mit 15 x 54 m und einer Höhe von 30 m so gross, dass zur Zeit der Römer eine kleine Anlegestelle gebaut wurde, geschmückt mit Statuen und Säulen. Die einmalig blaue Farbe entsteht durch die Spiegelung des blauen Himmels in dem weissen Sand des nur ca. 14 - 20 m tiefen Meeresgrundes.Es gibt Orte, die man nie vergisst....
Neapel - Hauptstadt Kampaniens'Campania' heisst übersetzt nur 'Land' und ist eines der grössten Regionen Italiens. Ihre Hauptstadt Neapel ist eine der ältesten noch heute bestehenden Städte der Welt. Und die Stadt wurde an einem der schönsten Plätze der Erde gegründet: unterhalb eines Vulkans in einer riesigen Bucht.
Der ursprüngliche Name ist ,Partenope' und wurde nach einem jungen griechischen Mädchen benannt, die nicht den von ihrem Vater auser-wählten Mann, sondern den, den sie liebte, heiraten wollte. Beide flüchteten und gründeten in dieser Bucht eine Stadt. Aus Liebe ent-standen, wird Neapel heute noch als Stadt der Liebe bezeichnet. Und man merkt immer noch mit jedem Schritt in seinen Gassen, dass die Bewohner nach Lebensfreude und Liebe streben.Die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse und Persönlichkeiten sind durch Neapel gegangen. Sie wurde von vielen Herrschern versucht zu be-zähmen... doch sie hat ihre Ursprünglichkeit nie verloren.
Neapel hat sehr viel Geschichte und man kann bei einem kurzen Be-such nur versuchen, von jedem einen Blick zu erhaschen. In den unterirdischen Ausgrabungen geht man bei 40 m unter der Stadt durch mittelalterliche Strassenzüge, Katakomben und Geheimgänge aus der Bourbonen-Zeit. Über eine Million qm unter der heutigen Stadt !
Das Theater S.Carlo liegt gleich neben der ,Galleria Umberto I.' aus dem 19. Jahrhundert und dem Königspalast aus dem 17. Jahrhundert. Die Oper von S.Carlo ist berühmt wegen seiner einmaligen Akustik und die grössten Tenöre - wie auch Enrico Caruso - haben hier gesungen. Aber auch der Königspalast mit seinen grossen Räumen und den Fresken, den wertvollen Möbeln und dem seltenen Porzellan verzaubert mit einem Blick auf die Piazza ,Trieste' und den Golf von Neapel. Von den unzählbar vielen Kirchen und Klöstern sind die Kapelle des Klosters S.Chiara mit den wunderbaren Maiolika-Säulen und der Dom ,Gesù Nuovo', wunderbare Beispiele der Kunst.
Im ,spanischen Viertel' fühlt und erlebt man das Neapel, welches man
aus alten Filmen kennt, mit aller Lebenslust, Wäsche über der Strasse
und Gesang aus jedem Hauseingang. Neapel, wie es lebt und liebt!
Pompeji… und der Vesuv
Es ist Spätnachmittag des 24. August 79 n.Ch. und ganz Pompeji ist versammelt im Amphietheater, um die neueste Aufführung Plautos zu sehen, als plötzlich der Vesuv nach langem Schweigen erwacht. Eine immense Explosion, eine riesige Asche- und Gaswolke erhebt sich. Es ,regnet' Bimstein, Asche und Feuer und die Erde bebt. Häuser stürzen zusammen, Menschen laufen schreiend durcheinander, versuchen sich irgendwo und irgendwie zu schützen vor dem Fegefeuer, das auf sie hereinstürzt. Doch nur für die wenigsten gibt es ein Entrinnen. Diejenigen, die dem Meer nahe sind und sich auf Schiffe retten können, legen später Zeugnis ab über eines der schrecklichsten Ereignisse unserer Zeitrechnung. 30.000 Menschen verloren ihr Leben oder Haus und Hof.Durch Zufall werden 1748 einige Reste entdeckt, doch erst 1763 wird durch ein altes Manuskript die Stadt ,gefunden'. Erst 1924 beginnen jedoch die Ausgrabungen unter der Leitung von Amedeo Maiuri. Bis heute sind ungefähr 3/5 freigelegt und man hat einen Eindruck von der Grösse dieser Stadt. Pompeji war ein wichtiger Handels- und Kriegs-flottenhafen, wo viele reiche Kaufleute ihre Villen hatten. Nur in wenigen Städten des römischen Reiches war die Infrastruktur so weit entwickelt wie hier. Berühmt auch das pompejanische Rot der Malereien, dessen Herstellung man bis heute nicht entdeckt hat.
Der Vesuv - Wahrzeichen Neapels - war vor dem Ausbruch 79. n.Ch. gute 3.000 m hoch, heute nur noch 1227 m. Er ist einer der best-studiertesten Vulkane der Welt, der einzig aktive auf dem europäischen Festland und ganze 25.000 Jahre , jung'. Trotz seiner Gefährlichkeit - bricht er aus, explodiert er in die Breite und nicht in die Höhe - leben ca. 700.000 Neapolitaner an seinen Hängen. Doch hier wächst auch einer der besten Rotweine Italiens: der ,Lacrima Cristi'. Man kann auf den Vesuv bis zu ca. 1.000 m Höhe mit dem Bus fahren, von wo man eine wunderbare Aussicht auf Neapel, den Golf mit seinen Inseln und die Sorrentinische Halbinsel hat. Von hier kann man auch den letzten Lavastrom - vom Ausbruch 1944 - sehen. Ist man neugierig, kann man noch bis zum Kraterrand hinaufsteigen und hineinsehen. Doch sieht man nicht mehr als ein paar Rauchwolken, da der Vulkan unterirdisch tätig ist. Aber man findet hier wunderbare Kristalle und Lavagestein, aus denen Schmuck und Statuen hergestellt werden
Die Amalfi-Küste….
Es gibt zahlreiche Strassen und Küstenabschnitte, die wunderschön sind, man denke nur an die Côte d' azur oder die ,route 66' in Californien...doch keine ist vergleichbar mit der Küstenstrasse von Sorrent nach Amalfi. Es scheint, dass nirgendwo die Sonne so hell, die Blumen so farbenfroh, das Meer so blau ist wie an diesem Küstenab-schnitt. Hinter jeder Kurve erscheint es einem noch heller, noch bunter und noch blauer zu sein.Sorrent ist eine vielbesungene Stadt mit südländischen Flair und bevorzugte Urlaubsmetropole für Engländer, Amerikaner und Franzosen. Die Stadt ist weltberühmt für die Intarsien-/Holzeinlege-Arbeiten.
Ab hier beginnt nun auch der Golf von Sorrent und somit die amalfi-tanische Küste. Von ,S.Agata sui due Golfi' kann man in den Golf von Neapel und in den Golf von Sorrent gleichzeitig sehen. Sitzt man auf der rechten Seite des Busses, hat man atemberaubende Blicke auf das Meer tief unter einem, auf der linken hingegen eine unvergleichliche Landschaft mit kleinen Dörfern, die sich eng an die Berge schmiegen. Ein Aufenthalt in Positano gibt einem die Möglichkeit, nicht nur einen der malerischsten Orte dieser Küste zu besichtigen, sondern sich auch ein exklusives Stück der berühmten positanischen Mode mitzunehmen.
Weiter geht es die kurvenreiche Traumstrasse entlang zu einer Mittags-pause auf einer Terrasse direkt über dem Meer. Nach einem Cappuccino geht es dann weiter bis nach Amalfi. Im Mittelalter eine ,freie Handelsstadt' sieht man noch heute ihren einstigen Reichtum. Die Altstadt, der Dom und die Architektur zeugen von vergangener Grösse.Hoch oben in den Bergen liegt eine kleine mittelalterliche Stadt mit dem melodischen Namen ,Ravello'. Hier hat einst Richard Wagner in der Villa Rufolo logiert und sich so sehr verzaubern lassen von der Aussicht, dass er einen Grossteil seines ,Parsifal' hier schrieb.
Zurück geht es durch die Ausläufer der Apenninen durch Kastanien-wälder mit dem Wunsch, nie wieder diese traumhafte Küste verlassen zu müssen. Und man schwört, so bald als möglich hierhin zurück-zukehren.
Herculaneum und Pæstum
Herculaneum wurde wie Pompeji im Jahre 79 n.Ch. durch den Ausbruch des Vesuvs zerstört. Im Gegensatz zu Pompeji wurde die Stadt jedoch nicht unter einem Ascheregen begraben, sondern mit einer bis zu 25 m hohen Schlammschicht bedeckt.Der Legende nach wurde Herculaneum von Hercules gegründet und war zu vergangener Zeit eine Sommerresidenz für römische Patrizier mit nur ca. 3.000 Einwohnern.
Erst im 17. Jahrhundert wurde die Stadt wiederentdeckt. Durch das Lava-Schlamm-Gemisch hat der Ort sich sehr viel besser als Pompeji erhalten und man hat in den Häusern teilweise alles vollkommen intakt gefunden, so wie die Räume verlassen wurden bei dem Unglück. Es gibt wunderschöne Mosaïken, Marmorfussböden und Wandmalereien, Häuser mit Balkonen und Privat-Thermen. Man fühlt sich zurückversetzt in die Antike....Pæstum hingegen ist griechischen Ursprunges und besitzt die bester-haltendsten Tempel aus seiner Zeit auf italienischem Boden. Im 7. Jahrhundert v.Ch. gegründet, war sie in den darauffolgenden 200 Jahren See- und Landwirtschafts-Zentrum.
Nach der Christianisierung blieb die Stadt lange noch Bischofssitz, die jedoch im 9. Jahrhundert verlassen wurde, bedingt durch die häufigen Angriffe durch die Sarazener. Der Hafen versandete, die Stadt ver-sumpfte. Sie zerfiel ganz und die Tempelanlage geriet in Vergessenheit. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt.Die Basilika, ältester Tempel von etwa 550 v.Ch., der Ceres- sowie der Poseidon-Tempel - je 500 und 450 v.Ch. - sind die drei mächtigsten Zeugen der Zeit.
Pæstum liegt aber auch in eines der schönsten Landschaften Italiens: im Nationalpark des Cilento.
Rom... einst Mittelpunkt der Welt
,Alle Wege führen nach Rom!' sagten die ,alten' Römer. Aber auch die heutigen sind noch der gleichen Meinung. Ohne das römische Reich wären wir vielleicht trotzdem das was wir heute sind, aber ganz gewiss würde uns ein wichtiges Stück Geschichte fehlen.Über diese Stadt braucht man kaum ein Wort zu verlieren, denn der Name sagt bereits alles. Natürlich kann man jahrhundertelange Geschichte nicht an einem Tag in sich aufnehmen, jedoch bekommt man einen Eindruck von der einstigen Grösse eines unvergesslichen Reiches.
Rom liegt knappe 200 km von Neapel entfernt, eingebettet in 7 Hügel in der Region Lazio. Heute eine Stadt mit gut 2 Millionen, war sie doch zur Zeit des römischen Reiches eine Stadt mit ,nur' 300.000 Einwohnern!Der Kern, die Altstadt, ist wunderbar zu Fuss zu ,erlaufen' und man kann die wichtigsten Monumente leicht erreichen. Von der ,Piazza del Popolo', auch heute noch Knotenpunkt des römischen Lebens, geht man die ,Via del Corso' herunter zur ,Spanischen Treppe' und vorbei an Strassen wie die ,Via Condotti' mit den teuersten und exklusivsten Geschäften von Armani, Versace etc. weiter zum ,Trevi - Brunnen'. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit bis zum Denkmal des Vittorio Emanuele auf der ,Piazza Venezia'. Fast gleich um die Ecke liegt die ,Piazza Navona' mit einem der schönsten Brunnen Roms und Schau-platz vielerlei Filme. Ein paar Häuserzeilen weiter befindet sich das Pantheon mit seiner Öffnung in der Kuppel, durch die es jedoch nur in das darunter liegende Becken regnet.
Auf der anderen Tiberseite und ein wenig weiter entfernt vom Kern der Altstadt liegt die Engelsburg und der Vatikan, ein eigenständiger Staat mit eigenen Gesetzen und eigener Währung. Der Petersdom wurde auf den Resten einer kleinen Kapelle, von S. Peter einst gegründet, erbaut und ist wohl eines der imposantesten Monumente unserer Zeitge-schichte, an Grösse und Schönheit fast unübertrefflich. Mit ein wenig Glück kann man an der Messe des Papstes teilnehmen. Das Colosseum und das Forum Romanum werden nur umfahren.
Ein selten ,voller' Tag, aber gewiss auch einer, den man niemals wieder vergessen wird...
Montecassino und Caserta
Cassino liegt zwischen Neapel und Rom in den Bergen und ist hauptsächlich berühmt durch das Kriegsgeschehen im Zweiten Weltkrieg. Hier liegen ein deutscher, polnischer und amerikanischer Gefallenen-Friedhof.Die heutige Stadt verbirgt zwar eine Menge Kunstschätze, ist aber an sich nicht mehr sehr sehenswert. Sehenswert dagegen ist die Benedektiner-Abtei, die sich etwas ausserhalb der Stadt auf einem Berg, dem Monte Cassino, befindet.
S. Benedetto wurde um 480 n.Ch. geboren und entschied sich nach Studien in Rom für ein Einsiedler-Leben. Er gründete mehrere kleine Klöster und 529 dann schliesslich das in Cassino. Es wird auf Resten eines alten römischen Rathauses und einem Tempel des Apollon, dem noch zu der Zeit Opfer geboten wurden in einem naheliegendem Wald, erbaut. 577 von den Longobarden völlig zerstört, wird es erst im 8. Jahrhundert auf Geheiss Papst Gregorio II. wieder erbaut. Es wird zu einem Ort der Heiligkeit, Kultur und Kunst und wichtige Persönlichkeiten verbringen dort Zeiten der Besinnlichkeit. 833 von den Sarazenen geplündert und den Flammen überlassen, vergehen 200 Jahre zum Wiederaufbau. 1349 wird es dann nochmals durch ein Erdbeben vollkommen zerstört, rekonstruiert und zu grosser Blüte gebracht. Am 15. Februar 1944 wird die Abtei zum letzten Mal völlig zerstört, als hier die Truppen Hitlers auf die Alliierten treffen.
Die Abtei wird komplett nach alten Plänen rekonstruiert und ist eine der schönsten überhaupt. Sehenswert ist im Besonderen die Basilika, wo noch alte Marmorfussböden zu sehen sind, die den Zerstörungen entgangen sind.Sie befindet sich nach wie vor in Benedektiner-Besitz und 1964 wurde San Benedetto zum Schutzpatron Europas gesprochen für seine Arbeiten um Frieden und Einigung. Mit ihm begann auch das monastische Leben im Oxzident.
Die Stadt Caserta ist schon in prähistorischer Zeit gegründet worden und zur Zeit des römischen Reiches ein wichtiger Knotenpunkt ge-wesen. Auch heute noch ist die Stadt von grossem historischem Interesse, jedoch am beeindruckendsten ist wohl das Schloss. Es wird das ,Versaille des Südens' genannt, nicht zu Unrecht, denn es ist dem auch nachempfunden worden.Karl von Bourbon wollte Caserta zur Hauptstadt seines Königreiches Neapel machen und plante hier zum Zeichen seiner Macht, ein Schloss zu errichten, das dem Versaille's in seinem Heimatland ähnelte. Er liess sich von dem Architekten Vanvitelli Pläne vorlegen und am 20. Januar 1752 wurde der Grundstein gelegt. Leider erlebten beide nicht mehr die Fertigstellung, da die geplanten 10 Jahre bei weitem überschritten wurden, bedingt auch durch Hungersnot und eine Malaria -Epidemie.
Die beachtliche Grösse von 250 m x 250 m ist aufgeteilt in 4 achteckige Flügel mit eigenen Innenhöfen. Unzählige Gänge und Säle, geschmückt mit wunderbaren Malereien, Mosaïken und Marmorfussböden, wert-vollste Möbel und seltenes Porzellan machen aus diesem Schloss eines der schönsten. Vom Panoramagang kann man bis zum Meer sehen und in der grosszügigen Parkanlage, die sich bis zu 3 km erstreckt, kann man Lustwandeln. Viele Springbrunnen, ein Garten in englischem Stil so wie die lange Wasserstrasse mit Wasserfällen und -spielen, laden zum Besinnen und Erholen ein.Das Schloss von Caserta ist ein wunderbares Bespiel architektonischer Bau- und Gartenkunst und nur mit Versaille selber in Vergleich.
Procida - die kleine SchwesterSchon auf dem Wege nach Ischia bei der Ankunft fährt man ganz nahe an der kleinen Nachbarinsel ,Procida' vorbei. Sie liegt ca. 10 Minuten Schiffsfahrt von Ischia entfernt und hat nur 3,5 qkm und ca. 12.000 Ein-wohner. Optisch gesehen ist sie Capri ähnlich: ein Hochplateau, aus 4 Vulkanen entstanden.
Jedoch ist sie vom Tourismus fast unberührt geblieben und hat sich so das typische südländische Flair bewahrt. Fährt man in den Hafen ein, hat man das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Von der ,Marina Grande' geht es links hinauf in die Stadt mit dem imposanten Kastell. Hier befindet sich auch die Abtei ,S. Michele' mit einem wunderschönen Marmoraltar, einem Holz-Deckengewölbe und beeindruckenden Malereien. Doch ist der kleine Hafen ,La Corricella' mit seinem kleinen Fischrestau-rant und die Strände im Süden der Insel das interessanteste. Auch ist es herrlich, in den vielen kleinen Gassen und Winkeln immer wieder bunte Gärten zu entdecken. Man sollte in Procida alles zu Fuss machen, da man so mehr sieht und sich überall niederlassen und die Aussicht ge-niessen kann.
Ein Tag auf dieser Insel lohnt sich auf alle Fälle, am schönsten, wenn man ihn verbindet mit einer Bade- und Inselrundfahrt auch um Ischia.
Das war's! Ausführlich genug?
Ich erwarte Euch alle!
11.01.2010 18:25
Heute möchte ich dir das bh für deinen Bericht vorbeibringen. :-)
01.01.2010 19:35
Ein wunderschöner Bericht. Da würde es mir auch gefallen.
13.11.2008 17:57
Wunderschöner BH Bericht , du machst auch sehr gute Fotos . LG Bruno