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Ein Leben hinter den Kulissen bei O-Town

5  21.02.2002

Pro:
soll es das geben .  für mich schon

Kontra:
ich denke nicht viel

Empfehlenswert: Ja 

TheRealAngel

Über sich: Gut ihr habt mich überredet ich bleibe euch erhalten.Aber eine kleine Frage hab ich noch.Wenn ich hi...

Mitglied seit:19.12.2001

Erfahrungsberichte:24

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Da ich ja in den letzen Wochen hier nicht sehr aktiv war, möchte ich das mit diesem Bericht nachholen. Um euch mein Leben in dieser Zeit etwas näher zu bringen. Denn mein Leben wurde in den letzten Wochen total umgekrempelt. Nicht immer ins Positive sondern auch ins Negative, aber dazu später näheres.

Wie hier die meisten wissen, ist mein Halbbruder bei einer doch recht erfolgreichen Boyband. Und zwar bei O-Town. Natürlich erwartet man einen total veränderten Menschen wenn man einen „Star“ persönlich trifft. Aber ich muss sagen, dass mein Verhältnis zu meinem Bruder nie besser war als im letzen Jahr.

Das könnte zwar auch daran legen, dass ich nun in Deutschland lebe und er weiterhin in den Staaten wohnt. Und durch denn etwas wenigeren Kontakt eine engere Beziehung entstand. Aber auch seine Karriere ist ein wichtiger Punkt für ihn und mich. Denn wenn man bekannt ist, achtet man doch sehr darauf mit wem man seine knappe Zeit verbringt. Und da bleibt meist nur Zeit für Familie und die engsten Freunde.

Als ich damals die anderen Jungs kennen lernte, fand ich sie alle super nett und sie hatten einen Humor wie Ashley und ich. Und das war wichtig, vor allem für meinen Bruder. Ich verfolgte die Serie Making a Band im TV, wie andere Leute sich die Nachrichten ansahen. Denn irgendwie gehörte ich ja dazu, auch wenn ich alles wie eine aussen stehende Person betrachten musste.

Als O-Town nun für die Tour und einigen anderen Auftritten nach Deutschland kamen, war ich glücklicher als sonst ein Mensch, denn ich durfte während der ganzen Zeit mitfahren, und durfte das Leben der Band mitleben. Was ja nicht jedem „FAN“ oder Menschen gestattet ist. Das einzige Problem für mich: Mein Freund. Denn ich nun für 6 Wochen nicht weiter sehen sollte. Mein Freund der doch sehr verständnisvoll ist, fand es zwar nicht super aber er wollte mir das Leben mit meinem Bruder natürlich nicht nehmen. Und so wurden die Koffer gepackt und ich holte die Jungs vom Flughafen ab.

Die ersten zwei Stunden war dann leider doch etwas verkrampft, ich dachte immer einen anderen Menschen als meinen Bruder vor mir zu sehen und wollte nicht wahr haben, dass er der gleiche war wie sonst auch. Natürlich war der erste Tag stressig, dort ein Termin, dort ein Fotoshooting. Wow hinter den Kulissen einer Band geht es ganz schön ab. Am Abend hatten wir dann endlich Zeit für uns, natürlich war uns nicht nach Party oder Disko. Wir bestellten uns alle Pizza und trafen uns im Zimmer von Ash und mir. Ich merkte schnell, das ich doch meinen Bruder vor mir hatte und ganz normale Jungs mir gegenüber sassen.

So ging es in den nächsten Wochen weiter. Natürlich nicht mit Pizza, sondern mit unserer Beziehung. Ich hatte meinen Bruder wieder und merkte wie sehr ich ihn doch vermisst hatte. Seine kleinen Sticheleien, unsere Witze und unsere ganz spezielle Beziehung. Die wir immer hatten, aber doch in der letzten Zeit etwas verloren hatten.

Aber das Interessante war nun, er war „JEMAND“, nämlich ein Teil einer Band. Und das ist doch etwas komplizierter als man sich denkt. Denn überall wo man hingeht, sind Girls die einen erkennen oder eben die Jungs. Es ist schon Wahnsinn diesen Trouble so aus der anderen Sicht zu sehen. Sonst war ja immer ich der Fan, der die Stars um ein Autogramm fragte, nun sah ich Girls die meinen Bruder anhimmelten und weinten wenn sie ihn sahen. Ist schon eine komische Vorstellung gewesen.

Auch lernte ich natürlich andere Stars kennen, z.B. Die No Angels die einfach super nett waren und kein bisschen eingebildet. Am meisten war ich von den Toten Hosen begeistert. Als kleiner Fan von denen, war ich hin und weg als ich sie nach einem Interview einer bekannten Jugendzeitschrift sah und natürlich gleich ansprechen musste. So nett und natürlich hätte ich sie mir nicht vorgestellt.

Am Imposantesten waren für mich die einzelnen Konzerte. Die Nervosität der Jungs vor jeden Auftritt hat mich fast wahnsinnig gemacht. Aber sie wurden kurz vor jedem Konzert immer die Ruhe in Person. Dann kam das Ritual der Boys, dass einer von Ihnen noch mal zu Gott spricht und sie sich denn Segen für dieses Konzert holen. Dann noch mal ein kleiner Schrei und auf die Bühne ging es für die Boys. Und ich blieb dahinter und genoss einen Abend mit „MEINEN“ Jungs.

Nach jedem Auftritt waren die Jungs immer sehr froh irgendwo Ruhe zu finden. Vor allem Ash und Dan wollten immer irgendwo ruhe finden. Die Abende verbrachte ich meistens mit Eric, der nie zu müde oder zu fertig war um nicht doch noch zu feiern oder zu Quatschen. Auch Jacob und Trevor waren munter und schrieben Songs oder entwickelten mal wieder einen neuen Sound. Und ich war dabei. Das ist schon ein komisches Gefühl.

Dann kam leider der Abschied, aber nicht für lange, denn ich merkte schnell wie sehr mir mein Bruder doch fehlte und werde deswegen Mitte des Jahres in die Staaten zurück ziehen, ganz in die Nähe der Jungs. Denn ich lebte dort förmlich auf und merkte das ich hier hingehöre. Ich wurde wirklich gemocht und auch gebraucht wie es Eric mal nett zu sagen pflegte. Auch ist Deutschland nicht mein Land in dem ich wirklich glücklich bin. Auch wenn das heisst meinen Freund zu verlassen.

Das Studium wird hingeworfen und ich werde als Tänzerin in der Agentur von O-Town promotet. Vielleicht seht ihr mich dann im nächsten O-Town Clip. Viele fragen sich jetzt vielleicht wieso dieser Sinneswandel?! Ganz einfach, ich wusste in meinem Leben nie wo ich hingehöre. War ja immer nur das Kind aus der ersten Ehe ohne leibliche Mutter. Obwohl mir das niemand anmerken liess. Trotzdem fühlt man sich anders. Dann lernte ich meinen Freund kennen, der aber immer in einer anderen Welt lebte wie ich. Denn er lebte in einer Glamour Welt und ich nur so daneben. Auch wenn es mir schwerfällt ihn zu verlassen ist es doch das richtige für mich.

Das Leben hinter den Kulissen zu erleben war eine Erfahrung die einen total verändert. Nicht nach aussen sondern in sich. Man wird auf der Stelle erwachsen, das merkte ich vor allem an meinem Bruder. Und man erkennt die wahren Seiten des Lebens, die ich sonst nur suchen würde. Die Jungs gaben mir zu verstehen, dass ich bei ihnen immer willkommen bin und sie meine Idee für super halten, denn ich würde ihnen genauso fehlen wie sie mir. Und so werde ich einfach wieder zurück gehen. Aber es ist kein Abstieg zurück, sondern ein Aufstieg nach oben.

Natürlich werde ich Ciao treu bleiben und in nächster Zeit auch wieder aktiver werden. Was mir besonders gut gefallen würde ist, wenn ihr mir vielleicht ein wenig schreibt wie euch dieser Bericht gefallen hat, und für Leute die mich auch mal hinter Ciao kennen lernen wollen hier meine Private E-Mail-Adresse: babe.2000@web.de. Also bis denn Gruss T!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Paschulke

Paschulke

02.04.2002 12:50

Sorry das ich mich ewig nicht gemeldet habe, aber ich kam irgend wie an den Computern der Uni nicht zu Ciao auf die Seite... Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg, ich hoffe, dass ist jetzt wirklich das Richtige für dich!!! Wir hören voneinander?! Ciao, Anne

Music-King

Music-King

24.02.2002 10:30

Ich fand den Bericht suuuper!!! Es freut mich, daß Du diese Erfahrung hinter den Kulissen machen durftest, denn sowas verändert ganz schön. Ich wünsche Dir bei Deinen Plänen alles alles Gute und viiiiel Glück und genausoviel Erfolg!!! Liebe Grüße von Deinem König:-)

Clauds

Clauds

21.02.2002 12:46

Ich kann nachvollziehen, dass Du froh bist, endlich zu wissen, wo Du hingehörst. Und übrigens ist ein Leben in den Staaten so oder so sicherlich schöner, als in Deutschland, weil man dort ganz andere Prioritäten setzt und andere Werte hat. Wünsch Dir viel Glück und weiterhin viel Spaß mit den süßen O-Town Jungs ;) Grüssle, Claudi

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