Lego-Stadt - Marke Eigenbau
20.03.2012
Pro:
Das Staunen beim entstehen, Kreativ, Frustabbau, Herausforderung . . .
Kontra:
Definitiv die Kosten und manchmal der Frust das Planungen nicht umsetzbar sind . . .
 LifeLines
Über sich:
Danke für die tollen Bewertungen. :-)
Mitglied seit:15.07.2003
Erfahrungsberichte:89
Vertrauende:13
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 66 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Meine Berichte hier bei Ciao, über die Exklusiv Sets von Lego haben immer relativ viele Leser. Jedenfalls für meine bescheidenen Verhältnisse. Ich kaufe mir diese Sets ja nicht ohne Grund. Und gerade dieser Grund scheint einige Leute näher zu interessieren. Ich möchte fast sagen, sie sind neugierig auf das das, was ich da tue. Und so reifte die Idee, darüber zu schreiben. Damit sich jeder, der sich dafür näher interessiert, einen kleinen Einblick erhält, in die Sache, die ich da mit den Sets veranstalte. Zur Einstimmung, über was ich hier eigentlich genau schreiben möchte, gebe ich euch meine Einleitung der Berichte zu lesen... "Wie einige hier sicherlich wissen, baue ich für meinen Sohn eine Lego Stadt. Dieses große Vorhaben nenne ich liebevoll "Mein Lego Projekt". Die Stadt lebt unter anderem von der Lego Reihe "Bauen mit Modulen", in Lego Kreisen auch gerne CC Häuser genannt." Die Geburt des Lego Projekts...
An allem Schuld ist eigentlich die Supermarkt-Kette "Kaisers". Vor zwei Jahren oder Anfang letzten Jahres gab es für die Treuepunkte schöne Lego City Produkte. Ich deckte mich vorsorglich damit ein. Schließlich würde mein kleiner Sohn, früher oder später, in das Lego Alter kommen. Nun hielt ich also ein Einfamilienhaus in den Händen und noch weitere Lego City Produkte. In mir keimte der Gedanke ob es nicht toll wäre, wenn der kleine Mann eine richtige Lego Stadt zum spielen hätte. Dieser Gedanke beschäftigte mich wochenlang. Ich machte mich im Internet schlau. Schaute mir unzählige Videos von Lego Städten an und so kam es das mein alberner Gedanke richtige Konturen annahm.Ich schaute zum ersten Mal in den Lego Online Shop und mein Herz gehörte sofort den Lego Exklusiv Sets "Bauen mit Modulen". Diese Reihe bildet Häuser und Geschäfte nach. Ich verliebte mich sofort in die liebevollen Details. Aber mein Herz stockte beim ansehen des Preises. Pro Exklusivset sollten ca. 150 Euro fällig sein. Grund genug den Plan erst einmal wieder bei Seite zu legen. Wochen zogen ins Land und ich grübelte immernoch darüber nach. Mein Ehrgeiz war geweckt. Ich machte mir einen groben Plan. Sozusagen auch mein Fahrplan. Diesen ersten Entwurf habe ich euch als Foto hoch geladen. Im Abschnitt Fotos erkläre ich später noch einmal alle ausführlich. Zum Plan gibt es natürlich auch eine Legende. Mein eigenes Lego Projekt war nun also keine Kopfsache mehr. Es war ein Plan. Ein Plan den ich unbedingt in die Tat umsetzen wollte. Ein Problem blieb da allerdings noch. Wie den ganzen Spaß finanzieren? Mit Geld aus der Haushaltskasse? No Way. Meine kleine Familie sollte sich nicht wegen meinem Projekt einschränken müssen. Was also her musste, war ein Finanzierungsplan. Und zwar ein ausgereifter. Denn eines war abzusehen, das würde kein preiswertes Projekt werden. Der Finanzierungsplan...
Bei Kosten von rund 150 Euro pro Exklusivset und geschätzten 500 Euro für Eigenbauten (ohne Straßen usw.), stellte sich mir natürlich die Frage der Finanzierung. Die Haushaltskasse sollte darunter nicht leiden. Meine eiserne Reserve, sollte auch so wenig wie möglich belastet werden. Viel blieb nicht mehr. Also warum nicht das Internet nutzen?Es gibt so viele Möglichkeiten im Netz, Geld zu verdienen. Oder halt Sachprämien. So keimte die Überzeugung ein Teil der finanziellen Mittel über Paid4 zu beschaffen. Ich entwickelte eine regelrechte Strategie, die ich täglich abklappern müsste, um wenigstens etwas beim Bau voran zu kommen. Ich machte Werbung für das Projekt. Suchte Unterstützer und fand auch ein paar. Hätte ich diese Handvoll nicht, würde es noch länger dauern. Denn ohne tägliche Klickhilfe läuft bei Paid4 oder Wunsch-Communitys nicht viel. Nach einigen Monaten errechnete ich mir ein Durchschnittsmonatsverdienst. Dieser lag bei rund 30 Euro im Monat. Ich rechnete dies in Legosteine um, und legte ein Einzelpreis von 0,10 Cent pro Stein zu Grunde. Das wären doch satte 300 Steine pro Monat. Damit war die Sache beschlossen. Und auch heute noch, Monate später versuche ich jeden Tag meine Unterstützer zu bewegen und meine Einnahmenstrategie zu optimieren. Denn wie es im Leben nun mal so ist. Nur selten läuft etwas so, wie vorher vorgestellt. Der erste Kauf - Großes Kaufhaus 10211...
Schon gleich beim ersten Kauf wurde ich meinem eigenen Finanzierungsplan untreu. Dies war sicherlich auch der eigenen Aufregung geschuldet und vor allem dem Drang, wenigstens den ersten "Baustein" schon zu haben. Und so bestellte ich also das Lego Exklusiv Set - Großes Kaufhaus 10211 im Lego Online Shop. Nach ein paar Werktagen konnte ich es dann in den Händen halten. Nun hieß es dann nur noch aufbauen. Ich muss dazu sagen, dass dies mein erstes Lego Set seit der Kindheit war. Nach rund 15 Stunden Bauzeit, Pausen raus gerechnet, war es dann fertig. Die Detail-Verliebtheit war einfach unbeschreiblich. Kein Vergleich zu den Lego-Sets aus meiner Kindheit. Und jeden Tag, an dem ich das fertige Kunstwerk auf der Kommode betrachtete, wusste ich, dass ich das Projekt wirklich durchziehen wollte. Und eines war jetzt schon sicher. Ich würde meinem Finanzierungsplan nochmals nicht folgen, denn es mussten so schnell wie möglich die beiden anderen verfügbaren Sets der Exklusivreihe "Bauen mit Modulen" her. Der zweite Streich - Feuerwache 10197...
Nur rund eine Woche nach dem Kauf des Lego Kaufhauses, legte ich schon keine Geduld mehr an den Tag. Mit dem Hintergrundwissen, dass es diese Lego Exklusiv-Sets nur 1 Jahr bei Lego direkt gibt, musste ich einfach nochmals zuschlagen. Und wieder warf ich meine Finanzplanung über den Haufen und kratze an meiner Sparreserve. Auch für die Feuerwache wurden wieder 150 Euro fällig. Aber es lohnte sich. Und bis heute habe ich den Kauf nicht bereut. Wie auch beim Kaufhaus sind die Details einfach spitze. Nun standen sie beide also nebeneinander auf der Kommode im Schlafzimmer. Mir dämmerte es, dass dies wenig an eine Stadt erinnerte. Aber muss nicht mal erst eine gewisse Basis bzw. der Grundstein gelegt sein? Das nächste Set hatte ich schon im Auge und wusste, dass ich dieses besser würde finanzieren können. Doch dann wie weiter? Es kam eine Frustphase. Eine Phase in der ich durchaus überlegt habe, das ganze sein zu lassen. So schön, wie das Kaufhaus und die Feuerwache waren, so ein "Hinsteller" sollte sie ja eigentlich nicht sein. Der erste Baufrust und Probleme... Nach dem Kauf der Feuerwache war also erst einmal Schluss, bis das neue Set im Jahr 2011 erscheinen sollte. Frust machte sich bei mir breit. Es
Bilder von Alles mit L...
lief bei weitem nicht alles so, wie es sollte bzw. ich mir das vorgestellt hatte. Mir kamen Gedanken, was ich machen solle, wenn mein Sohn nie Interesse daran zeigen würde. War dann all die Arbeit umsonst? Das ganze Geld falsch investiert? Ich hatte wirklich einen heftigen Durchhänger.Ich sprach mit meinem Lebensgefährten darüber. Er meinte, er würde sich da nicht einmischen, dass wäre mein Projekt. Im ersten Moment keine große Hilfe. Im zweiten dann doch. Denn, O-Ton: "Selbst wenn der Kleine nicht damit spielt, dann ist das halt der Hingucker in unserer Wohnung. So etwas hat nicht jeder." Mit dem Gedanken konnte ich mich durchaus anfreunden. Aber das legte gleich das nächste Problem offen. Wohin damit? Auf der Kommode konnte die Stadt nicht entstehen. Ich rechnete großzügig mit 2 Meter x 2 Meter Platzbedarf. Also gleich im Zimmer vom Kleinen bauen, auch auf die Gefahr hin, dass er mit seinen damals 2 Jahren vielleicht Teile verschluckt oder die ganze Arbeit vernichtet? No Way.Das Konzept war relativ schnell gefunden. Eine voll bewegliche Stadt musste her. Lego auf Rollen? Unmöglich. Aber aufbocken und Abschnittweise verbinden, dass war möglich, wenn auch sehr Steine - und damit Kostenintensiv. Alleine als Unterbau mussten so rund 20 Bauplatten her. Gesamtpreis, nur für die Platten rund 140 Euro. Ein hoch in dem Fall auf die Wunschcommunitys im Netz. Noch heute bin ich dabei mir Platten für lau zu erklicken. Und es funktioniert. Gut die Hälfte habe ich zusammen. Diese zuvor beschriebenen Probleme und dieser Frust, haben mir deutlich gemacht, dass dieses Projekt nicht von heute auf morgen machbar ist. Es ist viel mehr ein Geduldsspiel. Der dritte Kauf... "Zoohandlung 10218" Das dritte Set was ich mir im Jahr 2011 leistete war das aktuelle. Der PetShop mit Wohnhaus. Der Clou an dem Set, man kann beide Häuser getrennt voneinander aufstellen. Das Modell ist also in der Mitte teilbar. Ich war wieder begeistert von den Details. An den Preis von ca. 150 Euro hatte ich mich nun schon gewöhnt. Nach dem Aufbau nahmen auch die beiden Häuser in der Reihe auf der Kommode im Schlafzimmer platz. Nun standen sie also alle da. Ein weiteres Set würde nicht passen. Es war also an der Zeit die ersten Schritte in Richtung Stadt zu machen. Ich schaute mir noch einmal viele Videos im Netz an um mir Inspiration zu holen. In meinem Kopf keimte eine Vorstellung. Mit Lego ist vieles möglich, aber nun mal nicht alles. Ich telefonierte mit dem Kundenservice von Lego und wollte Details wissen zu Planungen. Dieses 2 Stunden Gespräch war auch Schuld daran, dass danach klar war, dass eine Stadt natürlich auch eine gewisse Beleuchtung braucht. Das Feld der LED Legosteine war mir völlig neu und so legte ich das erst einmal nach hinten. Wichtiger war erst einmal die Basis. Und die musste binnen eines Jahres her, denn dann würde bereits das nächste Exklusivset der Reihe "Bauen mit Modulen" erscheinen. Die Lego Dealer...
Jeder der schon einmal mit Lego gebaut hat, bzw. bauen wollte, wird wissen das einzelne Legosteine notwendig sind. Hat man keine genaue Bauanleitung, dann muss man selbst erst einmal testen, was geht und was nicht. Ich machte mich auf die Suche nach Legostein-Lieferanten. Meine Aufrufe in Kleinanzeigen oder im Netz blieben eher erfolglos. Was aber auffiel...der Markt "Verkauf von einzelnen Steinen" ist ein großer und scheinbar sehr lukrativer. Auf Ebay und ähnlichen Plattformen ist viel zu bekommen, preislich aber unter alle Kanone. Teilweise werden die Steine dort sogar teuer verkauft, als wenn man sie direkt bei Lego selbst kaufen würde. Was durchaus möglich ist. Lego Direkt war nun aber schon mein Lego Dealer und so suchte ich weiter. Und fand schließlich auch ein paar kleine Lego Händler mit eher abschreckenden Homepages bzw. Shoppingseiten. Aber ich wurde gründlich überrascht. Nicht nur das ausschließlich neue Steine verkauft wurden, die Lieferung mehr als zügig ging, nein auch die Preise waren hervorragend. Ich kann diese kleinen, aber feinen Shops euch nur empfehlen. Aber auch hier lohnt sich das vergleichen von mehreren Seiten. Baubeginn...
Nach langem probieren und austesten, wie ich das aufbocken der Lego Häuser nun am Besten hin bekomme hab ich mich für die mir einfachste Variante entschieden. Als Basis diente mir eine normale Noppen-Bauplatte 25x25cm. Aussen rum eine Reihe von 1-Reihigen Steine. In die innere Freifläche kamen beliebige Basic Steine als Stütze. Darüber entschied ich mich für die Kosten-Intensive Variante mit dunkelgrauen Platten. Darauf setzte ich dann das Haus. Weiter entschied ich, dass die Nebenstraße lediglich Einspurig werden würde.Hat man erst einmal angefangen zu bauen, ist es natürlich schwierig aufzuhören, ohne ein erstes Ergebnis zu sehen. Nun hatte ich ja die erste Nebenstraße schon angelegt und baute dort wenigstens schon eine Spur fertig. Man muss ja wenigstens mal überprüfen ob man als Frau mit den Abmessungen der Breite nicht ganz so daneben gelegen habt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein Kampf diese Straße war. Ich habe sie geschätzte 15 Mal bauen müssen. Immer passte irgendwo etwas nicht. Dann klemmten die Konverter Steine. Dann passten die Basic Steine nicht mehr in den Mittelstreifen. Das erinnerte mich schon wieder an einen wahren Baufrust. Als dann aber alles passte, war ich mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden. Gerade der Zebrastreifen wirkt für mich ganz stimmig. Auch wenn er über den Mittelstreifen noch fehlt. Da werde ich wohl allerdings auf Lego Fliesen zurück greifen. Neue Bauplätze und Probleme...
Obwohl zu der Zeit bereits 3 Sets in meinem Besitz waren, waren gerade mal 2 Sets bereits aufgebockt. Und das vierte Set, (Modell des Jahres 2012) war schon in Sicht. Dies ist im dem fehlenden Bauplatz geschuldet. Dieses "Aufbocken" um die Stadt schiebbar zu halten ist wirklich aufwändig. Die Steinemenge ist schon gewaltig. Kleines Beispiel...das aufbocken eines Gebäudes kostet mich im Schnitt 35 Euro. Klingt nicht viel, zugegeben. Aber die Masse macht es. Die Beschaffung der dunkelgrauen Platten gestaltet sich zudem mehr als schwierig und Zeit-aufwändig. Denn diese sind sehr begehrt, auf Grund der ganzen Star Wars Sets. Sie sind ein Hauptbestandteil dieser. Das Prunkstück der Eigenbau-Legostadt...
Obwohl es das Wort Herzstück besser treffen würde. Das neue Exklusiv Set von Lego. Das Rathaus. Meine Güte, nach 12 Stunden Netto-Bauzeit stand es endlich vor mir. Was für ein Hammerteil. So viele liebevolle Details. Die 180 Euro haben sich wirklich gelohnt. Es geht es nur noch darum, das Rathaus ordentlich in der Stadt zu platzieren. Da das Modell wesentlich größer ist, als seine Vorgänger sollte ihm ein frei-stehender Platz gebühren. Aber es wird nun erst einmal Zeit euch in die Details einzuführen. Feinheiten und Details...
Über das Aufbocken habe ich euch bereits im Abschnitt "Baubeginn" berichtet. Nun möchte ich euch ein paar Feinheiten und Details mitteilen. Ich entschied mich in meiner Stadt, gegen Lego-Straßenplatten. Dies hatte einen einfache Gründe.- Zu hässlich...
- Zu Standard...
- Nicht flexibel genug
Die Lego-Straßenplatten sind nur über Ebay oder bei kleinen gewerblichen Händlern einzeln zu bekommen. Sicherlich wäre es deutlich einfacher und auch günstiger gewesen auf diese Straßen auszuweichen. Aber dann wäre auch ein Stück weit die Marke Eigenbau weg gewesen. So sah ich mich im Netz nach Alternativen um, und war erstaunt über die doch so einfachen Möglichkeiten. Kennt ihr das? Auf die einfachsten Methoden kommt man manchmal einfach nicht. Die Idee, die Legosteine nicht mit Noppen nach oben, sondern seitlich bauen. Zugegeben eine Straße mit Noppen wäre uncool gewesen. So werden einfach schwarze 1-reihige Steine auf die Seite gelegt. Die Lackfläche ist so oben. Mit ein paar Konvertersteinen hat die Fläche dann genug halt. So lassen sich auch prima Zebrasteifen und Fahrbahnmarkierungen verlegen. Einziges größeres Problem sind hier Kreuzungen und T-Kreuzungen. Da muss man vorher gut planen.Meine Straßen, die 1-Spurigen, wie auch die 2-Spurigen sollten Mittelstreifen haben. Bepflanzte. Also setzte ich Basis-Steine in die Mitte und ließ die Konverter eine Noppenreihe davor enden. Verbunden mit einfachen Platten, war das Ergebnis überzeugend. Nun kann als letzter Schritt der Weg bzw. der Boden verlegt werden. Ich werde hier wahrscheinlich auf eine Muster-Verlegung mit 1x1 Lego-Fliesen im Wechsel hellgrau/dunkelgrau zurück greifen. Da ich die komplette Fliesenverlegung in der Stadt, erst zum Schluss machen will, um ein stimmiges Bild hinzubekommen, schaut es jetzt alles eher noch Noppen-lastig aus. Bei der Bepflanzung des Mittelstreifens habe ich mich ebenfalls gegen den Lego-Standard entschieden. Ich baue zumindest meine Bäume selbst. Und dies ist mal eine Methode, die mich nicht teurer kommt, als wenn ich sämtliche Bäume kaufen würde.Generell kann man sagen, dass ich bei der Aussengestaltung auf die Marke Eigenbau setze. Der Brunnen, der den Vorplatz des Rathauses zieren soll, wird auch einer. Dafür werden sich halbrunde Legosteine sicherlich am Besten machen. Die Planungen für diesen laufen aber noch. Denn wie ich schon mehrfach erwähnte, dieses Projekt ist nichts, was man mal eben so in ein paar Tagen erledigt. Bei den Parks, die das Rathaus wohl flankieren werden, werde ich mich ein wenig mit Lego LED-Steinen austoben. Mal schauen ob sich das irgendwie gut in den Büschen verstecken lässt. Wenn nicht, dann werde ich wohl auf LED Strips zurück greifen. Wie zum ausleuchten der Geschäfte und Wohnungen auch. Aber das ist auch eine Sache, die erst relativ spät kommen wird. Wie ihr nun lesen konntet, ist doch noch vieles eine reine Kopfsache. Und wie ich bereits schrieb, nicht alles läuft halt so, wie man es geplant oder es sich gewünscht hat. Die Kritiker...
Nach den ersten Käufen habe ich auch viel Gegenwind erfahren. Ich wurde für verrückt erklärt. Mir wurde gesagt, ich würde das Geld zum Fenster raus schmeißen usw. Meine Argumentation, dass andere Leute ganz andere Hobbys haben, verlief meistens im Sande. Die meisten hatten sich schon längst ihre Meinung gebildet. Ich möchte an dieser Stelle was los werden und noch einmal eine Sache betonen:Ja, das ist keine preiswerte Sache. Ich bin mir dessen durchaus bewußt. Ich weiß das ich in dieses Projekt schon viel Geld rein gesteckt habe. Und ich weiß, dass ich auch noch einiges an Geld rein stecken werde. Aber, weder mein Lebensgefährte, noch mein Kind leiden darunter. Es geht Ihnen nicht schlechter, nur weil ich Geld in Legosteine investiere. Unser Kind wird von uns immernoch, ausreichend mit allem versorgt, bekommt was zu Essen und Trinken, Kleidung, bekommt Spielzeug und vor allem GANZ VIEL LIEBE. Und ja ihr lieben Kritiker, ich mache das nicht nur für mich, ich lasse mein Kind auch mitmachen. Ich habe nichts gegen Kritik. Ich bin mir dessen bewußt, dass einige das nicht nachvollziehen oder verstehen können, aber die einen haben eben ein Leuchten in den Augen, wenn sie Tupperware sehen, andere wenn sie in der Kosmetikabteilung einer Drogerie stehen und andere wenn sie ein Tuning Katalog für ihr Auto in den Händen halten. Und ich habe eben dieses Leuchten in den Augen, wenn ich mein Projekt verwirklichen kann. Die Unterstützer...
Neben den Kritikern gibt es aber noch die Gruppe der Unterstützer. Und ach was bin ich froh das sie habe. Nicht nur, dass sie für mich jeden Tag in Wunschcommunitys klicken, damit die nächsten Platten, umsonst für mich nach Hause kommen, nein, sie unterstützen mich auch auf anderen Paid4 Plattformen. Sie suchen für mich nach Legosteinen. Schicken mir Päkchen oder Pakete mit teilen, nachdem sie von mir wissen wollen was ich denn brauche. Und obwohl ich Ihnen anbiete, das zu bezahlen, schicken sie es mir oftmals kostenfrei. Ich revanchiere mich dann gerne mal damit, dass ich ihren Kindern (sofern vorhanden) etwas aufs Sparkonto überweise. Oftmals wird das dann wieder in Lego investiert. Ein Kreislauf. Aber auch Kinder müssen oftmals schauen, wie sie ihre neuen z.B. Star Wars Sets finanziert bekommen. Ab und an wird dann auch einfach mal getauscht. So werde ich Fehlkäufe los und bekomme passende Sachen dafür. Großartig wenn man solche Unterstützung erfährt.Und hier bei Ciao gibt es sie auch, die Unterstützer. User die mich immer wieder ermutigen und motivieren weiter zu schreiben. Die mich immer wieder daran erinnern für was ich das tue und warum ich es tue. Menschen, die mir Tipps geben es noch besser hin zu bekommen. Eben das persönliche Optimum, hier zu erreichen. Ich schreibe hier weiß Gott nicht viel. Zugegeben, da ginge mehr. Aber es soll halt keiner Leiden. Schreiben kostet Zeit und Energie. Das lässt sich nicht immer mit dem Alltag vereinbaren. Aber auch den Leuten hier, bin ich für ihre Unterstützung sehr dankbar. Grundsätzlich kann ich an der Stelle festhalten, das ich sehr gerührt und zutiefst dankbar für jegliche Art der Unterstützung bin. Ein Hoch auf diese Leute. Ich bin glücklich euch zu kennen zu dürfen und eure Unterstützung zu erfahren. Ich wäre ohne eure tägliche Klickarbeit und eure Mithilfe noch lange nicht so weit, wie ich es heute bin. Danke... :-) Ausblick
Was noch kommt? Hmm...ich habe noch leere Bauplätze. Insgesamt noch 2 Stück. Und nein, ICH werde die Stadt nicht mehr erweitern. Wenn mein Sohn irgendwann noch etwas hinzufügen möchte, dann gerne, aber für mich ist nach dem abarbeiten des Bauplanes Schluss. Ich werde in den nächsten Monaten, vielleicht auch Jahren *lol*, die Straßen fertig stellen, die 2 Parkanlagen anlegen, den Rathaus-Vorplatz bauen, ein Hochhaus bauen und kleine Town-Häuser errichten. Nagut, ja, ich werde die Stadt auch noch beleuchten inklusive Kabel-Verlegung, aber danach ist Schicht im Schacht. Danach werde ich hoffentlich diesen Anblick ganz ganz lange genießen dürfen und wieder ein paar mehr Euros in die "Alterskasse" packen können. Kosten
Ich habe lange überlegt ob ich mich zu dem Thema äußere, aber ich finde es nur fair wenn man Interessierten auch mitteilt was da für Kosten auf Sie zu kommen, wenn man sich für solch ein Projekt entscheidet. Deshalb versuche ich nun in dem Abschnitt, so gut wie es noch geht, die Kosten grob aufzustellen. Ich möchte aber noch festhalten, dass sich die Kosten auf meine Käufe beziehen. Nicht hinein fließen Produkte aus Wunsch-Communitys oder Steine/Platten von Unterstützern. Sprich, die eigentlich Kosten bzw. der eigentlich Wert ist deutlich höher...- Kosten für Platten: ca. 30 Euro
- Kosten für Exklusiv-Sets (Häuser): ca. 640 Euro
- Kosten für Eigen-Bauten (Unfertige Bauten): ca. 300 Euro
- Kosten für Steine: ca. 500 Euro
Ihr seht also selbst, in der Sache steckt nicht nur viel Herzblut, sondern auch viel Geld. Ich kann nur grob schätzen, aber nur ein Bruchteil davon, kam aus den Erlösen von Paid4-Diensten. Soviel dann zum Thema Geduld und Finanzierungsplan. Wie ich bereits schrieb...manchmal läuft halt nicht alles so, wie man es sich vorher ausgemalt hat. Und ich damit ja noch lange nicht durch. Aber nun wo der Ansatz einer Stadt zu erkennen ist, bringe ich auch ein bisschen mehr Geduld auf. Fotos
Der Augenblick ist gekommen. Nun mag ich euch etwas zu den Fotos sagen. Ich hoffe nur, sie werden auch wirklich so angezeigt, wie ich sie hier bei Ciao hoch geladen habe. Wenn nicht, dann klickt sie einfach bei Interesse durch. Einige erklären sich ganz von alleine. Ich hoffe, mit der Auswahl habe ich auch für euch eine gute Wahl getroffen. Ich habe Platz für 3 Fotos gelassen. Diesen werde ich nutzen, wenn der Bau weiter voran geschritten bzw. fast abgeschlossen ist.Foto 1: Der Bauplan. Zugegeben dieser ist nun schon überholt aber er dient mir noch heute als Stütze und als Orientierungshilfe. Legende dazu: L - Leergrundstück H - Einfamilienhaus oder Villa P - Park S - Straße GE - Kaufhaus PS - Zoohandlung und Privatgebäude GG - Lebensmittelgeschäft FW - Feuerwache TS - TankstelleDie grünen Leisten sind Mittelstreifen mit Bepflanung. Große Straßen 2-spurig. Die Seitenstraßen 1-spurig. Foto 2: Die 3 Exklusivsets nebeneinander. Der Eigenbau ist Ansatzweise zu erkenne...Foto 3: Auf diesem Bild seht ihr bereits 2 aufgebockte Exklusivsets. Das Foto entstand in der Zeit wo ich versuchte die erste Nebenstraße zu verlegen. Ich tüfftelte etwas mit dem Zebrastreifen. Mit etwas Fantasie kann man auch den Mittelstreifen bereits erahnen. Zu sehen ist jedenfalls auch, dass der Fussweg noch nackt ist. Bis auf Anhaltsbpunkt (Fliesen) sind nur die Noppen zu sehen. Foto 4: Bisher mein Lieblingsfoto. Das war die erste Testfahrt auf der ersten fertigen Spur der Seitenstraße. Ich hatte Bedenken wegen der Breite. Ist zwar knapp, aber es passt. Ich denke, dass kann man gut erkennen. Auf dem noch unfertigen Mittelstreifen steht ein selbst gebauter Baum, als Deko.Foto 5: Dieses Foto zeigt die fast fertige Nebenstraße. Es fehlen dort lediglich noch ein paar Platten beim Mittelstreifen. Im übrigen sind alle Nebenstraßen in der Lego Stadt Baugleich. Foto 6: Ein Foto von oben. Dies zeigt die Nebenstraße plus freie Bauplätze. Auf einem der zwei freien befindet sich zur Zeit mein Eigenbau des Green Grocer. Die Gesamtfläche auf dem Bild sind 6 Bauplatten (3 in jeder Reihe). Wer genau hinschaut erkennt sogar wie es unter den Platten ausschaut. Mir sind da schlicht und einfach die Unterbau-Platten ausgegangen.Foto 7: Dieses Foto zeigt die erste Bauversuche. Der errechnete Platz reichte nicht aus und so musste ich vom eigentlichen Bauplan abrücken und frei gestalten. Dies war der erste Versuch zur optimalen Ausnutzung des Platzes. Zugegen noch viele Freiflächen, aber vielleicht Vorstellbar. Vor dem Rathaus, die Basis für den Rathausvorplatz. Rechts vom Rathaus, die Platten für´s Grünzeug. Die einzelne grüne Bauplatte an der Wand markiert die Hauptstraße, die von der Breite bis hinunter reicht zum großen schon stehenden Bauabschnitt. Bilder 8-10 folgen... Fazit
Baumeister haben es nicht einfach. Auch Lego Baumeister nicht. Es ist ein Hobby und sollte es auch bleiben. Keiner sollte sich wegen solch einer Sache verschulden oder ähnliches. Bevor man mit so etwas anfängt, sollte man gründlich nachrechnen. Nicht nur was den benötigten Platz angeht, sondern auch das benötigte Geld.Für die einen ist das Irre, andere sehen es, als das was es ist. Ein Hobby. Andere geben Unsummen für Wolle im Monat aus. Für ihr Auto oder sonst ein Hobby. Und das ist auch gut, sofern man kann. Jeder sollte ein Hobby haben. Etwas, dass ihn entspannt, wo er zu Ruhe kommt. Ich kann das was ich mache, vertreten. Und das sollte man auch können und dazu stehen, denn es wird immer wieder Menschen geben die das für bekloppt halten.Ich bin unentschlossen ob ich jemandem empfehlen würde, so etwas in Angriff zu nehmen. Es erfordert Zeit, Platz, Geld und Nerven. Man muss schon sehr ehrgeizig und überzeugt davon sein, um es wirklich gegen alle Widrigkeiten durch zu ziehen. Es ist eine schöne Spielerei und mit den Exklusivsets auch eine schöne Wertanlage. Ich bin stolz darauf, was ich bisher geschafft habe, aber es gibt auch Momente, wo ich hoffe, dass es bald geschafft hat. Auch wenn mein Herzblut-Bericht vielleicht anders klingt, aber ich würde so etwas wirklich nicht noch einmal machen. Abschlussworte Für diesen Bericht gibt es keine Vergütung. Er hilft mir also nicht beim Lego-Projekt, aber das spielt keine Rolle. Das ist nicht wichtig. Das Anliegen war ein anderes...nämlich den Usern, die danach fragten, einen Einblick zu geben, wofür ich hier eigentlich schreibe und spare. Und vor allem was ich mit den Häusern aus meinen Lego-Berichten anfange. Ich habe euch diesen Einblick gegeben und versucht mich dabei so kurz wie möglich zu fassen. Ich bin nun bei über 4000 Wörtern. Ich kann euch in keiner Weise die ganze Spann/Tragweite übermitteln. Das würde jeglichen Rahmen sprengen. Ich danke denen, die wirklich die Geduld besessen haben diesen Bericht von oben bis unten zu lesen. Ich kann aber auch jeden verstehen der nur quer gelesen hat, oder nur einige Abschnitte. Ich bin offen für Kritik und freue mich ggf. über eure Bewertungen und Kommentare. Fragen zu Einzelheiten werden ebenfalls gerne beantwortet. Ich hoffe wir lesen uns alle gesund und munter beim nächsten "normalen" Bericht wieder. Euch bis dahin alles Gute... :-)
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24.04.2012 10:03
Wahnsinn
17.04.2012 21:32
jedem sein Hobby.. besser als vor der Glotze hocken ^^ *gg
06.04.2012 11:19
bh, das ist ja wirklich mal eine spannende und leider teure Geschichte, interessant vorgestellt, lg