Die Tage auf der Insel Rügen neigen sich langsam dem Ende zu. Wie war die zeit hier schön. In diesem halben Jahr habe ich unter anderem gelernt, dass das Schöne so nah ist. Wozu in die Ferne schweifen, wenn man Erholung und Sehenswertes gleichermaßen vor der Tür hat ? Haben wir nicht? Doch haben wir im Nationalpark Jasmund auf Deutschlands größter und schönster Insel Rügen.
** WAS IST EIN NATIONALPARK ?**Ein Nationalpark ist ein Schutzgebiet, in dem sich die Natur weitgehend ungestört und möglichst ursprünglich entfalten kann. Er soll:
·großflächiges Gebiet mit besonders wertvoller Naturausstattung und ·durch den menschlichen Einfluß nicht oder wenig beeinflußt sein;
·nicht mehr Ziel einer wirtschaftlichen Nutzung sein und soweit es der Schutzzweck erlaubt, der Allgemeinheit Erholung, Entspannung und naturkundliche Bildung ermöglichen.
** GEOGRAFISCHE LAGE **Der Nationalpark befindet sich im Nordosten der Insel Rügen. Um ganz genau zu sein, befindet er sich im östlichen Teil der Halbinsel Jasmund auf Rügen. Die Orte Sassnitz, Lohme, Hagen und Dargast sind die örtlichen Grenzpunkte des Nationalparkes. Der Nationalpark hat eine Größe von 3003 ha. Davon sind 2123 ha von Wald und 673 ha von der Ostsee eingenommen. Die verbleibenden Flächen verteilen sich auf Moore, Strand, Wiesen, Weiden sowie Siedlungsbereiche.
** GRÜNDUNG DES NATIONALPARKES**Im Zuge der politischen Wende in der DDR entstand neben anderen Großschutzgebieten auch der Nationalpark Jasmund auf Rügen. In der Zeit gesellschaftlicher Umbrüche nutzten Naturschützer der DDR die Chance, die letzten Reste charakteristischer Großlandschaften Mitteleuropas vor weiterer Belastung durch Übernutzung und Zersiedlung zu bewahren und in großräumigen Schutzgebieten dauerhaft zu sichern. Die Gefährdungen wurden bereits im Frühjahr 1990 auf Jasmund sehr konkret und bedrohlich. Die Besucherzahl versechsfachte sich mit Öffnung des "eisernen Vorhangs" auf etwa 1,5 Millionen. Es ergab sich die Notwendigkeit, gewaltige Menschenmassen zu lenken und zu leiten, um Schaden von Natur und Landschaft abzuwenden. Dem Nationalparkamt Rügen obliegt die Aufgabe, Naturprozesse zu schützen und den Menschen zugänglich zu machen. Heute sind alle wirtschaftlichen Nutzungen im Gebiet weitgehend eingestellt und die Beuscher werden über angelegte Wege durch den Nationalpark geführt.
** BESONDERHEITEN**Besonders an diesem Nationalpark ist schon mal, dass er auf Rügen liegt. Ich kann nur noch einmal betonen, dass die Insel Rügen eines der schönsten Flecken auf der Erde ist! In diesem Nationalpark vereinen sich Ostsee, Wald und Kreideküste mit Wiesen und Mooren, wie es selten in der Form beobachtet werden kann. Dort befindet sich das Schutzgebiet im Osten der gleichnamigen Halbinsel zwischen Sassnitz im Süden und Lohme im Norden. Das Nationalparkgebiet umfaßt den bis auf 161 m über die See aufragenden, überwiegend aus Kreidekalk aufgebauten und bewaldeten Höhenrücken der Stubnitz, die Steilufer und einen 500 m breiten, dem Strand unmittelbar vorgelagerten Bereich der Ostsee. Besonders einzigartig in Deutschland sind die hohen, am Königsstuhl bis auf 118 m aufragenden Kreidekliffs. Einst hat Caspar David Friedrich in diesem Nationalpark gesessen und sein wohl berühmtestes Gemälde kreiert...die Wissower Klinken. Von der Victoriasicht kann man genau auf den berühmten Königsstuhl schauen. Natürlich kann man auch direkt auf den Kreidefelsen „Königsstuhl“ hinauf“ aber von wo lässt sich etwas am besten betrachten ? Bestimmt nicht wenn man oben drauf steht. Von den Kreidefelsen hat man eine herrliche Sicht über die Ostsee. Über kleine Waldwege mit Holzgeländern und teilweise auch ohne Geländer kann man den Nationalpark erkunden.
** TOURENVORSCHLÄGE **1.)
Am besten fährt man mit dem Auto oder auch mit dem Bus nach Sassnitz. Dort stellt man den Wagen ab und maschiert dann Richtung Rusewase. Nach ca. 5 km Wanderung durch den wunderschönen grünen Wald gelangt man an eine Gaststätte namens „Waldhalle“. Diese Gaststätte erinnert stark an die DDR ist aber dafür sehr schön gelegen und urig. Nach dem Bier geht’s weiter und nach etwa 200 m kommt man an ein Geländer, wo man von oben auf die „Wissower Klinken“ und über das Meer schauen kann. Geht man diesen Hochuferweg noch etwa 2km entlang erreicht man die „Victoriasicht“. Die „Victoriasicht“ ist ein gesicherter Felsvorsprung der Kreideküste, der einen wunderbaren Blick auf den Königsstuhl freigibt. Es ist faszinierend, wenn man plötzlich ganz nah die weißen Kreidefelsen vor sich sieht und unten das blaue Meer im Kontrast dazu sieht. Noch etwa einen Kilometer und man steht auf dem berühmten Königsstuhl. Steht man dort und genießt die Aussicht, dann tut man dies in ca 117m Höhe. Vom Königsstuhl etwa 100 m entfernt, befindet sich das im März eröffnete Nationalparkzentrum. Hier kann man sich eine 20 minütige Multi-Visions-Schau über den Nationalpark Jasmund ansehen. Ausserdem kann man hier den Nationalpark nochmals auf besondere Art und Weise entdecken. Am Anfang kann man wählen, ob man eine Kindertour, eine Romatiktour und noch irgendeine andere Tour (hab ich leider vergessen) beschreiten möchte. Man bekommt entsprechend Kopfhörer mit Tonband. Sobald man an gewissen markierten Punkten stehen bleibt hört man den Sprecher. Hier kann man also den Nationalpark von unten betrachten. Sehr imposant von den Filmstudios Babelsberg gebaut! Man kann erleben, wie es ist bei Sturm und Gewitter im Nationalpark zu sein ( man befindet sich in einem Raum mit Waldgeräuschen, starkem Wind und Blitzen) oder aber auch den Park bei Nacht zu erleben (schon etwas gruselig). Nach diesem Erlebnis, kann man mit einer bahn wieder runter zum Parkplatz gebracht werden oder zu Fuss die gleiche Strecke zurück legen.
2.)
Man stellt den PKW auf dem Parkplatz in Hagen ab und läuft von dort ca 3 Km Richtung Victoriasicht. Dort genießt man wie oben beschrieben die Aussicht und geht dann ca. 1km weiter um vom Königsstuhl die Aussicht zu genießen. Auch dann sollte man unbedingt das Nationalparkzentrum besuchen! Von dort geht’s zurück nur auf einem etwas anderem Weg. Dort kommt man nach etwa1 km am Herthasee vorbei, der total idyllisch und romantisch mitten im ruhigen und grünem Wald liegt. Etwas weiter so nach ca. 2 km steht man auf dem 161,9 m hohem Piekberg und kann noch einmal die Umgebung bewundern.Auf beiden Touren findet man links und rechts der Weg seltene Pflanzen und Tiere, aber vor allem auch Moore wo die Baumwurzeln nach oben stehen, das sieht total irre aus.
** KOSTEN**Die Parkplätze kosten mit Sicherheit Geld. Die Preise variieren zwischen 50c und 1,50 € die Stunde. Wer mit dem Bus oder dieser Touristenbahn zum Königsstuhl fährt, zahlt noch mal 1 € pro Person. Auf dem Königsstuhl zahlt man auch, wie viel weiß ich leider nicht, aber wer auf der Victoriasicht war kann sich das Geld sparen, denn dort zahlt man nichts. Im Nationalpark selbst fallen sonst keine Kosten an, es sei denn man besucht noch das Nationalparkzentrum.
Die Insel ist wirklich einen Besuch wert!!!!
30.08.2004 14:42
Ich war einmal im Sommer auf Rügen. Besonders haben mir die Mohnblüten und Kornblumen gefallen. Die finde ich in diesen Mengen nirgendwo! lg Mundi
30.08.2004 11:55
Ich war zwar schon ewig nicht mehr dort (das letzte mal in den 80ern), aber ich deke mal es wird immer noch so schön sein wie damals.....