Alles mit Ö...

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...öh!

3  23.04.2003

Pro:
.  .  . hmmmm

Kontra:
.  .  . hmmmm

Empfehlenswert: Ja 

henfield

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Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:199

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 157 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bevor ich Euch meine ureigensten Erfahrungen zu alles mit Ö auf´n Bildschirm prangen lass, möchte ich in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, daß es innerhalb eines menschlichen Lebens meines Erachtens gar nicht möglich ist, über restlos Alles mit Ö zu schreiben…aber nun ist die Rubrik halt eben so benannt…

Dies gilt sicher ganz besonders heftig für unsere skandinavischen Nachbarn, auch wenn sie bis heute nicht verstanden haben, daß man ein O nicht einfach durchstreichen darf (die machen datt so ---> Ø) um daraus ein Ö zu machen. Es hat aber keinen Sinn darauf herumzureiten, sie wollen- aus verständlichem Grund- nicht darüber diskutieren…betrachten wir also einfach den historischen Hintergrund etwas genauer:

Wie wir alle wissen, entstanden erst Laute, dann Worte- später Bilder, aus denen schließlich eine Schrift hervorging. So eine Art stenographierte Strichzeichnung, wie es z.B. die Japaner bis heute beibehalten haben. Die PhÖnizier sind prinzipiell an dem uns heute geläufigen Ö schuld. Sie hatten so um 1500 v.Chr. die Strichzeichnungen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, weil einfach Viele nicht gut zeichnen konnten und auch jeder was anders zeichnete wenn z.B. Mondlandefähre zum Ausdruck gebracht werden sollte.
Die verstümmelten Strichzeichnungen hätten sie Alphabet genannt, konnten es aber nicht, weil es dazu erst mal ins griechische Übersetzt werden musste, denn die alten Babylonier hatten.ja vorher noch das Sprachengewirr erfunden. Die Griechen dachten sich dann noch kyrillisch aus – es war einfach furchtbar- aber soweit wollt ich gar nicht ausholen.
Den Phönizier ihr Alphabet sah jedenfalls anders aus als wie unsers, denn wir verdanken es wiederum den berühmten alten Römern- oder besser gesagt, den berühmten alten Lateinern…
Gutenberg hatte dann endlich mal angefangen alles zu drucken und dann war es halbwegs gut- aber bis zum heutigen Tag schnitzt immer noch irgendwer an unserer Sprache rum- denn damit kann man ne Menge Geld verdienen…und es wär ja blöd, wenn wir irgendwann mal eine Sprache sprächen…*?*


Jedenfalls symbolisiert das Ö bis zum heutigen Tag den weit aufgerissenen Mund des Neandertalers, der seine Nase und Ohren völlig überdeckt und nur noch die vor Schreck klitzeklein gewordenen Äuglein zeigt. Wer nun aufgepasst hat, wundert sich nicht mehr, daß die Vorfahren der Wikinger dieses Zeichen nicht kennen wollten- genau deshalb strichen sie es durch.

Der Neandertaler hätte es schließlich NOCH viel schwieriger gehabt über alles mit Ö zu schreiben, denn bei dem Ö handelt es sich ja um einen Urlaut auf Basis des nahe verwandten O´s- und Schreibmaschine hatte er ja auch nicht, denn bis zur Erfindung des Farbbandes sollte es noch einige tausend Jahre dauern. Damals enthielt nahezu jedes seiner Worte ein Ö: Föss, frömdjonn, Föia, göbeln, möhr, schnöllöh, Höhlö, Mömmöt, Blödmönn… im Hessischen Raum natürlich dementsprechend : Fääss, främdgähn, Fäia, *?*, mähr, schnälläh, Hählä, usw. Es gab zwar noch nicht viele Worte, weil die Natur ja erst mal froh war, daß sie das mit dem aufrechten Gang hingekriegt hatte- dabei war dann die Entwicklung des Kehlkopfes mit der Stimmritze und dem ganzen Krempel schlicht übersehen worden und musste nachgebessert werden.

Trotzdem erkennen wir aus dem vorher genannten, das Ö nicht nur als Urlaut,- sondern darüber hinaus als Urbestandteil eines Dialekts aus dem Urwestfälischen – genau genommen dem Ur-Nordrhein-Westfälischen…- denn, wie wir ja hoffentlich alle wissen, kommt der Neandertaler aus Mettmann bei Düsseldorf, wo er sich mit der Produktion von gewürztem Hackfleisch beschäftigte…

- Doch halt, mon dieu – na-tühr-lisch war es auch der Dialekt des Cro-Magnon-Menschen- …aber den französischen Urmenschen fehlte von Anfang an die göttliche Eingebung, ein Ö visuell darstellen zu können, was eben auch für das O gilt- wie ihr Fehlen auf sämtlichen, bisher gefundenen Felszeichnungen eindeutig beweisen dürfte.
Nicht von ungefähr heißt es in Frankreich bis heute, daß das O von Köln kommt (O de Cologne). Das nun wieder hatte auch seinen ganz bestimmten Grund- bohren wir also noch ein wenig weiter in der Geschichte herum.

Die Sommerzeit ist bekanntlich eine Erfindung der Neuzeit. Der Neandertaler besaß nicht nur keine Schreibmaschine, obendrein musste er auch auf die Verzierung seines Handgelenkes durch eine Rolex verzichten. Er konnte also keine Uhr umstellen…
Folgerichtig hatte die Winterzeit gut lachen, übernahm mehr und mehr die Überhand. Es herrschte alsbald ziemlicher Stress. Der meiste wurde durch Mammuts verursacht, die jetzt plötzlich überall rumrannten weil sie instinktiv die kommende Eiszeit spürten und sie nicht verpassen wollten. So irrten sie auch eines Morgens durch Mettmann und der Neandertaler guckte genau sooo ----> Ö < aus seiner Höhle, weil er mitansehen musste, wie die Mammuts noch dabei waren, seine gesamte Mettproduktion aufzufressen. Er stieß ein letztes „...öh!*?*“ aus um dann vor Entsetzen das zeitliche zu segnen– ließ sich aber später wieder ausgraben um seinen Lebensabend im Museum zu verbringen. Die Mammuts hatten sich natürlich in der Zwischenzeit längst verpisst. Ihrer gerechten Strafe aber entkamen sie nicht. Viele von ihnen fristen ihr Dasein noch heute als Eiswürfel in der Arktis oder in Sibirien- die anderen mußten sich aussterben lassen.
Tjä, - und da der Cro-Magnon-Mensch bekanntermaßen sein Hackfleisch von Bisons hat auffressen lassen, entfleuchte dem natürlich nur ein erbärmliches „eu“…

Zurück zur Neuzeit. Wir German innen haben diesen Urlaut natürlich beibehalten, da wir dem Neandertaler noch am nächsten stehen. Wir verwenden jedoch das Ö heute weniger um beim Anblick von plötzlich verschwundenem, selbst produzierten, Hackfleischs dahinzusiechen. Dennoch ist das klassische „...öh?“ -offensichtlich ein genetischer Bestandteil und tritt immer dann hervor, wenn der Rheinländer verblüfft wird.
In der germanischen Linguistik haben die klitzkleinen Äuglein des Neandertalers heute eine andere Bedeutung. Den horizontal abgehobenen Doppelpunkt verwenden wir (wie der Name sagt) um etwas zu verdoppeln, bzw. nomma zu verdoppeln- also zu vervielfachen: z.B.:
ein Kran – zwei Kräne; ein Mohr – zwei MÖhren odda eine Sonne – zwei von Dänen.

Oder auch beim verkleinern: Mann – Männchen; Wirtschaftsexperte – Ökonom, -usw.

Manchmal ist es schwierig herauszufinden, welchen Ursprung die Dinge haben, wie z.B.:
Mönchengladbach (= Menschen [Männchen] im froh (aus dem angelsächsischen) dahinfliesenden kleinen Fluss).

Soweit also fast alles zu Ö …*?*

Verdammtes Glück hatten wir, das bei folgender, historisch belegter Szene aus dem frühen Castrop Rauxel keinem der Beteiligten ein Licht aufgegangen war…

(Ein Neandertaler bringt Leergut zu einem Neandertalkolonialwarenhändler) „Dös Ochsi re?“ (Den kleinen Bullen zurück?)
  • !* (nick)
    „Bo!“ (in Ordnung!)
  • !* (nick)
    „Nu Klee in´s Eure.“ (Dafür bekommst Du Klee [in Deinen Beutel])
  • !* (nick)
©henfield 23.04.2003
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Nilneger

Nilneger

27.05.2003 00:54

(dös war ein Reim wo du hast zawei Schlussverse zum aus zum tauschen)

Nilneger

Nilneger

27.05.2003 00:51

Dös Eis-Zeh, diese blöde Nöse/ kann zwar keine Brötchen backen/ aber tut Bewertungskacken/ wenn es grad net popeln tut/ datt Ding is krank, drum pfleg es gut/ siehs ihm nach und pfleg es gut ;-)

Alexela

Alexela

25.05.2003 20:22

Nöö höttö öch gödöcht, wölch öngööhntö tööfön dös Ö vörböörgt ...*gg* Sei gegrüsst und wandle wohl, -> Alexela

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