Psoriasis-Meine Geissel od. bin ich die Geisel?
11.08.2007
Pro:
nur in den seltensten Fällen tödlich
Kontra:
alles andere
Empfehlenswert:
Nein
 phantomvk
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
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Liebe ciao-Gemein-.de Zu allererst wollte ich noch kurz erzählen warum ich diesen Bericht nicht wie andere Berichte über Psoriasis in die dafür vorgesehen Kategorie stellte, sondern ganz bewusst in Diese stellte. Es geht zwar hier auch um Psoriasis im Allgemeinen, aber im Besonderen geht es um meine Geschichte. Mein Leben mit dieser Krankheit. Mir fällt es irgendwie unheimlich schwer diesen Bericht zu schreiben. Ich weiß nicht wie oft ich damit begonnen habe und ihn letztendlich doch wieder ins Daten-Nirwana geschoben habe. Aber ich will euch unbedingt noch von einer Krankheit erzählen, die mich seit rund 8 Jahren begleitet, plagt und mich auch zeitweise ziemlich deprimiert. Diese Krankheit von der ich spreche nennt sich in Medezinerkreisen Psoriasis. Besser bekannt als Schuppenflechte. Vorneweg will ich jedenfalls mal warnen. Es wird kein amüsanter Bericht, weil es für mich bei dieser Sache überhaupt nichts zu lachen gibt. Aber es ist mir verdammt wichtig allen die noch nichts von dieser Krankheit gehört haben, bzw. nur mal flüchtig mit ihr in Kontakt gekommen sind berichten, um was es sich dabei handelt und dass man als Außenstehender keinerlei Berührungsängste haben muss. Ich will und werde hier nicht mit Fachbegriffen um mich werfen, weil doch die wenigstens unter euch eine medizinische Ausbildung haben und das verstehen würden. Ich versuche das so allgemein wie möglich zu halten. Den einen oder anderen Fachausdruck bitte ich aber trotzdem schon mal im Voraus zu entschuldigen. Noch eine Warnung an alle, die nicht unbedingt hart gesotten sind. Einige Schilderungen können vielleicht eine kleine Übelkeit verursachen. Genauso die Bilder die ich reinstellen werde. Aber das gehört nun mal auch dazu, zum besseren Verstehen. Was ist Psoriasis ============Psoriasis stammt von dem griechischen Wort psao ab, was soviel bedeutet wie kratzen. Und genau das ist auch das typischste Verhaltensmerkmal eines Psoriatikers (so nennt man die Menschen die von dieser Hautkrankheit befallen sind). Bei der Psoriasis (Schuppenflechte, folgende nur noch Pso genannt) handelt es sich um eine NICHT ansteckende Immunabwehrstörung der Haut. Der Körper gaukelt dem Abwehrsystem vor, das feindliche Bakterien in den Organismus eingedrungen wären und die weißen Blutkörperchen greifen sodann die eigenen Hautzellen an. Diese Hautzellen sterben ab und wandern an die Hautoberfläche, weil neue Hautzellen genau so schnell nachwachsen. Der ganze Prozess des Absterbens und Abstoßens der Hautzellen findet permanent auch in einem gesunden Körper statt. Der normale Lebenszyklus einer Hautzelle beträgt etwa 28 Tage und der Mensch nimmt das Abstoßen winziger Hautpartikel gar nicht wahr. Bei einem Psoriatiker erfolgt das ganze bis zu 7-mal schneller. Mit anderen Worten: Die Haut erneuert sich innerhalb von nur 4 Tagen. Deshalb sieht man an den erkrankten Stellen eine bisweilen starke Schuppenbildung. Pso ist genetisch bedingt, kann vererbbar sein, ein Generationssprung ist nicht unüblich. Einige Schätzungen sprechen von ca. 2 Millionen Deutschen, andere sogar von 4 Millionen Deutschen die diese gutartige chronisch verlaufende Entzündungskrankheit der Haut haben. Genaue Zahlen sind deshalb nicht möglich, weil viel Patienten nicht einmal wissen, dass sie die Krankheit haben. Formen der Pso =========== Psoriasis vulgaris ist die am meisten vorkommende Art. Vor allem Ellenbogen, Knie, Kreuzbeingegend und der behaarte Kopf betroffen. Die Hautareale sind stark gerötet und gegen die gesunde Haut scharf begrenzt. Eruptive exanthematische Psoriasis tritt nur nach Infekten gelegentlich auf. Sie kann auch die erste Form sein, die vor allem bei jüngeren Erkrankten in Erscheinung tritt. Dabei kann es zu starkem Juckreiz kommen. Die Variante kann selbst abheilen oder sich in eine chronische Form verwandeln Psoriasis exsudativa ist eine stärker entzündliche Form der SchuppenflechtePsoriasis pustalosa ist ein Form, bei der sich kleine Bläschen und Pusteln bilden, aus denen Flüssigkeit austritt, die hauptsächlich aus weisen Blutkörperchen besteht, aber keine Krankheitserreger beinhaltet. Die Nagelpsoriasis greift schon wie der Name sagt, die Nägel der Finger und Zehen an. Diese Form kommt bei rund einem Drittel aller Psoriatiker vor.Psoriatische Erythrodermie ist eine eher seltene Form der Schuppenfläche. Dabei bilden sich große zusammenhängende Entzündungsherde, die auch Fieber hervorrufen können. Psoriasis-Arthritis. Die Hautkrankheit Pso beschränkt sich nicht nur auf die äußere Haut, sie kann auch wie bei dieser Form die Gelenke der Betroffenen entzünden und anschwellen lassen. Alles weitere über die vorgenannten Formen kann man unter den unten angegebenen Links zu verschiedenen Seiten im Internet nachlesen. Ich will euch ja nicht mit zuviel langweiligem Stoff eindecken. Behandlungsmethoden ================ Es gibt sehr viel verschiedene Behandlungsmethoden. Der eine schwört mehr auf Solebäder in Verbindung mit UV-Bestrahlung, der andere fährt lieber in die Türkei und lässt sich die überschüssigen und abgestorbenen Hautpartikel von kleinen Fischen abfressen. Jeder langjährige Patient hat in seiner traurigen Psolaufbahn einiges ausprobiert und
Bilder von Alles mit P...
für sich selber festgestellt, was ihm am besten hilft. Aber einig sind sie sich alle. Leider gibt es keine Behandlungsmethode die auf Dauer gesehen eine Heilung bringt. Falls nun ein Leser dabei sein sollte, der ein solches "Geheimrezept" kennt, der soll sich bitte an mich wenden. Ich lechze förmlich danach diese besch…. Hautkrankheit loszuwerden. Meine Geschichte ============= Es war ein Samstagmorgen, irgendwann im Sommer 1999 als sich mein Leben dramatisch veränderte. Zuerst wusste ich noch nicht, was das alles für Auswirkungen auf meine Zukunft haben wird. Ich habe in meiner Kellergarage behandelte Einwegholzpaletten zersägt, um sie später im Herbst und Winter als Brennholz zu verbrauchen. Ich kann nicht genau sagen wie es passierte, das ist alles nur eine Vermutung. Irgendwann spürte ich in meiner Wade einen kleinen Stich. Habe aber nicht darauf reagiert, weil ich dachte, es wäre ein ganz normaler Mückenstich. Als ich später am Nachmittag aus der Dusche kam, sah ich eine Rötung an eben dieser Stelle. Ok, ist ja nix schlimmes. Der Sonntag ging vorüber und ich dachte auch schon nicht mehr daran. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde ich wach, weil meine Wade schmerzte. Habe das Licht angemacht und sah zu meinem Schrecken eine gewaltige, dunkel verfärbte Beule. Da ich nichts weiter tun konnte, als den Morgen abzuwarten legte ich mich wieder hin. Am nächsten Morgen besuchte ich meinen Hausarzt. Der untersuchte die Stelle, und zog zu meinem Erstaunen einen ca. 5 mm langen Holzsplitter aus meiner Wade. Noch ein bissel Desinfektionsmittel und eine Salbe auf die Stelle, einen Verband darum und ich wurde wieder nach Hause geschickt. Zwei Tage später sollte ich zur Nachuntersuchung kommen. Dienstagabends sah ich ein paar kleine rote Flecken auf meinem Oberkörper. Als meine damalige Frau danach sah (sie ist Krankenschwester) meinte sie, es könnten die Masern sein, weil es in meiner Nachbarschaft gerade welche gegeben hatte. Also bin ich am nächsten Morgen, musste ja eh hin, wieder zum Arzt. Die Flecken hatten sich mittlerweile über den gesamten Oberkörper sowie die Arme ausgebreitet. Es waren mehr als 50. Sehr schnell stellte der Arzt fest, dass es keine Masern waren. Ich sah zwar sein besorgtes Gesicht, aber ich dachte mir nix dabei, auch nicht, als er mich zum Hautarzt überwies. Ich dachte da noch an eine Allergie.Am Nachmittag des gleichen Tages bekam ich dann die für mich zu diesem Zeitpunkt nichts sagende Diagnose: Psoriasis vulgaris. Normale Schuppenflechte. Ok, dachte ich, bekommste ein paar Medikamente, vielleicht auch ein paar Salben und der ganze Spuk ist in ein paar Tagen wieder vorbei. Denkste!!!!! Mein Leben hat sich von diesem Zeitpunkt sehr dramatisch verändert. Leider zum Schlechten hin. Ich bin da auch zum allergrößten Teil selbst schuld daran. Das weiß ich heute, damals als Betroffener sieht man das allerdings nicht so. Zu Anfang hin bekam ich eine Salbe auf Globetasolbasis mit einem geringen Cordisongehalt. Da aber inzwischen mein ganzer Körper diese Flecken aufwies, bekam ich zusätzlich noch Bäder aus einem Salzwasser-Schwefel-Gemisch und intensive UVB-Bestrahlung. Das ist wie eine Sonnendusche nur halt das ganze im Stehen in einer Kabine mit vielen vielen Ultraviolettenlichtabstrahlenden Röhren. Die Behandlung zeigte nur geringe Wirkung. Nach rund 6 Wochen, bei einer 4 maligen Anwendung pro Woche, meinte der Arzt zu anderen Mitteln greifen zu müssen. Er verschrieb mir zusätzlich ein Medikament namens Neotigason. Dieses gibt es Gott sei Dank heute nicht mehr. Nach nur zwei Wochen regelmäßiger Einnahme fühlte ich mich so beschissen, sorry für die Wortwahl, dass ich wiederum meinen Hausarzt aufsuchte. Der zapfte mir Blut ab und die Laborergebnisse waren schockierend. Meine Blut und Nierenwerte waren dermaßen miserabel, dass ich sofort das Medikament absetzen musste, damit nicht noch schlimmeres passiert. Danach war mein Vertrauen zu diesem Hautarzt gestört und habe deshalb auch einen anderen gesucht. Dort bekam ich zwar keine Bäder mehr, aber deshalb eine umso höhere Dosierung der Bestrahlung. Der Erfolg stellte sich auch bald ein. Meine Haut normalisierte sich von Woche zu Woche mehr, sodass ich gegen Ende des Jahres auch schon mal mehr als nur mein Gesicht und meine Hände zeigen konnte. Aber leider war dieser Erfolg nur von kurzer Dauer. Schon im darauf folgenden Sommer kam der nächste Schub. Und dieser war noch wesentlich heftiger als das Jahr davor. Dieses Mal waren neben den Beinen (Ober- und Unterschenkel), gesamter Rumpf und Arme auch noch Kopf und Hände betroffen. Nur das Gesicht blieb verschont.Nun fing auch mein Hautarzt an sich Fragen nach den Ursachen des neuerlichen Schubes zu stellen. Nach ein oder zwei Gesprächen kam er auf die Idee sich mal nach meinem zahnärztlichen Befund zu erkundigen. Mit Absprache eines Zahnchirurgen hatten sie mir den Vorschlag gemacht mir sämtliche Zähne des Oberkiefers zu ziehen und mir ein halbes Gebiss zu verpassen. Hintergrund dieser Aktion ist mein angeborener Kalkmangel in den Zähnen, sodass ich jedes Jahr mehrmals den Zahnarzt aufsuchen musste, um mir irgendwelche Schäden beheben zu lassen. Als dann auch noch im Frühjahr dieses Jahres eine Zahnwurzelresektion mein Immunsystem zusätzlich schwächte, waren sich die beiden Spezialisten sicher, dass ein Grund meines neuerlichen Schubes meine schlechten Zähne wären.. Also raus damit. Hatte eh langsam die Faxen dick. In einer zweistündigen ambulanten OP unter Vollnarkose wurden mir meine sämtlichen oberen Zähne gezogen. Mit Respekt sage ich an dieser Stelle mal dem Arzt herzlichen Dank. Hat er wirklich super gemacht. Keinerlei Wundschmerz habe ich gehabt. Nach dem Aufwachen war ich so gut wie schmerzfrei. Aber das nur mal am Rande. Weil es meine Hände betraf (die kompletten Handinnenflächen rissen einfach auf und pellten sich so dermaßen, dass nur noch rohes Fleisch sichtbar war und ich Handschuhe Tag und Nacht tragen musste) und ich deshalb meinen Beruf (bin Bauzeichner mit Hilfe des Computers: CAD-Zeichner) volle sechs Wochen nicht mehr ausüben konnte, schickte mich auf Anraten des Arztes meine Krankenkasse in Zusammenwirken mit der BfA für drei Wochen zur Kur. Die erste Kurzuweisung habe ich noch abgelehnt; die wollten mich doch wirklich nach St. Moritz in die Schweiz schicken. Ja bin ich denn Rockefeller? Die Zweite Zuweisung verfrachtete mich dann nach Bad Bentheim an die holländische Grenze. Bei der Eingangsuntersuchung stellte der behandelnde Arzt (Namen habe ich leider vergessen) fest, dass ich zu 80% "befallen" bin. Ich dachte noch daran, dass das ein sehr seltsamer Ausdruck ist und kam mir vor, als hätte ich Schimmel oder so etwas. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich zwar gewusst, dass es auch noch viele andere Personen gab die mit der gleichen Krankheit zu kämpfen haben. Zu meiner Überraschung aber waren das doch verdammt viele. Und auch viele die es noch weit schwerer getroffen haben als mich. Ich stand nicht alleine mit meinem Problem da.Ich bekam das volle Programm. Rundum medizinische Betreuung, Salzbäder (die ich aber schon nach zwei Tagen wieder ablehnte, weil sie an den offenen Stellen mehr reizten als halfen), Schwefelbäder, intensive UV-Bestrahlung (an vielen verschiedenen Stationen, wie z.b. Körperdusche, Fingerbestrahlung, Fußsohlenbestrahlung, Kopfbestrahlung usw.), Salbenanwendungen inklusive Cortison (ja ich weiß, ich bin auch kein Freund von Cortison), auch in Bezug der Ernährung wurde einiges Unternommen. Ich bekam eigens abgestimmte Nahrung, nahm an Kochkursen teil, an verschiedenen Unterrichten, welches Essen gut und was nicht so gut ist und was ich tunlichst überhaupt nicht essen soll. Dann wurde uns allen auch noch im Rahmen eines Vortrages erzählt, wie weit Psoriasis verbreitet ist und was alles auf dem Gebiet der Behandlung unternommen und erforscht wird. Nur weiß ich bis heute nicht, ob das nun positiv oder negativ stimmen sollte. Auch an Tai-Chi-Übungen und Entspannungsübungen nahm ich teil.. ich wollte unbedingt wieder gesund werden. Nur habe ich leider nicht bedacht, dass man nicht gesund werden kann. Für diese Art Krankheit gibt es kein Heilmittel. Man kann sie eindämmen, ja man kann sie sogar restlos oberflächlich heilen, aber innerlich wird diese Krankheit immer da sein und sie kann immer wieder ausbrechen. Nach zwei Wochen Kuraufenthalt wurde mir sie mir auf volle 6 Wochen verlängert. Ok, dachte ich, nimm es einfach so hin, sehe es als Urlaub mit Animationsgehalt. Ich dachte vorher nie, dass es möglich wäre, dass man nach ein paar Wochen einen Koller bekommen kann. In der dritten Woche bin ich wieder zum Vertrauensarzt… der schickte mich kurzerhand zur Psychotante. Ja ich weiß, das ist kein schöner Ausdruck, aber damals dachte ich noch so. Mit einer recht großen Voreingenommenheit ging ich zu der kureigenen Psychologin. Im nachhinein betrachtet verdanke ich dieser Person eigentlich, dass ich bisher nicht verrückt geworden bin. Sie hat mir die Augen geöffnet. Eigentlich war ich ja, so dachte ich wenigstens, wegen dem Koller da, aber irgendwie wurde das Thema nie angeschnitten. Sie sah meine eigentlichen Probleme in meiner Hautkrankheit selber. In einigen Gesprächen, glaube es waren insgesamt 5, konnte sie mir zwar nicht direkt helfen meine Einstellung zu Psoriasis selber zu ändern, aber sie hat mir geholfen Vertrauen zu anderen Personen, die sich mit der Psyche beschäftigen, zu finden. Nach der Kur habe ich dann ein paar Wochen später eine Therapie begonnen. In Verbindung der Kur und der anschließenden Therapie hat sich meine Haut auch soweit gebessert, dass nur noch sehr wenige und kleine Stellen "befallen" waren. Dieser Zustand hielt dann auch ein paar Jahre an. Nach der ersten Sitzungen (20 an der Zahl) ging es mir so gut, dass mir egal war, was andere Leute denken, und genau das war es was wahrscheinlich dazu beigetragen hat, dass ich meine Krankheit akzeptierte und somit auch der Genesungsprozess weiter voran gehen konnte. Nun schlich sich aber langsam ein weiteres Problem ein. Mir war es zwar egal, was die Menschen auf der Strasse dachten, aber bei weitem war mir nicht egal, was meine Frau oder andere Personen aus meinem direktem Umfeld dachten. Es war ein schleichender Prozess, Das weiß ich heute. Ich bildete mir mehr und mehr ein, dass sich meine Frau vor mir anfing zu ekeln. Die Folge daraus war, dass ich mich immer mehr zurückzog, keine Versuche von Zärtlichkeiten mehr unternahm, immer seltener mit ihr schlief. Ich weiß nicht mehr genau wann, aber es muss so irgendwann 2003 gewesen sein, dass da, rein in meiner Vorstellung ein Bruch entstanden ist, der leider nicht mehr zu kitten war. Ich bemerkte nicht, dass das ganze nur in meinem Kopf ablief. Bildete mir ein, es sei Realität, bildete mir ein, dass sie mich zurückwies. Es war aber nicht so.. ich war derjenige der ihr aus dem Wege ging, wo es nur irgendwie möglich war..2003 im Herbst trennten wir uns dann nach mehreren, eigentlich sehr ruhig verlaufenden, Gesprächen einvernehmlich. Zu spät sah ich ein, dass der Fehler einzig und allein bei mir lag. Leute, ich kann euch nur raten, falls ihr ähnlich gelagerte Probleme habt, hört auf Andere und lasst euch helfen bevor es zu spät ist. Hätte ich das damals rechtzeitig erkannt und meine Therapien weiter gemacht, dann wäre ich vielleicht heute noch verheiratet. Ich verfiel immer mehr in Depressionen und Selbstmitleid. Kam selber aus diesem Loch nicht mehr raus. Ein guter Freund schleppte mich dann mehr, als das ich freiwillig ging wieder zu einem Therapeuten. Dieser half mir auch diesmal aus dem egomanischen Schlamassel heraus. Zumindest soweit, dass ich mich nicht weiter vergrub. Ich ging wieder aus, lernte Leute kennen, lernte auch die Liebe wieder neu kennen. Der oder die Gründe warum diese Beziehungen nicht hielten, waren ganz andere, die hier nichts zur Sache beitragen und ich deshalb auch nicht näher ausführen werde. Die ganze Zeit über von 2004 bis zum Frühjahr dieses Jahres lernte ich mit der Psoriasis zu leben. Hatte sie im Griff, auch ohne starke Medikamente oder cordisonhaltige Salben. Ich bezog meine Salben, spezielle Shampoos und Duschseifen aus dem Internet. Die Kosten waren auch nicht wesentlich höher als mich Arztbesuche oder Medikamentenzuzahlungen gekostet hätten. Für die Reinigung von Haut und Haar verwende ich nun schon seit einigen Jahren die Pflegemittelprodukte aus dem Haus "Psorinol". Auch wenn Sie nicht ganz billig sind, kann ich sie nur weiterempfehlen. Die entsprechende Internetseite steht am Ende des Berichtes. Als Salbung benutze ich Propolis, was ich direkt vom Imker beziehe.Warum ich nun wieder einen massiven Schub habe und deshalb auch wieder ärztlichen Beistand und Rat brauche liegt nicht an einer Infektion, mit der der Körper nicht fertig wird. Da muss ich ein wenig weiter ausholen. Es begann alles im Spätherbst letzten Jahres. Ich bekam berufliche Probleme, meine kleine Firma lief nicht mehr so gut. Und mit dem Ausbleiben der Aufträge geriet ich auch immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten. Ein anderer Grund ist, dass ich in der damaligen Beziehung, so wie sie verlaufen ist, nicht mehr richtig glücklich war. Es kam um die Weihnachtszeit zum Bruch. Diese Probleme schlugen sich wieder sehr stark auf meine Psyche, fiel wieder in eine Depressionsphase. Einmal drinnen, habe ich viele Dinge gesagt, die mir Leid taten, aber nicht mehr rückgängig zu machen waren. Es gab immer mehr Tief- und Rückschläge (an den meisten war ich selber schuld). Dies alles führte dann zu einem neuerlichen, sehr heftigen Schub, an dem ich noch heute leide (siehe Bilder). Dazu noch ein Zitat des Göttinger Dermatologen Prof. Klaus Bosse: "An der Haut führt jeglicher Input zu einem sofort sichtbaren Output in Form von Erröten, Erbleichen, Schwitzen oder sensorischen Missempfindungen als Ausdruck der jeweiligen Gefühlslage." Appell an alle die nicht betroffen sind ===========================Psoriatiker sind Menschen mit einer NICHT ansteckenden Hautkrankheit. Sie ist zwar meistens nicht gerade ästhetisch anzusehen, aber es besteht auch kein Grund seine Ekel offen zu zeigen. Denkt immer daran, es könnte auch in Euch stecken und ist nur noch nicht zum Ausbruch gekommen. Ich wünsche es Niemandem, nicht das mich da jemand falsch versteht. Ich bitte euch noch um eins. Wenn ihr einen oder einen Psoriatiker trifft, euch sogar in ihn oder sie verliebt, fragt euch bitte eines zu allererst: könnt ihr mit einem zusammenleben? Akzeptiert ihr ihn oder sie mit allen Konsequenzen? Seit bitte ehrlich zu euch selber, denn dann seit ihr auch ehrlich zu dem Psoriatiker. Ich schreibe das nicht ohne Grund. Mir ist es leider zweimal passiert, dass ich eine Frau kennen lernte, mich begann in sie zu verlieben, ihr auch ganz ehrlich von allem erzählte, was meine Hautkrankheit für Ausmaße annehmen kann und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist. Trotz mehrmaligen Beteuerns ihrer Seite, dass sie sehr gut damit leben könnte, war der nach Trennungsgrund schon nach kurzer Zeit, dass sie es halt doch nicht könnte. Wisst ihr oder könnt ihr euch vorstellen wie verdammt weh das tut??? Das ist viel schlimmer, als wenn man von vornherein eine ehrliche Antwort bekommt. Hier nochmals der Hinweis: im Anschluss an die Linkverweise folgen noch die Fotos. Wer sie nicht sehen will oder der Meinung ist, sie nicht sehen zu können, ohne dass ihm oder ihr schlecht wird, sollte direkt nach unten weiterscrollen. Ich danke allen Lesern, die sich wirklich die Mühe gemacht haben diesen Bericht zu lesen, zu bewerten und zu kommentieren. Es bedeutet mir wirklich viel, wenn ihr mir in einem kurzen Statement eure Meinung oder Erfahrung mitteilen würdet. Für jede Kritik bzw. auch Hilfe bei meinem "Kampf" bin ich sehr sehr dankbar. Euer Bernd (alias Phantomvk) http://de.wikipedia.org/wiki/Psoriasis http://www.netdok tor.de/krankheiten/fakta/psoriasis_grundlagen.htmhttp://www.psoriasis-n etz.de/krankheit.html http://www.psorinol.de/http://de.wikipedia.org /wiki/Propolis
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29.09.2008 16:56
Ein interessanter Bericht. Hoffe, du meisterst alles. Wünsche es dir jedenfalls!
02.03.2008 12:06
Dessous werden nachgeliefert. Liebe Grüße und schönen Sonntag, Elena
07.11.2007 10:27
Für diesen Bericht braucht man viel Mut, Hut ab, lg schlumpf