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We are growing serious, and, let me tell
you, that's the very next step to being dull. ...
Dieses Zitat aus “The Drummer” (Vierter Akt, Sechste Szene) von Joseph Addison (1672 – 1719) ist erst einmal das letzte, das vom ciao-Mitglied quasi_modo bleibt, und auch das wird verschwinden, wie der Name eines berühmten Dichters, der, wie er selbst sagte, in Wasser geschrieben war. quasi_modo ist, wie man hierzulande sagt, erst „weich“ gesperrt und dann ganz aus dem Spiel genommen worden.
Inzwischen ist dieser Fall von verschiedenen anderen ciaoisti (die ich sehr schätze) zu einem Exempel für das, was faul ist bei ciao, stilisiert worden. Dabei ist folgendes Bild entstanden.
1. quasi_modo (was wir leider nicht „qm“ abkürzen können) hat verschiedene sehr poetische und subtile Berichte von beachtlicher gedanklicher und sprachlicher Qualität veröffentlicht, die erkennbar nicht den Regeln für Berichte bei ciao folgten. Sie folgten im übrigen auch nicht dem ideal einer leichtverständlichen Darstellung, wie sie erfreulicherweise in mühevoller Arbeit (trial & error) von verdienstvollen Forschungsinstituten wie BILD oder BUNTE in den letzten vierzig Jahren arbeitet worden sind.
2. Das ist den Lesern natürlich aufgefallen. Einige haben sich davon nicht abhalten lassen, die Beiträge von quasi_modo zu genießen und zu loben. Andere fanden sie inkompatibel und haben das entsprechend kundgetan. Es ist nicht zu erwarten, daß solche Menschen, die mit Sprachgewalt und Phantasie dieser Art nichts anzufangen wissen, über dieselbe verfügen. Also zeichneten sich die Begründungen für die Abwertungen der Berichte von quasi_modo im allgemeinen durch sprachliche Armseligkeit und zunehmende Phantasielosigkeit aus.
3. quasi_modo scheint solche Kommentare mit Gleichmut aufgenommen zu haben. Das provoziert. Es gibt Leser, die nicht dorthin zurückkehren, wo sie erkennbar nicht willkommen sind. Es gibt andere, die einfach nicht anders können, als immer wieder dorthin zurückzukehren, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben, weil sie schon im vorhinein wissen, daß sie den Beitrag, den sie dort vorfinden, nicht gut finden und/oder nicht verstehen. Sie kommen aber trotzdem. Warum?
4. Weil es, glauben wir, sie freut, einmal im Leben zu denen zu gehören, die sich im Recht fühlen können. Etwas weicht von der Norm ab. Unkraut-Ex drüber, ausgraben und auf den Mist werfen. Fertig. Einen anderen Beweggrund vermag ich nicht zu erkennen. Sonderbare Erscheinungen tun niemand weh. Wer sie nicht mag, muß sie nicht zur Kenntnis nehmen. Sie streuen keine Samen aus, sie vermehren sich nicht in Abstiegen und finsteren Hinterhöfen, sie wirken im allgemeinen viel weniger ansteckend als kompatible Berichte. Mutationen, haben wir gelernt, pflanzen sich nur selten fort.
5. Wir sollten nicht überrascht sein, daß ciao ähnlich reagiert. Regeln sind dazu da, um respektiert zu werden. Nicht jeder, der gegen die Regeln komponiert, ist ein Beethoven. Die meisten produzieren dann Schrott und bemänteln ihre Impotenz mit dem Verweis, sie machten sich ihre Regeln selbst. Wenn gelegentlich einige wehrlose Wesen, die gegen die Regeln verstoßen haben, exekutiert werden, stärkt das nur die Disziplin der Verbleibenden. Das ist elementar.
6. Wir müssen nicht darüber reden, daß quasi_modo wußte, wie die Regeln lauten und daß der Verstoß beabsichtigt war. Die Löschung kommt also nicht überraschend. Bedauern müssen wir nicht quasi_modo, sondern uns selbst – für den Fall, daß wir die Berichte nicht kopiert haben. Bedauern können wir ciao, weil die Unkrautbeete manchmal auch Heilpflanzen gegen die Langeweile verbergen. Bedauern sollten wir die Blockwarte, die – vielleicht (das ist nur Mutmaßung) – zur Sperrung von quasi_modo beigetragen haben. Sie werden in ihrem niederträchtigen Denunziantentum ermutigt.
7. „Zwei Totgeburten bisher“, dozierte einmal ein holländischer Professor, „ein Kind geistig schwer geschädigt, eines an Syphilis erkrankt, die es von der Mutter geerbt hat. Was würden Sie empfehlen?“ – „Abtreiben“, empfahlen die liberalen holländischen Studenten. – „Vertretbar“, beschied sie der Professor. „Sie hätten dann aber Beethoven abgetrieben.“
Was beweist das? Nichts.
Soweit ich es sehe, hat ciao nicht gegen die eigenen AGB verstoßen, als quasi_modo gelöscht wurde. Nur hat sich das Quality Management ins Gegenteil verwandelt. Das ist aber normal. Das Bestehen auf Durchschnitt und Gleichförmigkeit macht unfruchtbar. Wir verarmen und schwinden, ohne zu merken, daß wir an Mangelerscheinungen leiden.
Was wir für uns selbst tun können? Nicht für quasi_modo bitten. Roma locuta, causa finita. Wir sollten es trotzdem tun. Manchmal geschehen Wunder. Auch Rom hat schon widerrufen. (Manchmal sogar zu Unrecht.)
Es ist vielleicht sinnvoll, mit dem QM in einen Dialog über den Nutzen der Toleranz einzutreten und über die ekelerregende Gefahr, die entsteht, wenn man Blockwarte ermutigt.
Nicht an das Quality Management schreiben. Schreibt an
http://www.ciao.de/Mitglied__fred_paul_ciao_146356
Das hilft eher.
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