Schwachsinn die Zweite: Das Toiletten-Komplott

3 5. Sep 2004

Pro:
Wieder mal Lustig (Hoffe ich)

Kontra:
Sinnentlehrt

Empfehlenswert: Ja 

psycho-papa

Über sich: Nach beinahe 2 Jahren Abstinenz wieder anwesend ;D My Blog? http://kaputtnik.blogspot.com/

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Hallo, hier ist wieder euer Psychopatischer Berater im geschlossenen Innendienst, kurz PBigI.

Neulich hatte ich auf dem Wasser-Closett, kurz WC, eine atemberaubende Erfahrung gemacht:

Ich ging so meiner Wege... also eigentlich war ich unterwegs vom Schlafzimmer in die Küche zwecks Nahrungs- und Alkoholaufnahme, als mich die Nahrung von Gestern daran erinnerte, das sie auch mal wieder das Tageslicht sehen wollte. Die Erinnerung manifestierte sich in form von beachtlichem Alpdrücken und Blähungen. Also beschloss ich mit sofortiger Wirkung dieser Androhung verunstaltender Bremsstreifen folge zu leisten und das weite bzw. den Klo aufzusuchen. Weil es so schwer ist, sich diesen Scheiß alles auszudenken dauerte das auch dementsprechend lange. Ich dachte nach... und dachte nach... und kam zu dem Entschluss, das mein allerwertester mich nicht enttäuschte.

Es zwickte manchmal, aber es war trotz einiger unangenehmer Momente ein sehr erleichterndes Erlebnis (Im wahrsten sinne des Wortes). Derart befriedigt ging ich weiter Richtung Küche (Nachdem ich mir natürlich den Anus und die Hände mittels H2O, Natriumhaltiger Blockenzymverbindungen sowie diversen Zellulosehaltigen, Gepressten Zellstofflappen 2ter klasse (keine Seide) gereinigt hatte). Der Restliche tag verlief eigentlich ohne besondere Vorkommnisse.

Aber am Nächsten morgen, ungefähr um die selbe Uhrzeit, machte sich wieder dieses unangenehme Gefühl in der Unterleibsgegend breit. Ich beschloss, wieder Linderung zu verschaffen und das Experiment, das mir ja gestern so erfolgreich gelungen war, zu wiederholen. Allerdings gab es diesmal einige Unzulänglichkeiten.

Die Tatsache, das sich trotz gegenteiliger Rechnung die Nahrungsschlacke von gestern noch nicht zersetzt hatte, machte mir schon ziemlich zu schaffen. Na ja, eigentlich machten mir die Gase, die durch die fortschreitende Zersetzung frei wurden, wesentlich mehr zu schaffen. Es war regelrecht Atemberaubend. Natürlich überprüfte ich sofort meine Gleichung der Zersetzungsgeschwindigkeit. Das verblüffende: Mit Ausnahme der Variablen „Klospülung“ waren alle werte richtig. Konnte die Tatsache, das ich vergas die Klospülung zu aktivieren, den Zerfallsprozess der Nahrungsschlacke derartig ausbremsen ? Ich sah mir die besagten Reste noch einmal näher an. Verwundert stellte ich Fest, das sich die Intensität der Gase mit der nähe zur Ausgangsquelle antiproportional verhielt. Des weitern konnte ich Feststellen, das der Zerfallsprozess besonders die Konsistenz der Substanz zu verändern schien.

Sei es wie es sein, die Nahrungsreste, die heute ans tageslicht wollten, konnten nicht länger Warten. So beschloss ich, ein neues Experiment zu Starten:

Wenn Jeden tag die Nahrungsschlacke um 400g zunimmt und sich 400g in 24 stunden verflüssigt haben, dann müsste ich morgen 800g Verflüssigte Nahrungsschlacke vorfinden.

Die Menge der Gase dürfte aufgrund der begrenzten Raumgröße allerdings gleich bleiben, wenngleich auch die Intensität zunehmen dürfte. Ich stellte die Theorie auf, das, wenn der Sauerstoff der Luft mit Zersetzungsgasen gesättigt ist, die Zersetzung einen anderen weg einschlagen müsste, da die Verflüssigung durch Gasbildung faktisch ausgeschlossen war.

Weitere Rechnungen haben ergeben...

1 Jahr (kein Schaltjahr) = 365 Tage (Ostern u.ä. Feiertage vorbehalten)

1 Tag = 400g Flüssigschlacke
365 Tage = 146 Kg Flüssigschlacke (also ein Riesen Haufen Sch...)

Aber wenn:

24 Stunden – Variable „Klospülung“ = 400g Feste Schlacke =>> 400g Flüssige Schlacke

und:

400g Feste Schlacke =>> 400g Flüssige Schlacke = 2 m² Luftsauerstoff =>> 2 m² Zersetzungsgase

unter Beachtung von:

1 Badzimmer = 10m²

dann kann daraus nur folgen das:

1 Jahr = 2Kg Flüssigschlacke + 144Kg feste Schlacke

da der Luftsauerstoff nur für die Zersetzung von Läppischen 2Kg Schlacke ausreicht.

So begann ich dieses Experiment, musste es allerdings aufgrund ungewollter Nebeneffekte nach 3 Wochen abbrechen. Die Nebeneffekte äußerten sich in reflexartigen Würgeanfällen, spontaner Ohnmacht bei betreten des Badezimmers, unkontrollierbarem Erbrechen auf die eigenen Füße und ähnlichen Vergiftungserscheinungen.

Als ich in der 3 Woche, tag 2, in der Intensivstation des Krankenhauses erwachte, lag mir eine Weitere Rechnung vor, die ich ebenfalls in den nächsten tagen auf Richtigkeit überprüfen werde. Falls sie, geneigter Leser, mir dabei helfen möchten, gebe ich ihnen die Rechnung hier mit:


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Reinigung der Kanalisation und des Abflusssystems: 350 €

Entsorgung Biologischer Abfälle: 1500 €

Seuchenschutz: 200 €

(merken das das Klo überläuft: unbezahlbar. Es gibt dinge, die kann man nicht kaufen, für alles andre gibt es Eurocard™ :-)
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MwSt.: 16% : 328 €
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Gesamt: 2198 €

Zu zahlen innerhalb der nächsten 4 Wochen
Mit freundlichen Grüßen: Meyer Sanitäranlagen™
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Bis zum nächsten mal,

Mit freundlichen Grüßen: euer PbigI


Und die Moral von der Geschicht´: missachtet bloß die Spülung nicht,

den was ich hier schwer erfuhr: alte Scheiße stellt sich stur.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
SirCabirus

SirCabirus

03.10.2004 14:48

*gröhl* Ich kann nicht mehr...WO sind die Scheiss Diamanten? HIER gehören sie hin! BRILLIANT! Genau...nicht Diamanten, sondern Brillianten gehören vor DIESEN Bericht geklatscht - einsame spitze! Schallende Grüße, SirCab

larshermanns

larshermanns

06.09.2004 11:01

..... aha.....! ;o)

kuhlinchen

kuhlinchen

05.09.2004 17:39

*g* und nun stell dir vor, dass die im mittelalter mehrere haufen solcher sch... auf der straße gestapelt haben... super story. ich konnte wiedermal richtig lachen *lol*

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