Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Nichts |
| Kontra: |
Alles |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Einleitung:
Es ist ja schon eine Weile her, ich meine das Thema "Rauchmelder", aber da gibt es zu den theoretischen Kommentaren auch einen realen Bericht zu schreiben. Und der folgt jetzt:
Vor einigen Jahren, Dieter hatte Tagesdienst an der Dienststelle "Brandermittlung" des LKA Hamburg, als am Vormittag eine Meldung einging:
"Straße X in Hamburg X. Wohnungsbrand gewesen, Mutter und drei Kinder mit Ableben zu rechnen, Feuerwehr, Rettungshubschrauber aus, Notarztteams vor Ort!"
Wir fuhren zu zweit dorthin.
Was fanden wir vor?
Am Einsatzort waren zwei Rettungshubschrauber gelandet, einer von der Bundeswehr (SAR) einer vom ADAC (Hansa). Des Weiteren standen einige Notwartwagen und Rettungswagen sowie 3 Züge der BF Hamburg dort. Man kann ohne Übertreibung sagen, "alles, was Hamburg hatte", war eingesetzt.
Erste Einschätzung der Lage:
Verteilt in einigen Rettungs- und Notarztwagen der BF Hamburg lagen eine Frauchenleiche und drei Kindesleichen.
Lage:
In einer im 5. Obergeschoss befindlichen Wohnung war es zu einem Brand gekommen, den Nachbarn wegen des Brandgeruchs bemerkten und der Hamburger Feuerwehr meldeten.
Aus der Wohnung war die Frau (Mutter) mit drei Kindern zunächst gerettet und dann erfolglos wiederbelebt worden.
Brandortbefund:
In der Wohnung hatte ein ADVENTSKRANZ und ein kleines Schränken, auf dem der Kranz stand, gebrannt. MEHR NICHT!!!!. Dadurch war der Hamster, der direkt daneben seinen Käfig hatte, verendet
Aber, was sich aufgrund der Spurenlage und der in den folgenden Tagen erfolgten Ermittlungen ergab, war folgendes passiert:
Der Vater hatte bereits in den frühen Morgenstunden die Wohnung verlassen, um seinen Arbeitsplatz aufzusuchen. Die Frau hatte weiter geschlafen. Die drei Kinder waren zum Teil wach geworden, aber hatten auch weiter geschlafen. Der Vater verließ die Wohnung und schloss sie Tür zum Schlafzimmer, in dem neben der Mutter auch noch einen Säugling schlief. Die beiden anderen Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren waren wach und spielten in ihrem Zimmer. Es war Vorweihnachtszeit, also Advent. Eines der Kinder versuchte, den Adventskranz, d.h., die Kerzen im Wohnzimmer anzuzünden. Stattdessen zündete es aber den Adventskranz an. Es war bereit nahe an Weihnachten Das Gebinde war knochentrocken und der gesamte Adventskranz begann zu brennen. Zu brennen? Nein, die ätherischen Öle des Nadelholzgebindes explodieren förmlich in trockenem Zustand. Das muss auch passiert sein.
Wie es bei Kindern nicht unüblich ist, weckten sie nicht die Mama, sondern zogen sich schuldbewusst zurück. Der Brand tötet den Hamster und entwickelte tödliche Rauchgase, die sich in der Wohnung ausbreiteten. Die Mama merkte zunächst nichts, weil sie weiter mit dem Säugling im geschlossenen Schlafzimmer lag und schlief. Der Brand entwickelt sich weiter und die Rauchgase, d.h., das Kohlenmonoxyd nahm den beiden Kindern in der Wohnung den Sauerstoff und das Bewusstsein. Das "schlechte Gewissen" des Zündelns ließ sie nicht die Mama wecken. Irgendwann muss sie erwacht sein und den Brand bemerkt haben. Aber es folgte das physikalische Gesetz:
Kohlenmonoxyd setzt sich etwa 365 mal schneller in den Blutsauerstoffträgern des Blutes ab, als Sauerstoff. Sie "atmete", ohne zu atmen. Natürlich wollte sie sich und ihre Kinder retten.
Beides gelang ihr nicht. Die Spuren auf der Auslegeware waren eindeutig:
Im Flur wurde die Mutter gefunden. Sie lag auf dem Rücken. Im Kinderzimmer lagen zwei Kinder. Man konnte an den hellen Abzeichnungen auf der Auslegeware sogar noch sehen, wer wo lag. Im Kinderbettchen lag der mehrmonatige Säugling.
Nach Bekanntwerden der Tragik "lief" der großstandinterne "Katastrophenplan" ab. Nach erster Lagebeurteilung durch die Berufsfeuerwehr Hamburg wurden vom nahe gelegenen (damals noch) Allgemeinen Krankenhaus Wandsbek zwei Kinderarzt -"Notfallteams" mit Notartwagen an die Einsatzstelle gejagt. Einen Rettungshubschrauber flog ein weiteres Kindernotarztteam an den Brandort.
Alle Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos.
Als wir ankamen, blieben uns nur noch fotografische und tatsächliche Beweissicherungsmaßnahmen.
Parallel liefen allerdings Ermittlungen dahingehend - und das mag mancher vor dem Hintergrund der unbegreiflichen Folgen für unverständlich halten - nach dem Vater und den Umständen, die an dem Morgen in der Wohnung herrschten. So schlimm es klingt, aber ein Kriminalbeamter beurteilt die Lage anders, als die zu recht trauernden Hinterbliebenen. Alle familiären Hintergründe wurden minutiös nachvollzogen, abgeklärt und möglichst durch Zeugenaussagen abgeprüft. So auch, ob der Vater möglicherweise eine Motiv zur Tat hatte. Lieber anschließend entschuldigen, als aus falscher Pietät zu emotional falschen Beurteilungen kommen.
Ergebnis:
Der Vater war völlig unschuldig. Eines der Kinder hatte versucht, den Adventskranz, d.h,. drei Lichter anzuzünden. Dabei muss der Adventskranz Feuer gefangen haben. Die Kinder zogen sich aus Angst in ihr Zimmer zurück und verloren Mangels Kohlenmonoxid das Bewusstsein. Irgendwann ist die Mutter wach geworden, lief in die Wohnung und versuchte ihre Kinder zu retten. Im Flur verlor wegen der hohen CO-Konzentration das Bewusstsein. Alle, einschließlich des in dem Schlafzimmer liegenden Säuglings, verstarben OHNE ZU VERBRENNEN, SONDEN DURCH ERSTICKEN IN DER SAUERSTOFFLOSEN LUFT!!!!!!
Fazit:
MIT RAUCHMELDERN WÄRE DAS NICHT PASSIERT. DER RAUCHMELDER HÄTTE MAMA (wohl) RECHTZEITIIG GEWARNT!!
Insbesondere tragisch war das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung der Mutter. Sie war bereits wieder im - etwa - 7. Monat schwanger.
Also:
In diesem Sinne: RAUCHMELDER installieren!!
Dieter, 27. 7. 2007
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100 !!!!
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