Produktbewertung des Autors:
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Unsere schönste Reise |
| Kontra: |
Für andere vielleicht nicht so spannend |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Reistagebuch Thailand - Myanmar - Vietnam vom 21.10.2006 - 19.11.2006
1 . Tag:
Pünktlich um 12 Uhr mittags geht es los - der große Aufbruch. Barbara bringt uns dankenswerter weise zum Flughafen. Doch schon vor dem Check-In gibt es die erste Aufregung, die Maschine ist überbucht. Man fragt uns, ob wir bereit wären, 11 Stunden später mit der AUA direkt nach Bangkok zu fliegen. Als Gegenleistung bekämen wir pro Person einen Flug nach Dubai und zurück gratis und für den Anfang mal 40 Euro Konsumationsgutschein fürs Restaurant. Do dann kommen einige Passagiere scheinbar nicht und wir fliegen doch regulär nach Dubai, also kein Freiflug - schade! Kurz vor 23 Uhr Ortszeit sind wir dort. Die erste Etappe also geschafft. Wir sind schon einigermaßen müde, aber natürlich drehen wir eine Runde durch die Duty Free Shops, alles ganz schön, aber doch nicht so sehr anders wie auf anderen Flughäfen.
Die mühsame Warterei geht los, denn der Weiterflug ist erst um 4 Uhr früh Ortszeit, doch irgendwie gelingt es uns die Zeit tot zu schlagen und nach einem weiteren ermüdenden 6 Stunden Flug landen wir schließlich so gegen 13 Uhr Ortszeit in Bangkok, am neuen Suvanabhumi Airport. Dort gibt es scheinbar keine Taxis mit Taxometer, sondern nur einen Airport Limousinen Service, der uns in einem geräumigen Wagen um 700 Bhat in die Stadt bringt.
Scheinbar ist das der erste Arbeitstag des Fahrers, denn er verfährt sich und will das aber nicht so recht eingestehen. Wir sind also wirklich in Thailand angekommen ;-)
Als erfahrene Bangkokhasen lassen wir uns allerdings kein x für ein u vormachen, als er plötzlich anhält und meint wir wären da, irgendwo da müsste unser Hotel sein. Wir zeigen ihm den Stadtplan und erklären ihm den Weg, jetzt ist es ein Kinderspiel und kurz darauf sind wir im Royal Benja Hotel. Irgendwie erscheint das Hotel viel abgewohnter als beim letzten Besuch vor 3 Jahren. Wir duschen kurz und dann brechen wir schon auf zum Chatuchak Weekendmarket. Das ist immer wieder sensationell, was es dort alles zu kaufen gibt. Ich glaube es sind nicht viele Dinge des täglichen Gebrauchs, die man dort nicht findet. Natürlich wird sofort der Kauftrieb unsere Mädels geweckt, der auch bis zum Schluss nicht mehr nachlässt. Flip Flops, Salz- und Pfefferstreuer in Hundeform und Fußballdressen als Geschenk für unseren Neffen Jakob, zu Weihnachten werden erstanden.
Um halb 7 abends fahren wir zurück in unsere Gasse, die Soi 5 der Sukhumvit, der wenige Schlaf und die immer wieder ungewohnte Hitze bzw. Luftfeuchtigkeit, aber auch die Menschenmassen haben uns doch sehr zugesetzt. Wir kehren im Thai House ein, einem guten thailändischen Restaurant über dem Foodland Supermarkt in der Soi 5, leider singt der Elvis Imitator nicht, den wir vor 3 Jahren hier bewundern durften. Irene fallen fast schon die Augen zu beim Essen. Sie gibt dann auch w.o. und geht schlafen. Wir brechen zu dritt Richtung Soi Nana auf, es ist ziemlich viel los. Zuerst betrachten wir das Geschehen von außen bei einem Bier, doch dann entscheiden wir uns doch in die Rainbow Bar zu gehen - business as usual, alles beim Alten. Todmüde fallen wir ins Bett.
2 . Tag
Nach dem Frühstück lassen wir uns mit dem Taxi zum Chang-Pier fahren, wo die Klong-Touren starten, aber auch die normale Fähre anlegt, mit der man auf dem Wasserweg die Stadt besichtigen kann und für die Einheimischen ein wichtiges Fortbewegungsmittel ist. Leider bleibt die Fähre nicht an der gewünschten Stelle stehen, so dass wir eine Station weiterfahren, um von dort zum königlichen Barkenmuseum zu gelangen.
Der Weg dorthin durch abenteuerliche Hinterhöfe, echtes Thai-Leben - ganz privat. Nur die vielen krank aussehenden Hunde machen uns ein wenig Sorgen. Doch schließlich schaffen wir es doch noch das Museum zu finden. Scheint ja kein echter Touristenmagnet zu sein, keine Menschenseele zu sehen. Ein Mann erklärt uns, dass es zu gefährlich ist rein zu gehen, weil alles sehr rutschig sei und der Wasserstand sehr hoch. Eine der Kartenverkäuferinnen lässt uns schließlich doch rein. Da die Barken noch in Betrieb sind, wenn auch selten, ist das so eine Art überdachter Parkgarage für die Barken, mit Zugang zum Fluss, der eben Hochwasser führt. Das sind wirklich beeindruckende Schiffe/Boote, leider sind wir ein paar Tage zu Früh da, denn zum 60-jährigen Thronjubiläum werden die Barken mal wieder zu bewundern sein. Muss ein tolles Erlebnis sein, wenn alle festlich gekleidet auf den Schiffen zu sehen sind.
Der Mann organisiert uns auch noch eine Klongtour, 800 Bhat, also deutlich billiger, als die offiziellen bei den Anlegestellen. Allerdings ist er auch schon nach 45 Minuten fertig und bringt uns zum Chang-Pier zurück. Beim Aussteigen am Pier sind überraschenderweise nochmals 20 Bhat "landing-fee" zu zahlen. Wir besteigen nochmals für 13 Bhat die Fähre und fahren bis zu einer der Endstellen und wieder zurück, vorbei an tollen Hotels und halb verfallenen Häusern. Sehr angenehm das pulsierende Leben am Fluss zu beobachten. Das Wetter ist leider schlecht, aber Gott sei Dank bleibts beim Tröpfeln.
Da die TukTuk Fahrer viel zu viel verlangen, nehmen wir doch wieder ein Taxi zurück zum Hotel. Hungrig kehren wir im Foodland ein. Irenes Lieblingsspeise wird bestellt "Stuffed omeletee", ich stelle fest, dass es zwischen 2 und 5 Uhr kein bier gibt, eine Frechheit *gg*. Die anderen gehen ins Hotel, während ich beim Friseur reinschaue, endlich diese lästigen langen Haare loswerden. Kein unmoralisches Angebot, welch eine Überraschung, wirklich nur Haare schneiden und das gelingt auch noch hervorragend. Schnell zurück ins Hotel, denn um 18 Uhr 15 werden wir abgeholt zur Dinner Cruise, die wir für heute Abend gebucht hatten. Michi der alte Geizkragen wollte Kathi trotz Hochzeitsreise nicht das honeymoon Arrangement vergönnen.
Die Dinner Cruise ist wirklich ihr Geld (30 Euro) wert. Nettes Ambiente mit Musik, einem ansprechenden Buffet und der herrliche Blick auf Bangkok bei Nacht mit den toll beleuchteten Tempeln und Hochhäusern. Dazwischen schüttet es teilweise heftig, aber wir sitzen ja im Trockenen. Einige Biere im Biergarten Soi 7 runden den Abend ab. Während die anderen beiden ins Hotel gehen, kehren Irene und ich noch in Gullivers ein, eine Art Sportsbar, um den Abend ausklingen zu lassen.
3 . Tag:
Gulati steht auf dem Programm, der Schneider, doch wieder hat der Gauner geschlossen, sperrt erst gegen Mittag auf. Also machen wir uns gleich auf den Weg zum großen Palast. Auch beim fünften Besuch, hat der große Palast noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren, immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis.
Doch die Hitze lässt uns jede Möglichkeit nutzen ein Stücken Schatten zu finden. Im Anschluss fahren mit der Fähre eine Haltestelle flussabwärts zum Wat Po, wo der nicht weniger beeindruckende liegende Buddha zu finden ist. Jedoch machen wir zuerst noch eine Klong-Tour, die deutlich besser ist als die gestrige. Mal langsam, mal etwas schneller schippern wir durch das tägliche Lebens Bangkoks, man sieht überall, dass der Wasserstand doch deutlich höher ist als normal. Wieder festen Boden unter den Füßen besuchen wir nun endlich den liegenden Buddha. Immer wieder wunderschön, diese riesige 46 Meter lange vergoldete Gipsfigur mit ihren großen Füssen mit den Perlmuttintarsien. Auf dem Rückweg ins Hotel stauts gewaltig.
Nach einer kurzen Stärkung im Foodland geht's ins Hotel zum Duschen, um dann wieder bei Gulati das Glück zu versuchen. Vorher kaufen wir noch 3 Uhren und dann geht's rein zum Schneider. Der ist enttäuscht, dass ich dieses Mal nur 2 Anzüge kaufen will. Michi bestellt keinen Anzug, war beim letzten Mal nicht so zufrieden mit der Qualität der Verarbeitung.
Nach der Stoff Aussucherei und der Messerei steigen wir ins Taxi und lassen uns zum Seafood Market fahren. Das Essen ist nicht schlecht, aber die ganze Sache nicht so wie im Internet beschrieben, wir sind ein wenig enttäuscht. Wir wollen den Abend in der Soi Cowboy beschließen und nehmen ein Taxi dorthin. Doch das gibt komische Geräusche von sich. Der Fahrer kann sein Lachen nicht zurückhalten und schließlich sind wir alle den Tränen nahe vor lauter Lachen. Wahrscheinlich lacht er über uns und wir über ihn, aber egal alle haben einen Mordsspaß. In der Suzie Wong Bar wird eine tolle Show geboten, das Beste, was ich in Bangkok jemals gesehen habe. Die anschließende Dollhouse Bar ist eine Enttäuschung und so sind wir schließlich um 1 Uhr im Bett.
4 . Tag:
Mir ist beim Frühstück sehr schlecht und ich bringe nichts runter, im Gegenteil, ich muss schnell ins Zimmer und auf die Toilette, wo ich mich übergeben muss. Danach geht's wieder einigermaßen. Ich nehme Paspartin Tropfen und das richtet den Magen wieder ein.
Wir brechen auf, um den Vimamnek Teakholz Palast zu besichtigen bzw. den ganzen Dusit Park mit King Bumis Fotoausstellung, Weberei- und Kleidermuseum und Thronhalle. Der Teakholz Palast steht zum ersten Mal auf dem Programm und ist wirklich wunderschön. Wir verbringen einige Zeit in der weitläufigen und schön gestalteten Anlage. Der obligate TukTuk und Taxiärger, sowie der nachmittägliche Stau verderben uns nicht die Laune. Irene und ich gehen ins Spa zur Massage, 30 Euro für beide, wirklich günstig und die Massage sehr angenehm.
Danach geht's zum Abendessen ins Foodland und zu Gulati zur Anprobe. Die Hose sitzt leider sehr schlecht und es gehört einiges geändert. Gulati ist dieses Mal besonders bemüht, alles perfekt zu machen, weil er merkt, dass wir beim letzten Mal nicht zufrieden waren.
Als vorläufiger Abschluss Bangkoks steht der relativ neue "night market" auf dem Programm. Ein Shoppingparadies an der Ecke Rama 4 und Witthayu, gegenüber vom Lumpini Park. Schon nach kurzer Zeit haben wir Michi und Kathi verloren. Alle 4 sind wir schließlich doch kurz vor Mitternacht im Hotel, aber um 4 Uhr früh ist Tagwache, das wird eine kurze Nacht!
5 . Tag
Das Aufstehen fällt ziemlich schwer, alle sind ein wenig grantig und in sich gekehrt. Positiv, dass das Taxi pünktlich ist, doch beim Einchecken stellen wir fest, dass Air Asia nur 15 Kilo akzeptiert, das heißt wir haben 18 Kilo zuviel, was uns zusätzlich 50 Euro kostet. Das fördert zusätzlich die grantige Stimmung. Der Flug verläuft problemlos, alle sind ein wenig aufgeregt, denn schließlich haben wir viel über das Land und sein Militärregime gelesen.
Alle 4 sind wir noch nicht im Besitz eines gültigen Visums und wie streng werden die Einreiseformalitäten sein. Man darf nur 2000 USD einführen, wir haben jedoch zu zweit 5000 dabei. Kurz nach 8 Uhr früh landen wir auf dem Yangon International Airport, als erstes muss jetzt einmal die Reiseagentur wegen des Visums da sein, wenn geht vor der Passkontrolle.
Gott sei dank, gleich beim Betreten des Flughafengebäudes werden wir per Namensschild erwartet. Wir bezahlen 55 USD pro Person und dann geht alles ganz schnell, das Visum wird in den Pass gestempelt und wir müssen uns nicht am Schalter anstellen, sondern dürfen gleich passieren. Das war die insgesamt 64 USD pro Person auf jeden Fall wert. Kaum draußen erwartet uns schon ein neues Schild: "Mr. Gierlinger & Party" steht darauf. Wunderbar! Unser Führer ist uns auf den ersten Blick sympathisch, das halbe Büro von Asia Global (siehe separater Bericht) ist aufmarschiert. Der Besitzer, die Verkaufsleiterin, der Führer und der Fahrer. Ab diesen Moment müssen wir uns um nichts mehr kümmern, wie wir später feststellten.
Man kümmert sich um unser Gepäck und schon bald sitzen wir im klimatisierten Bus und genießen die ersten Eindrücke von Yangon. Eine unerwartet grüne Stadt durch die wir fahren und eigentlich auf den ersten Blick genauso wie jede andere Stadt. Keine Spur von Polizei oder Militär, wie wir insgeheim ein wenig befürchtet hatten. Nach halbstündiger Fahrt gelangen wir schließlich zum Traders Hotel (siehe separater Reisebericht). Unser Führer Neih gibt uns bereits während der Fahrt erste Infos und teilt uns dann im Hotel die Reiseunterlagen aus. Alle bekommen wir ein Willkommensgeschenk, was uns doch freut. Auch Geld können wir bei ihm gleich wechseln. Kurz darauf erschein die Sales Managerin mit der Rechnung und wir bezahlen die Reise bar in USD. Dann haben wir erst einmal bis 17 Uhr Freizeit.
Irene und ich marschieren Richtung Sule Pagode, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Doch es ist unglaublich heiß, laut und hektisch, völlig anders als erwartet, da Yangon immer als ruhig und verschlafen beschrieben wurde, doch wir wandern eben mitten im Zentrum. Nach etwa 1,5 Stunden kehren wir völlig durchgeschwitzt ins Hotel zurück.
Zwischendurch haben wir noch eine Speicherkarte mit 1 GB Speicher für 28 USD erstanden, sehr günstig.
Geschafft begeben wir uns zum Swimming Pool, eine wirklich willkommene Abwechslung und echt erholsam. Um 17 Uhr erwartet uns Neih bereits in der Lobby, wir starten gleich am ersten Tag zur Hauptattraktion Myanmars, einem der größten Heiligtümer im Buddhismus, der Shwedagon Pagode. Eine unglaubliche Pracht, aber auch unbeschwertes Familienleben ist dort zu beobachten. Wir bleiben bis nach Einbruch der Dunkelheit und bewundern all die Stupas, Türmchen und Tempel im Scheinwerferlicht. Ein unvergessliches Erlebnis! Im Anschluss geht's ins Karaweik Palace Restaurant. Buffet Diner mit Cultural Show. Das Essen ist wie schon im Reiseführer angekündigt eher mäßig, das Ambiente jedoch toll. Die Show für unsere Augen und Ohren ungewöhnlich, aber interessant.
Ein sauteures Bier (6 USD) an der Lobby Bar und ein Black Forrest Cake bilden den Abschluss eines sehr anstrengenden Tages. Um 22 Uhr fallen wir müde ins Bett, denn um 7 Uhr heißt es bereits wieder aufstehen.
6 . Tag:
Wieder ein sehr heißer Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es los zur Chauk Htat Gyi Pagode, die zwar von außen nur ein hässlicher Bau mit einem Blechdach ist, aber innen einen großen liegenden Buddha mit wunderschönen Glasaugen beherbergt. Die Figur mit ihren 70 Metern Länge ist wirklich beeindrucken. Irene probiert bei einem der Stände, die bei burmesischen Frauen so typische Sandelholpaste aus und ist begeistert von der kühlenden Wirkung. Von da an ist sie nur noch die Sandelholprinzessin.
Die Glasaugen wurden in einer kleinen, sehr versteckten Glasbläserei, gefertigt. Dort geschieht noch alles von Hand. Der Ofen hat 1200 Grad Celsius, deswegen ist es dort unter dem Blätterdach noch heißer, geschweige denn wenn man so wie die Arbeiter ganz nah am Ofen ist. Verschiedene Sachen (Fischvase, Gläser, Flasche, Fiolen) werden in kürzester Zeit vor unseren Augen geblasen.
Im Anschluss geht's weiter zum Nationalmuseum, Ausstellungsstücke aus Burmas Geschichte, die unterschiedlichen Trachten der zahlreichen Volksgruppen, verschiedenste Waffen, Instrumente und vieles mehr gibt es dort zu sehen.
Soviel Kultur macht hungrig und so ist endlich die Mittagspause an der Reihe. Wir kehren im Green Elephant ein, ein für Westler adaptiertes Lokal, wie fast alle Mittagslokale, die wir im Laufe unserer Reise besuchen werden. Essen ist ok, Chicken Curry gut, insgesamt ein sehr nettes Lokal, nur ist es obwohl seitlich offen, sehr warm.
Am Nachmittag geht's zum Scott Market, auch hier das übliche, sehr heiß und vor allem auch sehr eng überall. Ein ziemliches Gewusel, doch sehr interessant anzuschauen. Michi reißt sich seine Zehe auf, es droht eine Amputation, doch dann reicht doch ein Pflaster aus dem nahe gelegenen Hotel. Wir kaufen Postkarten, natürlich das vormittäglich probierte Sandelholzgemisch und eine spezielle Seife aus einem besonderen Baum.
Die Sule Pagode sehen wir nur von außen und bekommen die wichtigsten Dinge erzählt, zum Beispiel, dass von hier aus alle Entfernungen in Burma gemessen werden. Entlang der Straße wandern wir vorbei an mehr oder weniger verfallenen alten Kolonialgebäuden bis hin zum Strand Hotel, dem ältesten und teuersten Hotel in Yangon.
Eine kleine Fahrt am Hafenpier zeigt uns wie hart die Männer hier für ihr Geld arbeiten müssen, dafür verdienen sie mehr als der durchschnittliche Arbeiter in Myanmar.
Unser letzter Programmpunkt am heutigen Tag ist das Chinesen Viertel. Die Chinesen werden auch oft als green friends bezeichnet, weil sie so sehr aufs Geld (green bucks) aus sind. Unglaubliches Gedränge und Gewusel, Geruchs- und Gestankswolken umschweben uns. Seltsames frittiertes Getier, Luft geselchte Würste, allerlei Gewürze, Fleisch, Küchen, Gemüse und Obst sind zu sehen. Irene leidet unter dem Geruch, mir gefällts gut. Zurüpck im Hotel noch schnell ins Aroma Kaffee auf einen Cappuccino und ein Bier, dann eine Runde schwimmen im Pool, Karten und Tagesbericht schreiben und packen für Morgen, bevor es zum Abendessen in ein in der nähe liegendes französisches Lokal geht.
Viele interessante Dinge haben wir heute erfahren und einen Einblick in den burmesischen Alltag bekommen. Um ein Mobiltelefon kaufen zu können, muss man an 4 Stellen einen Antrag einreichen. Man nimmt dann an einer Lotterie teil, ob man tatsächlich eine Nummer bekommt, "gewinnt" man sozusagen, dann muss man 1200 USD zahlen, um eine SIM-Karte zu bekommen. Das kann sich nicht jeder leisten, deshalb werden diese Gewinne oft weiter verkauft und bis zu 2500 USD dafür bezahlt am Schwarzmarkt.
Jeder Autofahrer bekommt nur 2 Gallonen Sprit pro Tag an den staatlichen Tankstellen, das sind 7-8 Liter, aber auch hier hilft der Schwarzmarkt aus, der gar nicht so schwarz (=versteckt) ist. Auch SAT-Schüssel kann man nach absolvieren eines mühsamen Instanzenweges kaufen. Das Land scheint also nicht mehr ganz so abgeschottet zu sein, wie bisher angenommen.
7 . Tag:
Auf geht's zum Golden Rock, um halb 9 werden wir abgeholt. Bis zur Stadtgrenze sind die Straßen einigermaßen OK, aber außerhalb eine Katastrophe. Von einem Loch ins andere. Ein Wunder, dass das die Autos aushalten. 4 Stunden mit einem kurzen Zwischenstopp bei einem Soldatenfriedhof, wo zahlreiche ausländische Soldaten, hauptsächlich Engländer, die im zweiten Weltkrieg gefallen sind, liegen und einem Halt bei einer Fischtrocknerei. Durchgeschüttelt, aber nicht gerührt, sozusagen.
Die vorbei ziehende Landschaft ist abwechslungsreich und wunderschön. Es ist gerade Reiseerntezeit, so dass wir viele Menschen beobachten können, die bei der Hitze am Feld schuften.
Mitten im nichts dann plötzlich ein Resorthotel, wo wir zum Essen einkehren. Geschätzte 40 Grad unter dem Wellblechdach! Essen ist ganz OK, vor allem der fried rice schmeckt uns. Noch eine Stunde durschütteln, dann erreichen wir den Haltepunkt mit unserem Bus. Von dort geht es in einem leichten Truck, im Höllentempo und abenteuerlicher Fahrt weiter bis zum Pick-Up Wendeplatz. 35 Personen passen auf diese Trucks und normalerweise muss man warten, bis der Truck voll ist, bevor er losfährt, doch wir haben Glück und können uns einer Gruppe Franzosen anschließen, die einen eigenen Truck gemietet haben.
Nach gar nicht so langer Fahrt, vielleicht weil der Typ so gerast ist, kommen wir ins Basis Camp, von dort müssen wir zu Fuß weiter bis zum Hotel. Eine Menschenhorde überfällt uns; Gepäckträger, Hutverkäufer, Wasser- und sonstiges Zeug Verkäufer, Sänftenträger. Wir stapfen die 15 Minuten Aufstieg zu unserem Hotel hoch, ganz schön steil und natürlich sind wir oben durchgeschwitzt.
Nach dem Zimmerbezug geht es los. Die Träger verlangen zuviel, also gehen wir erst einmal los, aber schon kurz darauf akzeptieren beide Seiten einen niedrigeren Preis und Irene steigt in die Sänfte um. Ich geh noch tapfer einige 100 Meter weiter steil bergauf und werde dann doch auch schwach und lasse mich tragen. Die armen plagen sich ordentlich, sind fix und fertig oben, aber verdienen so ihren Lebensunterhalt, eine etwas zwiespältige Sache.
Der Anblick des goldenen Felsen ist wirklich gewaltig. Viele Menschen sind hier, neben Touristen auch sehr viele heimische Pilger. 1,5 Stunden halten wir uns oben auf und genießen den Anblick bzw. den Ausblick in der untergehenden Sonne. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnen wir mit dem Abstieg, eine sehr friedliche Stimmung herrscht. Einige Verkaufsstände sind mit Kerzen beleuchtet, romantisch für uns, harter Alltag ohne Strom für die Menschen hier. Auch der Abstieg ist schweißtreibend und so kommen wir klatschnass beim Hotel an, obwohl die Außentemperaturen sehr angenehm sind. Um 20 Uhr geht's zum Abendessen, aber vorher wird noch geduscht. Essen ist aufgrund eines Kommunikationsproblems des office mit dem Hotel leider wieder Menü, aber dennoch ganz ok. Hundemüde fallen wir gegen 22 Uhr ins Bett.
7 . Tag:
Damit wir wieder mit den Franzosen talwärts fahren können, müssen wir um 8 Uhr los marschieren, um rechtzeitig beim Pick-Up Wendeplatz zu sein. Dort ist schon allerhand los um diese Uhrzeit. Ein Shop-Besitzer feiert Geschäftseröffnung in dem er Geldscheine vom Dach wirft. Das erzeugt natürlich ein riesen Chaos. Alle wollen hier scheinbar was verkaufen und so herrscht ein unglaubliches Gewühl. Nach einigen Minuten Wartezeit geht es schließlich los. Leider haben dieses Mal Plätze in der Mitte bekommen, was das festhalten schon ein wenig schwieriger macht. Doch der Fahrer fährt relativ langsam, so dass wir uns gar nicht so festklammern müssen, wie beim hochfahren. Nur einer der Franzosen hat Probleme und kotzt vom fahrenden Truck.
Unten angekommen erwartet uns schon unser Busfahrer und wir sind froh, wieder einen ordentlichen Sitz unterm Hintern zu haben. Nach kurzer Fahrt stoppen wir bei einer Gummiplantage, wo wir bei der Kautschuk Gewinnung zusehen. Weiter geht's mit ewigem Geschaukel bis nach Bago, der ehemaligen Hauptstadt (16. Jahrhundert. Dort wird zu Mittag gegessen, bevor es ans besichtigen geht.
Zuerst wird der ehemalige Königspalast, von dem 2 Gebäude rekonstruiert wurden besichtigt. Der alte Palast steht leider nicht mehr. Von dort geht's weiter zu den Naturgeisteranbetern, das sind Männer in Frauenkleider, die sich tanzend mit Zigaretten und Whisky irgendwie zum Affen machen. Ein paar Stufen hoch geht's zur Pagode, die auf einer ehemaligen Insel erbaut wurde und wo Buddha prophezeite, dass hier einmal ein bedeutender Ort entstehen würde. Gegenüber in Sichtweite, die mächtigste Pagode Burmas mit 112 Metern Höhe, aber nicht annähernd so schön, wie die Shwedagon Pagode. Noch ein liegender Buddha, über 70 Meter lang aus dem 10. Jahrhundert wird besichtigt und eine Pagode mit 4 großen sitzenden Buddhafiguren.
Danach geht's über holprige Straßen zurück nach Yangon. Das Abendessen im Home Sweet Home ist mittelmäßig. Ein letztes Bier im Aroma Cafe, bevor es ins Bett geht, denn morgen wird in den Norden geflogen nach Heho.
Fortsetzung folgt, schließlich will ich euch nicht alle 27 Tage auf einmal zumuten.
| weitere Erfahrungsberichte |
Was die Rotfussindianer nicht vergessen werden
Bewertung für Alles mit U... von
Dr_Labude
Pro: Unga aga !
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Kennt ihr den Stamm der Rotfußindianer? Nein? Nun, das ist nicht weiter schlimm. Eigentlich kennen überhaupt nur sehr wenige Leute diesen Stamm. Er wohnt ja auch in einer Gegend, wo nur sehr selten Fremde hinkommen. Rotfußindianer nenne ich sie, weil sie ...
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|
sehr hilfreich
13.01.2006
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"Update" Meine Magenkrebs OP
Bewertung für Alles mit U... von
mosie
Pro: Der Krebs ist raus
Kontra: bis auf die Schmerzen keine,
Sooo, hier wie angekündigt mein Bericht über die OP.
Ich habe mich entschlossen den seperat unter Update zu schreiben, da er etwas länger geworden ist.
Bilder habe ich nun angefügt. Um das zweite auch zu sehen das erste anklicken.
14.08.
********
M ...
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sehr hilfreich
13.10.2009
(21.12.2009)
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Unser Kind hat ADHS! Wo gib´s Hilfe?
Bewertung für Alles mit U... von
bienemaja1972
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°°*°° Liebe ciao-Leser °°*°°
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sehr hilfreich
10.04.2005
(12.04.2005)
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Bewertung für Alles mit U... von
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10.05.2006
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AHTORISMUS II.
Bewertung für Alles mit U... von
dw_Rotha
Pro: Für den Bürger
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sehr hilfreich
25.01.2005
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