Alles mit U wie Urlaub
18.07.2002
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlenswert:
Nein
 schnuetchen
Über sich:
Nächste Woche geht es nach New York und der perfekte Urlaub wurde inzwischen auch gesendet, einige h...
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Eigentlich wollte alles mit A wie Angst,aber den Buchstaben hatte ich schon also nehmen wir dafür das U wie Urlaub. Ich habe Angst,aber fliegen tu ich doch Am Samstag geht es los, wir fliegen in den Urlaub. Einerseits freue ich mich schon riesig, aber jetzt ein paar Tage vor dem Flug ist es wieder da, das undefinierbare mulmige Gefühl in der Magengegend und der ständige Unruhezustand. Auch jetzt, wo ich hier sitze und schreibe überkommt mich wieder eine Gänsehaut.Schon 1967 habe ich zum ersten Mal einen Flieger betreten und fand es einfach klasse, natürlich kein Vergleich zu den heutigen Fliegern, aber es hat mich ungemein beeindruckt wie schnell man doch in der Sonne ist. Das Gefühl damals über den Wolken zu sein war einfach obercool. Ich weiß nicht, wie oft ich bis heute schon geflogen bin aber es war sehr oft und nicht immer nur Kurzstrecke, der längste Flug hat 12 Stunden gedauert. Das Flugzeug zählt, auch in meinen Augen, mit zu den sichersten Verkehrsmitteln, es ist viel wahrscheinlicher auf dem Weg zum Flughafen zu verunglücken, als mit dem Flugzeug selber. Wenn da nicht vor einigen Jahren der Zwischenfall an Bord einer Chartermaschine gewesen wäre. Das war geschehen… Gutgelaunt und braungebrannt saßen wir im Flieger Richtung Köln-Bonner Flughafen. Auf der Leinwand lief „Ein Hund namens Beethoven“, die Kinder waren ruhig und ausgeglichen. Unsere Sitzplätze waren ziemlich weit vorne, da wir mit drei Kindern reisten und unsere Tochter noch recht klein war. Zwei Reihen vor mir auf der anderen Seite befand sich die Bordküche. Über Lautsprecher wurden wir aufgefordert uns anzuschnallen und was sonst noch dazu gehört, da wir im Landeanflug waren. Als wir durch die Wolkendecke durch waren, hatte uns das gute alte Deutschland wieder, denn es regnete ganz fürchterlich und entfernt waren auch Donner zu hören. Unter uns konnte man schon Baumwipfel erkennen, aber plötzlich gab es einen schrecklich lauten Knall, aus der Bordküche kam ein kurzer Feuerstrahl und dann ging das gesamte Licht aus. Eine kreidebleiche Stewardess rannte ins Cockpit und in der gesamten Maschine war für einen kurzen Augenblick kein Wort zu hören aber es entstand keine Unruhe, denn nur die ersten Reihen hatten das Feuer mitbekommen und die waren alle still.„Mama, ich will aber den Film zu Ende sehen“, dieser Satz meines Sohnes riss mich aus meiner Erstarrung. Ich ließ mir meine Angst nicht anmerken und erklärte den Kindern dass der Film wahrscheinlich gerissen sei und wenn sie jetzt schön leise seien, würde ich, sobald wir Zuhause sind, den Film als Video ausleihen. Durchs Fenster waren die Lichter des Flughafens zu sehen, über Mikro wurde uns mitgeteilt, das ein heftiges Unwetter tobt und man aus Sicherheitsgründen das Licht ausgemacht hätte. Schon wieder ist sie da die Gänsehaut…..Von dem Moment an, flog die Maschine nicht mehr ruhig sondern eher unruhig. Der Pilot hatte wohl seine liebe Mühe die Landung zu bewältigen. Ich weiß heute einiges nicht mehr, nur dass ich blass und schweigend in meinem Sessel gesessen habe und krampfhaft versucht habe mir meine Angst nicht anmerken zu lassen, schon wegen der Kinder „Wir sind soeben auf dem Flughafen Köln Bonn eingeschlagen“ diese Worte rissen mich aus meiner Verkrampfung. Alle klatschten und jubelten, aber ich war nur froh wieder auf dem Boden zu sein. Später als wir vor dem Flughafen auf unser Taxi warteten, standen unweit von uns Pilot und Copilot die sich unterhielten. Natürlich hatte ich gleich Ohren wie Rhabarberblätter…… „ Da haben wir aber noch mal Glück gehabt, das hätte auch anders ausgehen….“ Dann kam unser Taxi. Für mich war mit der Landung der Vorfall eigentlich schon so gut wie vergessen, aber ein Jahr später, etwa eine Woche vor unserem Urlaubsflug kam alles wieder hoch. Auf meinen Urlaub wollte ich natürlich nicht verzichten, also ging ich zum Arzt und ließ mir ein paar Tabletten geben die mir darüber hinweg halfen.Vom Fliegen abgehalten hat mich das Ganze nicht, nur die Woche davor ist immer ein einziges Auf und Ab. Nachts schlafe ich schlecht oder so gut wie gar nicht. Wenn ich das Fernsehen anmache, ist bestimmt gerade mal wieder eine Maschine abgestürzt oder ein Sender berichtet darüber was alles so passieren kann. Piloten die vor dem Flug trinken und Drogen nehmen, Maschinen welche nicht richtig gewartet werden und was die Sender nicht noch alles finden im Archiv um Urlauber wie mich so richtig jeck zu machen. Letzte Woche habe ich drei Sendungen gefunden und natürlich bleibe ich wie gebannt da vor sitzen. Es zieht mich magisch an und ich finde sie garantiert auch wenn sie nicht in der TV Zeitung stehen. Es sind wie gesagt jetzt schon viele Jahre und ich fliege immer wieder, die Angst ist immer mit dabei. Wovor ich eigentlich Angst habe kann ich nicht genau sagen, denn wenn man raufkommt, kommt man auf jeden Fall auch wieder runter. Meine Kinder machen sich inzwischen schon einen Spaß daraus mich auf zu ziehen mit meiner Angst.Natürlich könnte ich mal, an so einem extra dafür angebotenen, Seminar teilnehmen, aber das nötige Kleingeld dafür ist mir die Sache eigentlich nicht wert, denn ich steige ja ein. Meine Schwägerin hat an so einem Seminar teilgenommen und was macht sie, immer noch mit dem Auto reisen weil sie sobald sie einen Flughafen betritt schon Ausraster bekommt. Die Urlaubsziele die ich mir aussuche, sind mit dem Auto nur schwer oder gar nicht zu erreichen, also bleibt mir nichts anderes übrig als in den Flieger zu steigen und ich tue es Jahr für Jahr wieder, auch mit einem komischen Gefühl im Magen. Ich habe und werde dadurch noch viel von der Welt sehen. Ich lasse mir immer Zwei Tabletten geben, eine für den Hinflug und eine für den Rückflug. Ich bekomme eine totale LMA Einstellung und die Familie lässt mich am besten den ganzen Flug über in Ruhe. In den letzten Jahren ist es schon viel besser geworden und ich hege ja noch die Hoffnung das es irgendwann mal ganz vorbei ist, solange schaue ich mir weiter die Welt an.So long, Schönen Urlaub, ich düse jetzt erst mal ab gen Süden Wer klaut der soll ganz große Flugangst bekommenEuer schnuetchen Bei den unten aufgeführten Punkten weiß ich nicht so recht,Angst ist nicht empfehlenswert aber wie soll ich das bewerten.K.A. deswegen Mittel.
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13.09.2002 18:04
Bei mir war es recht die Seekrankheit, die mich in meiner Seefahrtszeit recht oft geplagt hat. Gruß, Lothar.
08.09.2002 12:44
Jaja, die gute alte Flugangst! Vor dem 11. September des letzten Jahres machte es mir nicht so viel aus zu fliegen, doch jetzt habe ich auch ein bisschen Angst! :[ LG Christian
24.08.2002 23:54
Achja...Urlaub war am 16.8. zu Ende (siehe meine Urlaubsberichte!) Ciao ~ Markus