Wenn ein geliebter Mensch stirbt
20.09.2006
Pro:
Da gibt es nichts Gutes .
Kontra:
Alles .
Empfehlenswert:
Nein
 Eminencia
Über sich:
Vielen lieben Dank für eure BHs zu meinem iPod Shuffle-Bericht. Ich freue mich sooo sehr! :)
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---------------------------------------------------------------------- Wenn ein geliebter Mensch stirbt---------------------------------------------------------------------- Der Tod eines geliebten Menschen ist für uns unverständlich. Er zieht an uns vorbei wie ein schmerzhaftes Gewitter mit einem Regen, der messerscharf in unsere Poren eindringt und unseren Körper mit Beißflüssen durchströmt. Wir möchten es verstehen, möchten mit dem Verlust ins Reine kommen, möchten die entstandene, klaffende Lücke mit irgendetwas füllen, glauben, wir könnten mit genügend Trauer einen Füllstopfen bilden, können es aber nicht, trauern durch unser Unvermögen noch mehr, bis zur Ohnmacht, heulen, schreien, krampfen und fallen in ein tiefes schwarzes Loch. Irgendwann werden wir stumm und bilden eine Schicht des Vergessens. Bis zum nächsten Tod. Bis wir wieder an die Grenzen unserer menschlichen Verstehensfähigkeit stoßen. Bis wir wieder dastehen, allein gelassen, mit der nüchternen Wahrheit konfrontiert, dass wir nicht unkaputtbar, sondern dass wir rohe Eier sind. Dass uns schon in wenigen Momenten ein Unglück das Leben kosten kann.Er starb vor genau einer Woche. Es war ein Unfall. Ich erfuhr erst vor zwei Tagen davon und seitdem reift in mir ein Hals verschnürender Kloß der Ohnmacht heran. Ich kann darüber nicht nachdenken. Wenn ich mir zu präzise Bilder forme, tut es zu weh. Doch auch wenn ich davon absehe, mir vorzustellen, wie genau er gestorben ist, empfinde ich seinen Verlust als völlig real. Und das macht mich fast wahnsinnig. Zwar bleibt der große (noch) Heulimpuls fort - weil ich das Grauen hinter diesem Verlust von mir fernhalte - doch ist mir dennoch ungeheuer mulmig. Es klafft ein riesiges Loch in meinem Universum.Dieser Mann war mir persönlich unbekannt und doch fühlte ich mich über eine besondere Schiene mit ihm verbunden. Ich hatte mir stets vorgenommen, ihn irgendwann einmal zu treffen, ihm die Hand zu schütteln, mit ihm gemeinsam eine bestimmte Sache zu vertreten. Ich hatte mir vieles vorgestellt. Er hatte immer die Aura des Unverwundbaren. Und nun ist er ausgerechnet er an den Folgen eines solchen Unfalls gestorben, der bislang weltweit nur wenige Todesfälle vorzuweisen hat. Schon an dieser Feststellung mag mein inhaltsloses Leben ins Wanken geraten. Ich frage mich dann, was ich unbedeutendes Wesen hier auf dieser Welt verloren habe, wenn es einen solch bedeutsamen Mann wie ihn rücksichtslos weggerissen hat. Andere Male möchte ich ihm folgen, in der Hoffnung, dass das Leben danach gerechter als dieses hier ist und ich dann zu ihm geführt werde. Gleiches zu Gleichem. Harmonie.Meine alles überwiegende Stimmung aber ist eine stete flaue Beklemmung. Eine, die vieles in sich trägt: Trauer, dass ein geliebter Mensch nicht mehr am Leben ist. Unverständnis, dass der Tod manchmal so schnell und unverhofft, so barsch und unverschämt, kommt. Die Erkenntnis, dass es jeden treffen kann. - - - © Eminencia / Divalein, 11.09.2006 / 18.09.2006
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21.03.2011 15:10
Bewertung nachgeliefert. Gruß Doris
15.05.2007 12:14
Es ist jedesmal grausam so was selber zu erleben. Leider war es bei mir schon viel zu oft der Fall. Besonders unfassbar ist es immer wenn die benachteiligten jünger sind als man selber ist. Mit jedem mal mehr wird einem dann auch die eigene unvergänglichkeit bewußster. Da möchte man am liebsten nicht drüber nachdenken. Gruß Alex
07.11.2006 13:06
Leider wird mein bh nicht angenommen...erinner mich doch bitte mit einem kurzen Eintrag in mein GB daran, dass ich wiederkomme!!!!