Die Zufälle des Lebens

5  14.07.2011 (02.09.2011)

Pro:
wir sind alle superglücklich

Kontra:
-  -

biene_mary

Über sich: Streß......Aber auch kein Wunder, wir richten gerade mein Elternhaus wieder her und bringen den Gart...

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Ja, das Leben hält viele Zufälle für uns Menschen bereit und mich deswegen von Ciao in den letzten Tagen fern. Ihr sollt nun wissen warum, denn es ist für mich eine sehr glückliche Zeit nach langem!!! Ich hatte ein bescheidenes Jahr hinter mir und da verstarb dann auch noch meine Mama für uns urplötzlich letzten Herbst. Dies soll aber kein Trauerbericht werden, ich denke, wir haben ihren Tod verarbeitet und genießen alle zusammen wieder das Leben. Wir heißt, mein Dad, mein Mann und ich. Dennoch gibt es Tage im Leben, wo man sie schmerzlich vermisst. Und genau ein solcher Tag soll heuer versüßt werden.

Ich habe keine Ahnung warum ich plötzlich eines Tages den Geistesblitz hatte, dass ich zu meiner Dicken einen Welpen holen möchte. Mein Mann war zu diesem Zeitpunkt alles andere als begeistert von einem tierischen Zuwachs, aber das sollte sich ändern. Ich selbst hatte Zweifel und suchte deswegen noch nicht aktiv in den Tierheimen. Bekannte und Freunde, sowie unsere Tierärztin waren von meiner Eingebung begeistert..

Ronja müsst ihr wissen ist nicht mehr die Jüngste, alleine Gassigehen mag sie nicht mehr, hängt auch mit ihrer Arthrose zusammen, aber sie ist ein unheimlich geselliger Typ. Es gibt keinen Hund, den sie nicht toll findet und so hat sie beschlossen nur noch mit Hundegesellschaft Gassi zu gehen. Seither organisiere ich immer gemeinsame Spaziergänge mit Hundekollegen. Klar kann ich nicht immer Gesellschaft für sie finden und dann wackeln wir wie zwei alte Oma´s um den Block. Sie bleibt ständig stehen oder setzt sich gar hin. Alleine ohne Zweithund will sie nicht mehr sein.

Anders, wenn ein Hundekollege dabei ist. Da rennt und flitzt sie wie eine Junge durch die Gegend, findet alles toll und spannend.

„Nein, nicht die Cora“


Das war der erste Satz meines Mannes, als ich ihn informierte, dass unsere Lieblingshundefreundin von Ronja, ein absoluter Traumhund, wie er im Bilderbuch steht, ausgebüchst ist und wahrscheinlich trächtig wieder nach Hause gelaufen kam. Ich bekam diese Information genau drei Tage danach, als ich das erste Mal ausgesprochen hatte, dass ich einen Zweithund haben will und dieses eine Mal soll es ein Welpe sein.

Ein riesen Wirbel begann um Cora. Cora ist ein Borderline Collie und der Vater zum Glück bekannt, da es im weiten Umkreis nur einen anderen Bauernhof mit Hund gibt, ebenfalls. Nach der Geburt der Welpen gab´s daran auch keinen Zweifel, wer der Vater nun war. Beiden gemeinsam ist ein Traumcharakter. Uns ist die Rasse übrigens egal, ich liebe Mischlinge zum Beispiel über alles und will schon immer einen Mischling haben. Ronja holte ich als einen Schnauzermix und dann stellte sich raus, dass sie kein Mix ist, sondern ein richtiger Schnauzer ist. Für mich zählt der Charakter des Hundes. Eine Rasse gibt Anhaltspunkte, wie er in etwa sein wird.

Nun kam der Oberhammer. Unsere Freundin, der der Hund gehört, fragte uns, ob wir einen haben wollen würden, wenn Cora wirklich Junge bekommen sollte. Mein Dad wollte eigentlich noch keinen Zweithund, denn er hat seine Lisa ja noch und wenn überhaupt ein Weibchen. Lisa ist wie unsere Dicke bereits älter, sie ist bereits ca. 14 Jahre alt, aber fit wie ein Turnschuh.

Bilder von Alles mit Z...
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Alles mit Z... P1020104 - Alles mit Z...
Unser Charlie 4 Tage alt
Die steckt jeden Welpen in Punkto Kondition noch in die Tasche. Wie Ronja liebt sie andere Hunde über alles und sucht ständig Kontakt zu Hundekollegen und hat auch kein Problem, wenn andere Hunde in ihr Revier kommen.

Ich verweise nochmals darauf hin, dass mein Mann von meiner Idee eines Welpen zu Ronja zu holen absolut nicht begeistert war. Deswegen sagte ich ihm nur, dass wir einen haben könnten, setzte mich nicht weiter mit dem Thema auseinander. Nun begann der Psychoterror (aber im positiven Sinne). Kaum waren wir am Abend zusammen, fing er mit Cora an und schwärmte von diesem Hund. Mein Papa müsse unbedingt einen Welpen aufnehmen und überhaupt, alles ist sooooo toll. Jedes Argument, welches für einen Welpenzuwachs ausgesprochen wurde, wurde von ihm sofort wiederlegt, sogar unsere Tierärztin befragte er ausgiebig, ob sie Probleme sehen würde, denn sie kennt uns ja schon lange und somit auch unsere Gewohnheiten, da sie immer nach Hause kommt. Border Collie sollen ja nicht ohne sein vor allem wegen ihrer Aktivität.

Die Rasse hat mich stark Zweifeln lassen, ob wir ihr überhaupt ansatzweise gerecht werden können. Dann kam meine Tierärtzin, guckte mich von der Seite an und fragt mich allen ernstes, ob ich mir bei Ronja eigentlich auch diese Gedanken gemacht hätte. Ich verneinte und meinte, dass es ja eine ganz andere Rasse wäre, die wir da damals aus dem Tierheim geholt hatten. Dann meinte sie, dass Schnauzer ebenso gefordert werden müssen, wie ich ja gemerkt haben sollte, denn sonst wäre Ronja nicht so ausgeglichen und den gleichen Bewegungsdrang hätten, wie Border Collie und ebenso beschäftigt werden müssen. Ich überlegte scharf, ob ich meine Hündin wirklich gefordert hatte und ich erinnerte mich an einen extrem aktiven Hund, der nicht kaputt zu bekommen war. Was schossen wir mit dem Rad stundenlang durch den Wald und wie viele Unterhaltungsspielchen haben wir zusammen gemacht. Ich war abends immer Fertig. Ronja hat sich für eine halbe Stunde hingelegt, geschnarcht, aufgewacht und war wieder fit wie ein Turnschuh und brauchte Beschäftigung. Ein Grund, warum sie damals als nicht vermittelbar im Tierheim galt. Denn kaum kam Langeweile bei ihr auf, hat sie sich selbst beschäftigt. Das war nicht immer zur Freude der Zwischenbesitzer, sie hatte einen Vermittlungsversuch hinter sich. Umgestaltung der Wohnung war mit inbegriffen. Etwas, was sie bei uns nie tat.

Ja, ich habe jetzt eine in die Jahre gekommene Hündin, aktiv sind deswegen immer noch. Es gilt immer noch, dass unser Hund bei Radtouren dabei ist. Sie läuft nicht mehr, das wäre einfach zu weit, aber sie hat ihren Fahrradanhänger bekommen, indem sie gerne sitzt und unsere Ausflüge genießt. Mittlerweile wurde er erweitert, so dass man ihn schieben kann und wir stundenlange Märsche durch die Natur unternehmen können. Sie läuft immer wieder, wird es ihr zuviel, zeigt sie es an und steigt wieder in ihren Wagen.

Nach alldem Abwägen sagte ich zu, dass wir auf jeden Fall einen Welpen nehmen würden, mein Dad sagte vorerst ab. Vorerst.

Tag der Geburt und mein Dad war aus dem Häuschen


Hier sind wir wieder bei dem Zufall des Lebens. Da ein Mädel Probleme in der Schule hatte, besuchte mein Dad unsere Freunde. Cora kam angelaufen, war nervöser als sonst. Plötzlich verschwand sie und ward nicht mehr gesehen. Vorsichtig guckte mein Vater nach, ob es Cora gut ging. Er hatte einen Verdacht, dass die Geburt begonnen hatte. Ja, da lag sie, ein Welpe, der später Susu getauft werden sollte und die einzigste ihres Geschlecht bleiben sollte. Es folgten noch Einstein, Paul und Charlie. Susu war zu dem Zeitpunkt die Größte, Charlie der Kleinste.

Es gibt Dinge, die man nicht begreifen kann. Aber als mein Papa seine zukünftige Susu in den den Händen hielt, war es um ihn geschehen. Eine neue Liebe wurde geboren, die von den Zweifeln beseelt war, ob Lisa diese akzeptieren würde. Er strahlte zum ersten Mal wieder richtig. Sein Lächeln kam ganz tief aus seinem Herzen.

Tja, ich habe die Kleinen das erste Mal gesehen, da waren sie 4 Tage alt. So lange konnte ich mich beherrschen, dann hielt ich es nicht mehr aus, packte meinen Mann ein und wir fuhren Welpen gucken. Ganz vorsichtig schlichen wir zu Cora´s Bettchen. Ich rechnete schon einmal damit, dass sie ihre Jungen verteidigen würde, was absolut normal wäre und so blieben mein Mann und ich im Abstand stehen. Cora kam sofort, ließ sich streicheln und wir durften zu ihren Jungen gehen. Es störte sie nicht, dass wir sie sogar nach einiger Zeit in den Arm genommen haben. Ich machte Fotos von Zweien, ohne zu wissen, ob es mal unsere Welpen werden oder nicht. Es musste schnell gehen, um die Ruhe nicht allzu lange zu stören und so griff ich zu den beiden Muntereren, um sie in einem Bild zu verewigen. Tja und genau diese beiden wahllos gegriffenen Welpen gehören nun bald uns. Vater Zufall hatte auch hier wieder seine Finger im Spiel.

Es vergingen zwei Wochen, in denen wir das Mutterglück nicht weiter stören wollen und schon schossen wir wieder an. Für uns eine Ewigkeit, die kaum zu ertragen war, denn die Sehnsucht die Kleinen groß werden zu sehen war groß. Mein Mann und so kenne ich in nicht, hörte mit dem Schwärmen nicht mehr auf. Natürlich war ich mit meiner Freundin immer im Kontakt, erkundigte mich nach den Welpen und so kam der Tag der Auswahl. Groß war sie ja nicht, denn zwei waren schon weg. Susu sollte zu meinem Dad ziehen, Paul sollte auf dem Hof bleiben und ich sagte bis dato immer, dass ich den Kleinsten gerne hätte.

Wir kamen an, Monika sagte mit etwas betretener Mine, dass der kleinste Paul wäre und den die Tochter des Hauses gerne behalten würde. Die Kleine geht natürlich vor, aber in meinem Herzen gab es einen richtigen Schmerz. Bis dahin wusste ich noch gar nicht bewusst, dass ich mein Herz schon so tolle verschenkt hatte. Da standen wir vor der Box. Die kleinen Welpen sind rasant gewachsen und sehr lebhaft. Paul und Susu wurden etwas separiert und übrig blieben zwei Männchen. Mein Herz machte einen Freudensprung, mein Charlie war noch frei. Monika nahm beide freien Welpen in die Hand, zeigte sie mir und fragte, ob ich einen der beiden auch nehmen würde. Ich schrie beinahe vor Freude und sagte, dass meiner eh noch frei wäre. Sie gab ihn mir und was machte der kleine Knirps? Einen lauten vehementen Protestschrei und mein Mann, der hinter mir stand, verpasste mir sofort einen Einlauf, was ich denn gemacht hätte. Ich hatte nichts gemacht, unser Charlie hatte nur keinen Bock von mir auf den Arm genommen zu werden und meckerte. Daraufhin gab ich ihn meinen Mann und was macht der kleine Verräter, er rollte sich bei ihm zusammen und schlief gelassen ein. Kein Gemeckere. Na, dass kann ja was werden mit dem männlichen Zuwachs. Zum Glück habe ich meine Ronja noch, mit der bin ich mir einig. ;-).

Die Hunde haben natürlich zwischenzeitlich bereits ihre Zähnchen bekommen. Mein Mann dachte nicht daran und prompt wurde er von Charlie schon mal kräftig angeknabbert. Bei mir gefallen im meine Haare, die er immer wieder versucht zu erwischen und auch meine Zehen werden gerne mal zum Spielen missbraucht und „gejagt“.

Die Zeit ist ins Land gezogen. Die Welpen laufen bereits, spielen und Toben. Unsere Hündinnen Lisa und Ronja durften den Zuwachs bereits mehrfach mitbesuchen und kennenlernen. Fallen die Namen Susu und Charlie springen beide vergnügt auf und wollen zu ihnen fahren. Die ersten Hürden sind genommen.

Und wieder ein Zufall


Ja, die Zufälle häufen sich komischerweise. Wir werden die Welpen am 31. Juli zu uns holen. Es ist kein normaler Tag. Er wird für meinen Vater sehr sehr schmerzlich und auch ich darf nicht daran denken. Ein Tag, den man zu zweit verbringt und feiert und für Paare eine große Bedeutung hat. Es wäre der 38. Hochzeitstag meiner Eltern gewesen. Zufall hin, Zufall her, aber genau an diesem Tag, der für meinen Papa sehr schwer sein wird, auch wenn er so sein Leben bereits sehr gut meistert und auch wieder sehr fröhlich sein kann, kommt seine Susu und wird im den Tag versüßen und von seinem Schmerz ablenken wird.

Ich vergesse euch nicht


Ich schwebe im Moment auf der Welpenwolke und werde etwas kürzer treten hier bei Ciao. Wer mich vermisst, findet mich im Gras oder in der Welpenbox sitzen und fröhlich lachend. Da wir die Möglichkeit haben, die Welpen von Anfang groß werden zu sehen, nutzen wir natürlich die freien Zeiten und besuchen sie. Charlie kommt bereits angelaufen, wenn er uns sieht und hört auch schon ein bisserl auf seinen Namen. Am liebsten schläft er nach dem Spielen auf Stephans Arm ein. Dann wird er immer auf sein Bettchen und wir schleichen uns davon. Am liebsten hätte ich ihn schon, aber er braucht seine Mama und seine Geschwister, aber die Wochen vergehen schnell und bald haben wir ihn und unser Leben wird erst einmal vollkommen auf den Kopf gestellt. Aber wir wollen es ja nicht anders!


Sie sind da


Seit 3 Wochen haben wir einen Welpen in unserer Mitte. Charlie ist ein Traum an Hund. Ich habe es mir ehrlich gesagt etwas turbulenter vorgestellt, wenn er bei uns einzieht. Aber nein, der Kleine ist absolut brav, seit 2 Wochen bereits stubenrein (seine Schwester noch nicht so ganz), versteht sich blendend mit Ronja und folgt bereits, sofern er will. ;-) Fährt für sein Leben gerne mit im Auto.
Unsere Ronja wurde Dank ihm wieder aktiver und rennt fröhlich mit ihm durch die Wiesen. Für unsere Dicke ist es wirklich ein Segen, dass Charlie den Weg zu finden durfte. Meine Tierärztin hatte vollkommen recht.

Ab und an (da wir oft bei meinem Dad sind) sieht man uns mit unserem Rudel durch die Gegend laufen. Mit 4 Hunden fällt man einfach auf und wenn man dazu noch alleine unterwegs ist, umso mehr. Alle sind erstaunt, wie brav sie alle sind und sich so gut verstehen. Wir sind megastolz auf unsere Vierbeiner!!!!!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mjm1987

mjm1987

13.03.2012 11:49

Ooooooh! Die Fotos! Wie süß!!! Und deine liebevollen Worte...so schön. Ganz toller Bericht, der mich sehr gerührt hat! Da wird einem ja ganz warm ums Herz :)!

Sotairo

Sotairo

23.01.2012 19:45

bh

meinemiamaria

meinemiamaria

07.12.2011 10:51

Da bin ich noch mal mit dem versprochenen „BH“ ----- Maria -----

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