Aktion @ssoziation
19.03.2004 (18.07.2004)
Pro:
. . . spielen mit den Gedanken
Kontra:
Verrückt . . .
Empfehlenswert:
Ja
 himmelssurfer
Über sich:
Das Leben ist ... trotz aller Widrigkeiten ... das Beste, was Dir passieren konnte...
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Aus gegebenem Anlaß: es strömt in Gießen, ääh, es gießt in Strömen. Und da mich das Wetter trotzdem irgendwie überhaupt nicht auf#regt#, stelle ich diesen Text mal wieder nach vorne. Denn irgendwie ist wieder so ein Tag, wo Gewitter und Regen eher zum Wohlbefinden beitragen, da sie die verschiedensten Gedanken freisetzen (obwohl ich da eigentlich gar keine Zeit für habe). Aber man muß halt Prioritäten setzen. *g*Der Text selber ist unverändert. 18.07.2004 by Himmelssurfer Aktion @ssoziation Ich glaube, ich werde meine Muse Assoziation nennen. Die meisten Texte von mir entstehen dadurch, daß etwas, das mir „ins Auge fällt“, gleichzeitig Gedanken freisetzt, die ich damit verbinde. Auf den ersten Blick scheint der Gedanke mit dem Bild oft nichts zu tun zu haben. Aber auch wenn das Bild „nur“ der Auslöser gewesen sein sollte, so bin ich doch dankbar für jeden „guten“ Gedanken, der dabei entsteht.Nun, gestern nacht lag ich so in meinem Bett und konnte nicht so recht einschlafen, als ich registrierte, daß draußen etwas plätscherte. Leiser Regen fiel herab und ich dachte..., nein eher streifte mich ganz kurz eine Erinnerung. Naja, keine direkte, sondern mehr ein Gefühl, was an diesem Plätschern hing. Ihr wißt schon, wenn es sehr still ist und der Regen auf die umliegenden Blätter fällt. So schlief ich denn mit diesen Gedankensplittern ein... ... und entstanden daraus ist das, was nun folgt: - die ursprüngliche Erinnerung oder auch „Nächtlicher #Regen#“Viele Jahre ist’s schon her, aber wer kennt das nicht: „mensch“ liegt des Nachts oder auch einfach in einem regnerischen dunklen Herbst in einem Zelt. Möglicherweise in einem Jugendlager oder aber auch mit Freunden im Urlaub. Man kann nichts unternehmen, weil es bereits seit Tagen regnet. Irgendwann liegt man dann in seinem Schlafsack und starrt an die Decke. Und hier kommt dieses Geräusch ins Spiel: Das Plätschern/Klopfen des stetigen Regens auf das Zeltdach und die Blätter in der Umgebung. Irgendwie löst diese Erinnerung „warme“ Empfindungen bei mir aus. Man lag da und dachte ein wenig vor sich hin, fühlte sich eins mit dem Universum. Naja, oder zumindest mit seiner unmittelbaren Umgebung. Oder es gab stundenlange nächtliche Gespräche. Oder man war einfach sehr aufgedreht, weil man am Tag zuvor viel erlebt hatte. Aber auch zuhause: Es gab doch so manche Nacht, wo man über das eine oder andere intensiv nachzudenken hatte. Man saß dann evtl. am Fenster und schaute in den nächtlichen Regen hinaus, vielleicht gar mit einem Pfeifchen „bewaffnet“. Mit den Gedanken ganz woanders, aber gleichzeitig das Geräusch des Regens aufsaugend, da es uns so passend zu unseren Gefühlen schien. Gleichklang, Monotonie, aber doch auch Wärme und Individualität. Auf jeden Fall liegen mir die Nächte voller Gedanken *mit* Regen wesentlich näher als die ohne. Die einen waren produktiv, die anderen einfach durch intensives Hin- und Herwälzen geprägt. So jedenfalls fühlt es sich heute an... - stürmischer #Regen#Es ist kalt. Und feucht. Sehr feucht. Unangenehm. Sehr unangenehm. Wenn ich eines nicht leiden kann, dann ist das naßkaltes Wetter. Wo die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, daß sich schon beim bloßen daran Denken unweigerlich „Gänsehaut“ auf dem ganzen Körper bildet. Zusätzlich pfeift einem der Wind von vorne ins Gesicht. Und zwar *immer* von vorne. Egal, in welcher Richtung man sich bewegt. Auch in unserem Leben gibt es diese „stürmischen Zeiten“. Zeiten, in denen einem alles wehtut, egal, was es ist und egal, aus welcher Richtung es kommt. Das einzige, was dann hilft, ist die Flucht ins Innere, das Aufgefangenwerden von anderen (Umgebungen). Von uns aus ist diese Situation nicht zu lösen.- warmer Sommer#regen# Sonne. Wärme. Ein wenig Schwüle vielleicht. Aber nicht unangenehm. Der Wind streichelt über die Haut und kühlt gleichzeitig. Wir spüren eine Art innere Hitze, die durch die Glücksgefühle initiiert wird, welche das wundervolle Wetter in uns hervorruft. Den Regen spüren wir kaum. Er ist eher angenehm. Dankbar nehmen wir ihn auf.Glück, glücklich Sein, Wohlfühlen. Wieviel leichter fällt uns doch das Leben, wenn wir froh und ausgeglichen sind. Natürlich gibt es auch dann Probleme, aber wir spüren sie kaum. Gleich dem Regen im Sommer prallen so manche Dinge in diesem Zustand an uns ab, die uns in anderen Zeiten schwer fordern würden. - #Regen#bogenfarbenRegenbogen. Schön anzuschauen, Warme Farben. Verheißung von Glück (der Topf voller Gold liegt „am Ende des Regenbogens“). Die Vermischung von Angenehmen (Wärme/Sonne) und Unangenehmen (Regen). Außergewöhnlich, obwohl natürlich. Mit Farben kann man alles gestalten. Alles Schöne und alles Negative. Auch hier Assoziationen ohne Ende. Für die einen sind Schwarz und Braun die Farben des Todes und des Vergehens. Für andere symbolisiert Schwarz die Farbe Ihrer Lebenseinstellung. In Japan heiratet man in Schwarz. Hier in Weiß. Denn Weiß ist die Farbe der Unschuld. Oder eben einfach nichtssagend, „farblos“. Braun kann auch die Farbe des „Reichtums“ sein, des Luxus, sich soviel Urlaub leisten zu können, daß man einen dementsprechenden „Teint“ bekommt. Jeder deutet Farben je nach Stimmung und Grundeinstellung.- sich auf#regen# Es gibt Menschen, die regen sich ununterbrochen auf. Aus Prinzip. Meistens sind es diejenigen, die am wenigsten tun. Deren Tun eigentlich nur daraus besteht, andere zu kritisieren, sich über andere aufzuregen. Wer beispielsweise sich am meisten über „die Politiker/ die da oben“ aufregt, sind oft die, die gar nicht erst zur Wahl gehen. Wo ist da die Logik? Zu allem Überfluss sind diese „Berufsmeckerer“ vermutlich diejenigen, die am wenigsten kritikfähig sind. Die das, was sie anderen antun, selber gar nicht aushalten.Manchmal wiederum ist es durchaus nötig, sich aufzuregen. Wenn man wieder einmal auf unkontrollierten Haß, auf Intoleranz und große Dummheit stößt. Auf Menschen, die anderen bei jeder Gelegenheit in den Rücken fallen, selber aber kein Rückrat haben. Auf die, die wegschauen, wenn in ihrer Nähe ein Verbrechen geschieht. Auf die Neinsager, Wegducker, Fahne-in-den Wind-Dreher und all die anderen, die nicht willens sind, zu sich selbst zu stehen. - sich ab#regen#Obwohl: Oftmals lohnt sich das Aufregen nicht, da das Ziel der Aufregung jeglicher Lernfähigkeit entbehrt. Manche Menschen wollen einfach dumm bleiben, scheint´s. Und in dem Fall muß mensch sich wieder abregen. Es lohnt sich nicht. Da regt es einen dann höchstens noch zusätzlich auf, daß all die Aufregung nichts nutzt.Und manche Aufregung ist vielleicht auch ungerecht, entstanden aus Gefühlswallungen einer Extremsituation. Hier müssen wir lernen zu unterscheiden, was w(r)ichtig ist und was nicht. Und schließlich: Menschen, die sich nicht oft aufregen, können einen beruhigenden Einfluß auf ihre Umgebung haben. Sofern sie nicht auf Menschen stoßen, die sich ständig aufregen. Die regt das nämlich auf, daß man sich nicht aufregt...- sich #regen# ...bringt Segen heißt ein Sprichwort. Nur wer ständig in Bewegung bleibt, also „sich regt“, kann sich weiterentwickeln. Das gilt sowohl für den geistigen als auch für den weltlichen Bereich (mhmhm, schreibe hier gerade für mich selber ;-)).Nur das ständige Hinterfragen dessen, was um uns ist, hält uns flexibel. Es ist gleichzeitig auch enorm anstrengend, zugegeben. Aber alles andere bedeutet irgendwann Stillstand. Und in diesem Fall bedeutet Stillstand nicht „Ruhe haben“, sondern Tod. Oft zu sehen bei Menschen, die Erwachsensein über das Alter und nicht über das Erlernen von Verantwortlichkeit definieren. Die Welt ist voller solcher Zombies, wenn man nur etwas genauer hinschaut...- nächtliches #Regen# Tja, hier kommt jetzt die Rubrik „Ab 18“. Naja, nicht wirklich. Das Alter für den vorehelichen Geschlechtsverkehr geht ja immer mehr gegen Null. Wobei man sagen muß, daß heutzutage manche 14-jährige besser Bescheid über diese Dinge wissen als ihre Eltern. :-( Aufklärung findet wohl in den seltensten Fällen noch zuhause statt. „Das erkläre ich Dir später mal!“ Wer kennt diesen Satz nicht? Später ist dann oft zu spät. Wenn mädchen dann mit 12 das erste Kind bekommt, ist da nix mehr zu retten... Davon abgesehen wäre es schön, wenn das besagte „nächtliche Regen“ in der „über 18“ Variante mal wieder in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext eingebunden würde. Sprich: eine Beziehung ist keine Beziehung, nur weil man gemeinsam den Weg in die Kiste findet. Da gehört schon ein wenig mehr dazu. Nur: Wer weiß das heute noch??Dabei fällt mir ein: weiß eigentlich irgendjemand, warum unsere Eltern immer der Meinung waren, der Freund/ die Freundin dürfte nicht bei uns (im Zimmer) übernachten, obwohl er/ sie den ganzen Tag um uns rum war? Sind die nie auf die Idee gekommen, daß man auch bei Tageslicht Sex haben könnte?? Diesen Punkt habe ich irgendwie nie verstanden. - #Regen#waldEin trauriges Kapitel dieser unserer heutigen Welt. Einer der Haupstreitpunkte zwischen Naturschützern und der „modernen Gesellschaft“. Da werden aus finanziellen Gründen ganze Wälder gerodet und nebenbei noch ein paar Indianerstämme ausgerottet. Alle Welt redet neuerdings von „Nachhaltigkeit“. Wäre schön, wenn sie auch irgendwann einmal Einzug in unser Leben fände. Ohne unseren Planeten können wir alles Leben hier vergessen. Aber das betrifft ja nicht mehr „uns“, sondern irgendwelche Nachfolgegenerationen. Was jetzt zählt, ist der Profit. Und sonst nichts. Der Mensch rennt nach dem Geld. Gib ihm welches und er tut, was Du willst. Solange und so oft Du willst. Bis auf die paar Spinner, die die Welt „verbessern“ wollen. Blödmänner, Idioten, die dem Fortschritt bloß im Wege stehen.Hätten wir die „Spinner“ nicht, hätte sich die Erdbevölkerung schon längst selbst weggesprengt... - #Regen#schirmHat irgendjemand dieses Werkzeug im Gedächtnis? Sind wir uns im Klaren darüber, das „Schirm“ Schutz bedeutet? Das Abschotten von den Unwägbarkeiten der Natur? Nun gut, nicht jeder Schirm hilft gegen alles, aber so das eine oder andere mag schon gehen. Wie schirmen wir uns ab? Gegen die Welt, gegen das Elend, gegen die Ignoranz, gegen uns selbst, gegen die Neider, gegen die Sozialschmarotzer unserer Umgebung, gegen ungerechtfertigte Ansprüche, gegen das Tuscheln, gegen das Stehen bleiben, gegen das Hart werden, gegen was auch immer.Funktionieren da die Schutzmechanismen in einer „guten“ Art und Weise?? # Und dann gab es da noch: #- regungslos Der Zustand, der eintritt, wenn wir all diese Dinge nicht bedenken, wenn wir Angst haben, zu uns selbst zu stehen. Wenn wir alle Kraft darauf verwenden, still zu stehen. Weil es so schön bequem ist. Bewegung bedeutet Anstrengung. Und wer will das schon? Aber schaut Euch um: Wollt Ihr so werden wie die, die dem Stillstand schon verfallen sind? Wollt Ihr das wirklich? Das Denken einstellen? Nur noch funktionieren? „Ein schönes Leben haben“, das nur darin besteht, Geld zu besitzen? Mein Ziel ist das nicht. Aber ich bin ja eh ein Idiot, ein Außenseiter, ein Querulant, ein Möchtegern-Weltverbesserer. Ich nehm´s jetzt einfach mal als Kompliment.Danke Euch für´s Lesen. # Abschluß #Ich liebe Wortspielereien. Vielleicht ein weiterer Grund, warum mir manche Geschichten leicht (zu-)fallen: Ich kleide meine aktuellen Assoziationen einfach in Worte. Und wenn mir das daraus entstehende gefällt, versuche ich es festzuhalten. Und hier kam irgendwie das „Teekesselchen“-Prinzip zum Einsatz: Nehme immer das gleiche Wort und suche eine andere (existierende) Bedeutung. Was daraus geworden ist, habt Ihr ja nun gelesen.Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen von Euch durch diesen Bericht inspirieren, mal mit dem einen oder anderen Wort zu spielen und uns hier daran teilhaben zu lassen. Würde mich freuen, das eine oder andere mal dazu zu lesen. Vielleicht wird ja sogar eine Aktion daraus? Eine kleine Bemerkung im Gästebuch wäre gegebenenfalls nett. Einen #regen# Gedankenflußwünscht Euch Euer Himmelssurfer 19.03.2004
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21.04.2004 19:17
er#regend# an#regend# LG Ralf
22.03.2004 12:25
Soviele interesante Assoziationen. So gut bergündete Begriffe. Ob es mich zu "Wortspielen" und "Teekesselchen" anregt. Mal sehen, ob das mein Ding ist ... ;-)))Darauf eine Kaffeekanne!
21.03.2004 18:15
Mit Regen verbinde ich im Moment leider ganz profan den großen Wasserfleck an meiner Decke, seufz... aber ansonsten find ich Deine Gedanken, Assoziationen und Wortspielereien wunderbar, wie eigentlich immer...Ich freu mich jedes Mal, wenn mein Cis sagt, Dirk hat was geschrieben! und was die Idee angeht, auch mal sowas zu machen/schreiben - nicht schlecht...ganz liebe Grüße! Ilka