Dieses Sonderzeichen wird im Volksmund auch als „Klammeraffe“ bezeichnet. Die Bedeutung entspricht schon dem englischen „at“. Es heißt also „an“ oder „bei“. Ganz typisch ist dieses Zeichen in E-Mail Adressen zu finden. In allgemeinster Form lautet so eine Adresse: Name@Firma. Gemeint ist die Firma, welche die Adresse zu Verfügung stellt.
Ein kluger Mensch gibt seine Adresse nur an vertrauenswürdige Personen weiter. Trotzdem findet er Spam in seiner Mailbox. Wo soll das auf einmal herkommen?In dem Punkt möchte ich aufklären und eigene Erfahrungen weitergeben. Dazu aber der Reihe nach.
Was ist Spam ?
*******************Im Englischen bedeutet das Wort „Fischrogen“, den ein Heringsmännchen gedankenlos im Meer verteilt. Das geht so ähnlich, wie beim Onanieren. Im Deutschen kenne ich eine weitere Möglichkeit. S.P.A.M. als Abkürzung. In ausgeschriebener Form wäre das: Sonderbarer, perverser, abartiger Müll.
Es gibt einmal bösartigen Spam. Dieser enthält Viren und Würmer. Auf die eine oder andere Art schaden sie dem Computer. Gerade deshalb benötigt der Mensch auf Internet ein Anti-Virenprogramm.Viel häufiger erhält man sinnlose E-Mails. Genial finde ich Werbung in einer exotischen Sprache. Ich kann den Text nicht lesen und weiß natürlich auch nicht, was in der Mail drinsteht. Vielleicht Werbung? Vielleicht Propaganda? Keine Ahnung!
Also wenn ein Mensch in sinnvoller Weise mit mir Kontakt aufnehmen möchte, dann sollte er zuerst wissen, welche Sprachen ich verstehen kann. Sonst darf er wohl keine Reaktion erwarten.Nun erkläre ich, wie es dazu kommt.
Was sind Würmer?
**********************Das sind kleine Progrämmchen, die Würmern vergleichbar durch das Netz kriechen und dazu gedacht sind, bestimmte Informationen zu sammeln. Viele dieser Würmchen sind darauf programmiert, speziell nach dem Buchstaben „@“ zu suchen. Dieses Zeichen ist ein Indiz für E-Mail Adressen.
Nebenbei bemerkt, ist dieses Würmchen zimelich dumm. Genauer gesagt, es wurde nur schlampig programmiert. Was passiert, wenn jemand folgendes schreibt: @ - @ - @ - @? Vielleicht erkennt ja das Würmchen, daß vor und nach dem „at“ Leerzeichen erscheinen, die in einer Adresse nicht denkbar sind. Wenn jemand dagegen eine ungültige Adresse erfindet, dann wird das Würmchen wohl nichts merken und eben die ungültige Adresse mitnehmen. Der Spam-Verteiler wird das sehr wohl merken, weil dann die Verteilung nicht mehr funktioniert. Mein Schema von Name@Firma könnte sehr wohl in einen Verteiler kommen. Schon jetzt habe ich WORD für Windows getäuscht, wobei diese Adresse in blauer Farbe erscheint. Auf WORD werden alle E-Mail und Internetadressen in blauer Farbe gekennzeichnet.Von mir aus mag jeder selbst testen, ob solch eine Adresse irgendetwas bringt.
Eine spezielle Erfahrung
****************************Als ich auf Internet noch neu war, hatte ich mich für Zentralasien interessiert. Damals war mir die Sache mit den Würmern noch nicht bekannt. So hatte ich meine E-Mail Adresse gedankenlos auf irgendwelchen Plattformen eingegeben, wo sie von Würmern ausgelesen wurde. Damit habe ich die Spam-Verteiler auf andere Weise getäuscht.
Einige glauben heute noch, daß ich in Turkestan leben würde. So erhalte ich Spam auf Russisch, Arabisch und Chinesisch. Schon in der Betreffzeile stehen fremde Schriftzeichen, die mein Computer gar nicht darstellen kann. So vermag ich meinen Spam leicht auszusortieren. Alles, was ich nicht lesen kann, kommt in den Papierkorb. Das mache ich immer noch manuell. Klick klick klick geht das mit der Maustaste.Was denken sich diese Leute? Es müßte doch auffallen, daß ich auf bestimmte Mails seit drei Jahren nicht mehr reagiere. Wahrscheinlich denken sie gar nichts, denn sie überlassen die Arbeit Programmen, die es angeblich „wissen“ müssen.
Nun habe ich aus der Erfahrung gelernt oder genauer gesagt, mich über das Unwesen solcher Würmer informiert. Es geht auch anders. Dazu zwei Beispiele:Beispiel Ciao
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Bei Ciao wird die E-Mail Adresse unsichtbar hinterlegt. Für einen Wurm ist das völlig unwesentlich. Wichtig ist dagegen die „Firewall“. Auf Deutsch ist das eine Brandschutzmauer. Diese wird zu dem Zweck gebaut, damit keine Würmer durchkommen.Ich bin mir ziemlich sicher, daß Ciao eine funktionierende Firewall verwendet. Dazu gibt es einen starken Anhaltspunkt. Wäre Ciao undicht, dann hätte ich mal Spam in deutscher Sprache bekommen müssen. Dem war bisher nicht so.
Nun gibt man seine Adresse auch an Bekannte und Firmen weiter. Gut, wenn diese eine Firewall haben! Wenn nicht, dann wird der Bekannte unwissentlich und unbemerkt zum Spam-Verteiler. Manche Mails enthalten genau solche Würmer, die zum Auslesen von Adressen gedacht sind. So ein Wurm macht sich nicht auf dem eigenen Rechner bemerkbar und richtet auch keinen Schaden an.Dafür begibt sich der Wurm auf die Festplatte und registriert alles, was den Buchstaben „@“ enthält. Dieser Information gibt er an den Verteiler weiter. So ist schon manch einer in den Verteiler gekommen!
Nun kann ich noch weitere Tipps geben.Beispiel einer Webseite
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Auf meiner Homepage gebe ich schon meine E-Mail Adresse bekannt, ohne deswegen in einen Verteiler zu kommen. Der Trick ist ganz einfach. Meine Adresse ist nur in Form einer Grafik zu sehen. Ich erkläre mal, wie das geht.Jeder, der eine Digitalkamera verwendet, braucht ein Programm, um seine Bilder bearbeiten zu können. Mit so einem Programm ist es möglich, Buchstaben in ein Bild zu schreiben. Auf die Weise kann man auch seine Adresse schreiben. Die Vorlage kann man sich aussuchen. Von mir aus fotografiert jemand die Hauswand und schreibt etwas drauf. Oder, man hat schon eine passende Grafik. Das ist egal.
Der Trick ist der: Bis auf weiteres können solche Würmer – sprich Progrämmchen – nicht in ein Bild hineinsehen. Nur das menschliche Auge kann das. Was macht einer, der mir tatsächlich eine E-Mail schicken will? Ob er es will oder nicht – er muß sich die Adresse per Hand abschreiben. Den Spam-Verteilern ist das viel zu umständlich. Die Erfahrung habe ich bisher gemacht. Von Hand schreibt einer die Adresse nur dann ab, wenn er oder sie ernsthaft etwas von mir will.
Noch eine Möglichkeit, die ich erwähne. In meinem privaten Gästebuch (auf der Homepage), werden E-Mail Adressen automatisch umgewandelt. Aus dem „@“ wird ein „at“. Wenn ich dann eine Mail verschicken will, dann muß ich die Adresse erneut umschreiben. Also nicht mehr „at“ sondern „@“.Bisher kann das nur ein Mensch. Ein Wurm kann das nicht oder noch nicht.
FAZITEin Mensch häte viel zu tun, wenn er sämtliche Adressen „per Hand“ einsammeln wollte. Das macht er nur dann, wenn ihm der Kontakt sehr wichtig ist.
Die große Masse läuft über Progrämmchen, die „Würmer“ genannt werden. Es wäre schon möglich, solche Würmer intelligenter zu programmieren. Das würde aber Geld kosten und daran scheitert die Sache.Es bleibt nur eine Sicherheitslücke. Angenommen, man gibt seine Adresse an jemanden weiter, der selbst keine Firewall verwendet. Dann könnte die Adresse schon ausgelesen werden. Wohl gemerkt – der andere hat davon keine Ahnung und fühlt sich unschuldig. Und dennoch landet man in einem Spam-Verteiler. Die Gefahr besteht vor allem in exotischen Ländern.
Deshalb ziehe ich zwei Sterne ab und gebe drei Sterne mit einer Empfehlung. Wenn man verstanden hat, wie solche „Würmer“ funktionieren, dann kann man sich etwas schützen. Nun warte ich gespannt auf Eure Kommentare. Bewußt schreibe ich in einer freien Kategorie, denn es geht mir darum, ein Prinzip zu erläutern. Die Konsequenzen muß jeder selbst ziehen.
30.05.2005 16:40
Hm ich mach mir gerade Gedanken darüber, wie ein onanierendes Heringsmännchen wohl aussieht. Auf der anderen Seite aber auch, wie ein onanierender Mann seinen Spam wahllos im Meer verteilt :-) LG Dieter und danke für die Informationen.
23.05.2005 09:21
Vielen Dank für diesen besonders hilfreichen Bericht. Das Internet hat natürlich neben all seinen Vorzügen auch Klippen, denen man geschickt ausweichen sollte, und ohne Schutz ist das fast unmöglich (hab ich schön gesagt, gelle?) *gg* LG Saskia
22.05.2005 21:33
Hui, jetzt habe ich aber wirklich was gelernt - dazu war es noch einfach erklärt. Das mit der Grafik ist z.B. eine super Idee! So ein schicker bericht muss natürlich entsprechend honoriert werden! :-)