Wir haben seit geraumer Zeit ein ganz und gar kostenloses Girokonto bei der Postbank. So ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren ist ja schön und gut, aber für Guthaben gibt es dort halt keine Zinsen.
So musste eine Alternative her...
Ich glaube, es war eine Mitteilung im Geizkragen-Gemeindebrief (Newsletter von www.geizkragen.de), der mich auf die Allgemeine Deutsche Direktbank AG – besser bekannt unter dem Namen, mit dem auch geworben wird: DiBa - gebracht hat.
Jedenfalls gab es Anfang 2002 ein Angebot für ein Tagesgeldkonto, das seinerzeit mit satten 4% Guthabenzinssatz wirklich gut im Rennen lag. (Heute träumt man ja nur noch von solchen Zinssätzen...)
Den Ausschlag für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei der DiBa gab aber letztendlich, dass man, wenn man zu Anfang 2.500 EUR einbezahlte, zusätzlich einen 25-EUR-Aral-Gutschein bekommen sollte...
Warum sollte ich ©saida sonst gerade diese Bank wählen, um unsere bescheidenen Ersparnisse anzulegen? schließlich gab es zu diesem Zeitpunkt noch mindestens drei andere Direktbanken, die ähnliches im Angebot hatten!
Und da wir zu der Zeit auf unsere Einkommensteuererstattung warteten, würden wir das mit der Anfangseinlage für den Tankgutschein doch hinbekommen.
Das DiBa-Tagesgeld-Konto nannte sich halt nicht Tagesgeldkonto, sondern
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= = EXTRA-KONTO = =
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Wer nun hier eine ausführliche Beschreibung aller Leistungen der DiBa erwartet, liest jetzt besser gar nicht erst weiter. Ich nutze nur das Extra-Konto, und daher folgen zu Ende des Berichtes lediglich einige Daten der restlichen DiBa-Produkte, soweit diese mir vorliegen.
-+-+- DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE -+-+-
Die Kontoführung ist kostenlos, das Guthaben täglich verfügbar, und zwar bis zum letzten Cent, wenn gewünscht.
Auszahlungen des Guthabens erfolgen ausschließlich auf ein vom Kunden zu benennendes Referenzkonto – meist wird man sein eigenes Girokonto angeben *g* - entweder per Internet-Banking, aber auch Telefonbanking ist möglich.
Das besondere Extra daran: bereits der erste Euro Guthaben wurde mit dem attraktiven Satz von 4% verzinst.
Natürlich ist die DiBa Mitglied im Einlagensicherungsfonds: pro Kunde sind bis zu 49 Mio. Euro abgesichert – also keine Sorge, dass die sauer ersparten Moneten eines Tages im Nichts verschwunden sein könnten...
-+-+- VOM ANTRAG ZUR KONTOERÖFFNUNG -+-+-
Zunächst einmal besuchte ich die Homepage der DiBa (www.diba.de), wo ich mir die Antragsunterlagen angefordert habe. Dabei werden die persönlichen Daten abgefragt – man kann den Antrag auch herunterladen (pdf), aber da mein Drucker damals gerade ohne Tinte war, habe ich mir die Unterlagen halt zuschicken lassen.
Diese kamen nur wenige Tage später mit der Post.(schlagt mich, aber ich weiß nicht mehr genau, wie lange es gedauert hat – ich hatte es ja nicht eilig, also habe ich nicht wirklich darauf geachtet!)
Und zwar habe ich bekommen:
• Konoteröffnungsantrag (DiBa nennt das Auftragsbestätigung)
• Auftrag zur Freistellung von Kapitalerträgen
• Blatt zur Legitimationsprüfung
Alle wesentlichen Daten waren schon eingedruckt, im Prinzip musste ich nur auf Vollständigkeit überprüfen und unterschreiben.
Den Freistellungsauftrag musste auch der Ehegatte unterzeichnen – aber das kennen wir ja schon, ist ja auch bei normalen Sparkonten der Fall, wenn man einer Bank einen Freistellungsauftrag erteilt.
Man bat mich im Anschreiben, doch die Unterlagen innerhalb von 14 Tagen zurückzusenden.
Dazu musste ich mich auf ein Postamt begeben, wo mit Hilfe meines Passes meine Identität festgestellt und vom Postbeamten das entsprechende Formular unterzeichnet wurde.
Den Antrag und Freistellungsauftrag hatte ich schon in einen Umschlag eingesperrt – schließlich geht es ja den Postbeamten nun so gar nix an, was ich der Bank da schicken will, oder?
Dann kamen mein Umschlag und das Formular mit dem Servus des Postbeamten in einen weiteren Umschlag, und der wurde dann an die DiBa geschickt.
Inzwischen habe ich @saida schon mehrmals solche Legitimationen durchgeführt, und finde diese Art ausgesprochen praktisch. Man kann seine Unterlagen in Ruhe zu Hause studieren und ausfüllen, muss nicht den Schalterverkehr in einer Bank aufhalten, und wenn das Brieflein weggeschickt ist, hat man seine Ruhe.
Manchmal bekommt man voradressierte Rückumschläge – manchmal nicht.
Vermutlich war von der DiBa einer dabei, denn auch so mancher Postsendung der DiBa liegt ab und zu wieder einmal einer bei.
Womit wir schon bei einem weiteren Plus wären: Schriftverkehr ohne Portokosten!
Die Antragsunterlagen schickt man aber in jedem Fall unfrei an die Bank zurück!
Danach habe ich von der DiBa – getrennte Post, wie sich das gehört – eine PIN und eine TAN-Liste zugeschickt bekommen.
Weiterhin kann man nun auch das Telefonbanking in Anspruch nehmen, denn
jetzt ist man ja legitimierter Kunde. Dazu bekommt man auch per Post eine PIN zugesandt. Ich habe das Telebanking jedoch nie genutzt (oder nie nutzen müssen – bei Bedarf hatte ich immer eine Internetverbindung). Ich sehe übrigens gerade: Den Brief mit der PIN fürs Telebanking habe ich noch, und die PIN ist noch nicht einmal frei gerubbelt *g*.
So kann ich also nur das sagen, was die Bank verspricht: Rund-um-die-Uhr-Service, und das Ganze läuft mit einem Sprachcomputer, was ja in der heutigen Zeit auch keine Seltenheit mehr ist. Besonders erwähnenswert finde ich jedoch, dass man dabei nur 6 Cent pro Anruf berappen muss! So manche Servicenummer langt da wesentlich tiefer in die Tasche. Ach ja: die Nummer lautet übrigens: 0180 2 / 79 79 79.
Jedenfalls dauerte es nicht lange, und ich hielt meine Listen und Nummern in Händen. Also nichts wie ab auf die Homepage, und weiter zum Internet-Banking, Abteilung Zugang.
Es öffnete sich ein Fenster, in dem ich zunächst meine neue Kontonummer eingeben musste, außerdem die erhaltene PIN und eine weitere Nummer, den so genannten Identifier (auf demselben Blatt wie die PIN).
Danach musste ich erst einmal die vorgegebene in eine persönliche PIN ändern (5-10 Stellen), anschließend den Identifier (10-20 Stellen).
Zunächst dachte ich, na, da nehme ich doch gleich beide zehnstellig, und mir denselben Zeichen – denkste! Das wird überprüft, und die beiden dürfen nicht identisch sein, sonst funktioniert das Ganze nicht.
Das ist aber auch gut so, denn so ist der Sicherheitsfaktor um einiges höher. Schließlich will ich ja nicht, dass irgendjemand anderes an meine Kohle kommt!
Die beiden Zeichenkombinationen sollte man sich gut merken, denn die werden – neben der Kontonummer – bei jeder Einwahl abgefragt.
Für die Datenübertragung wird im Übrigen eine SSL-Verschlüsselung mit 128 Bit verwendet. Soviel zum Thema Sicherheit.
Natürlich musste ich jede Änderung mit einer Nummer aus der TAN-Liste bestätigen. Und dann endlich konnte ich mal schauen, was das Konto so zu bieten hatte!
-+-+- WAS KANN DAS EXTRA-KONTO ALLES? -+-+-
• Man kann Lastschrift-Daueraufträge einrichten, mit denen man zu jedem beliebigen Datum im Monat/Vierteljahr/Jahr einen selbst gewählten Betrag von seinem Referenzkonto einziehen und dem Extra-Konto gutschreiben lassen kann. Dabei kann man auch angeben, ob der Auftrag nur einmalig sein soll, und wann ein LS-Dauerauftrag zum letzten Mal eingezogen werden soll.
• Man kann vom Extra-Konto mit sofortiger Wirkung Geld auf sein Referenzkonto überweisen. Die Gutschrift auf unserem Postgiro ist spätestens 2 Werktage nach Überweisung erfolgt.
• Man kann Terminüberweisungen tätigen. Besonders praktisch, wen man weiß, dass z.B. die Kreditkartenrechnung vom Urlaub schon abgebucht wird, ehe man noch zu Hause sein wird. Kann man alles im Voraus planen und regeln!
• Natürlich kann man auch seinen Kontostand einsehen, sowie die letzten Bewegungen (Transaktionen). Dabei werden Überweisungen von gerade eben auch gleich berücksichtigt. Ich ©saida finde diesen Punkt besonders fein – mein Giro kann das nicht...
• Man kann sich einen Freistellungsauftrag ausdrucken lassen, falls man noch keinen erteilt hat oder die Höhe ändern will.
Von alle getätigten Transaktionen lassen sich direkt nach Ausführung auch Bestätigungen ausdrucken.
Und nach jeder Lastschrift-Einrichtung/-Löschung/-Änderung bekomme ich spätestens zwei Tage nach Durchführung per Post eine schriftliche Bestätigung.
Außerdem gibt es jedes Quartal einen Kontoauszug, im Format DinA4, das ich sehr schätze.
Auf diesem vermerkt finde ich auch stets die Höhe des vorliegenden Freistellungsauftrages, und ob bzw. wie viel davon schon verbraucht ist. Das wiederum finde ich witzig – die Zinsen werden nämlich bei dieser Kontoart erst am Jahresletzten gutgeschrieben – also wäre es recht seltsam, wenn unterm Jahr bereits ein Teil des Freistellungsauftrages schon aufgebraucht wäre... *smile* Typischer Fall von Automatisierung, denn mit dem Auszug zum vierten Quartal müssen dann ja auch Zinsen vermerkt sein (sofern man Guthaben drauf hatte übers Jahr)!
-+-+- MEINE MEINUNG (EXTRA-KONTO) -+-+-
Alles, was die Bank mir bezüglich des Extra-Kontos versprochen hatte, hat sie gehalten:
Der Tankgutschein kam genau sechs Tage, nachdem wir die geforderten 2.500 EUR einbezahlt hatten. Eine Gültigkeit war nicht darauf vermerkt, und so hatte ich doch leichte Bedenken, als ich das gute Stück nach über einem Jahr in meinem Besitz schließlich doch einlöste. Diese Sorge erwies sich als unbegründet. Keiner hat nachgefragt, im Gegenteil, ich bekam noch drei so kleine, silberne Fußball-Aufkleber, die ich halt mal zusammen mit dem Tankbeleg eingesteckt habe (dazu gleich als Anhang noch ein Wort!)
Daraufhin habe ich probehalber gleich einmal das ganze Guthaben wieder aufs Giro zurück transferiert, was problemlos vonstatten ging.
Das Schöne daran: Es gab keine nervigen Fragen vom Bankbeamten, warum man denn das ganze Geld abheben würde, ob man etwa nicht mehr zufrieden wie, etc. pp.
Leider blieb auch die DiBa von der allgemeinen Zinsentwicklung nicht verschont. Ab 14.09.2002 gab es noch 3,5%, und seit 15.07.2003 gibt es immerhin noch 2,5% Zinsen. Wenn man bedenkt, wie niedrig heutzutage die Zinssätze bei Sparkonten sind, ist das immer noch ganz ordentlich.
Zumal ich wirklich täglich an das GANZE Geld heran kann, und bequem von zu Hause aus die Überweisung auf mein Giro veranlassen.
Das Internet-Banking funktioniert reibungslos, und dazu noch in Echtzeit. Außerdem bin ich mit den Sicherheitsvorkehrungen (s.o.) beim Banking höchst zufrieden!
Und sollte ich doch einmal Probleme damit haben (oder mit dem PC, was ja auch vorkommen kann *g*), so steht mir immer noch ein günstiges Telebanking zur Verfügung., Außerdem kann ich auch einen der Freiumschläge nutzen (steht zwar drauf: bitte frankieren, falls Marke zur Hand – aber da gibt es inzwischen sogar schon Urteile, dass man das als Freiumschlag ansehen darf) – von den Umschlägen, die regelmäßig von der DiBa mitgeschickt werden, habe ich mir nämlich einige beiseite gelegt...
Inzwischen nutze ich diese Alternative zum Sparbuch oder Festgeld bereits seit April 2002, und ich bin ausgesprochen zufrieden.
Daher bekommt das Produkt Extra Konto von mir glatt die volle Punktzahl.
Der Vollständigkeit halber nun noch die Informationen, die mir aktuell zu weiteren Produkten dieser Bank vorliegen. Wer mehr wissen möchte, schaut einfach auf der Homepage www.diba.de nach!
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= = WEITERE PRODUKTE DER DIBA = =
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• Privatkredit
- flexible Laufzeiten ohne Begrenzung
- Kostenlose Bereitstellung
- Täglich abrufbar
- Zinsen nur auf tatsächlich beanspruchte Beträge
- Kein Gehaltskonto bei der DiBa notwendig
- 6,75% ZS p.a. (variabel; seit 01.07.03)
• Fonds-Sparen
ab 75 EUR im Monat
Kostenloses Depot
deutlich reduzierte Ausgabeaufschläge
Institutsunabhängige Auswahl
rund 100 Fonds renommierter Gesellschaften
für Einmalanlagen darüber hinaus über 1.400 Fonds
Adresse gibt es auch noch eine:
DiBa
Allgemeine Deutsche Direktbank AG
60628 Frankfurt/Main
Wie gesagt – damit habe ich keine Erfahrungen gemacht, ich gehe aber davon aus, dass auch diese Produkte in der von mir gewohnten Qualität angeboten werden.
Somit bleibt es für mich bei einer Empfehlung und der vollen Punktzahl.
Ich bedanke mich bei allen fürs Lesen, und an die User-Gemeinde hier noch die Bitte, doch auch das Bewerten nicht zu vergessen. Danke!
©saida/23.10.2003
[Statistik: 1.821 Wörter / 10.474 Zeichen (ohne Leer-)]
P.S. (upgedatet/29.10.03)
- ARAL-Fußball-Sticker -
Die habe ich letztes Wochenende beim Aufräumen hier gefunden, und genau jetzt beim Schreiben ist es mir plötzlich eingefallen, wo ich etwas darüber gelesen habe:
KOPIE AUS NEWSLETTER GEMEINSAMTANKEN.DE/27.10.03
http://www.gemeinsamtanken.de
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(03) Ballaktion Nachtrag
Zur Ballaktion gibt es drei kleine Nachträge:
1. Danke für die tolle Unterstützung!
2. Wir haben noch viele Karten, auf denen Bälle fehlen, sodass wir noch
Bälle suchen ! ABER NUR DIE AUFKLEBER nicht die Karten! Also, wer
noch welche hat, bitte an uns schicken!
3. Wir suchen noch Einrichtungen, an die wir spenden können! Wer
eine Schule, einen Kindergarten etc. kennt, der sich über eine
Spende freuen würde. Bitte per eMail bei uns vorschlagen.
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Bewertung:
• Service ??? nie gebraucht! ich schreib mal gut...
• Filialnetz? Schreib ich ausgezeichnet - my home is my Filiale! (oder jedes Telefon!)
• Beratung? nehme ich mal hilfreich, hab' die ja nie gebraucht!
08.12.2003 14:36
habe dort auch ein Extra-Konto und war wirklich überrascht, wie komfortabel und einfach die Kontoführung geht und wie gut die Leistungen sind
04.11.2003 11:19
Die DiBa ist wirklich sehr gut. Ich nutze die Bank seit ca. 1 Jahr und bin bisher total zufrieden. Online-Banking habe ich bisher noch nicht gemacht. Ich regel alles über Telebanking, das geht einfach und schnell und ist schön unkompliziert. Eine sehr gute Bank. Und ein sehr guter Bericht! :-)
03.11.2003 13:47
Guter Bericht. Kann ihn leider nicht so ganz bestätigen. Unser Extra-Konto wurde gesperrt, da wir einen Lastschriftauftrag für unsere Miete darüber liefen ließen. Nach Aussage des Kundenberaters sei dies nicht der Zweck des Extra-Kontos. Aber kann man das nicht vorher anmerken. Wir ahtten dadurch Ärger mit unserem Vermieter und mussten Rückbuchungsgebühren von 3 Euro für jede nicht eingelöste Buchung bezahlen. Bin jetzt auf der Suche nach einem neuen kostenlosen Konto. MfG Ulli.