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Hallo liebe Leserinnen und Leser,
Wege zur Weisheit soll es ja angeblich viele geben und doch: all zu häufig scheint es so, als wäre es nur Wenigen vergönnt, auf selbigen zum hohen Ziel zu schreiten. Sind es die Mutigen, die den ersten Schritt wagen und schon bald Andere weit hinter sich lassen oder scheitern Andere an zu großen Steinen, die den Ausblick auf den Weg versperren? Wer weiß schon, welche Richtung höchstes Glück verspricht? Jedoch: an Wissen um die Möglichkeiten soll es nicht mangeln und darum hoffe ich ein wenig erhellend wirken zu können mit den folgenden Informationen:
Interdisziplinär, Intermedial, Interkulturell, Supranational - 'Bitte, was?'
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Über das FachSeit 1991/92 wird das Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) an der Universität Leipzig unterrichtet. Seit dem wird auf Seiten der Lehrkräfte hier heftig geforscht, gelehrt und geprüft. Auf Seiten der Studenten wird zu Beginn des Studiums gelesen, gelesen und ... gelesen! Ja, meine lieben Leser, was würden wir für Wissenschaftler, wenn wir nicht wüssten, was in unserem Forschungsfeld zu erwarten ist? Und darum geht es, das verrät der Name, es ist die Literatur, die hier unter das Mikroskop gelegt wird! Wann hat Wer geschrieben und vor allem Was? Auch bleibt uns das Warum meist nicht verborgen und erst recht dem Wie will man sich analytisch nähern. Da werden Methoden entwickelt und verworfen, da sind nicht selten Ideen gefragt! Als besonders hilfreich erweist sich da der Vergleich: Was hat der Impressionismus, dass dem Expressionismus fehlt? Warum heißt das Drama nicht Epos und ab wann ist ein Text ein Gedicht und warum ist die Bedienungsanleitung meines Fernsehers eigentlich nicht poetisch? Aber damit geben wir uns nicht zufrieden:
Liest man in der Schule von Lessing, Schiller und Goethe, machen wir im Studium literarische Weltreisen. Und was ist eigentlich Literatur? Wie verhält sie sich zur Musik, was trennt sie von der Malerei? Kann sie es mit dem Film aufnehmen, oder ist sie zum Verstauben in den Archiven dieser Welt verdammt? All diesen Fragen nähern wir uns im Gespräch, auf der ewigen Suche, nach dem Unentdeckten.
Triumvirat oder Dreifaltigkeit?
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Über die LehrkräfteProf. Dr. Angelika Hoffmann - Maxis ist Direktorin des Institutes. In etlichen Vorlesungen darf der Student miterleben, wie man jedes noch so undurchsichtig scheinende Thema mit wissenschaftlicher Methode strukturiert. Sie lehrt die Einführungen, so möglich, persönlich, anhand eines eigens geschriebenen Buches.
Dr. phil. Ulrich Meurer lehrt nun seit einem Jahr in Leipzig. Meist ist er dafür zuständig, dass wirklich jeder Student die Theorie versteht!
Dr. Zieger bietet die Fakten und Grundlagen des Faches und nimmt es dabei sehr genau. Schließlich trägt jede Wiederholung dem Lernprozess bei.
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." (Albert Einstein)
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Über die aktuelle und zukünftige Lage
Zu Beginn muss an dieser Stelle gesagt werden, dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, dieses Fach mit dem Magister abzuschließen. Auch die Universität Leipzig stellte vollständig auf die neuen Studiengänge (Bachelor/ Master) um. Das hat zur Folge, dass in der AVL zukünftig nur noch der Master erworben werden kann (bis auf Jene, die noch auf Magister immatrikuliert wurden) Das ist sehr Schade für die Zukunft des Faches, bietet aber aktuell den "Verbliebenen" eine angnehme Lernatmosphäre.
Ich empfinde, das Lehrangebot als ausreichend in Quantität, leider aber manchmal inhaltlich etwas einseitig. Zwar ist man bemüht, den Bezug zu Modernen Themen, Medien, Entwicklungen ... zu finden, aber Hand auf's Herz: das Semester beginnt dennoch bei den großen Griechen und bspw. Film und Fotografie als Vergleichsmedien kommen häufig zu kurz. Meistens, aber nicht immer gibt es Platz für alle, aber dieses Phänomen liegt im Uni - Umbau begründet und trifft nicht nur Studenten der AVL. Generell sind die Räumlichkeiten mit Allem ausgestattet, was der Lehrende braucht: Pult oder Tisch, Tafel, Projektor, Beamer, Stromanschluss etc. Leider trifft man bezüglich moderner Darstellungsmöglichkeiten teilweise auf Widerstand, wenn nicht sogar Ablehnung seitens der Dozenten.
Zu guter Letzt
====Hier also das Fazit eines Studenten der leipziger AVL: wer eine hohe Bereitschaft zum Lesen mitbringt und sich gerne in die Tiefen der Literatur begiebt, ist in der AVL gut aufgehoben und wird diesbezüglich hier in Leipzig professionell betreut! So viele Gedanken die Literatur betreffend, wollen geordnet, strukturiert werden. Das Handwerkszeug hierfür bietet dem Interessierten dieses Fach und weit darüber hinaus auch die Methode wissenschaftlichen Arbeitens.
Schade ist natürlich, dass man hier ein Wenig das Klischee des altmodisch- verstaubten Bücherwurms bedient, obwohl die Literaturwissenschaft auch der Gegenwart einiges zu bieten hat!
...und noch am Rande:
Leipzig hat eine ganze Menge zu bieten, auch über den Uni -Alltag hinaus! Hier lebt es sich als Student ganz wunderbar, aber schaut hierfür doch einfach in die Berichte Anderer.
Ich bedanke mich für's Lesen und freue mich natürlich über Kommentare.