Allgemeine/vergleichende Literaturwissenschaft - Uni, Mainz

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Voraussetzungen: gute Kenntnis (mindestens) zweier moderner Fremdsprachen (wird durch Sprachtests überprüft), Latein persönliche Voraussetzungen: in erster Linie natürlich Interesse an Literatur in jeder Form, d.h. nicht nur deutsche oder europäische, sondern auch auf den ersten Blick schwerer ... Bericht lesen





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Erfahrungsbericht von cabrel über Allgemeine/vergleichende Literaturwissenschaft - Uni, Mainz
14.01.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: macht Spaß und verschafft Allgemeinwissen
Kontra: für Idealisten

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Voraussetzungen: gute Kenntnis (mindestens) zweier moderner Fremdsprachen (wird durch Sprachtests überprüft), Latein
persönliche Voraussetzungen: in erster Linie natürlich Interesse an Literatur in jeder Form, d.h. nicht nur deutsche oder europäische, sondern auch auf den ersten Blick schwerer zugängliche. Vor allem sollte man Freude daran haben, fächerübergreifend zu arbeiten, sich auch einmal mit philosophischen Strömungen oder Kunstwerken auseinanderzusetzen und - wie in den Philologien - viele, viele Nachmittage in der Bibliothek zu verbringen.
Einen flüssigen, prägnanten Schreibstil sollte man in Hinblick auf die zahlreichen Hausarbeiten und Referate, die auf einen zukommen, sowieso haben.
Die Deutschnote im Abi ist sicher ein ganz guter Indikator
Dauer des Studiums: in der Regel 4 Semester für Nebenfach, 8 für Hauptfach
Abschluß: Magister

Wer immer sich auch hierhin verirrt hat, ihm sei das Komparatistik-Studium in Mainz wärmstens ans Herz gelegt.
Die sogenannten Philologien Germanistik, Romanistik etc. haben den großen Nachteil, daß sie allzu alteingesessen sind, manche Dozenten sehen aus, als würden sie im nächsten Augenblick zu Staub zerfallen, kurz, da weht nicht gerade innovativer Wind durch den Vorlesungssaal.
Anders in Komparatistik: da werden literarische Werke in dem Kontext betrachtet, in dem sie entstehen, und das heißt, daß Philosophie, Kunst, Psychologie, Musik undsoweiter herangezogen werden, um Wechselbeziehungen und Parallelen zu entdecken. Ein Werk steht nie allein, lautet die komparatistische Devise, und der erstaunte Student merkt früher oder später, daß das stimmt. Und ihm interessante Vorlesungen beschert. Hier bekommt man es nämlich, das vielgepriesene Allgemeinwissen, hier entdeckt man Bücher wie 'Lolita', japanische Lyrik oder man lernt mal eben Jiddisch...
Allerdings muß man erst einmal ein Pflichteinführungsseminar bestehen, das die Grundzüge der 'Allgemeinen LiWi' vermittelt. Hier werden anhand von 2 Werken verschiedene Herangehensweisen an Literatur erläutert - der Theorieteil des Studiums. Danach darf man allerdings dann frei Seminare wählen, die erstaunlich große Teile der Weltliteratur abdecken und von motivierten und kompetenten Lehrkräften gehalten werden.
Einziger Nachteil: Die Berufsaussichten sind mal wieder miserabel. Abhilfe können 2 Auslandsjahre an der Partneruni Dijon schaffen, sich am besten gleich im 'Dijonbüro' der Uni Mainz informieren.   

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