Pendlerpauschale

2  05.11.2003

Pro:
Im Moment nicht erkennbar .

Kontra:
Die Autofahrer sind die Leidtragenden

Empfehlenswert: Ja 

Kiaralotte

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Mitglied seit:18.08.2003

Erfahrungsberichte:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 13 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Also das was die mit uns da vor haben ist echt bemerkenswert.

Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit?

Wenn die Pendlerpauschale gekürzt wird, bzw. diese ganz wegfallen soll, werden doch nur die Arbeitnehmer bestraft, die lange Anfahrtswege in Kauf nehmen um überhaupt einen Job zuhaben. Die Leute die zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren können, haben außer dem Zeitaufwand doch überhaupt keine Kosten und bekommen im Glücksfall, wenn diese nicht ganz wegfällt, trotzdem die Hälfte der Pauschale.

Wenn ich mir meine monatlichen Fahrtkosten ausrechne und im Gegensatz dazu überlege, was ich an Arbeitslosengeld erhalten würde, wäre es kein Unterschied mehr, wenn ich zuhause bleiben würde. Man kann doch nicht verlangen, das jeder eine Arbeitsstelle direkt an seinem Wohnort erhält, zumindest in der heutigen Zeit. Da kann man froh sein, wenn man überhaupt Arbeit hat. Selbst wenn es anstatt der Pendlerpauschale dafür Steuervergünstigungen geben wird/ soll, wäre es mehr als ungerecht, da diese ja alle erhalten. Also auch diejenigen die keinerlei Kosten für den Arbeitsweg aufwenden müssen.

Der Staat probiert also mal wieder seine Lasten und Sparmaßnahmen auf Kosten der Otto-Normal-Verbraucher zu verteilen. Bemerkenswert ist natürlich auch, das unsere Politiker weiterhin Firmenwagen und Flüge durch Steuergelder finanzieren, wenn es wirklich gerecht wäre, müssten sie diese auch selber tragen.

Denn so wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer, wenn es so weitergeht haben wir bald rein amerikanische Verhältnisse und das Wort Demokratie ist dann wirklich nur noch ein Wort, aber mehr auch nicht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
atek

atek

06.11.2003 11:25

guter Bericht und informativ.

Itsme4711

Itsme4711

05.11.2003 14:47

Wie wahr, wie wahr. Das ist echt ne Frechheit, diejenigen zu bestrafen, die bereit sind was zu tun. Und diejenigen (Fussgänger) eine Pauschale anzubieten, obwohl sie keine Auslagen haben ist nicht richtig. Du sprichst mir so sehr aus dem Herzen....

jinky

jinky

05.11.2003 11:35

Ganz so einfach ist es nicht. Bei der Wohnungssuche spielen, wie eine Studie nachweist, alle möglichen Kriterien eine Rolle, dafür, wie nahe oder weit sie vom Arbeitsplatz weg ist, interessiert sich keiner. Eine Wohnung kann man grundsätzlich wechseln, und nicht überall ist es so schwer, eine zu finden wie in München. Wohne ich weit draußen, bekomme ich einen Teil meiner Fahrtkosten ersetzt. Suche ich mir eine teurere Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes, kann ich die höhere Miete nicht von der Steuer absetzen: will sagen: umweltschädliches Verhalten wird belonht. Eine entsprechende Überlegung liegt der pauschalen Absetzbarkeit zugrunde: wer seine 10 km zur Arbeit mit dem Auto fährt, wird gefördert, wer umweltschonend das Fahrrad nimmt, nicht. Das ist schließlich auch nicht ganz unproblematisch.

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